Kurzkritik: Nobody

Action/Drama, 2020

Regie: Ilya Naishuller; Darsteller: Bob Odenkirk, Aleksey Serebryakov, Connie Nielsen, RZA

Worum gehts?
Ein vermeintlich biederer Familienvater gerät in einen brutalen Kampf mit einer skrupellosen Verbrecherbande, weil ihm am Ende eines langen Tages mal so richtig – und völlig zurecht – der Kragen platzt (gleichzeitig die stärkste Szene des Films).

Was soll das?
„Nobody“ stammt aus der Feder von Derek Kolstad, der auch das Drehbuch von „John Wick“ geschrieben hat. Und genau in dieselbe Kerbe haut auch dieser Film – ein Antiheld zerlegt die Russenmafia, fürchterlich over-the-top und im Rahmen einen so bescheuerten wie unterhaltsamen Szenarios.

Taugt das was?
Etwas überrascht muss ich sagen: ja. Hauptdarsteller Bob Odenkirk („Better Call Saul“, „Breaking Bad“) ist glorios und hilft dem Publikum über die absolut angebrachten Zweifel bezüglich der Sinnhaftigkeit von Plot und Szenario hinweg. Man muss an Baller-Orgien und stumpfen Rachefantasien schon Freude haben, um „Nobody“ genießen zu können – aber ich denke, der Film wird kein Problem haben, seine Zielgruppe zu finden.

Wo kann ich das gucken?
Angeblich ab dem 24. Juni im Kino – wenn man Startterminen zu Seuchenzeiten noch glauben mag (ansonsten hier prüfen, ob es einen Streaming-Anbieter gibt).

7/10

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