Kurzkritik: Godzilla vs. Kong

Action/Fantasy, 2021

Regie: Adam Wingard; Darsteller: Rebecca Hall, Alexander Skarsgard, Millie Bobby Brown, Demian Bichir, Kyle Chandler

Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich die beiden Vorgängerfilme („Kong: Skull Island“ und „Godzilla„) gesehen habe. Hängen geblieben ist nicht viel, aber das war auch nicht zu erwarten. Da ich kein Fan der beiden Monster bin, sondern einfach gern mal wieder ein bisschen Action sehen wollte, habe ich auch von „Godzilla vs. Kong“ nicht viel erwartet.

Tatsächlich hat mich der Film positiv überrascht. Natürlich im Rahmen des Möglichen – weder ist das Ganze unfassbar spannend noch sonderlich tiefgründig oder zu Herzen gehend. Doch Regisseur Wingard und die Drehbuchautoren (insgesamt 5 Credits) haben es geschafft, kein unsägliches Trash-Spektakel abzuliefern. Sondern ein gelungenes.

Die Story lässt sich gar nicht so schnell zusammenfassen, ich lass das daher einfach mal komplett sein, da sie letztlich auch komplett egal ist. Sie erfüllt ihren Zweck, nervt nicht, und sorgt durchaus für „suspense“ – das reicht völlig. Etwas mehr als nur ihren Zweck erfüllen die Figuren. Das ist alles kein Shakespeare, aber locker gut genug, um die wenigen Action-Pausen so zu überbrücken, dass man die Finger von der Vorspultaste lässt. Sogar einen investigativen Podcast streut die Handlung ein, um ein bisschen zeitgeistig rüberzukommen.

Wirklich gelungen aber sind die Action-Sequenzen und die Effekte. Und um die geht es ja schliesslich, wenn man sich einen Film namens „Godzilla vs. Kong“ anschaut. Der Film geizt nicht mit seinen Reizen, und hat sich einiges einfallen lassen. Die beiden Urviecher gehen unter anderem auf hoher See (die besten Szenen des Films) und in Hongkong aufeinander los, dazu reist einer von beiden ins Erdinnere. Zu guter Letzt gibt es dann noch eine „überraschende Wendung“, die den Namen zwar nicht wirklich verdient, aber trotzdem funktioniert. Nach knapp zwei Stunden ist Feierabend, länger muss so ein Spektakel auch wahrlich nicht dauern.

7/10

PS: Ich habe gerade festgestellt, dass ich den unmittelbaren Vorgänger-Film in dieser Monsterreihe („Godzilla II – King of the Monsters“ von 2019) verpasst habe, und dass darin ebenfalls Millie Bobby Brown und Kyle Chandler mitspielen. Der Vollständigkeit halber sei das angemerkt..

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