Kurzkritik: Widow’s Bay (Staffel 1)

Horror/Drama/Comedy, 2026

Creator: Katie Dippold; Darsteller: Matthew Rhys, Kate O’Flynn, Stephen Root

Eine Show, die ich zunächst nicht auf dem Schirm hatte, bei der ich aber durch viele positive Rezensionen und Bewertungen doch mal reinschauen wollte, ist Apple TVs „Widows Bay“. Matthew Rhys, zuletzt noch als fieser Bauunternehmer in „The Beast in me“ bei Netflix zu sehen, glänzt in einer ungewöhnlichen Mischung aus Horror, Drama und Comedy.

Er spielt Tom, den wohlmeinenden Bürgermeister einer Insel vor der Küste von Neuengland. Auf der lastet scheinbar ein Fluch, den Tom aber irgendwie nicht wahrhaben will – er versucht verzweifelt den Tourismus der Insel wieder in Gang zu bringen. Dass er es eigentlich besser wissen müsste wird schnell klar, trotzdem – aber gerade deshalb – ist ein Vergnügen, ihn bei seinen zunehmend verzweifelten Versuchen, die Kontrolle über eine Reihe von kuriosen Entwicklungen zu behalten, zu beobachten-

Die drei Genres und Tonarten spielen bemerkenswert harmonisch zusammen. Insbesondere der Humor tut dem Stoff ungemein gut, und wo es mal platt und klischeehaft werden könnte, da rettet sich „Widow’s Bay“ immer wieder auch durch die gut geschriebenen Figuren und Darsteller.

Eine zweite Staffel ist bereits in Planung, grundsätzlich eine gute Sache. Allerdings ist eine der wenigen Schwächen der Show das für meinen Geschmack deutlich zu fahrige Finale. Da kann die Fortsetzung dann gern direkt mal nachlagen.

Wo kann ich das gucken?
Bei Apple TV.

8/10