Für die beliebten „Recaps“ von Serien, die ich gerade schaue, fehlt mir leider die Zeit. Daher schreibe ich nur sehr unregelmäßig kurze Beiträge über meinen aktuellen Serienspeiseplan, und ob es mir gerade mal wieder geschmeckt hat oder nicht…

Kurzkritik: Homecoming (Serie)

Dass die vierte Staffel von „Mr. Robot“ dieses Jahr nicht lief hat einen einfachen Grund: „Homecoming“. Sam Esmail hat aus dem gleichnamigen Radio-Podcast eine Serie für Amazon Prime gemacht. Julia Roberts spielt darin Heidi Bergman, die Leiterin einer ominösen Einrichtung, in der Soldaten mit PTBS der Wiedereinstieg ins zivile Leben erleichtert werden soll.

Die Serie ist spannend, gut gespielt (Bobby Cannavale!)und mit einer großen Portion Paranoia ausgestattet, womit sie unverkennbar Esmails Handschrift trägt. Auf mehreren Zeitebenen und in zwei Bildformaten, sowie mit einer merkwürdigen Unschärfe in einigen Teilen des Bildes (die mich allerdings nur gestört hat) geht „Homecoming“ langsam der Frage nach, was in der Einrichtung eigentlich passiert ist – und warum sich Heidi nur wenige Jahre später an nichts mehr erinnern kann.

Kurzkritik: 4 Blocks Staffel 2

Das wird jetzt hier wie ein vernichtendes Urteil klingen, aber so ist es nicht gänzlich gemeint. Die Serie hat ihre Qualitäten, und sie muss ‚auf dem Markt bestehen‘. Immerhin ist „4 Blocks“ kein öffentlich-rechtlich gefördertes Prestige-Objekt, sondern ein kommerzielles Produkt, das es im Kampf um die Aufmerksamkeit des Publikums mit Dutzenden teuren US-Produktionen aufnehmen muss.

Beginnen wir mit dem größten Problem. „4 Blocks“ schafft es nicht, seine Figuren wirklich zu entwickeln. Clanchef Ali „Toni“ Hamadi macht, was er immer macht – er regelt alles, aber keiner dankt es ihm. Seine Crew ist sinnlos aggressiv und/oder unfähig, strategisch zu denken. Seine Frau Amara ist stolz, will aus dem Gangsterleben raus, hat aber auch (zurecht) Angst vor dem Ausstieg – handelt jedoch immer nur auf der Basis eines dieser Gefühle, nie als ganzheitliche Person. Alis Bruder Abbas verkommt noch mehr als in Staffel 1 zur Selbstkarikatur, hat zudem mit dem eigentlichen Plot wenig zu tun.

Die Kämpfe um den Drogenmarkt gehen weiter. Toni will raus aus dem Geschäft (klassisches „Der Pate 3“-Territorium), übernimmt es dafür aber erstmal komplett. Die Rivalität mit den Al-Saafis geht weiter, ist aber insgesamt – trotz aller Finten – zu einfach gestrickt. Was wiederum an der schon erwähnten nicht-existenten Figurenentwicklung liegt. Tonis Gehversuche in Richtung Legalität sind zum Scheitern verurteilt, er hat den Staat (will sagen die Polizei) gegen sich, und auch die Welt der Berliner Immobilienhaie (in die er sich einkaufen will) hat nicht gerade auf ihn gewartet. Die Dialoge sind oft einfach nur platt, auch wenn die Macher hier sicher lieber von „authentisch“ reden. Und sie wiederholen sich zum Teil bis hin zum genauen Wortlaut.

Die sehr vereinfachte (bis schlichtweg schwachsinnge) Sichtweise „Gangster gegen Staat“ bleibt ebenfalls, an Ambilvalenz und Nuancen mangelt es. „4 Blocks“ ist als Krimi/Thriller handwerklich solide, aber das Niveau der Story (und des  Szenarios) riecht eher nach einem Tatort als nach den „Sopranos“. Retten kann die Show nur, dass es einige Momente und Figuren (wie Maruf, Amara und Djamila) gibt, die das Prädikat „Drama“ wirklich verdient haben.

Serien-Trailer: True Detective (Season 3)

Zugegeben, die zweite Staffel war nicht der ganz große Wurf. Verschachtelte Erzählweisen können sich auch selbst ein Bein stellen, das wurde immerhin sehr anschaulich vorgeführt.

Gut möglich, dass sich auch die dritte Staffel irgendwie verrennt (diesmal sind es gleich drei ‚Timelines‘, wenn ich das richtg verstehe). Aber allein Mahershala Ali mal in einer Hauptrolle zu sehen stimmt mich erstmal optimistisch…

Kurzkritik: The Sinner Season 2

Krimi/Drama, 2018

Regie/“Creator“: Derek Simonds; Darsteller: Bill Pullman, Carrie Coon, Natalie Paul

Worum gehts?

Um die Frage, warum ein 13-jähriger Junge zwei Menschen umbringt.

Was soll das?

Wie bereits in der ersten Staffel zeigt „The Sinner“ zu Beginn ein Verbrechen, und lässt keinen Zweifel daran, wer der Täter ist. Wieder ist es Detective Harry Ambrose (Bill Pullman), der die Ermittlungen aufnimmt, dieses mal in seiner heimatlichen Kleinstadt in Upstate New York.

Taugt das was?

Tatsächlich ja. Die Story kreist um eine Hippiekommune, Ambroses eigenes Kindheitstrauma und die dunklen Geheimnisse einer Kleinstadt. Man kennt viele Erzähltechniken und Kniffe aus Staffel eins, und zum Teil sind die Entwicklungen auch nicht soo schwer zu erraten sind. Doch bietet „The Sinner“ erneut solides Entertainment. Subtilität ist erneut nicht die große Stärke dabei, aber die Serie bietet gute Darsteller und ordentlich Suspense – nicht mehr und nicht weniger kann man vom Prinzip „The Sinner“ erwarten.

Wo kann ich das gucken?

Ab dem 9. November bei Netflix.

Kurzkritik: Ozark Season 2

Drama, 2018

Creators: Bill Dubuque, Mark Williams; Darsteller: Jason Bateman, Laura Linney, Julia Garner, Peter Mullan

Worum gehts?

Die Familie Byrde kämpft weiter mit inneren und äußeren Notständen, neben der Weiterentwicklung bestehender Handlungsstränge aus Staffel 1 kommt Ruths Vater aus dem Gefängnis – und sieht dem Treiben natürlich nicht lange tatenlos zu…

Taugt das was?

„Ozark“ ist für mich vor allem ‚guilty pleasure‘, der Trash-Faktor ist bei aller handwerklichen Klasse hoch. Doch das überzeugende Schauspieler-Ensemble und das – wie gewohnt recht räuberpistolenhafte – Drehbuch sorgen für ausreichend Spannung und Unterhaltung. Ich kann trotzdem nicht ausschliessen, dass ich mir die nächste Staffel dann doch lieber klemme…

Wo kann ich das gucken?

Bei Netflix.

Kurzkritik: Sharp Objects (Serie)

Drama/Thriller/Horror, 2018

Creator: Marti Noxon; Romanvorlage: Gillian Flynn; Regie: Jean-Marc Vallée

Darsteller: Amy Adams, Chris Messina, Patricia Clarkson

Worum gehts?

Reporterin Camille wird von ihrem Boss in die heimatliche Kleinstadt Wind Gap in Missouri geschickt, um über zwei Morde zu berichten. Kaum angekommen wird sie von dem mysteriösen Trauma (oder sind es mehrere?) ihrer Kindheit eingeholt. Die Stimmung in Wind Gap ist angespannt, dem Anschein nach haben viele etwas zu verbergen…

Was soll das?

„Sharp Objects“ ist eine düstere Geschichte um Erinnerung, Verrat und dunkle Geheimnisse, in der die Krimi-Handlung nur eine von mehreren Ebenen ist. Teile des Ganzen erinnern an „Winter’s Bone“, auch an die erste Staffel von „True Detective“ musste ich denken. Doch aus vielen bekannten Versatzstücken macht die Serie etwas eigenes – nicht zuletzt aufgrund der explizit weiblichen Perspektive.

Taugt das was?

Absolut. Stimmungsvoll und mit Sinn für dramatische Effekte, dabei oft ‚over the top‘, aber auf bemerkenswertem erzählerischen Niveau, sehenswert inszeniert und mit starken Darstellern. „Sharp Objects“ ist ‚great trash‘ und weiss das auch – das ist ganz nach meinem Geschmack. Mit acht etwa einstündigen Episoden ist die Show zudem hervorragend getaktet.

Wo kann man das gucken?

Aktuell bei Sky.

Kurzkritik: Babylon Berlin (Staffel 1)

Drama/Krimi, 2017

Von Henk Handloegten, Tom Tykwer, Achim von Borries; Darsteller: Volker Bruch, Liv Lisa Fries, Peter Kurth, Lars Eidinger

Worum gehts?

Berlin in den 1920er Jahren. Ein Kölner Polizist kommt mit einem pikanten Auftrag in die Stadt. Seine Ermittlungen führen ihn bald mitten in die Unterwelt und in ein Netz von politischen Verstrickungen und tödlichen Rivalitäten..

Was soll das?

Die aufwändig produzierte Serie bietet „historical fiction“ mit dem Anspruch, sowohl zu unterhalten als auch eine politisch und kulturell äußerst spannende Ära zu portraitieren.

Taugt das was?

Ja, „Babylon Berlin“ kann sowohl visuell, produktionstechnisch als auch darstellerisch überzeugen. Die Story ist spannend, die Figurenzeichnung gelungen – letztere hätte meiner Meinung nach aber durchaus noch mehr Platz in der Serie einnehmen dürfen.

Wo kann ich das gucken?

Siehe hier.

4/5

Kurzkritik: Hap & Leonard (Staffel 3)

Krimi/Drama, 2018

Showrunners: Nick Damici, Jim Mickle ; Darsteller: Michael Kenneth Williams, James Purefoy, Tiffany Mack

Worum gehts?

Die aus der vorigen Staffel bekannte schöne Anwältin Florida verschwindet, ausgerechnet in der Kleinstadt Grovetown, die einen Ruf als KKK-Hochburg hat. Hap & Leonard machen sich auf die Suche, die Spur führt von einer verschollen geglaubten Blues-Aufnahme zum lokalen Radio-DJ…und dann immer tiefer in die Abgründe von Grovetown.

Was soll das?

Die dritte Staffel ähnelt der zweiten deutlich mehr als der ersten. Derr Ton ist ernst, aber nicht gänzlich hoffnungslos – die zwei namensgebenden Haudegen lassen sich ja bekanntlich sowieso von nichts und niemandem unterkriegen, und sind nie um einen guten Spruch verlegen.

Taugt das was?

Ja, die Serie hält ihr Niveau und kann erneut überzeugen. Ich bin allerdings mal gespannt, ob die Show – sofern es weitergeht – noch einmal frische Impulse setzen kann. Sonst läuft sie Gefahr es sich in ihrer (absoluten bemerkenswerten) Nische allzu bequem zu machen.

Wo kann ich das gucken?

Aktuell nur bei Amazon Prime Video.

4/5

Kurzkritik: Altered Carbon (Serie)

Science Fiction, 2018

Creator: Laeta Kalogridis; Darsteller: Joel Kinnaman, James Purefoy, Martha Higareda, Dichen Lachman

Worum gehts?

In der Zukunft von „Altered Carbon“ sind die Menschen unsterblich geworden. Allerdings nur die reichsten unter ihnen, die munter von einer menschlichen „Hülle“ in die nächste steigen. Als einer der reichsten der Reichen beinahe ermordet wird heuert dieser einen besonderen Ermittler an – den ehemaligen Elite-Cop und aktuellen Gefängnis-Insassen Kovacs, der dafür aus dem Dämmerschlaf geweckt und in einen neuen Körper transferiert wird.

Was soll das?

Das ist mal wieder eine gute Frage. Die Serie hat eine Menge Themen und Motive, in erster Linie den „Fluch“ der Unsterblichkeit und die grundsätzliche Frage, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Der Krimi-Plot ist nur ein Aufhänger, der das Publikum immer tiefer in die Dystopie der Serie und die geschichtlichen Hintergründe ihrer Entstehung führt.

Taugt das was?

Mein Geschmack war es nicht wirklich. „Altered Carbon“ schafft es, gleichzeitig zu viel und zu wenig anzubieten. Der Plot bewegt sich sprunghaft, auch die Figurenentwicklung kann nicht überzeugen. In der Hauptrolle schien mir Joel Kinnaman (der in „The Killing“ absolut großartig war) eher eine Fehlbesetzung zu sein. Ohne echtes Interesse für die Charaktere wird das Ganze dann zu einer temporeichen und stylischen, aber auch ermüdenden Angelegenheit.

Wo kann ich das gucken?

Aktuell nur bei Netflix.

3/5

Kurzkritik: American Crime Story – The Assassination of Gianni Versace (Serie)

Drama, 2018

Showrunner: Tom Rob Smith; Darsteller: Darren Criss, Edgar Ramirez, Ricky Martin, Penelope Cruz

Worum gehts?

Der Name sagt es eigentlich. Wobei mir nicht wirklich klar war, wer Gianni Versace anno 1997 in Miami Beach umgebracht hat, und welche Story sich hinter der Aufklärung des Falles verbirgt.

Was soll das?

Die zweite Staffel „American Crime Story“ ist weniger Gesellschaftsporträt als die erste, und insgesamt mehr das Psychogramm eines Killers als ein Krimi. Geschickt hebt sich der Film die Backstory seiner Hauptfiguren für den Mittelteil auf, und baut so Spannung auf zwischen dem Beginn (der Ermordung Versaces) und dem Finale (der Jagd der Behörden auf den Täter, Andrew Cunanan).

Taugt das was?

Die größte Qualität der Serie (bzw. dieser Staffel) sind die großartigen Darsteller, allen voran Darren Criss als langsam vom Sonderbaren ins Psychopathische verwandelnde Andrew Cunanan. Aber auch visuell und erzählerisch überzeugt „American Crime Story“.

Wo kann ich das gucken?

Kann man z. B. hier prüfen.

4/5

Kurzkritik: American Crime Story – The People vs O.J. Simpson

Drama, 2016

Darsteller: Sarah Paulson, Courtney B. Vance, Sterling K. Brown, John Travolta, Cuba Gooding, Jr.

Worum gehts?

Um den (ersten) Gerichtsprozess gegen den schwarzen Ex-Footballstar O.J. Simpson wegen Mordes an seiner Ex-Frau und ihrem Partner, der Mitte der 90er zur Mediensensation in den USA wurde.

Was soll das?

„The People vs O.J. Simpson“ befasst sich nicht ernsthaft mit der Schuldfrage, sondern zeichnet die Besonderheiten und den Einfluss des Falls nach. Gleichzeitig gelingt es den Darstellern und dem Drehbuch, die beteiligten Anwälte und Betroffenen als interessante dreidimensionale Charakter zu entwickeln, deren Persönlichkeiten und Motive die Verhandlung geprägt haben.

Taugt das was?

Aber sowas von. Obwohl der Ausgang der Story gemeinhin bekannt ist (oder leicht nachgelesen werden kann) fesselt die Serie durch ihre Haltung zum Geschehen, die vielen faszinierenden Nuancen und erstklassige Darsteller. Ich hoffe, dass auch die zweite Staffel der Reihe (die sich mit der mir deutlich weniger geläufigen Ermordung von Gianni Versace im Jahr 1997 beschäftigt) dieses Niveau halten kann…

Wo kann ich das gucken?

Gute Frage. Hier prüfen.

4/5

Mein Serien-Fahrplan für 2018

Ein so derber Serien-Nerd, dass ich mir tatsächlich einen detaillierten Plan für das Jahr mache, bin ich dann doch nicht. Aber genug Interesse für das, was dieses Jahr so kommen wird, ist doch vorhanden, um einen hier kleinen Beitrag zu schreiben. Wer wissen möchte, welche Show wo aktuell läuft, dem sei die Seite werstreamt.es empfohlen.

Hier und jetzt

Aktuell hole ich „American Crime Story“ Staffel 1 nach, eine großartige Serie – spannend, witzig, stark gespielt und thematisch (O.J. Simpsons Prozess und die Spaltung der US-Gesellschaft) hochinteressant. Vielleicht mache ich direkt mit Staffel 2 (Mord an Gianni Versace) weiter.

Dazu gibt es „The End of the Fucking World“ und „Altered Carbon„, zu beiden Serien kann ich aktuell nur sagen dass ich sie wohl bis zu Ende schauen werde.

Und auch „The Marvelous Mrs. Maisel“ steht gerade auf dem Programm. Die Show macht definitiv Laune, sollte aber (so etwa nach der Hälfte) nun auch langsam Fahrt aufnehmen.

Das Pflichtprogramm

Die dritte Staffel von „Hap & Leonard“ beginnt am 7. März. Angesichts der wunderbaren zweiten Staffel sind die Erwartungen natürlich gestiegen, aber ich habe hier Hoffnung, dass sie nicht enttäuscht werden.

HBO’s neue Prestige-Serie „Westworld“ hat sich über ein Jahr Zeit genommen für Staffel 2, die am 22. April anlaufen wird. Ich will mal glauben, dass das Jahr ‚Pause‘ dafür genutzt wurde, sich genau zu überlegen wohin die Reise gehen soll, und freue mich drauf…

Von den aktuellen Superhelden-Serien verfolge ich nur „Legion„. Staffel 2 läuft am 3. April an, und wird seinen erfrischend anderen Weg hoffentlich weitergehen.

Better Call Saul“ ist bekannt dafür, dass es in gemächlichem Tempo voran geht. Meintwegen kann Staffel 4 (läuft wohl im Frühjahr an) jetzt tatsächlich mal einen Zahn zulegen, ein Vorstoß ins (zeitliche) Territorium von „Breaking Bad“ wäre langsam angebracht.

Mit „Mr. Robot“ hatte ich ja fast schon abgeschlossen, doch die großartige letzte Staffel hat Überzeugungsarbeit geleistet. Auch hier geht es weiter, Staffel 4 wird wohl wie üblich im Herbst anlaufen.

Großes Fernsehen lieferte David Fincher mit dem Serienkiller-Stoff „Mindhunter„, es wird also nicht leicht das Niveau zu halten. Im Herbst werden wir sehen ob es gelingt.

Mit „The Deuce“ verfolgt David Simon („The Wire“, „Treme“) den für ihn typischen Erzählansatz, und entwirft ein ausschweifendes Gesellschaftsporträt der entstehenden New Yorker Hardcore-Szene in den frühen Siebzigern. Staffel 1 hat viele interessante Entwicklungen skizziert, auf deren weitere Ausgestaltung in der kommenden Staffel ich mich sehr freue. Weiter geht es wohl im Spätsommer/Herbst.

Schaun‘ mer mal..

13 Reasons Why“ war absolut sehenswert, aber aus meiner Sicht auch in sich geschlossen – und also vorbei. Nun sind erfolgreiche Serien nur vorbei, wenn die Produzenten das so wollen, Netflix lässt hier Staffel 2 folgen. Wenn ich Gutes höre bin ich vielleicht gewillt reinzuschauen, sicher ist das aber nicht.

Viel Lob bekam letztes Jahr „The Handmaids Tale„, und das durchaus zurecht. So begeistert wie viele Kritiker war ich allerdings nicht. Ob Staffel 2, die am 25. April beginnt, sich lohnen wird, hängt auch davon ab, ob die Autoren in der Lage sind, die Story (deren Romanvorlage auserzählt ist) einen interessanten neuen Dreh zu verleihen…

PS: „Game of Thrones“ werden viele hier erwartet haben, aber die finale Staffel wird erst 2019 ausgestrahlt. Selbiges gilt für die dritte Staffel von „Stranger Things„, bei der ich aber nicht sicher bin ob ich noch mal dabei bin…

Kurzkritik: McMafia (Serie)

Thriller/Drama, 2018

Regie: James Watkins ; Darsteller: James Norton, Juliet Rylance, David Strathairn

Worum gehts?

Alex Godman, Sohn russischer Emigranten in London, betreibt einen Investmentfonds. Als dieser in Schieflage gerät holt er sich Rat von seinem Onkel Boris – und hat bald nicht nur Kontakte in die Unterwelt, sondern auch einige neue Verpflichtungen…

Was soll das?

„McMafia“ ist ein Familiendrama, dass im „Milieu“ der multinationalen Verbrechersyndikate spielt. Eine interessante Mischung, der auch die vielen verschiedenen Schauplätze (London, Tel Aviv, Mumbai, Moskau, Prag) geschuldet sind.

Taugt das was?

Auch wenn der Titel krass bescheuert ist: ja. „McMafia“ ist temporeich und mit starken Darstellern inszeniert. Die Story (insbesondere die Entwicklung der Hauptfigur) ist arg überspitzt, dabei aber pointiert und fast immer spannend.

Wo kann ich das sehen?

Amazon Prime

4/5

Kurzkritik: Mosaic (Serie)

Krimi/Drama, 2018

Regie: Steven Soderbergh; Darsteller: Garrett Hedlund, Sharon Stone, Frederick Weller, Jennifer Ferrin

Worum gehts?

Eine bekannte Kinderbuch-Autorin wird in ihrem luxuriösen Anwesen in den Bergen von Utah tot aufgefunden. An Verdächtigen mangelt es nicht, einer von ihne wird schnell verurteilt. Doch dann beginnen zwei Beteiligte, den Fall noch einmal neu aufzurollen…

Was soll das?

Regisseur Soderbergh hat „Mosaic“ als Smartphone-App konzipiert, in der die Nutzer selbst steuern können, welchen Hinweisen und Storylines sie folgen können. Fürs Fernsehen haben Soderbergh und sein Drehbuchautor eine lineare Fassung geschaffen, in der die Reihenfolge vorbestimmt ist.

Taugt das was?

Jawohl. Großartig gespielt, messerscharf beobachtet und geschrieben ist „Mosaic“ eine spannende und unterhaltsame Angelegenheit, den vielen Fährten, Personen und Motiven der Serie zu folgen. Wie bei Soderbergh üblich ist das Ganze eine kühle, analytische Angelegenheit geworden, aber sicherlich keine herzlose.

4/5

1 2 3