Kurzkritik: Triple Frontier (Netflix)

Action/Thriller, 2019

Regie: J. C. Chandor; Darsteller: Oscar Isaac, Ben Affleck, Charlie Hunnam, Garett Hedlund, Pedro Pascal

Worum geht’s?
Der frustrierte Garcia, Agent der US-Anti-Drogen-Behörde DEA, erfährt im Einsatz den geheimen Aufenthaltsort eines kolumbianischen Drogenbarons. Zurück in den USA stellt er ein Team aus Ex-Kollegen der Special Forces zusammen. Die Mission wird schnell zur äußerst heiklen Angelegenheit, denn Garcias Plan überrascht nicht nur die Drogengangster…

Was soll das?
„Triple Frontier“ beginnt als Drogenkrimi und wird dann zunehmend zum Abenteuer-Spektakel. Dramatisch konzentriert sich der Film weitgehend auf die Gruppendynamik zwischen den fünf Hauptfiguren.

Taucht das was?
Als Entertainment funktioniert der Film sehr gut. Darsteller, Szenerie, gelungene Schauwerte und jede Menge Bewegung sorgen für Kurzweil. Leider traut sich „Triple Frontier“ an die zugrunde liegenden Motive und Themen (Drogenbekämpfung, Re-Integration von Kriegsveteranen in die Gesellschaft) nur vordergründig heran, und auch auf der dramatischen Ebene sollte man nicht zuviel Tiefgang erwarten.

3/5

Kurzkritik: Aquaman

Action/Fantasy, 2018

Regie: James Wan; Darsteller: Jason Momoa, Amber Heard, Willem Dafoe, Nicole Kidman, Patrick Wilson

Worum gehts?
Der Sohn einer Königin von Atlantis und eines Leuchtturmwächters muss den totalen Krieg zwischen der Menschheit und den Bewohnern von Atlantis verhindern. Nur widerwillig begibt er sich auf die Suche nach dem mächtigen Dreizack, der für seine Mission unerlässlich ist.

Was soll das?
Nach ersten Auftritten in „Justice League“ und „Batman vs Superman“ reicht DC Comics (bzw. Warner als Studio) hier eine Art ‚Origins‘-Story der Figur des Aquaman nach.

Taugt das was?
Nicht wirklich. Zwar bietet der Film einige Schauwerte, und Jason Mamoa ist weiterhin eine gute Besetzung für den schnell etwas albern wirkenden „Aquaman“. Doch mir persönlich war der extrem künstliche Look nichts, der vor allem die Unterwasser-Szenen auszeichnet. Die Story ist ebenfalls eher dämlich (selbst innerhalb des an dämlichen Stories nicht armen Genres), und sorgt auch mal für unfreiwillige Lacher. Das gilt auch für die beiden Haupt-Bösewichte.

2/5

Kurzkritik: Polar

Regie: Jonas Akerlund ; Darsteller: Mads Mikkelsen, Vanessa Hudgens, Katheryn Winnick

Action, 2019

Worum gehts?
Ein amtsmüder Auftragskiller steht kurz vor der Rente. Seine Auftraggeber wollen ihn lieber tot sehen als ihm seine verdiente „Rente“ auszubezahlen.

Was soll das?
Der Versuch von Netflix, auf den Erfolgszug von „John Wick“ und „The Equalizer“ aufzuspringen. Mit Mads Mikkelsen hat man auch einen passenden Hauptdarsteller gefunden.

Taugt das was?
Nein, nix. Die bekloppte Story, die übertriebene Gewalt und auch die Hauptfigur – alles nur ein mieser Abklatsch. Dass „Polar“ schwachsinniger Mist ist war zu erwarten. Leider macht der Film aber auch einfach keinen Spass, weil es schlicht an Ideen fehlt. Und zu lang ist er auch. Negativ-Highlight war für mich der „Bösewicht“ und sein großartiger „Plan“…

2/5

Kurzkritik: Venom

Fantasy, 2018

Regie: Ruben Fleischer; Darsteller: Tom Hardy, Riz Ahmed, Michelle Williams

Worum gehts?

Enthüllungsjournalist Eddie Brock (Hardy) verliert seinen Job, weil er dem schwerreichen Wunderkind & Unternehmer Drake (Ahmed) die falschen Fragen zu seinen Pharma-Experimenten stellt. Kurz darauf kommt Brock in den Laboren von Drake mit der Alien-Kreatur „Venom“ in Berührung– und hat ab sofort Superkräfte. Doch „Venom“ hat seine eigene Agenda, und Brock hat große Mühe, nicht zum reinen menschlichen Wirt zu mutieren…

Was soll das?

„Venom“ stammt aus dem Marvel-Universum, und hatte seinen ersten Auftritt in „Spider Man 3“ aus dem Jahr 2007. Nun bekommt die Figur ihren eigenen Film, der sich (soweit ich das beurteilen kann) noch nicht wirklich tiefer ins Film-Universum der „Avengers“ einsortiert, sondern für sich steht.

Taucht das was?

Nicht wirklich. Gelungene Effekte und anständige Schauspieler sind zwar ein solides Fundament. Doch storytechnisch ist „Venom“ eher unterdurchschnittlich (vorhersehbar und formelhaft), und bezüglich der Atmosphäre ebenso ein Reinfall (seelenloser Hochglanz) wie in Sachen Nebendarsteller (die arme Michelle Williams…). Die ersten Auftritte von Superhelden haben meist ihren ganz eigenen Charme ­– bei „Venom“ habe ich den vergeblich gesucht.

2/5

Kurzkritik: The Meg

Action/Horror, 2018

Regie: Jon Turteltaub; Darsteller: Jason Statham, Bingbing Li, Rainn Wilson

Worum gehts?

Das Team einer Forschungsstation wagt sich in die Tiefen des Ozeans – und trifft dort prompt auf den eigentlich längst ausgestorbenen Riesenhai ‚Megaladon‘. Man holt schnell Jonas Taylor (Statham) zur Hilfe, dem bisher niemand glauben wollte, dass er es auch schon einmal mit dem gefährlichen Ur-Viech zu tun hatte…

Was soll das?

Stoffe wie dieser sind eher was für C-Movies, doch bei „The Meg“ hat man versucht, das Ganze etwas weniger trashig hinzubekommen. Schließlich ist die Story von „Jurassic Park“ ja auch nicht gerade Shakespeare.

Taugt das was?

Ja, der Film beginnt als solider Taucher-Action-Film, bevor es dann langsam in Richtung Horror und gegen Ende auch in den Bereich der Komödie geht. Das funktioniert wegen der passenden Besetzung, aber auch weil die Macher jederzeit wissen, was sie da machen – und was ihr Publikum erwartet.

Sonst noch was?

Hervorragend geeignet für einen verkaterten Samstagabend im Herbst.

3/5

Kurzkritik: Mission Impossible – Fallout

Action, 2018

Regie: Christopher McQuarrie; Darsteller: Tom Cruise, Henry Cavill, Rebecca Ferguson, Simon Pegg

Worum gehts?

Ethan Hunt rettet bei einer Mission lieber sein Team als einen Koffer voller Plutonium. Natürlich kann der IMF den Koffer nicht einfach aufgeben. Kurz darauf taucht der Koffer auf dem Schwarzmarkt auf – und Hunt staunt nicht schlecht, als die Zwischenhändler ihm ihren Preis für das radioaktive Diebesgut nennen. Es beginnt eine rasante Hetzjagd durch Paris, London und Kashmir, die (ein wunderbares Agentenfilm-Motiv) auch gleichzeitig die Suche nach einem Maulwurf ist..

Was soll das?

Die „Mission: Impossible“-Reihe knüpft nahtlos da an, wo die Vorgänger „Rogue Nation“ und „Ghost Protocol“ aufgehört haben. Neu dabei sind Henry Cavill und Angela Bassett als CIA-Agenten, die Story bietet neben unzähligen Verfolgungsfahrten, Faustkämpfen und Shootouts auch einige (recht leicht durchschaubare) Spielereien mit den Gummimasken, für die die Reihe bekannt ist.

Taugt das was?

Definitiv. Zwar ist der Film (mal wieder) einen Tick zu lang geraten, und trägt am Ende etwas zu dick auf. Insgesamt aber bietet er nahezu perfekte Agenten-Action, in der von den Darstellern über die Schauplätze bis zum Drehbuch einfach alles passt. „Mission: Impossible“ setzt damit weiter Maßstäbe, an der sich u. a. der nächste Bondfilm wird messen lassen müssen…

Sonst noch was?

Tom Cruise muss vorsichtig mit seinem Botox-Konsum sein. Noch ist ein bisschen Mimik übrig, weniger sollte es besser nicht werden.

4/5

Kurzkritik: Mile 22

Thriller/Action, 2018

Regie: Peter Berg; Darsteller: Mark Wahlberg, Lauren Cohan, Iko Uwais

Worum gehts?

Eine streng geheime US-Eliteeinheit soll einem Überläufer sicheren Geleitschutz gewähren. Dieser hat für den Fall seiner erfolgreichen Flucht die Übergabe wichtiger Geheimnisse versprochen

Was soll das?

„Mile 22“ beginnt mit einer brutalen Ballerszene und viel Stressgequatsche, im Laufe der Handlung übernehmen dann die Actionszenen die totale Kontrolle. Mark Wahlberg spielt den Anführer der Truppe, dessen Figur in einer Art Mini-Vorspann (und am Rande der Lächerlichkeit, wenn nicht darüber hinaus) mit etwas Background ausgestattet wird.

Taugt das was?

Nicht wirklich. Wäre ich nicht erkältet gewesen hätte ich mir den Film wohl auch eher nicht angesehen. Als irgendwann im ersten Drittel die Spezialeinheit mit „engaged in a higher form of patriotism“ beschrieben wird, wusste ich nicht so recht, ob ich lachen oder weinen/kotzen sollte. Immerhin geht es am Ende etwas weniger albern-patriotisch zu. Technisch solide, mit irren Prügelszenen von „The Raid“-Star Iko Uwais. Für Genre-Fans sicher einen Blick wert, der Rest wird (und sollte) „Mile 22“ ohnehin ignorieren…

2/5

Kurzkritik: Deadpool 2

Fantasy/Action, 2018

Regie: David Leitch; Darsteller: Ryan Reynolds, Morena Baccarin, Josh Brolin

Worum gehts?

Deadpool muss ein persönliche Tragödie verarbeiten, und stürzt sich alsbald in die „Arbeit“. Der Plot kreist dann um einen jungen Mutanten auf Rachefeldzug, einen „Terminator“-artigen Robo-Killer aus der Zukunft und ein paar neue Kollegen des Antihelden.

Was soll das?

Wie schon im ersten Teil ist auch die Fortsetzung ein bewusster Bruch mit Superhelden-Konventionen. Es wird mit den Zuschauern geredet, über das eigene Film-Franchise sowie viele weiteren Themen philosophiert, und insgesamt eigentlich nichts sonderlich ernst genommen. Krass brutal und actionreich ist „Deadpool 2“ ebenfalls wieder.

Taugt das was?

Ganz klar ja, für alle die den ersten Teil mochten. Als (Flachwitz-)Komödie funktioniert das alles ziemlich gut, die Action ist gut gemacht. Alle anderen werden sicher ohnehin verzichten. Und die eine Konvention, dass bei Erfolg eine Fortsetzung her muss, mit der wird auch diese Reihe nicht brechen.

3/5

Kurzkritik: Avengers – Infinity War

Action/Fantasy, 2018

Regie: Anthony & Joe Russo; Darsteller: Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo

Worum gehts?

Die „Avengers“ sammeln sich für die finale (na ja, nicht finale, eher vorletzte) Schlacht gegen Oberbösewicht Thanos. Der will eine Reihe magischer Steine in seinen Besitz bringen, die ihm zu unendlicher Macht verhelfen.

Was soll das?

Die „Avengers“ und die „Guardians of the Galaxy“ werden hier zusammengeführt, insgesamt tummeln sich knapp drei Dutzend Figuren aus dem Marvel-Universum in diesem Film. Das ganze wird natürlich fortgesetzt (kommenden April), inwiefern der kurz vorher erscheinende Film „Captain Marvel“ hier mit zugehört kann ich nicht sagen…

Taugt das was?

Jein. „Infinity War“ reiht eine Action-Szene an die nächste, für einen richtigen Plot ist keine Zeit. Der Humor immerhin stimmt, sehenswerte Bilder sind auch einige dabei, und viele Figuren machen weiterhin Spaß. Beim schier endlosen Finale kämpfen verschiedene Helden an drei Fronten gleichzeitig, was der Film auch parallel zeigt. Wobei mir mal wieder aufgefallen ist, wie lame ich diese Art von „Showdown“ finde, die bei Marvel allerdings leider zum Standard gehört.

Sonst noch was?

Ich habe mir den Film nur angesehen, weil es so warm war, dass ich meinem Gehirn eine Pause gönnen wollte. Das hat ziemlich gut funktioniert. Wobei ich die fürchterlich abgedroschene und einfallslose Weltbeherrschungs-Story schon ziemlich ärgerlich fand – da hatten einige Vorgängerfilme deutlich mehr zu bieten. Und die große Überraschung am Ende hatte so ein Geschmäckle…als wäre sie nur bedingt ernst gemeint.


2/5

Kurzkritik: Black Panther (3D)

Fantasy/Action, 2018

Regie: Ryan Coogler; Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Angela Bassett, Daniel Kaluuya, Martin Freeman

Worum gehts?

Das fiktive Königreich Wakanda ist im Besitz des einzigartigen Metalls Vibranium, das Superkräfte verleiht. Die Stämme des Königreiches leben in einer ‚versteckten Welt‘ im Herzen Afrikas, ihr Anführer ist der König „Black Panther“ – und die Interaktionen von Wakanda mit der Außenwelt beschränken sich auf das nötigste. Bis der frisch gekrönte König (den Marvel-Fans im letzten „Captain America“ schon kennengelernt haben) sich gezwungen sieht, den Verkauf eines gestohlenen Exponats aus Vibranium auf dem Schwarzmarkt zu verhindern und dabei auf Gefahren aus unbekannten Richtungen stösst…

Was soll das?

‚Just another‘ Superhelden-Film aus Marvels „Avengers“-Universum. Allerdings mit der Besonderheit, dass hier Afrika (sowie fast durchweg dunkelhäutige Darsteller, die weissen Helden der Reihe haben Sendepause) im Zentrum der Handlung steht. Was längst normal sein sollte ist de facto nie dagewesen. So kommt „Black Panther“ eine politische Rolle als Statement zu Rassendiskriminierung, Afrika-Bashing und der generellen Unterrepräsentation von nicht-weissen Minderheiten im Actionkino der Gegenwart zu. Gleichzeitig ist die Story unverkennbar ein Kommentar zur Lage und Geschichte Schwarzafrikas.

Taugt das was?

Absolut. Mir haben die ersten knapp 90 Minuten sehr gut gefallen, da stimmen Tempo, Witz und auch die Darstellung Wakandas irgendwo zwischen Utopie, Fantasy und Ethno-Klisches ist gelungen. Während die Story insgesamt stimmig bleibt (wenn auch im Rahmen des üblichen Superhelden-Szenarios) geht das Finale einen allzu vorhersehbaren Weg und reiht deutlich zu lange Actionszene an Actionszene, ohne dass echte Spannung aufkäme. Die Darsteller sind hervorragend, auch visuell kann „Black Panther“ viele Punkte sammeln. Die 3D-Aspekte des Films wiederum sind eher guter Durchschnitt, und damit wie die Technik insgesamt letztlich vernachlässigenswert.

Sonst noch was?

Geht es nur mir so, oder waren in den letzten 10 Jahren die besten Actionszenen immer die zu Beginn oder in der Mitte eines Films? Diese parallel montierten Multi-Showdown von Marvel jedenfalls finde ich immer fürchterlicher…

4/5

 

Kurzkritik: Thor – Ragnarok

Fantasy/Action, 2017

Regie: Taika Waititi; Darsteller: Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Cate Blanchett

Worum gehts?

Die „Avengers“ und kein Ende – der dritter „Alleingang“ von Thor tritt an, um an den Kinokassen abzuräumen. Die Story: böse Mächte wollen Asgard (und die ganze Welt) vernichten, Thor und Loki nehmen den Kampf auf.

Was soll das?

„Thor – Ragnarok“ ist ein Superhelden-Spektakel mit starkem Road Movie-Feeling. Aber noch viel mehr ist es eine Komödie. Das ist durchaus logisch, der Spaß-Faktor des Ganzen lässt sich am ehesten hoch halten, zu erzählen hat der Film ohnehin nichts. Und mit Taika Waititi („What We Do in the Shadows„) wurde auch sicher nicht zufällig ein Regisseur verpflichtet, der aus dem Comedy-Genre stammt.

Taugt das was?

Im Rahmen dessen, was man erwarten kann, ist „Thor – Ragnarok“ durchaus ein gelungener Film. Für viele wird aber die Tatsache, dass man außer Blödsinn und Effekten nichts zu erwarten hat, deutlich schwerer wiegen. Aber eine Neuigkeit ist das ja nun auch schon lange nicht mehr.

3/5

Kurzkritik: Bright (Netflix)

Fantasy/Action, 2017

Regie: David Ayer; Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace

Worum gehts?

In der Welt von „Bright“ leben Menschen, Orks und Elfen mehr oder minder friedlich zusammen. Cop Ward (W. Smith) bekommt in einem Pilotprojekt Ork Jacoby (J. Edgerton) als Partner zugeteilt. Während sich die beiden noch aneinander gewöhnen müssen, geraten sie in einen finsteren Plot – und ihre Gegner scheinen dabei auch aus den eigenen Reihen zu kommen…

Was soll das?

„Bright“ ist ein „Cop Movie“ und eine „Buddy Comedy“, angereichert mit Anteilen von Fantasy & Science-Fiction und jeder Menge Action. Das Ganze scheint Will Smith einigermaßen auf den Leib geschrieben, der hier ordentlich ballern und Sprüche klopfen darf.

Taugt das was?

Unterhaltsam und kurzweilig ist „Bright“ geworden, visuell gelungen und gut inszeniert. Die Story ist allerdings wenig originell, das Fantasy-Setting inklusive Sozialkritik zudem aus recht grobem Holz geschnitzt. Für den Neujahrsabend war „Bright“ keine so schlechte Wahl…

3/5

Kurzkritik: Star Wars – Die letzten Jedi

Sci-Fi/Fantasy, 2017

Regie: Rian Johnson; Darsteller: Mark Hamill, Daisy Ridley, Adam Driver, Carrie Fisher

Worum gehts?

Die neue Garde der Rebellen (Rey, Finn, Poe) will gemeinsam mit Leia die totale Machtergreifung des „Supreme Leaders“ und seinen Truppen verhindern. Dabei soll Luke Skywalker weiterhelfen, der in seinem Exil von der Wiederaufnahme des Kampfes allerdings schwer zu überzeugen ist. Für die Crew im Kommandoschiff wird es derweil mächtig eng, einzige Hoffnung ist ein ominöser neuer Verbündeter, der jedoch erst auf einem dekadenten Kasino-Planeten rekrutiert werden muss…

Was soll das?

Nach „Das Erwachen der Macht“ der zweite Teil der Trilogie, die die Original-Saga fortschreibt. Nicht zu verwechseln also mit der anderen neuen Reihe, die mit „Rogue One – A Star Wars Story“ letztes Jahr anlief.

Taugt das was?

Als notorischer „Star Wars“-Nörgler muss ich sagen: ja. Der Film ist kein Quasi-Remake wie „Das Erwachen der Macht“, hat eine grundsolide Story (im Rahmen dessen was man erwarten kann), viel Humor, Tempo, fähige Darsteller (die hier mehr zeigen können und müssen als im Vorgänger) sowie gewohnt brillante Effekte. Die meisten neu eingeführten Kreaturen sind solide eingebaut – dass sie in erster Linie den Verkauf von Merchandise ankurbeln sollen ist bei „Star Wars“ (und anderen Reihen) ja nichts neues…

Der inzwischen schon fast traditionelle vorweihnachtliche Gang in einen neuen „Star Wars“ hat mir dieses Jahr deutlich mehr Spaß gemacht als in den beiden Vorjahren.

4/5

Kurzkritik: Atomic Blonde

Atomic Blonde FilmplakatThriller/Action, 2017

Regie: David Leitch; Darsteller: Charlize Theron, James McAvoy, John Goodman, Sofia Boutella

Worum gehts?

Einige Tage vor dem Mauerfall spitzt sich in Berlin der Kampf der Geheimdienste um eine Liste mit den Namen von Agenten (ganz was neues) zu. Unklare Loyalitäten und Identitäten sowie der immer näher rückender Mauerfall bestimmen das Geschehen, Hauptfigur ist die toughe britische Agentin Lorraine (Theron).

Was soll das?

Der Film steht in der Tradition moderner Verwirrspiele wie „Lucky Number Slevin“ oder auch „The Usual Suspects“, allerdings im Gewand eines Agentenfilms, mit Anleihen bei den späteren „Bourne“-Filmen (allerdings weniger bierernst). Der offensive (NDW-lastige) 80’s-Soundtrack unterstreicht die gewollt übertriebene Inszenierung.

Taugt das was?

Na ja. Visuell, in Sachen Tempo und Action, sowie bei den Darstellern, kann „Atomic Blonde“ punkten. Die verschachtelte Erzählweise (von Anfang an wird viel mit Rückblenden gearbeitet) ist als Stilmittel passend, verschleiert aber zuweilen auch nur mangelnde Substanz. Eine Figurenentwicklung findet nicht statt, bzw. wird komplett vom (an Logik-Löchern nicht armen) Plot bestimmt. Insgesamt noch eine souveräne Variation des Genres, aber kein großer Wurf.

3/5

Kurzkritik: The Dark Tower

The Dark Tower FilmplakatFantasy, 2017

Regie: Nikolaj Arcel; Darsteller: Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor

Worum gehts?

In mehreren Parallelwelten, deren Überleben von einem ominösen „Dark Tower“ garantiert wird, kämpfen das Gute (in Person des ‚Gunslingers‘ Roland) und das Böse (‚Man in Black‘ Walter) um die Vorherrschaft.

Was soll das?

„The Dark Tower“ erzählt soweit ich das verstanden habe erste Bruchstücke, vor allem das grundsätzliche Szenario, von Stephen Kings achtbändiger Fantasy-Saga. Der Film soll einen Einstieg in den Stoff geben, eine Serie und weitere Filme sollten folgen.

Taugt das was?

Nein. „The Dark Tower“ wirkt eher wie die Verfilmung einer Kurzgeschichte, in den knapp 90 Minuten lässt sich nur ganz selten erahnen, worin die Faszination der Vorlage bestehen könnte. McConaugheys Bösewicht kommt besonders ansatzlos (und dabei auch nicht im Ansatz überzeugend) daher, bei Elbas ‚Gunslinger‘ ist es nur etwas besser.

Sonst noch was?

Ob aus der Serie und den weiteren Kinofilmen was wird ist wohl eher unklar, weil der Film die kommerziellen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Als Nicht-Fan der Reihe ist mir das relativ egal (ich hab mir den Film angesichts der miesen Kritiken eher aus mitleidigem Interesse angesehen), und ich könnte wetten dass sich die Fans der Bücher insgesamt auch eher über einen komplett neuen Anlauf in ein paar Jahren freuen würden..

2/5

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