Thriller/Horror/Drama, 2026
Regie: Kane Parsons; Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Renate Reinsve, Mark Duplass
Einen Satz über den Hintergrund von „Backrooms“ zu schreiben, ohne dabei preiszugeben, dass ich davon genau überhaupt keine Ahnung habe, scheint unmöglich. Daher spare ich mir alle weiteren Erklärungsversuche – wer Intereresse hat klickt bitte auf die Links.
„Backrooms“ basiert auf einer Webserie bei YouTube, die wiederum von einer gleichnamigen „modernen Sage der Internetkultur“ inspiriert ist.
Dann wäre das ja geklärt.
Nach einem Vorspann im „Found Footage“-Style beginnt die Story mit Clark (Ejiofor), dem Besitzer eines Möbelgeschäfts irgendwo in Kalifornien, irgendwann Anfang der 90er. Clark lebt allein, seit seine langjährige Partnerin ihn verlassen hat, was er immer noch mithilfe seiner Therapeutin Mary (Reinsve) aufarbeitet. Mary ist zudem Autorin eines Selbsthilfe-Buches, und – wie man in Rückblenden erfährt – in ziemlich schrägen Verhältnissen aufgewachsen…
Eines Tages entdeckt Clark im Untergeschoss seines Ladens eine Parallelwelt. Ein Parkhaus-großes, labyrinthisches Geflecht von miteinander verbundenen Hinterzimmern, in denen alles irgendwie ein bisschen off ist: im Boden einsinkende Gegenstände, merkwürdige Möbel-Skulpturen, skurille Treppen ins Nichts und kopfstehende Türen. Clark erzählt Mary von seiner Entdeckung, stößt aber zunächst auf Skepsis. Doch als ihr Patient nicht wiederkommt geht Mary der Sache auf eigene Faust nach…
Was es mit den „Backrooms“ auf sich hat, wer sie bewohnt und ob die Hauptfiguren es heil aus ihnen heraus schaffen: Das sind die Preisfragen, die das Publikum bei Laune halten. Man versucht Bedeutung in den Motiven und Verbindungen der Figuren zu finden, hinter dem schleichenden Unwohlsein und der Paranoia, die das sich langsam aber sicher zuspitzende Geschehen auslöst.
In vieler Hinsicht reiht sich „Backrooms“ in die Serie von Low-Budget-Horrorfilmen ein, die Hollywood in den letzten Jahren mit schöner Regelmäßigkeit hervorbringt. Mich hat der Film nicht ganz so gefesselt wie etwa „Weapons„, „I Saw The TV Glow“ und erst vor Kurzem „Obsession„. Aber sehenswert ist er allemal, schon für die grotesken, abgründigen Bilder und die beiden starken Hauptdarsteller.
Wo kann ich das gucken?
Hier.
7/10

