Drama/Fantasy, 2026
Creator: Oren Uziel; Darsteller: Nic Cage, Karen Rodriguez, Jack Huston, Li Jun Li
Meine Begeisterung für Superhelden-Geschichten ist nun schon eine ganze Weile weg. Aber die Aussicht auf eine in den 1930er Jahren spielende Mischung aus „Spider-Man“ und Film Noir, noch dazu mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, hat mich sehr neugierig gemacht. Und „Spider-Noir“ hat nicht enttäuscht: Die Show ist wie gemacht für Marvel-müde Fans von „Sin City“ oder „Watchmen“.
Cage spielt hier eine etwas andere Version von Spidey als der Highschool-Peter Parker, die Story reicht zurück bis in den ersten Weltkrieg. Erzählt ist das alles in eleganten Schwarz-Weiss-Bildern – oder in stilisierten Farbbildern. Da muss man sich als Zuschauer vor jeder Folge entscheiden. Da ich beide Versionen sehr schick fand habe ich mich einfach immer kurzfristig entschieden. Die erste Hälfte von „Spider-Noir“ ist mehr Noir-Detektivstory, bevor es dann mehr in Richtung Origin-Story einer Reihe von Superhelden geht.
Das Ganze steht und fällt natürlich in hohem Maße damit, ob man Nic Cage als weltmüden Spider-Man akzeptieren kann oder nicht. Ich wollte und konnte, und habe an den acht Folgen meinen Spaß gehabt. Die Show konnte für mich alle (wichtigen) Erwartungen erfüllen, die sie geweckt hat. Von mir aus darf „Spider-Noir“ auch gern fortgesetzt werden, was aber alles andere als feststeht. Die Serie war extrem teuer, und ob Nic Cage sich ein zweites mal ins Spinnenmann-Kostüm zwängen würde muss auch bezweifelt werden…
Wo kann ich das gucken?
Bei Amazon Prime.
8/10

