Kurzkritik: The Bear (Staffel 5)

Comedy/Drama, 2026

Creator: Christopher Storer; Darsteller: Jeremy Allen White, Ayo Edebiri, Ebon Moss-Bachrach, Lionel Boyce, Liza Colon-Zayas, Abby Elliott

Vor der fünften und finalen Staffel von „The Bear“ war ich ein bisschen unsicher, ob ich wirklich noch richtig Spass daran haben könnte. So herrlich die Show bis dahin war, die Story rund um die vielen großartigen Figuren und ihre gemeinsame Mission drohte auszubrennen – oder sich zu wiederholen…

Es dauerte dann auch zwei oder drei Folgen, bis dieser Eindruck langsam verflogen ist. „The Bear“ setzt für das Finale fast alles auf eine Karte und konzentriert sich auf einen besonders stressigen und wichtigen Abend im Restaurant. Es geht um alles – das Prestige, die Finanzierung und das nackte Überleben. Mit letzerer beschäftigen sich auch Uncle Jimmy und Computer im einzig nennenswerten Nebenschauplatz.

„The Bear“ trägt noch mal so richtig dick auf, mit zugespitzter Inszenierung, einem starken Gefühl für das richtige (meist schnelle) Tempo und offenkundig bemüht, alle Charaktere irgendwie an ein stimmiges Ziel zu bringen. Das klappt nicht an jeder Stelle, und ich habe – wie schon in der letzten Staffel – häufiger die Fuck-You-Anarcho-Attitude der ersten Staffeln vermisst.

Aber es passt alles schon gut ins Gesamtbild. Und die Serie hat es auch verdient, sich am Ende ein bisschen zu feiern. Als wunderbar frischer Überraschungserfolg gestartet treten Carmy, Sydney, Richie und Co. als Figuren ab, die aus der Serienwelt der 2020er Jahre nicht mehr wegzudenken sind.

Wo kann ich das gucken?
Bei Disney+.

8/10