Kurzkritik: Star Trek – Beyond

star trek beyond filmplakatAction/Sci-Fi, USA 2016

Der neueste Beitrag der Reihe „X-ter Film eines Franchise, der den Faden weiter spinnt ohne dabei irgendwas von Belang zu erzählen“ kommt aus dem „Star Trek“-Universum. Mit Pfiff und Ideen vor knapp 10 Jahren neu gestartet steht die Reihe inzwischen ziemlich ziellos im Raum.

Man bleibt der bewährten Erzählstrategie treu (Neuer Auftrag für die Enterprise, Jokes, Aliens, Action, Showdown, alle wieder auf der Enterprise), kann aber trotz guter Besetzung und starken Effekten nicht verhehlen, dass der aktuelle Film eben eine von undenkbar vielen möglichen „Star Trek“-Stories erzählt – nicht mehr und nicht weniger. Für Fans reicht das sicherlich, für den Rest ist das allen Schauwerten zum Trotz einfach zu wenig.

2/5

Kurzkritik: „X-Men – Apocalypse“

X-Men Apocalypse FilmplakatAction/Sci-Fi, USA 2016

Regie: Bryan Singer; Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbinder, Jennifer Lawrence, Olivia Munn, Rose Byrne, Oscar Isaac, …

Mit dem ich-weiss-nicht-wievielten „X-Men“-Film verhält es sich sehr ähnlich wie jüngst mit „Captain America – Civil War“. Alles schön anzusehen und gut gemacht, aber letztlich kein richtiger Film, sondern ein weiteres Kapitel in einer Reihe, die aus kommerziellen Gesichtspunkten gar kein Ende finden darf. Die „X-Men“-Filme waren immer dann am besten, wenn sie die inneren Konflikte der Mutanten und das schwierige Verhältnis zu den Menschen ernsthaft in den Focus gerückt haben.

„Apocalypse“ geht eher in die Richtung eines Spektakels, in dem diese Motive noch anklingen, aber eine untergeordnete Rolle spielen – schließlich muss ein wiedererweckter alt-ägyptischer Weltenknechter (unter massig CGI kaum zu erkennen: Oscar Isaac) besiegt werden. Und damit – GÄHN – ist zur Story auch schon alles gesagt. Das prominente Ensemble macht Spaß, auch das energische Tempo, welches knapp zweieinhalb Stunden sehr schnell verfliegen lässt. Das andauernde „Magnet ist gut, Magneto ist böse“-Spielchen ging mir dabei allerdings mächtig auf den Zünder…

3/5

Kurzkritik: Captain America – Civil War

Captain America Civil War FilmplakatAction, USA 2016

Regie: Anthony & Joe Russo; Darsteller: Chris Evans, Robert Downey Jr., Daniel Brühl, Scarlett Johansson, …

Von Comic-Verfilmungen mit großen Budgets – oder wie in diesem Fall IMMENSEN Budgets von 250 Mio. $ – kann man nicht mehr erwarten, als dass sie einigermaßen niveauvoll unterhalten. Alles andere, sprich allzu viele Experimente oder Abweichungen vom Mainstream, wäre ein zu großes Risiko für das ‚Franchise‘. So gesehen ist „Civil War“ ein guter Film geworden.

Die Action macht Laune und kommt ohne einen weiteren „showdown to end all showdowns“ (wie bei „Avengers 2“) aus, die Figurenentwicklung folgt einem relativ nachvollziehbaren Weg, der Plot beleidigt nur selten die Intelligenz des Publikums. Auch die Integration des – mittlerweile dritten – Peter Parker aka Spiderman ist gelungen.

Die Handlung zeigt die Gruppe der „Avengers“ tief gespalten in der Frage, ob sie als nur sich selbst Rechenschaft schuldige Welt-Soldaten weitermachen können, oder sich unter die Aufsicht der UN zu stellen. Ausgerechnet Iron Man ist Anführer der „Pro UN“-Fraktion, Captain America steht der anderen Seite vor. Das ist alles soweit schlüssig und gut erzählt, reisst aber niemanden vom Hocker – schon weil sehr absehbar ist, wie das Ganze ausgehen wird.

Der Ton des Films ist etwas weniger albern als sonst, was dem Geschehen gut tut. Thor und Hulk glänzen mit Abwesenheit, ersterer ist glaube ich in fernen Galaxien unterwegs (war da nicht was am Ende eines vorigen Films?), letzterer hat vielleicht was auf dem Herd stehen oder dreht sein erstes „stand alone“-Feature (man muss ja bei der Reihe alles aus dem Blickwinkel des globalen Marketings sehen).

So weit, so gut also. Als kurzweilige, sehr ansehnliche Zerstreuung taugt „Captain America – Civil War“. Stören tun mich immer die gleichen Dinge. Das vergebliche Warten auf ein echtes Ende bedeutet letztlich die komplette Abwesenheit von Spannung, der große Pool neuer Superhelden hat langsam etwas arg beliebiges, die Actionszenen können bei aller technischen Brillanz keinen „Wow-Effekt“ erzeugen – man hat es alles schon so ähnlich gesehen, und man wird es noch ziemlich oft so sehen.

3/5

P.S.: Die Reihe der Superhelden-Filme aus dem Hause Marvel geht derweil munter weiter. Ende des Jahres gibt sich Benedict Cumberbatch als „Doctor Strange“ die Ehre. 2017 stehen neue Filme von „Spiderman“, „Thor“ sowie „Guardians of the Galaxy 2“ an, 2018 folgt „Black Panther“ (hat hier sein Debüt gegeben), dann „Avengers – Infinity War Pt. 1“ und schließlich ein neuer „Ant-Man“. Sofern die Produzenten, Regisseure und Darsteller ihr derzeitiges Niveau halten ist mir das als Heimkino-Unterhaltung alles genehm. Nur ins Kino bringen mich ausgerechnet diese „Tentpole“-Produktionen, die einen immer größeren Teil der gesamten Kino-Einspielergebnisse Hollywoods liefern (sollen), ziemlich sicher nicht mehr…

Kurzkritik: Bastille Day

Bastille Day FilmplakatThriller, UK/USA/FR 2016

Regie: James Watkins; Darsteller: Idris Elba, Richard Madden, Kelly Reilly

Es war nur eine Frage der Zeit bis ‚Everybody’s Darling‘ Idris Elba als Hauptfigur in einem Actionfilm mitspielen würde. Nun ist es soweit, in „Bastille Day“ kämpft er in Paris am französischen Unabhängigkeitstag als One-Man-Army gegen undurchsichtige Terroristen.

Der Film folgt dem US-Taschendieb Michael (Richard „Robb Stark“ Madden) auf seinem Weg durch die Hauptstadt, wo er einer Terroristin ihre Tasche klaut – inkl. Bombe. Die geht kurz danach hoch, tötet vier Menschen, verletzt dabei Michael nur leicht. Eine Kamera identifiziert ihn als vermeintlichen Attentäter

Neben der französischen Polizei kommen auch US-Geheimdienstler schnell auf Michaels Spuren, wobei der mit allen Wassern gewaschene Sean Briar (Elba) ihn als erster erwischt und zur Rede stellt. Der Plot um einen weiteren geplanten Terroranschlag und die Erpressung der Regierung ist nicht sonderlich glaubwürdig, aber durchaus angemessen.

Angesichts der vielen Terroranschläge in Frankreich in der letzten Zeit kommt „Bastille Day“ jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt (lief einen Tag vor dem Attentat von Nizza an) und trifft auch nicht eben den Zeitgeist.

Als geradliniger Actionthriller kann er über weite Strecken überzeugen, ohne dabei jedoch bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Elba taugt definitiv zum Actionhelden, hat hier aber eine sehr grob geschnitzte Figur zu spielen, die nicht wirklich spannend ist. Auch der Rest der Besetzung hält sich wacker, die Actionszenen sind erholsam frei von CGI und machen Laune. Insgesamt ein anständiger, etwas arg gefälliger Beitrag zum Genre.

3/5

Filmkritik: Batman v Superman – Dawn of Justice (3D)

Batman v Superman - Dawn of Justice FilmplakatFantasy/Action, USA 2016

Regie: Zack Snyder; Darsteller: Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Jesse Eisenberg, Gal Gadot, Jeremy Irons

Nichts geringeres als DCs Antwort auf Marvels „Avengers“ drängt mit „Batman v Superman“ auf die Leinwand, die finale Zusammenführung zweier (oder genauer mindestens dreier) Helden aus demselben Comic-Universum. Eine Riesenspektakel also mindestens, dazu die Einführung eines neuen Batman-Darstellers. Mit Ben Affleck traf das Studio da eine äußerst umstrittene Wahl. Seit Monaten bläst das Marketing Trailer und Bilder in die Welt, die ich weitgehend gemieden habe – ich hatte Lust, mir den Film ohne zu viel Vorgeschmack anzusehen.

Geholfen hat das leider wenig, denn „Batman v Superman – Dawn of Justice“ ist ein ziemlich freudloses Spektakel geworden. Was keinesfalls am düsteren Ton des Films liegt. Denn dass man sich hier vom Gekasper der „Avengers“ absetzen wollte ergibt (auch angesichts der nicht eben für ihren Humor bekannten Helden) durchaus Sinn.

Die Probleme beginnen mit dem wenig glaubwürdigen Szenario, in dem sich Batman und Superman in die Haare kriegen wie zwei achtjährige Bengel, die darum streiten wer das derbste Spielzeug hat. Auch ist total offensichtlich, dass dieser Showdown kein echter ist – DC bzw. das Studio Warner wird ja hier nicht seine beiden Cashcows in ein Celebrity Death Match schicken. Zumal mit Lex Luthor (den Jesse Eisenberg als clownesken Nerd spielt) der echte Bösewicht immer präsent ist.

Die Story verdient ohnehin diesen Namen nicht, was nicht anders zu erwarten war. Stören tut es trotzdem, weil sie auch in einer anderen Disziplin scheitert: das Geschehen wie geölt von Action-Highlight zu Action-Highlight zu geleiten, und dabei gerne auch noch für ein paar gelungene Sets und Szenen zu sorgen.

Überhaupt ist die Action eine Enttäuschung. Nicht der Effekte wegen, die hat man sich was kosten lassen. Aber Ideen sind Mangelware, es stellt sich kein „Wow“-Gefühl ein. Stattdessen wird am Ende ein Riesenmonster serviert, wie man es in den letzten 15 Jahren allzu oft so oder ähnlich gesehen hat. Der Plan war wohl, die ganze Chose durch den Dauer-Bombast so mit Bedeutung aufzuladen, dass es trotzdem irgendwie durchgeht. Fail.

Immerhin, es ist nicht alles schlecht am Film. Der mächtige Soundtrack von Junkie XL und Hans Zimmer hat mir gut gefallen. Das Set Design, die Kostüme und die Optik insgesamt können sich sehen lassen. Ben Affleck ist kein schlechter Batman, hat aber einige der miesesten Szenen abbekommen (etwa die kurze „Bruce Wayne-trainiert-wieder“-„Rocky-Balboa-Gedächtnis“-Szene). Der Rest der Besetzung ist solide bis gut ausgewählt (Gal Gadot als Wonder Woman, Jeremy Irons als Butler Alfred, Holly Hunter als aufrichtige Senatorin), wobei mir der schon erwähnte Jesse Eisenberg als junger über-nerdiger, beinahe Richtung Joker grimassierende Lex Luthor, eher auf den Geist ging.

Es überwiegt letztlich deutlich die Enttäuschung, in den gut zweieinhalb Stunden Laufzeit nur wenige starke Momente erlebt zu haben. An so unfassbar teure Großproduktionen braucht man in vielerlei Hinsicht ohnehin keine großen Ansprüche stellen, das ist (leider) klar. Es fehlt an guten Ideen, die das Publikum über das Spektakel hinaus für die Figuren einnehmen könnten. Die Inszenierung eines Showdowns zwischen dunklem Rächer und gottgleichem Erlöser bleibt oberflächlich und unglaubwürdig. Und schlussendlich ist der Entertainment-Faktor einfach zu gering.

2/5

PS: Wie ich höre hat Regisseur Zack Snyder für Comic-fans jede Menge Anspielungen auf die Vorlagen eingebaut – die konnten mir nicht auffallen, und machen den Film für Nicht-Comicleser auch leider nicht besser…

 

Filmkritik: The Hateful Eight

The Hateful Eight FilmplakatWestern, USA 2015

Regie: Quentin Tarantino; Darsteller: Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Jennifer Jason Leigh, Walton Goggins

Die Zeit: Das 19. Jahrhundert. Die Location: die Rocky Mountains im Nordwesten der USA. Hmm, da klingelt doch was? Kurz nach „The Revenant“ kommt dieses eigentlich ungewöhnliche Setting erneut ins Kino (auch wenn die Stories zeitlich locker 50 Jahre auseinander liegen). Es ist offenbar einfach Zufall, aber trotzdem bemerkenswert, dass sich gleich zwei große Regisseure quasi zeitgleich mit dem Wilden (Nord-)Westen beschäftigen. Soviel Eiseskälte in Verbindung mit extremer Brutalität war selten im Kino.

Die Unterschiede zwischen den beiden Filmen überwiegen dann allerdings insgesamt deutlich. Tarantino erzählt in „The Hateful Eight“ von einem Kopfgeldjäger (Russell), der in einer Kutsche eine Gefangene (Leigh) in die Kleinstadt Red Rock bringen will. Auf dem Weg gesellen sich zwei weitere Gestalten dazu, schließlich treibt ein Schneesturm die vier in ‚Minnies Haberdashery‘ – wo sich von da an fast die komplette Handlung abspielt.

Eine Stärke des Films ist, dass man lange rätselt, was Tarantino hier eigentlich im Schilde führt. Der Film nimmt sich viel Zeit die Figuren einzuführen und in langen (wie üblich extrem pointierten) Dialogen die Spannungen zwischen ihnen ans Licht zu bringen. Da ist der schwarze Ex-Major der Nordstaaten (Jackson), ein alter Veteran der Südstaaten (Bruce Dern), ein fadenscheiniger Fremder (Michael Madsen), der örtliche Henker (Tim Roth) und ein Mexikaner, der die ‚Haberdashery‘ in Vertretung für dessen Besitzerin führt. Der achte im Bunde wird gespielt von Walton Goggins, der sich als ’nächster Sheriff von Red Rock‘ vorstellt.

Mit knapp 3 Stunden Spielzeit (in der Kurzversion, die 70mm-Version ist sechs Minuten länger plus 12-minütige Intermisson) ist „The Hateful Eight“ eindeutig einen Tick zu lang geraten. Nicht, dass es am Ende kein großes Finale mit einigen Überraschungen gäbe, welches von dem ausführlichen Setup profitiert. Das gibt es in der Tat – man kann aber ohne Spoiler nicht drüber schreiben. Aber zwischendurch ergeben sich Längen, bei denen die Dialoge – wenn auch nur scheinbar – zum Selbstzweck werden und die Geduld des Publikums etwas überstrapazieren.

Auf einige Dinge ist bei Tarantino immer Verlass, das ist bei seinem neuesten Streich nicht anders. Der Regisseur zementiert seinen Ruf als Casting-Genie, der Soundtrack von Ennio Morricone ist ein Volltreffer. Es gibt explosive Gewalt, die hier nicht nur schwarzhumorig, sondern auch verstörend rüberkommt, und eine Vielzahl von Details und Anspielungen, die sich sicher erst beim x-ten Durchlauf vollständig erschließen lassen. Auch überraschen kann Tarantino sein Publikum, wenngleich hier Anleihen bei seinem eigenen Schaffen zu erkennen sind (vor allem „Reservoir Dogs“).

Ich denke „The Hateful Eight“ wird nicht zu meinen Lieblingsfilmen von Tarantino gehören, wenn ich mir nach dem zweiten oder dritten mal ansehen ein ‚endgültiges‘ Urteil anmaße. Ganz ausschließen will ich es aber auch nicht – denn angesichts der Story-Drehs ergibt sich für einen Zuschauer, der das Finale kennt, ganz sicher ein neuer und interessanter Blick auf die ersten zwei Stunden der Handlung. In ein paar Monaten werde ich das gespannt ausprobieren…

4/5

 

 

 

Filmkritik: The Revenant – Der Rückkehrer

The Revenant - Der Rückkehrer FilmplakatDrama/Abenteuer, USA 2015

Regie: Alejandro González Iñárritu; Darsteller: Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Domhnall Gleeson

Leonardo DiCaprio will den Oscar. Dringend. Das ist eine Erkenntnis, die man aus „The Revenant“ mitnimmt, dem neuen Film des letztjährigen ‚Best Director‘ Alejandro González Iñárritu (für „Birdman“). Und tatsächlich hätte er den Preis verdient – nicht unbedingt, aber durchaus auch für diesen Film, letztlich für sein Schaffen insgesamt.

Die Story spielt in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts in den nördlichen Rocky Mountains. Hugh Glass (DiCaprio) ist gemeinsam mit seinem Sohn Teil einer Jagd-Expedition, die in der Wildnis Felle erbeuten will. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber den meisten wird es aus dem Trailer ohnehin bekannt sein –  Glass findet sich bald darauf alleine und übel zugerichtet in der Wildnis wieder.

„The Revenant“ ist ein extremer Film in vielerlei Hinsicht. Was es an Blut und Gewalt zu sehen gibt wird vielen Zuschauern zu heftig sein (Stichwort: Anatomie eines Pferdes). Etwa die Hälfte des Films sieht man der Hauptfigur dabei zu, wie sie bei klirrender Kälte unfassbare Leiden durchmacht. Konsequent ohne jedes künstliche Licht gedreht zeigt der Film zugleich eindrucksvolle Bilder bergiger Schneelandschaften (gedreht wurde in Kanada und Argentinien).

Die Inszenierung beeindruckt, u. a. gleich am Anfang (in einer großartigen, ohne einen einzigen Schnitt ablaufenden kriegsähnlichen Szene). Die im Kern einfache Rache-Geschichte erzählt an ihren Rändern einige interessante Randnotizen. Die selten im Kino portraitierte Zeit und Umgebung sorgt für zusätzlichen Reiz. Eine zentrale ‚Action‘-Szene zeigt zudem, wie überzeugend man wohl dosierte CGI-Effekte einsetzen kann.

Doch im Vordergrund steht ein Überlebenskampf, ein Triumph des Willens, den DiCaprio absolut glaubhaft und ohne ‚Overacting‘ meistert. Ihm gegenüber schlägt sich Tom Hardy als Bösewicht ebenfalls sehr gut, besonders gefallen hat mir auch Domhnall Gleeson als Captain Henry.

An einigen Stellen wandelt „The Revenant“ angesichts der grotesken Grausamkeiten trotzdem am Rande des unfreiwilligen Humors. Es erfordert vom Publikum die Bereitschaft, sich auf diesen Trip einzulassen – man könnte sonst (etwa beim finalen Zweikampf) auch anfangen zu johlen.

4/5

Filmkritik: Star Wars – The Force Awakens (3D)

The Force Awakens FilmplakatFantasy/Action, USA 2015

Regie: J. J. Abrams; Darsteller: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Harrison Ford, Carrie Fisher

Ich war nie ein Fan von „Star Wars“, bin aber ausreichend fasziniert von dem Hype und zudem ein Freund von Action-Spektakeln, so dass ich mir „The Force Awakens“ nun auch mal angesehen habe. Ich komme hier einfach mal mit ein paar Punkten rein, die mir besonders aufgefallen sind, einen Absatz zu „worum gehts?“ kann ich mir glaube ich sparen…

Positiv:

  • Der neue kleine Robot BB8 ist sehr gut gelungen, mit ihm gelingt die Mischung aus Neu-Erfindung und Nostalgie.
  • Saubere Effekte, die sich nur ganz selten als CGI-Pixel-Spektakel verraten.
  • Ein weniger künstlicher Look als die zweite Trilogie, in der wirklich ALLES am Green Screen entstand.
  • Ein ausgesprochen rasanter Beginn, pures Bewegungskino mit hohem „Wow“-Faktor.
  • Einige gelungene neue Figuren, die Potential haben für die kommenden Filme.

Negativ:

  • Ein letztlich sehr dünner und altbekannter Plot (neuer, größerer Todesstern, gähn!)
  • Schwache 3D-Effekte, zumindest in „Real 3D“ im Cinestar. Den Aufpreis kann man sich sparen, da hätte ich von „Star Wars“ deutlich mehr erwartet.
  • Einige Szenen und Dialoge sind offenbar direkt für Computerspiele und andere Ableger der Reihe geschrieben worden (etwa wenn Poe und Finn anfangs auf der Flucht sind und „so viele Kanonen wie möglich abschießen müssen“, nur am das dann nicht mal zu probieren)

Es fiel selbst mir auf, dass es eigentlich jede Szene des Films in einem der vorigen Filme (vor allem in „Episode IV“) so ähnlich schon mal gegeben hat. Besser informierte Kino-Gefährten wussten das zu bestätigen. Man kann das natürlich als Verneigung verstehen, es stellt sich aber auch die Frage, ob den Produzenten für die nächsten Teile irgendwas neues einfällt.

Hinter all dem Hype und den vielen Rekorden findet sich bei „The Force Awakens“ wenig, dass die große Aufmerksamkeit rechtfertigen würde. Weder setzen die Tricks neue Maßstäbe noch werden spannende, neuartige Wege des Erzählens betreten. Die größte Attraktion für Fans scheint die Integration von Teilen der „alten Crew“ zu sein. Die ist tatsächlich ganz gut gelungen (die letzte Einstellung – obwohl auch unfreiwillig komisch – hat mir sehr gut gefallen), setzt u. a. auf Humor und macht wirklich Spaß. Vor allem auf Harrison Ford und Chewbacca ist Verlass.

Nun denn, der Spuk geht weiter, und ich werde mir auch die kommenden Filme ansehen – weiterhin mit etwas Verspätung, wenn die ersten Wochen schon Monate im Voraus ausverkauft werden. Der Gang ins Kino lohnt sich bei „The Force Awakens“ definitiv auch für Nicht-Fans, sofern man gesunden Appetit auf temporeiche Fantasy-Zerstreuung mitbringt.

4/5

Kurzkritik: The Martian (2D)

The Martian FilmplakatSci-Fi, USA/UK 2015

Regie: Ridley Scott; Darsteller: Matt Damon, Jessica Chastain, Jeff Daniels, Chiwetel Ejiofor

In aller Kürze: Unterhaltsame und niveauvolle Science-Fiction zwischen Drama und Spektakel, aber ohne echtes Alleinstellungsmerkmal.

Worum gehts? Die Crew einer Mars-Mission lässt versehentlich einen verletzten Kollegen zurück, der sich verzweifelt ums eigene Überleben bemüht. Die NASA kämpft auf der Erde um ihren Ruf – und bemüht sich um die Rettung des gestrandeten Astronauten.

Die gute Nachricht: Darsteller, Dialoge und Dramaturgie überzeugen, die Effekte sind auf anständigem Niveau.

Die schlechte Nachricht: Die technische Perfektion und die Spannung von „Gravity“ erreicht der Film nicht, bemüht zudem nur bekannte Erzählmuster.

4/5

Wer diese Filme mochte sollte sich den Film anschauen:
„Interstellar“, „Gravity“, „Prometheus“

Filmkritik: Spectre (2D)

Spectre FilmplakatAction, UK/USA 2015

Regie: Sam Mendes; Darsteller: Daniel Craig, Christoph Waltz, Ralph Fiennes, Lea Seydoux

Daniel Craigs Bilanz als Bond konnte sich bisher sehen lassen. „Casino Royale“ und „Skyfall“ zähle ich zu den besten Filmen der Reihe, bei „Quantum of Solace“ haben die Drehbuchautoren gestreikt – was man deutlich merkt, aber irgendwie auch einfach Pech war. „Spectre”, der vierte und möglicherweise letzte „007“ mit Craig als Bond, ist leider kein Volltreffer wie die beiden eben genannten Filme, lohnt sich aber dennoch mindestens für alle Fans der Reihe.

Ungewöhnlich für die Reihe setzt „Spectre“ (nach einem der schlechtesten Titelsongs aller Zeiten) direkt da an wo „Skyfall“ aufhörte. Wie man liest war dies für Sam Mendes, der erneut Regie führte, eine wichtige Voraussetzung um an Bord zu kommen. Storytechnisch werden gar Fäden aus allen drei Filmen der Ära Daniel Craig aufgenommen und zu ende gesponnen – was leider weniger glorreich ausfällt als es Fans wie ich erhofft hatten.

Die ersten ca. 90 Minuten von „Spectre“ sind großes Kino, hier werden Tempo, Story, Action, Schauplätze und Plot souverän zu feinster Agenten-Unterhaltung verbunden. Mexiko, Rom, London, Tirol, Tangiers – Bond und seine Kollegen bzw. Gespielinnen sind mächtig auf Achse. Nicht jede Szene ist der absolute Hingucker, doch die Reise macht richtig Spaß und bietet – wenn auch keine bahnbrechende – dann doch sehenswerte Actionszenen mit zahlreichen Reminiszenzen an frühere 007-Abenteuer.

Nach einem „Ersatz-Showdown“ geht es dann jedoch noch eine ganze Zeit mit der Handlung weiter, wobei den Autoren leider die guten Ideen ausgehen. Auf dem Weg zum Finale ist vieles entweder unnötig oder allzu vertraut dem „Beginners Guide to Writing a Spy Movie“ entnommen. Die Wendungen der Story sind recht vorhersehbar, das große „Aha“-Erlebnis bleibt ebenfalls aus.

Christoph Waltz macht als Bösewicht eine gute Figur, wenngleich diese Rolle für ihn 5 Jahre zu spät kommt – man hat ihn als eloquenten, abseitigen Schurken (oder Antihelden) einfach schon zu oft gesehen, als dass er positiv überraschen könnte. Monica Belluccis Auftritt ist kurz, stilvoll und erzählerisch ohne Bedeutung, Ralph Fiennes und Ben Wishaw als M bzw. Q weiterhin funktionieren gut, Léa Seydoux schmollt sich gekonnt als Haupt-Bondgirl durch den Film, kann aber keine Duftmarke setzen wie etwa Eva Green in „Casino Royal“.

Eine Enttäuschung würde ich “Spectre” nicht nennen. An den eigenen Ambitionen, hier einen gemeinsamen End- und Höhepunkt für die letzten vier Filme zu setzen, scheitern Mendes und seine Drehbuchautoren. Aber es ist ein recht knappes und vor allem ehrenwertes Scheitern.

4/5

PS: [SPOILER: Eigentlich müsste Blofeld ja wiederkommen, auch wenn er hier am Ende gefasst wird. Und er bekommt ja am Ende erst die Narben ins Gesicht, die er in den alten Filmen bereits hatte. Ich würde vermuten, dass sich die Produzenten diese Option bewusst offen gelassen haben…]

Kurzkritik: Ant-Man (2D)

Ant-Man FilmplakatAction/Comedy, USA 2015

Regie: Peyton Reed; Darsteller: Paul Rudd, Michael Douglas, Evangeline Lilly

In aller Kürze: Spaßiges, gut besetztes Kinodebut des ‚Ameisenmannes‘.

Worum geht’s? Ein genialer alter Wissenschaftler will seine größte und gefährlichste Erfindung vor dem Zugriff durch böse Mächte schützen – ‚Ant-Man‘ ist geboren.

Die gute Nachricht: ‚Ant-Man‘ spielt geschickt mit den bekannten Motiven der modernen cineastischen ‚Geburt des Helden‘, nimmt sich dabei nur bedingt ernst und bietet einige gelungene Action-Sequenzen (vor allem jene, in denen der Held in Ameisengröße unterwegs ist).

Die schlechte Nachricht: Eigentlich „nur“, dass es bereits mehr als genug Marvel-Kollegen von ‚Ant-Man“ gibt – was ja kein Geheimnis ist…

Wer diese Filme mochte kann einen Blick riskieren:
Alle Comic-Verfilmungen der letzten 15 Jahre

4/5

 

Kurzkritik: The Man from U.N.C.L.E.

The Man from U.N.C.L.E.Action/Comedy, USA/UK 2015

Regie: Guy Ritchie; Darsteller: Armie Hammer, Henry Cavill, Alicia Vikander

In aller Kürze: Kino-Reboot der Fernsehserie aus den 60ern, charmant und unnötig.

Worum geht’s? Zwei Superspione aus USA und UDSSR müssen gemeinsame Sache machen um fiese Schurken zu bekämpfen, die an einer Atombombe basteln.

Die gute Nachricht: Guy Ritchie inszeniert weniger brachial als gewohnt, ohne dabei seinen Schwung zu verlieren. Besetzung, Ausstattung und Look lassen wenig zu wünschen übrig.

Die schlechte Nachricht: „The Man from U.N.C.L.E.“ kann zu keinem Zeitpunkt vergessen machen, dass die Macher hier einer bekannten Erfolgsformel folgen, von der man schon deutlich bessere Variationen gesehen hat.

Wer diese Filme mochte kann einen Blick riskieren:
„The Italian Job“, „Kingsman – The Secret Service“

3/5

Filmkritik: Terminator – Genisys

Terminator Genisys FilmplakatSci-Fi/Action, USA 2015

Regie: Alan Taylor; Darsteller: Jay Courtney, Emilia Clarke, Arnold Schwarzenegger, Jason Clarke

Braucht die Filmwelt mehr „Terminator“-Filme? Eher nein. Schon Teil drei fiel im Vergleich zu James Camerons ersten Teilen deutlich ab, der Neustart mit „Terminator: Salvation“ ging vor ein paar Jahren ziemlich in die Hose und wurde nicht weiter geführt. Doch nun, da Arnie nicht mehr Gouverneur ist, geht es aber doch noch einmal weiter. In „Genisys“ wird der Faden irgendwo zwischen Teil zwei und drei wieder aufgenommen – Skynet und Zeitreisen (Kyle Reese kommt mal wieder aus der Zukunft vorbei), Sarah und John Connor, sowie ein in die Jahre gekommener T-100.

Wer erwartet oder erhofft hatte, dass es auf dem Niveau der ersten Filme weitergeht, der wird enttäuscht werden. Die wenigsten im Publikum dürften os naiv sein. Und immerhin: „Genisys“ ist ein gut gemachter Actionfilm, mit einer soliden (manchmal blödsinnigen, aber nicht ägerlichen) Story und ein paar guten Ideen, wie man den Geist dieser Filmreihe herauf beschwören kann.

Eine wichtige Zutat ist Humor. Arnies erneutes Auftauchen als T-100 wird zwar storytechnisch ganz gut hergeleitet, doch erlaubt sich der Film einen selbstironischen Ton dabei. Mit Emilia „Khaleesi“ Clarke hat man eine sehr gute Wahl für Sarah Connor getroffen, auch Jay Courtney als Kyle Reese und Jason Clarke als John Connor sind gut besetzt.

Dass die Story erneut darum kreist, wie man Skynet stoppen kann, und es wiederum einige Zeitreisen sind, die dabei eine Schlüsselrolle spielen, kann man einfallslos finden. Mir hat die – gar mit einigen ‚Überraschungen‘ gespickte – Story gut genug gefallen, sie bietet eine funktionierendes Gerüst für einige sehenswerte Actionszenen und die gelungenen Figuren.

Nach dem etwas beliebigen Beginn nimmt „Genisys“ genug Fahrt auf, um das Publikum bei der Stange zu halten und vermeidet dabei gröbere Schnitzer und Längen. Bei geringen Erwartungen wurde ich insgesamt eher positiv überrascht.

3/5

Filmkritik: Mission: Impossible – Rogue Nation (2D)

Mission: Impossible - Rogue Nation FilmplakatAction, USA 2015

Regie: Christopher McQuarrie; Darsteller: Tom Cruise, Rebecca Ferguson, Simon Pegg, Alec Baldwin, Jeremy Renner

Mit dem vierten Teil „Ghost Protocol“ zeigte die Formkurve dieser Filmreihe zuletzt nach oben. In „Rogue Nation“ stagniert das Unterfangen nun auf relativ hohem Niveau. Fans von Agenten-Action kommen auf ihre Kosten, die Zutaten sind natürlich nicht neu, werden aber zum Teil originell serviert.

Ethan Hunts Antiterror-Geheimdienst IMF wird vom CIA-Chef aufgelöst und assimiliert. Hunt jagt aber gerade einen Superverbrecher, der Staatsoberhäupter ermorden und vollbesetzte Passagierflugzeuge verschwinden lässt. Hunt macht auf eigene Faust weiter – wobei ihm seine alten Kollegen natürlich helfen wollen.

Es dauert auch nicht lange, bis es wieder um eine ominöse digitale Liste geht (NOC-Liste, Rabbit’s Foot, Aktivierungs-Codes, … erinnert sich noch jemand?) geht, die unmöglich gestohlen werden kann und natürlich doch gestohlen wird.

Mit der britischen Undercover-Agentin Ilsa Faust hat „Rogue Nation“ zudem eine echte Seltenheit im Action-Genre zu bieten: eine hervorragend geschriebene und ebenso gut gespielte weibliche Hauptrolle. Die es mit dem Superstar Cruise locker aufnehmen kann, ohne dabei zur Karikatur zu verkommen.

Die Stärke des Films liegt – wie schon im ersten und vierten Teil – in den wunderbar komponierten Actionszenen. Diesmal sind Hunt und seine Kollegen u. a. in der Wiener Oper unterwegs, tricksen die Cyber-Security eines unterirdischen Unterwasser-Datenterminals aus und kacheln in aberwitzigem Tempo erst mit Autos, dann mit Motorrädern durch Marokko, bevor die Story in geradezu klassischer Manier (Masken!) in London zu Ende geht. Die Optik ist top, CGI-Effekte sind sicher im Spiel, aber nicht als solche zu erkennen.

Tom Cruise ist offensichtlich nicht jünger geworden, womit der Film einerseits etwas Schabernack treibt (siehe etwa Hunts sparsamen Blick, wenn unmögliche Dinge von ihm verlangt werden). Andererseits scheint sich der Schauspieler eine Frischzellenkur im Gesicht gegönnt zu haben, deren Erfolg oder Misserfolg wohl im Auge des Betrachters liegt.

Der Ton ist beinahe flapsig, es soll durchaus gelacht werden. Das gelingt stellenweise richtig gut, zum Teil werden bekannte Jokes und Spleens der Figuren etwas überstrapaziert. Der fünfte Teil von Cruise‘ persönlichem James-Bond-Abklatsch ist sehr gut gemachte Unterhaltung für Leute, die (so wie ich) genau das gerne sehen. Nicht mehr, nicht weniger.

4/5

Filmkritik: Mad Max – Fury Road (2D)

Mad Max - Fury Road FilmplakatAction, Australien/USA 2015

Regie: George Miller; Darsteller: Charlize Theron, Tom Hardy, Nicolas Hoult, Zoe Kravitz

Das Reboot von „Mad Max“ hat eine ganze Weile gebraucht, bis es auf den Leinwänden der Welt gelandet ist. Gedreht wurde schon 2012 (in Namibia), ein Jahr später wurden Reshoots angesetzt – meist ein Zeichen, dass die Produzenten kein Vertrauen ins Ergebnis hatten. Was wiederum selten gute Voraussetzungen für den finalen Film sind. Im Falle von „Fury Road“ ist aber zumindest nicht offensichtlich, welche Szenen erst im Nachhinein in den Film gefunden haben: Das Ganze ist im Wesentlichen eine zweistündige Dauer-Actionszene.

Das Szenario ähnelt (wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht) in groben Zügen der ursprünglichen Trilogie. „Who Killed the World?“ fragt vielsagend ein Grafitti in ‚Valhalla‘, einer steinzeitlich anmutenden Felsen-Siedlung. Wasser ist knapp, Treibstoff ebenso, die Welt ist eine einzige lebensfeindliche, von Sandstürmen geplagte Wüste.

Auftritt Max Rockatansky, einem von fiesen Erinnerungen heimgesuchten Einzelkämpfer, der von den ‚War Boys“ in deren Festung verschleppt wird. Dort flüchtet kurz darauf Imperator Furiosa (C. Theron) mit den fünf Ehefrauen des ‚War Boys‘-Anführers Immortan Joe. Mit einem archaisch-monströsen, gepanzerten Lastwagen versucht Furiosa der Meute von Verfolgern zu entkommen.

Es folgt wie eingangs erwähnt rasante und überwiegend unterhaltsame Dauer-Action (Hauptsächlich Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen), inszeniert mit erfreulich wenig CGI-Effekten. Unterbrochen wird die wilde Fahrt nur durch einige ruhigere Momente, in denen die Motive der Figuren in den Focus rücken. Insgesamt ist die Story ziemlich dünne – sie gibt lediglich das Gerüst und die Richtung vor. Das ist hin und wieder frustrierend, da viele Fragen (bezüglich des Szenarios als Gesamtheit) offen bleiben. Und doch ist es offensichtlich Teil des Plans von Regisseur George Miller, der schon die originalen „Mad Max“-Filme gedreht hat.

Der Plan geht weitgehend auf. „Mad Max – Fury Road“ hat wenig gemeinsam mit den übrigen Blockbustern dieser Zeit. Er ist humor- und kompromisslos, richtet sich zudem mit seinem „R“-Rating mutig nicht an die lukrativste Zielgruppe der unter 16-jährigen. Wie man hört soll es mit der Reihe weitergehen, es scheint also (hoffentlich) eine größere Story zu geben, die noch erzählt werden will. Vielleicht wird dieser Film schon bald eher als vielversprechender ‚Vorspann‘ zu verstehen sein…

4/5

1 2 3 4 5 16