Kurzkritik: Come And Find Me

Come and find me FilmplakatDrama/Thriller, UK 2016

Regie: Zack Whedon; Darsteller: Aaron Paul, Annabelle Wallis, Garret Dillahunt

Claire (A. Wallis) und David (A. Paul) leben in Los Angeles und führen eine – soweit der Zuschauer das in den ersten Minuten erkennen kann – glückliche Beziehung. Bis Claire eines Tages plötzlich verschwindet. Ohnmächtig und verzweifelt beginnt David, sich mit ihrer Abwesenheit zu arrangieren, bis der Besuch eines alten College-Buddys von Claire der Story eine neue Wendung gibt.

„Come and Find Me“ ist kein sonderlich plausibler Film, wer Lücken oder offene Fragen in der Story sucht, wird zahlreiche finden. Dass der Film trotzdem Spannung aufbauen kann und auch Spaß macht, liegt an der gekonnten Inszenierung und den guten Darstellern.

Davids langsame Wandlung vom braven Bürger zum furchtlosen (wenn auch im Zweikampf recht unbegabten) Privatdetektiv, der Auftritt von fadenscheinigen Charakteren aus Claires mysteriöser Vergangenheit, die (wenig einfallsreichen, aber gut getimten) Rückblenden und auch das recht explosive Finale – das alles ergibt einen erstaunlich effektiven Film.

Die Schwächen liegen vor allem in der nicht sonderlich schlüssigen Story, wobei es scheint, als wäre Regisseur und Autor Zack Whedon das bewusst und schlicht egal. Das Ende des Films zitiert filmgeschichtlich berühmte Vorgänger, ergibt sich aber nicht sehr überzeugend aus dem Handlungsverlauf. In seinen besten Momenten erinnert der Film an die Thriller von David Mamet („Spartan“, „The Spanish Prisoner). Wer die mochte darf hier getrost zugreifen.

3/5

Kurzkritik: Die Taschendiebin

Die Taschendiebin FilmplakatDrama, Südkorea 2016

Regie: Park Chan-Wook; Darsteller: Kim Min-Hee, Kim Tae-Ri, Ha Jung-Woo

Mit Anleihen und Zitaten von Hitchcocks „Vertigo“ und Kurosawas „Rashomon“, in Verbindung mit der Regisseur Park („Oldboy“, „Thirst“) eigenen Lust an psychologisch etwas abseitigen, brutalen und dabei merkwürdig eleganten Geschichten ist „Die Taschendiebin“ ein mehr als würdiger Start ins Kinojahr 2017.

Der Film handelt von einer Intrige, in der ein südkoreanischer Hochstapler mithilfe einer Kammerdienerin (die „Taschendiebin“ des Titels) ein reiche junge Japanerin heiraten und um ihr Vermögen bringen will. Im Spiel ist dabei auch deren böser Onkel, sowie dessen sonderbare Vorlieben, spielen tut das Ganze in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.

„Die Taschendiebin“ ist in drei großartige Akte unterteilt, wobei es Park gelingt, trotz vieler Wendungen und Kniffe eine psychologisch stimmige Story mit glaubwürdigen Figuren zu erzählen. In wunderbar komponierten Bildern – darunter auch explizite Gewalt- und Sexszenen – entspannt sich ein spannendes, doppelbödiges Spiel um Liebe, Lust und blutige Rache. Getragen von den Charakteren entwickelt sich vom ersten Moment an ein mitreißender Erzählfluss, dessen Faszination in den knapp zweieinhalb Stunden Laufzeit nie wirklich nachlässt.

5/5

Kurzkritik: Closet Monster

Closet Monster FilmplakatDrama, Canada 2015

Regie: Stephen Dunn; Darsteller: Connor Jessup, Aaron Abrams, Aliocha Schneider, Joanne Kelly

Coming-of-Age Drama um einen Teenager in einer kanadischen Kleinstadt. Oscar hat in seiner Kindheit eine traumatische Entdeckung gemacht, die ihn – eben so wie die frühe Scheidung seiner Eltern – eindringlich geprägt hat. Beseelt vom Wunsch seine Heimatstadt zu verlassen muss sich Oscar den Dämonen von Vergangenheit und Gegenwart stellen.

„Closet Monster“ ist ein sehr gelungener Beitrag zu einem schwierigen Genre. Die „magische“ Komponente des Films (u. a. kann hier ein Hamster sprechen) ist mit einfachen Mitteln auf kreative Art integriert, Darsteller und die Story können überzeugen. Die thematisierten Motive sind nicht neu, werden aber glaubwürdig und intensiv erlebbar gemacht – ohne dass es plakativ oder sonst wie ärgerlich würde.

4/5

Kurzkritik: „Café Society“

Cafe Society FilmplakatDrama/Comedy, USA 2016

Regie: Woody Allen; Darsteller: Kristen Stewart, Jesse Eisenberg, Steve Carell, Corey Stoll, Blake Lively, …

Woody Allens aktueller Film gehört definitiv zu den schwächeren Filmen seiner späten Schaffensperiode. Die Story hat Witz und ist gut gespielt, die Dialoge sind gewohnt meisterhaft, doch der Funke will nicht so recht überspringen.

Für Freunde des Regisseurs – und Freunde des gepflegten „Period Piece“, in diesem Fall die 30er Jahre in L.A. und New York – gibt es genug Gründe, sich das anzusehen. Alle anderen können es getrost sein lassen.

3/5

Kurzkritik: Our Kind of Traitor

Filmplakat Our Kind of TraitorThriller/Drama, UK/FRA 2016

Regie: Susanna White; Darsteller: Ewan McGregor, Naomie Harris, Stellan Skarsgard, Damian Lewis

In aller Kürze: Solide inszenierter Agentenfilm.

Worum gehts? Eine kriselndes Ehepaar lernt im Urlaub den alternden russischen Mobster Dima kennen, der – mit ihrer Hilfe – aussteigen und als Informant überlaufen will. Doch während die britischen Behörden mit internen Widerständen kämpfen sind Dimas Kollegen bereits misstrauisch geworden.

Die gute Nachricht: Die Story ist spannend, wenn auch nicht weltbegewegend, die Dramaturgie stimmig.

Die schlechte Nachricht: Das von McGregor und Harris gespielte Ehepaar wirkt angesichts der beiden unterentwickelten Figuren wie ein Fremdkörper, der seine zentrale Stellung innerhalb des Plots nie rechtfertigen kann, und im Gegenteil der Glaubwürdigkeit schadet.

3/5

Kurzkritik: Everybody Wants Some!!

Everybody Wants Some FilmplakatComedy/Drama, USA 2016

Regie: Richard Linklater; Darsteller: Blake Jenner, Tyler Hoechlin, Ryan Guzman

Richard Linklater hat mit „Everybody Wants Some!!“ eine Art inoffizielle Fortsetzung von „Dazed & Confused“ gedreht. Und ich bin froh berichten zu können, dass er es dabei tatsächlich schafft, die Fans nicht zu enttäuschen. Die Mittel sind dieselben wie vor über 20 Jahren: eine Handlung ohne Plot, ein großartiger Soundtrack, dazu eine unbekümmerte Darstellerriege, wunderbare Charaktere und brilliante Dialoge.

Zu Beginn des Films kommt Jake (B. Jenner) als Erstsemester in einer kleinen Universitätsstadt an, wo er ein Baseball-Stipendium bekommen hat. Gemeinsam mit seinen neuen Teamkameraden geniesst er die freien Tage vor Beginn des Semesters. Die Jungs hüpfen von Party zu Party, messen sich in allen erdenklichen großen und kleinen Spielen miteinander, rennen Mädels hinterher, reden Blödsinn und geben im Training mehr oder weniger viel Gas.

Man darf das alles unspektakulär und sogar langweilig finden, denn an einer klassischen Figurenentwicklung ist der Film ebenso wenig interessiert wie an einer Story. Es sind die Details und die Zwischentöne, die „Everybody Wants Some“ auszeichnen, das geniale Gespür des Regisseurs für die Details und sensible Innenleben der Figuren.

Bei allem – bisweilen auch derben – Humor wirft Linklater einen mitfühlenden bis liebevollen Blick auf seine Charaktere, gibt selbst die spleenigsten nie der Lächerlichkeit Preis und nimmt das Publikum für seine bunte Truppe mit spielerischer Leichtigkeit ein. „Everybody Wants Some!!“ kommt zeitlos und als authentisches Portrait einer Generation daher, die zwei Stunden Laufzeit vergehen schon wegen des vielen Gelächters wie im Flug.

5/5

 

Kurzkritik: A Bigger Splash

A Bigger Splash FilmplakatDrama, ITA/FRA 2015

Rockstar Marianne (Tilda Swinton) erholt sich mit ihrem Lebensgefährten Paul (Matthias Schoenaerts) auf der abgelegenen Mittelmeer-Insel Pantelleria. Weil sie ihre Stimme schonen muss kommuniziert sie fast ausschliesslich mit Händen und Füßen. Als ihr Ex-Lover Harry (Ralph Fiennes) urplötzlich mit seiner attraktiven jungen Tochter Penelope (Dakota Johnson) auftaucht entwickelt sich langsam, aber unaufhaltsam ein Drama, bei dem sich das Verhältnis der Figuren zueinander mehrfach verschiebt.

„A Bigger Splash“ ist in allen Hauptrollen hervorragend gespielt, setzt geschickt die malerischen Landschaften in Szene und bleibt bis zum Finale glaubwürdig und spannend. Das etwas schleppende Tempo ist Teil des Plans, ebenso wie die nur bruchstückhaft servierten Infos über die Vergangenheit der Charaktere (was als Kunstgriff in Ordnung geht, der Story aber einen Teil ihrer Wirkung nimmt). Insgesamt auf jeden Fall eine Empfehlung für Freunde des gepflegten Dramas.

4/5

Kurzkritik: Green Room

Green Room FilmplakatHorror/Drama, USA 2015

Regie: Jeremy Saulnier; Darsteller: Anton Yelchin, Imogen Poots, Joe Cole

Die Mitglieder einer Punkband werden im Backstage-Bereich eines abgelegenen Clubs Zeugen eines Gewalt-Verbrechens. Schnell wird klar, dass die Betreiber des Etablissements kein Interesse daran haben, die Sache von der Polizei aufklären zu lassen. Die Lage eskaliert in einem brutalen, kammerspiel-artigen Überlebenskampf der Musiker und einer Zeugin im Kampf mit finsteren, massiv bewaffneten Skinheads.

Bei den allermeisten Filmen, die sich vom Schauplatz her so arg beschränken wie „Green Room“, und mit einer überschaubaren Anzahl von Figuren auskommen, bleibt irgendwann die innere Logik der Story auf der Strecke. In diese Falle tappt der Film hier nicht, wobei ich gestehen muss, dass ich die Logik in den Aktionen der durch den Club-Boss (gespielt von Patrick Stewart) angeleiteten Schergen nie so ganz verstanden habe. Immerhin kam nicht der Moment in dem ganz offensichtlich das Drehbuch die Logik bestimmt…

Die Gewalt im Film ist drastisch, neben diesen Schockmomenten lebt „Green Room“ von der intensiven, beklemmenden Atomsphäre und den starken Darstellern. Mir hat das über die 90 Minuten Laufzeit durchaus gefallen, wobei ich nicht behaupten könnte, dass mich der Film sprichwörtlich an den Sitz gefesselt hätte. Für Genre-Fans sicher eine Empfehlung, alle anderen können auch die Finger davon lassen.

3/5

Nebenbei gesehen – „Demolition“

Demolition_FilmplakatFinanzjongleur Davis (Jake Gyllenhaal) findet durch einen Trauerfall zu sich selbst, beendet schrittweise sein luxuriöses, aber lethargisches und fremdbestimmtes Leben und beginnt noch einmal ganz von vorn. Gut gespielt kann der Film als Drama nur bedingt überzeugen, da er trotz einiger starker Nebenfiguren keine echte Durchschlagskraft entwickelt und seine Botschaft wenig subtil verpackt.

Die Story scheint um die Idee von Davis‘ Drang, Dinge auseinander zu nehmen um ihren „wahren Kern“ zu entdecken, herum geschrieben worden zu sein – doch die darin enthaltene Gesellschaftskritik erscheint wenig glaubwürdig. Trotz dieser Schwächen ein durchaus gelungener Versuch, einen Blick hinter die Fassade der modernen westlichen Wohlstandsgesellschaft zu werfen.

3/5

Kurzkritik: Midnight Special

 

Midnight Special FilmplakatDrama/Sci-Fi/Thriller, USA 2016

Regie: Jeff Nichols; Darsteller: Michael Shannon, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Adam Driver

Zwei Männer und ein Kind flüchten mit dem Auto durch den Südwesten der USA. Die Polizei und sogar das Militär ist ihnen auf den Spuren, die Nachrichten berichten landesweit. Aber nur langsam lässt „Midnight Special“ sein Publikum wissen, was eigentlich gespielt wird.

Das Szenario hat man so ähnlich durchaus schon mal im Kino gesehen. Das besondere liegt hier darin, dass der Film einen Spagat zwischen ernstem Drama und klassischem Unterhaltungskino versucht – und dieser fast durchweg gelingt.

Mit Elementen aus Fantasy bzw. Science-Fiction, Road Movie, Thriller und Familiendrama geht „Midnight Special“ einen eigenen Weg. Gut dosiert setzt er visuelle Effekte ein, die das Geschehen bereichern, ohne den dramatischen (und mysteriösen) Szenen die Show zu stehlen.

Für ein Mainstream-Publikum ist der Film sicher nichts, dafür erwartet er vom Publikum zu viel Geduld, liefert zu wenige Erklärungen oder Schock-Effekte. Wer sich auf den Film einlässt, ohne diese Dinge zu erwarten, wird ziemlich sicher seine Freude an „Midnight Special“ haben.

4/5

Kurzkritik: Eye in the Sky

Eye in the Sky FilmplakatThriller/Drama, UK 2015

Regie: Gavin Hood; Darsteller: Helen Mirren, Alan Rickman, Aaron Paul

In aller Kürze: Cleverer und spannender Blick auf den aktuellen Kampf gegen Terrorismus und die Rolle moderner Kriegstechnik.

Worum gehts? In einer gemeinsamen Aktion wollen britische, amerikanische und kenianische Soldaten eine Terrorzelle bei Nairobi hochnehmen. Dabei kommt es zu Komplikationen – sowohl beim Einsatz selbst als auch hinter den Kulissen bei den militärischen und politischen Entscheidungsträgern.

Die gute Nachricht: „Eye in the Sky“ arbeitet mit einem glaubwürdigen Szenario (leichte Abstriche muss man hin und wieder machen), in dem starke Darsteller agieren. Dabei wird eine Menge ‚Suspense‘ geboten, aber auch die Themen der zwiespältigen Legitimität und Notwendigkeit vom Antiterror-Kampf ausgewogen behandelt.

Die schlechte Nachricht: An einigen wenigen Stellen scheint die Logik der Handlung unterbrochen – was zum Glück nie den Erzählfluss als ganzes unterläuft.

4/5

Kurzkritik: Spotlight

Spotlight FilmplakatDrama, USA 2015

Regie: Tom McCarthy; Darsteller: Mark Ruffalo, Rachel McAdams, Michael Keaton

In aller Kürze: Klassisches Enthüllungsdrama um den Mißbrauchsskandal in der katholischen Kirche von Boston.

Worum gehts? Ein Team von Reportern des ‚Boston Globe‘ geht dem Verdacht auf die Spur, dass die katholische Kirche Fälle vom Kindesmißbrauch über Jahre schändlich unter den Teppich gekehrt hat.

Die gute Nachricht: An „Spotlight“ kann handwerklich und schauspielerisch überzeugen, schafft dazu glaubwürdige Figuren.

Die schlechte Nachricht: Die Story läuft arg nach Schema F ab und ist arm an echten Höhepunkten oder Überraschungen. Es fehlen Bilder (oder Szenen), die dem Publikum länger im Gedächtnis bleiben.

3/5

Kurzkritik: Beasts of no Nation

Beasts of no Nation FilmplakatDrama, USA 2015

Regie: Cary Fukunaga; Darsteller: Idris Elba, Abraham Attah, Ama Abebrese

In aller Kürze: Kriegsdrama, das sich sehr dokumentarisch mit Kindersoldaten in Afrika beschäftigt, ohne allerdings tiefere Einblicke zu gewinnen.

Worum gehts? Nach dem Angriff der der Armee auf sein Heimatdorf (in einem nicht näher definierten Land Afrikas) gerät der junge Agu in die Fänge von Rebellen, die ihn zum Kindersoldaten ausbilden.

Die gute Nachricht: „Beasts of no Nation“ wirkt authentisch und findet einen Weg, die grausamsten Szenen nicht allzu explizit auf das Publikum loszulassen.

Die schlechte Nachricht: Dem Geschehen fehlt fast jeder Kontext, es wird kein Versuch einer Erklärung, Analyse oder Einordnung unternommen.

3/5

Kurzkritik: Irrational Man

Irrational Man FilmplakatComedy/Drama, USA 2015

Regie: Woody Allen; Darsteller: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Parker Posey

In aller Kürze: Bittersüßes Lustspiel, dessen Plot sich allzu konstruiert entfaltet. Eher ein filmisches Essay als ein echtes Drama.

Worum gehts? Um einen Philosophie-Professor, der an einem kleinen College mit einer Studentin anbandelt und über Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“ neuen Sinn in sein Leben bringt.

Die gute Nachricht: Nett anzuschauen und soweit möglich gut gespielt.

Die schlechte Nachricht: Woody Allen versucht ein tragikomisches ‚Drama der Ideen‘, heraus kommt leider eine nur bedingt schlüssige und letztlich überflüssige Abhandlung eines bekannten Motivs der Literatur, ohne ihm etwas bedeutendes hinzufügen zu können.

3/5

Wer diese Filme mochte könnte sich den Film anschauen:
„Melinda & Melinda“, „Magic in the Moonlight“

Kurzkritik: Going Clear – Scientology and the Prison of Belief

Going Clear FilmplakatDokumentation, USA 2015

Regie: Alex Gibney; Darsteller: Paul Haggis, Alex Gibney, Mike Rinder

In aller Kürze: Gespräche mit ehemaligen Scientologen und filmische Zeugnisse aus dem Innenleben von Scientology geben erschreckend klare Einblicke in Alltag und Geschichte der „Kirche“.

Worum gehts? Der wohl bekannteste Scientology-Aussteiger, Filmemacher Paul Haggis, sowie andere ehemalige aus dem inneren Kreis von Scientology schildern ihre Erfahrungen. Im Focus stehen außerdem Gründer Ron L. Hubbard, der „CEO“ David Miscavige sowie Tom Cruise.

Die gute Nachricht: So glaubwürdig (und verstörend) die Aussagen der zu Wort kommenden Aussteiger klingen, es sind die vielen (extrem gruseligen) filmischen Dokumente aus der Geschichte von Scientology, die lange im Gedächtnis bleiben.

Die schlechte Nachricht: Aktuell unter dem mächtigen Einfluss der Organisation stehende Menschen wird der Film wohl nicht erreichen – was aber gewiss kein Verschulden der Filmemacher ist. Große neue Erkenntnisse werden zudem (soweit ich das beurteilen kann) nicht gewonnen.

4/5

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