Drama, 2026
Regie: Steven Soderbergh; Darsteller: Michaela Coel, Ian McKellen
Die Kinder des grummeligen, lebensmüden Künstlers Julian Sklar beauftragen die Fälscherin Lori Butler damit, eine Reihe von Gemälden „fertigzustellen“. Nach Julians Tod wären die als verschollen geltenden Bilder dann eine Sensation und Millionen wert. Aber dafür müssen sie zu seinen Lebzeiten (und vor allem mit den originalen Farben und Materialien) vollendet werden…
Regisseur Steven Soderbergh, der sich in den letzten Jahren munter von Genre zu Genre bewegt, hat ein Kammerspiel rund um verletzliche Künstlerseelen und ihre Kreativkräfte inszeniert. „The Christophers“ lebt von der Chemie zwischen den so unterschiedlichen Hauptdarstellern Michaela Coel („I May Destroy You„) und Ian McGellen (Gandalf aus „Lord of the Rings“) und dem behutsam entwickelten Drehbuch, dass den Figuren ausreichend Raum gibt, gängigen Klischees zu entkommen.
Man weiß als Zuschauer lange nicht so recht, wohin die Reise der beiden eigentlich gehen soll – die Handlung entwickelt sich scheinbar organisch, allein getrieben von ihren Figuren. Wobei der Plot natürlich auch noch die ein oder andere Überraschung in der Hinterhand hat. Ich habe „The Christophers“ (so heisst die Reihe der Gemälde) gern gesehen, war immer gut unterhalten und sehr am Verlauf der Story interessiert. So richtig zu Herzen ist mir das Ganze allerdings – trotz der Bemühungen am Ende und den starken Darstellern – nicht gegangen, dafür ist die Erzählung zu kühl und analytisch.
Wo kann ich das gucken?
Aktuell noch nicht, hier prüfen.
7/10

