Action/Thriller, 2026
Regie: Guy Ritchie; Darsteller: Eiza Gonzales, Henry Cavill, Jake Gyllenhaal, Rosamund Pike
Während ich Guy Ritchies Serie „The Gentlemen“ mochte war mir sein vorletzter Kinofilm („Operation Fortune„) schon eher nix mehr. Und den letzten („The Ministry of Ungentlemanly Warfare“) habe ich nicht mal bis zum Ende gesehen. Warum ich also überhaupt auf die Idee kam, mir seinen neuesten Streich „In The Grey“ anzuschauen, kann ich gar nicht so richtig sagen.
Fakt ist: wäre ein auch nur einen Hauch länger als gut 90 Minuten lang hätte ich das Ende nicht erlebt. Es war so schon äußerst knapp – die Hitzewelle hat mich so träge gemacht, dass ich einfach durchgehalten habe…
Der Film erzählt eine klassische Räuberpistole aus dem Ritchie-Universum voller smarter Menschen mit Verbindungen in die Unterwelt. Ein Milliardär muss um eine immense Summe Geld erleichtert werden, die er irgendeiner zwielichtigen Organisation schuldet, welche wiederum ein Team hochtalentierter „Fixer“ damit beauftragt.
Es folgen stylishe Bilder von schicken Schauspielern, die vermeintlich coole Dinge sagen und tun. Einen Grund, warum man sich als Zuschauer für das Geschehen interessieren sollte, liefert der Regisseur aber leider nicht mit. Seine Figuren sind eher lieblos hingeklatscht, der Plot ganz offensichtlich nur ein Vehikel für ein paar schöne Actionszenen. Schon die Exposition – normalerweise eine Spezialität des Regisseurs – ist eine Enttäuschung.
Ich habe hier sicher kein großes Drama erwartet, aber ein bisschen Humor wäre mindestens nötig gewesen. Und vielleicht eine Prise von dem Swagger, der Guy Ritchie vor langer Zeit mal zurecht erfolgreich und berühmt gemacht hat…
Wo kann ich das gucken?
Im Kino und in Kürze per Streaming.
3/10

