Filmkritik: Lucy

Lucy PosterAction, Frankreich 2014

Regie: Luc Besson; Darsteller: Scarlett Johansson, Morgan Freeman, Min-sik Choi

Die Prämisse von “Lucy” ist faszinierend und verdächtig zugleich. Eine junge Frau bekommt unabsichtlich eine Dosis einer Wunderdroge verabreicht, die es ihr erlaubt, ihr Gehirn-Potential (in Ermangelung eines besseren Begriffs) voll auszuschöpfen. Wir Menschen, so erfährt der Zuschauer zu Beginn durch eine plumpe, von Dan Browns Romanen abgekupferte Erzähltechnik (erstaunliche Dinge passieren und werden parallel in einer Uni-Vorlesung erklärt), können nur knapp 10 Prozent unserer möglichen Gehirnleistung abrufen. Titelfigur Lucy (Johansson) ist im Laufe der Handlung auf dem Weg zu den vollen 100 % – sie wird also unfreiwillig zum ‘Übermenschen”.

Faszinierend ist das alles, weil es wohl annährend irgendwie sogar stimmt. Und weil die Idee, eine von Scarlett Johansson gespielte Actionheldin dabei zu beobachten, wie sie unglaubliche Kräfte und Fähigkeiten gewinnt, für 90 unterhaltsame und vergnügliche Minuten Film ausreichen sollte. Verdächtig ist, dass diese Prämisse gleichzeitig auch totaler Schwachsinn ist und Regisseur Luc Besson nicht dafür bekannt ist, besonders plausible Geschichten zu erzählen.Das Ergebnis lässt sich ungefähr so beschreiben: “Limitless” und “Crank” haben einen tragischen, leider nur bedingt komischen Unfall, den beide nicht überleben.

Von “Limitless” leiht sich “Lucy” die Idee, einem Menschen mithilfe von Drogen zu mehr Leistung und Intelligenz zu verhelfen. Doch was da stimmig und glaubwürdig genug inszeniert wurde, um Fundament für ein (begrenzt stichhaltiges) Drama zu sein, wird hier in derart übertriebener Form verabreicht, dass Kategorien wie innere oder äußere Logik keine Rolle spielen können.

Wie “Crank” dreht “Lucy” den Spektakel- und Scheiss-Drauf-Regler auf mindestens 12. Anders als “Crank” liefert er aber keine (oder mindestens nicht genug) aberwitzige Actionszenen, die soviel Spaß machen, dass man gerne drüber hinwegsieht. Und es fehlt auch die Selbstironie – stattdessen wird es übelst platt und bescheuert, bei nur geringen Dosen beabsichtigter Komik.

Was “Lucy” beinahe rettet, sind die Dynamik und Explosivität des Geschehens – die aber immer mehr versprechen, als sie halten können. Auch zeigt Scarlett Johansson, dass sie genug Leinwandpräsenz, Charisma, Sex-Appeal und Action-Credibility besitzt, um die wohlwollende Aufmerksamkeit mindestens des männlichen Publikums zu gewinnen (wobei Präsenz und Charisma im ungleich besseren und unvergleichbaren “Under the Skin” bedeutend besser zur Geltung kamen).

Doch am Ende reicht beides nicht, um aus “Lucy” mehr als einen sinnlos-bekloppten, kurzweiligen (und mit knapp 90 Minuten tatsächlich kurzen) Film zum machen. Die Spezialeffekte von an der Decke zappelnden Menschen, wiederholt explodierenden Synapsen sowie Bildern vom Urknall und dem aller-aller-ersten “Planet der Affen” sind eher mau, die Story nicht der Rede wert, ganz zu schweigen von den “naturwissenschaftlich-philosophischen” Aspekten, die immerhin für ein paar unfreiwillige Lacher sorgen.

Fazit: Für Freunde des gepflegten Trashfests (vgl. “300 – Rise of an Empire”) gibt es hier etwas zu gewinnen. Der Rest konzentriert seine 10 % Gehirn-Kapazität besser auf andere, lohnenswertere Dinge.

2/5

Anders ausgedrückt: Ich hatte mich drauf eingestellt, dass “Lucy” mindestens Story-technisch letztlich nur in Richtung Quatsch gehen würde. Aber mit so einem Blödsinn habe ich wahrlich nicht gerechnet..echt jetzt mal.

In aller Kürze: “Neighbors”, “Chef”

Chef
Feelgood-Dramedy mit Jon Favreau als ambitioniertem Chefkoch eines Restaurants, den es zwischen beruflichen und persönlichen Problemen zu zerreissen droht. Gut gespielt und beschwingt inszeniert gewinnt der Film keinen Innovationspreis, bietet aber niveauvolle und witzige Unterhaltung. Knappe 4/5

Neighbors
Ein ‘Clash der Generationen’ eskaliert zwischen einem jungen Ehepaar mit Kind (Seth Rogen und Rose Byrne) und ihren neuen, zu lauten Nachbarn – einer Studenten-Verbindung mit von Zac Efron gespieltem Anführer. Überwiegend zum Fremdschämen, streckweise nicht unlustig, aber insgesamt viel zu platte Komödie. 2/5

In aller Kürze: The Double, Palo Alto

Obwohl basierend auf Dostojewskis “Der Doppelgänger” (das ich nicht gelesen habe) spielt “The Double” in einer Art Retro-Zukunft, nicht unähnlich der von Terry Gilliams “Brazil”. Jesse Eisenberg (“The Social Network”) spielt den einsamen kleinen Angestellten Simon, in dessen Großraum-Büro eines Tages ein neuer Kollege namens James auftaucht, der ihm gleicht wie ein Ei dem anderen. Ausser den beiden scheint aber niemand die frappierende Ähnlichkeit zu bemerken…

Stark gespieltes Kopfkino, das der Doppelgänger-Thematik einige interessante Aspekte abgewinnen kann. Sicher nichts für ungeduldige Kinogänger (trotz nur knapp 90 Minuten Laufzeit), wirft der Film eine Menge Fragen auf, von denen er längst nicht alle zu beantworten beabsichtigt. Hat mir gefallen, mich dabei aber nie wirklich gefesselt. [3/5]

Palo Alto” ist ein klassischer Coming-of-Age-Film, im Mittelpunkt stehen vier Teenager. Unaufgeregt erzählt trifft der Film eine überzeugende Tonart und beweist gutes Gespür für Figuren und Dramaturgie. Die guten Darsteller können nicht verstecken, dass es insgesamt ein wenig an neuen Ideen fehlt. [3/5]

In aller Kürze: Pompeii, Fading Gigolo, Locke

Pompeii” ist ziemlich genau so ein Müll geworden, wie allseits zu erwarten war. Kitschig, vieles zusammengeklaut, mediokre Effekte – kann man gut totquatschen oder einfach in der Ecke liegen lassen… (1/5)

Fading Gigolo” mit, aber nicht von Woody Allen, ist eine ansehnliche, heitere Komödie um einen reifen Callboy in New York. Der Film mit und von John Turturro macht vor allem wegen der Schauspieler Spaß, das Drehbuch ist irgendwie planlos und obwohl das ganze ein ordentliches Niveau hat fehlen doch die großen Momente. (3/5)

Locke” ist ein Kammerspiel mit nur einer handelnden (bzw. für den Zuschauer sichtbaren Person). Tom Hardy fährt 90 Minuten Auto während er am Telefon versucht, in privaten und beruflichen Angelegenheiten das richtige zu tun. Gutes Beispiel dafür, dass solche Ein-Figuren-Experimente zwar meist interessant sind, aber nie wirklich Spaß machen oder komplett überzeugen. (3/5)

 

Kurzkritik: Captain America – The Winter Soldier

The Winter Soldier PosterFantasy/Action, USA 2014

Regie: Joe & Anthony Russo; Darsteller: Chris Evans, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson, Robert Redford

Obwohl “The Winter Soldier” nichts neues zum Genre des Superhelden-Films beitragen, funktioniert er erstaunlich gut. Dabei setzen die Macher auf Terror als wichtigste Zugabe des Plots. SHIELD scheint kompromittiert zu sein, ein Attentat auf Nick Fury lässt die Situation eskalieren. Captain America gerät zwischen undurchsichtige Fronten zwischen Politik und Militär, weiss nur den Ex-Soldaten Wilson (aka “Falcon”) und Natasha Romanoff (aka “Black Widow”) auf seiner Seite.

Weil es hier um das große Ganze im “Avengers”-Universum geht (auch wenn die Kollegen höchstens mal am Rande auftauchen – sind die eigentlich alle im Urlaub oder was?!) erweckt der Film nicht der Eindruck eines belanglosen Lückenfüllers. Es kommt sogar so was ähnliches wie Spannung auf, und auch die obligatorischen One-Liner und in in-Jokes (Stichwort: Grabstein) machen wirklich Spaß. Wenn es den Verantwortlichen bei Marvel gelingt, dieses Niveau für die kommenden Filme zu halten, dann könnte ich mir gar vorstellen, für die nächste Sause mal wieder ins Kino zu gehen.

4/5

 

Kurzkritik: Calvary (Am Sonntag bist Du tot)

Calvary FilmposterDrama, Irland/UK 2014

Regie: John Michael McDonagh; Darsteller: Brendan Gleeson, Kelly Reilly, Aidan Gillen

Düsteres Drama mit komödiantischen Zwischentönen und großartigen Darstellern, allen voran Brendan Gleeson. Ein Priester einer kleinen irischen Gemeinde am Meer, der von einem Unbekannten mit dem Tode bedroht wird, steht im Zentrum eines als Mikrokosmos angelegten Gesellschaftsportraits. Glaube, Trauer, Vergebung, Rache, Hoffnung – die Handlung und ihre Figuren kreisen um große Themen, der Film ergeht sich in zahllosen Anspielungen an die Bibel (der Originaltitel ist nur eine davon). Dass er trotz des unübersehbaren Gleichnis-Charakters auch emotional überzeugen kann und nicht (nur) als verkopftes Lehrstück daher kommt, ist die große, positive Überraschung von “Calvary”.

4/5

Filmkritik: The Zero Theorem

The Zero Theorem PosterSci-Fi/Drama, USA/Rumänien/Frankreich/UK 2013

Regie: Terry Gilliam; Darsteller: Christoph Waltz, Melanie Thierry, David Thewlis, Matt Damon, Tilda Swinton

In der nicht allzu fernen Zukunft oder Parallelwelt von “The Zero Theorem” sieht es aus, wie es nur bei Terry Gilliam aussehen kann. Der technische Fortschritt ist dem aktuellen Stand einerseits weit voraus (Virtual Reality, interaktive Werbebanden in der ganzen Stadt); andererseits ist vieles in bizarrer Retro-Optik gehalten, wie etwa ein gigantisches Rechenzentrum, Hamsterrad-ähnliche Arbeitsplätze oder die herrlich schrillen Klamotten.

In dieser Welt fristet Computer-Experte Qohen Leth (C. Waltz) sein einsames Dasein. Als Angestellter bei der allmächtigen “ManCom” ist er von seiner Arbeit genervt, zuhause – Qohen wohnt in einer alten Kirche – wartet er wie besessen auf einen obskuren Anruf, der ihm die Bedeutung seiner Existenz erklärt. Auf sein wiederholtes Drängen erklärt sich Management (verkörpert von Matt Damon) bereit, Qohen ins Home Office zu entlassen – wenn er dort am Projekt “Zero Theorem”, einer ziemlich endlosen Gleichung, arbeitet.

Parallel tritt die schöne Bainsley (M. Thierry) in Qohens Leben, die er bei einer Party kennenlernt und irgendwie nicht wieder los zu werden scheint. Weitere handelnde Personen sind Managements hochbegabter Sohn Bob, Qohens Vorgesetzter Joby (D. Thewlis) und Tilda Swinton als ‘Dr. Shrink-Rom’, einer Psychiater-Software, mit der Qohens Depressionen und Ängste behandelt werden sollen.

Terry Gilliam hat “The Zero Theorem” im britischen ‘Guardian’ als Abschluss einer dystopischen Satire-Trilogie bezeichnet (deren erste Teile “Brazil” und “12 Monkeys” waren). Hier geht es ihm eindeutig um Kritik an der fortschreitenden Digitalisierung unseres Alltags und des damit einhergehenden Verlusts von echter zwischenmenschlicher Nähe und wahren, analogen Erlebnissen.

Zum Glück für all jene, denen Gilliams Filme nicht ohnehin immer zu wild und irre waren, gibt es in “The Zero Theorem” unzählige skurrile Ideen und Einfälle, in denen Gilliam seine Ansichten verpackt. Handlung, Set-Design, Spezialeffekte und Schauspieler greifen wunderbar ineinander in einem Film, der weder Komödie noch Drama noch Science Fiction ist, sondern eine ganz eigene, verschrobene Symbiose dieser Genres.

4/5

Filmkritik: Noah

Noah FilmposterAbenteuer/Fantasy/Drama, USA 2014

Regie: Darren Aronofsky; Darsteller: Russell Crowe, Jennifer Connelly, Emma Watson, Ray Winstone

Als die ersten News die Runde machten, dass “Requiem for a Dream”-Regisseur Aronofsky einen Film über die Arche des biblischen Noah dreht, fand ich das im positiven Sinn interessant. Ins Kino bin ich für den Film dann aber nicht gegangen, so groß war die Neugier nicht – nun habe ich mir das ganze also mit Verspätung zuhause angesehen.

Da ich weder gläubig noch aus anderen Gründen sonderlich bibelfest bin kann ich nur mutmaßen, dass “Noah” keine sehr wortgetreue Nacherzählung geworden ist. Zumindest waren für mich folgende Elemente eher überraschend: a) versteinerte, an Noahs Seite kämpfende Riesen-Engel b) eine epische Schlacht um Zugang zur Arche und c) ein auf der Arche stattfindender dritter Akt.

Bildgewaltig ist Arofonskys allemal geworden, sowohl die Tricks (alle Tiere sind komplett durch CGI entstanden) als auch die Kostüme (eher “Braveheart” als “Ben Hur”) haben mich überzeugt. Ebenfalls überzeugend ist einmal mehr Russell Crowe, dessen Figur im Film keine einfache Heldenfigur geworden ist.

Die Menschen haben die Erde durch Raubbau und Gier an den Rand der Zerstörung gebracht; nur der Clan von Noah verweigert sich. Der sieht eine Katastrophe kommen und wähnt sich auserwählt, Gottes Schöpfung (mit Ausnahme der menschlichen Rasse) vor der kommenden Sintflut zu retten. Den ersten Teil davon kann und soll man sicherlich (auch) als kritisches Gleichnis zur heutigen Zeit verstehen – doch der Rest der Story eignet sich absolut nicht für derartige Interpretationen. Zumindest haben sich meinem atheistischen Geist keine aufgedrängt.

Als Ganzes ist “Noah” ein recht zähes Unterfangen. Die Mischung aus großem Fantasy-Spektakel und der (aus meiner Laien-Sicht) düsteren und langgezogenen Interpretation der Arche will nicht so recht aufgehen. Der Versuch, auf der Leinwand alttestamentarische Wucht zu entfalten und gleichzeitig einen modernen Kinofilm für ein großes Publikum zu machen, scheitert. Was aber nicht bedeutet, dass sich der Film nicht durchaus lohnen würde – er bietet durchaus beeindruckende Schauwerte und gute Darsteller.

Spannender als “Noah” habe ich letztlich die Wikipedia-Einträge zu den Eigenheiten und Interpretationen der Geschichte in Christen-, Judentum und Islam gefunden. Aber ohne den Film hätte ich die sicher nicht gelesen.

3/5

Filmkritik: Transcendence

Transcendence PosterSci-Fi/Thriller, USA 2014

Regie: Wally Pfister; Darsteller: Johnny Depp, Morgan Freeman, Rebecca Hall

Technologie- und fortschrittskritische “Aktivisten” verüben ein Attentat auf Internet-Guru Dr. Will Caster (Depp). Caster, der an einer Verschmelzung von künstlicher und menschlicher Intelligenz arbeitet, wird daraufhin kurz vor seinem sich anbahnenden Tod von seiner Frau Evelyn (Hall) ins Netz hochgeladen – nicht nur sein Wissen, auch sein Geist versteht sich. Dort, als leicht pixeliger Avatar und uneingeschränkter Herrscher über die digitale Welt, fühlt sich das Genie sichtlich wohl und erschafft im Handumdrehen neue Software und Technologien.

“Transcendence” ist nach “Her” der zweite Film des Jahres, in dem die Menschwerdung von Maschinen (oder besser Programmen) thematisiert wird. Doch während “Her” sich mit den Auswirkungen der Technik auf den Alltag von Individuen auseinander setzte, geht es hier nun um das große Ganze. Hat die Menschheit die Kontrolle verloren? Führt uns der Fortschritt geradewegs in die Verdammnis? Ist das Machbare und Mögliche immer auch das Richtige?

Keine schlechten Fragen. Um sich aber adäquat damit beschäftigen zu können, hätte es ein schlüssiges Drehbuch, eine gute Geschichte geben müssen. Die fehlt in “Transcendence” leider komplett. Entwicklungen und Ideen gibt es zuhauf, doch die Ausgestaltung ist ungenügend und zuweilen gar albern. Von Casters visionären Plänen, seiner Darstellung als “Ghost in the Machine”, bis zu den fadenscheinigen Leuten, die ihm auf der Spur sind und die wenig glaubwürdige Beziehung zwischen Caster und seiner Frau – nichts davon überzeugt, weder darstellerisch noch inszenatorisch, und schon gar nicht inhaltlich.

“Transcendence” zerreisst es förmlich, weil der Spagat zwischen anspruchvollem Film-Essay und Mainstream-Entertainment misslingt. Man kann dem Film zu Gute halten, dass er es wenigstens ernst meint (ohne dabei auf plumpe Vereinfachungen von Zusammenhängen zu verzichten) und sich recht aufrichtig an seinen Themen abarbeitet. Helfen tut das aber kaum, weil die Handlung viel zu konstruiert daher kommt, als dass sie eine eigene Dynamik oder gar Spannung entwickeln könnte.

2/5

 

Kino-Vorschau 2014: Sommer & Herbst

Schon vor der WM herrschte eine ziemliche Flaute , während der Ball rollt wird das traditionell nicht besser. Ein Blick in die etwas entferntere Zukunft ergibt leider ebenfalls ein enttäuschendes Bild. Von den bereits terminierten Filmen will ich gerade mal eine Handvoll sehen – bleibt zu hoffen, dass viele Starts erst noch genau festgelegt werden.

Immerhin habe ich auch einiges nachzuholen, sowohl der neue “X-Men” also auch “Edge of Tomorrow” und “Neighbors” sind irgendwie an mir vorbei gegangen…

Sommer

Der vierte “Transformers“-Film ist mir genau so egal wie der dritte “Exependables“. “22 Jump Street” werde ich mir ansehen, aber eher nicht im Kino. “Planet der Affen – Revolution” habe ich auf dem Schirm, immerhin war der Vorgänger eine positive Überraschung. Mal sehen ob storytechnisch genug Drive drin ist.

Aus dem Comic-Universum von Marvel kommen die “Guardians of the Galaxy“, sofern da keine Lobgesänge von Fans und Presse angestimmt werden sehe ich mir das zuhause an. Dwayne “The Rock” Johnson gibt zudem noch den “Herkules“, was mich ebenfalls wenig reizt.

Einziger Lichtblick ist Ende September “Sin City 2 – A Dame to Kill For“, da ist der Gang ins Kino gesetzt.

Herbst

Jeff Bridges ist in dem Sci-Fi-Streifen “The Giver” dabei, nicht auszuschließen, dass der Film was taugt. David Fincher kommt mit dem Thriller “Gone Girl” daher, die Kombination aus Regisseur und Genre gefällt, worum es genau geht weiß ich aber nicht genau. Ganz sicher ohne mich stattfinden muss das Reboot der “Teenage Mutant Ninja Turtles“.

Für anständige Unterhaltung könnte “The Equalizer” sorgen, in dem Denzel Washington einen toughen Privatdetektiv spielt – das ist aber fürs Kino möglicherweise zu wenig. Gleiches könnte für “Fading Gigolo” VON John Turturro und MIT Woody Allen in der Hauptrolle gelten.

Anfang November gibt sich Christopher Nolan mit “Interstellar” die Ehre. Hier kann man nur hoffen, dass die Exposition (siehe Trailer) nicht allzu lang geraten ist. Kurz darauf gehen die “Tribute von Panem” weiter – keine ganz schlechte Reihe, aber mir auch nicht überzeugend genug, um dem Spektakel um Katniss im Kino beizuwohnen.

Es folgt ein WW”-Kriegsfilm mit Brad Pitt und Shia LaBeouf namens “Fury“, den der deutsche Verleih offenbar allen Ernstes als “Herz aus Eisen” rausbringen will. Bevor dann kurz vor bzw. an Weihnachten der “Hobbit” und “Moses” das Ruder übernehmen kommen wir in den seltenen Genuss eines neuen Films von Terry Gilliams. Er wird “The Zero Theorem” heißen und hat – Überraschung – wohl eine ziemlich abgefahrene Handlung.

Filmkritik: Godzilla (3D)

Godzilla (2014) PosterAction/Sci-Fi, USA 2014

Regie: Gareth Edwards; Darsteller: Aaron Taylor-Johnson, Elizabeth Olsen, Bryan Cranston

Einer der schlechtesten Filme, die ich jemals im Kino gesehen habe, war Roland Emmerichs “Godzilla” von 1998. Die aktuelle Neuauflage stand daher keineswegs auf meinem cineastischen Speiseplan – es waren einige überraschend positive Kritiken, die mich zum Gang ins Kino bewegten. Und die Tatsache, dass irgendwo noch erwähnt wurde, das “neue” Monster sei 110 Meter groß…

Kurz vorweg zur Frage, ob es sich gelohnt hat: geht so. Story-mäßig im positiven Sinne interessant, aber nicht ohne Längen und anderen Schwächen. Sehenswerte bezüglich der Effekte, aber nicht in einem Maße, dass allein die Schauwerte den Gang ins Kino rechtfertigten.

[Spoilers]

Anders als bei den bekannten Stoffen (zumindest die, die ich kenne – bin da kein Experte) schiebt die Story dem durch Radioaktivität mutierten Mega-Monster Godzilla nicht die Rolle des Bösewichts in die Schuhe. Godzilla ist auch nicht das Ergebnis menschlichen Kontrollverlustes über die entfachten Nuklearkräfte auf der Erde. Stattdessen ist er ein Relikt aus der Frühzeit der Erde, das im Gegensatz zu den Dinosauriern nur eben nicht ausgestorben ist.

Die Handlung erzählt vom schrittweisen Erwachen riesiger prähistorischer Monster, die sich in der Nähe von Atomkraftwerken mit Radioaktivität stärken, um sich dann zu Paarungszwecken zu treffen. Optisch sind sie eine Mischung aus Spinne, Lurch und Kakerlake, bald stampfen und schwimmen sie in großer Eile rund die Erde. Godzilla ist ihr natürlicher Feind, der “das Gleichgewicht wieder herstellen will”.

Während die Monster auf ihren großen Showdown zusteuern, dienen die menschlichen Figuren eigentlich nur dazu, dem Zuschauer die Zusammenhänge begreiflich zu machen. Eine Geheimorganisation, die von Godzillas Existenz weiss und sich nach Kräften bemüht, dem Geschehen den eigenen Stempel aufzudrücken, begleitet die ganze Show, meist per Flugzeugträger. Dazu gibt es ein Vater/Sohn-Drama zwischen Wissenschaftler Joe Brody (Cranston) und seinem Sohn Ford (Taylor-Johnson), einem Bomben-Spezialisten der US-Armee, die beide ebenfalls an den wichtigen Schauplätzen auftauchen.

Wie nicht anders zu erwarten ist “Godzilla” auch im Jahre 2014 ein gigantisches Trashfest. Da knabbern die bösen Viecher zu Stärkung ein paar Atomsprengköpfe, verwüsten Städte in Japan, Hawaii und den USA. Am Ende gelingt es Godzilla, den Sieg im Kampf der Monster davon zu tragen, um sich dann mit einem Flachköpper in den Pazifik zu verabschieden – The End.

Natürlich ist es mutig und löblich, dass der Film sich vielen Konventionen des Genres verweigert. Die Monster in den Mittelpunkt zu stellen und die Menschheit (fast) zu reinen Zuschauern zu degradieren ist eine interessante Idee. Schön auch, dass “Godzilla” nicht im einem Cliffhanger endet, um das Franchise dann bald weiterzuführen. Aber es ergibt sich daraus eben auch keine erzählerische Substanz. Die wird hier einfach nur etwas konsequenter als sonst abgeschenkt. Zumal der Film so ganz auch nicht ohne Eltern, die ihre Kinder retten müssen und ähnliche Heldentaten auskommt.

Am Ende bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Den gut gemachten, zum Teil imposanten Effekten und Monstern sieht man gern zu, aber echte Spannung kommt nicht auf – zu egal sind einem die übrigen Figuren. Dazu kommen ein paar unnötig bescheuerte Szenen und Zufälle, die man mit etwas mehr Sorgfalt hätte vermeiden können. Für den selten gesehenen Mut der Macher ein Extrapunkt, daher:

3/5

 

 

Jack Ryan – Shadow Recruit

Jack-Ryan - Shadow-Recruit FilmposterThriller/Action, USA/Russland 2014

Regie: Kenneth Branagh; Darsteller: Chris Pine, Keira Knightley, Kevin Costner, Kenneth Branagh

Jack Ryan, die schon etwas betagte Romanfigur von Politthriller-Großmeister Tom Clancy, hat bereits eine lange Leinwandkarriere hinter sich. Alec Baldwin spielte ihn in “Hunt for Red October”, Harrison Ford in “Patriot Games” und “Clear and Present Danger”, schließlich Ben Affleck in “The Sum of All Fears”. Wirklich überzeugen konnte (trotz der jeweils guten Vorlagen) nur “Roter Oktober”, was auch an Sean Connery als russischem Überläufer lag.

Nun soll die Figur einem neuen Publikum als zeitgemäßer Held präsentiert werden. Chris Pine (“Star Trek”) spielt diesen Jack Ryan, der einen der Romanfigur ähnlichen Background hat – nur eben in die heutige Zeit übersetzt. Erst Soldat in Afghanistan, im Einsatz verwundet, Studium an einer Elite-Uni, der Neubeginn als politischer Analyst bei der CIA, schließlich auch “field agent”, sprich: Actionheld.

Als großer Freund des Agentenfilm-Genres war ich sehr gespannt auf den Film, aber auch skeptisch. Schließlich basiert “Jack Ryan: Shadow Recruit” nicht auf einem Roman von Tom Clancy, sondern bedient sich lediglich einiger Figuren. Mit Kenneth Branagh als Regisseur und Bösewicht in Personalunion war zudem zweifellos Talent involviert. Eine Enttäuschung ist der Film leider trotzdem, entkommt er doch nur äußerst selten dem Mittelmaß.

Der Spagat zwischen echtem Agenten-Drama (a la “Tinker, Taylor, Soldier, Spy”) und Action-lastigem “Mission: Impossible”-Kino mißlingt, über weite Strecken ist “Shadow Recruit” nicht Fisch und nicht Fleisch. Die Einführung der Hauptfigur erfolgt zügig, aber schablonenhaft. Handlung und Hauptfigur entwickeln sich dann nach einigen starken Szenen in Moskau zu schnell und unplausibel. Ryans Ehefrau Cathy – in den Romanen eine wichtige Figur – wird auch noch in den Mix geworfen, ohne dass hierfür eigentlich Zeit wäre.

So ist zwar eine Menge Bewegung im Spiel, der Funke springt aber nicht über. Afghanistan, England, Wall Street, Moskau, Wall Street – so die Stationen der Story. Der zentrale Teil spielt dabei in Moskau, wo Branagh den in der Finanz- und Unterwelt (gibt es noch einen Unterschied?) allmächtigen Bösewicht Viktor Cherevin gibt. Sein durchtriebener Plan, dessen “weltpolitische Komponente” mir ziemlich albern erschien, hält Ryan und seinen Mentor Thomas Harper (Kevin Costner auf Autopilot) auf Trapp, sorgt dabei aber kaum für Spannung.

Warum Branagh den russischen Bösewicht mit sich selbst besetzen musste erschließt sich mir auch nicht. Natürlich ist er ein großer Schauspieler, aber ein Russe ist er nicht. Keira Knightley hat nur wenig mehr zu tun als gut auszusehen, in den paar Szenen, die mehr verlangen ist sie überzeugend. Doch glaubwürdig wird insgesamt weder die Figur noch die Beziehung der beiden. Der Jack Ryan aus den Romanen (und den drei ältesten Filmen) war ein intelligenter Instinktmensch mit Überzeugungen. Die Version von 2014 ist clever und berechnend, immerhin mit der Gabe zur Improvisation.

Ich beschwere mich selten, dass ein Film zu kurz geraten ist, aber hier scheint es mir zumindest denkbar, dass die sehenswerteren Teile des Films größtenteils auf dem Boden des Schneideraums liegen. Weil die ganze Show nach unter 100 Minuten vorbei ist kann keine Figur glaubhaft entwickelt werden. So bleiben ein paar gute Ansätze, die angestrebte Wiedergeburt des Helden schlägt jedoch Fehl.

2/5

Filmkritik: Dom Hemingway

Dom Hemingway PosterDrama/Comedy, UK 2013

Regie: Richard Shepard; Darsteller: Jude Law, Richard E. Grant, Emilia Clarkson

12 Jahre hat Safe-Knacker Dom Hemingway (J. Law) im Knast gesessen. Er hätte seine Strafe verkürzen und den Oberboss Fontaine (D. Bichir) verpfeifen können – aber Dom ist vom alten Schlag. Gesungen wird nicht. Nun ist seine Tochter entfremdet und erwachsen, seine Frau längst früh verstorben. Dom, unterwegs mit seinem schrägen Gangster-Buddy Dickie (Grant), hofft nun auf einen dicken Batzen Geld von Fontaine, der die beiden in seine Villa in Frankreich eingeladen hat.

“Dom Hemingway” ist ein bemerkenswert unstimmiger Film geworden. Die überdrehten, schrillen Comedy-Szenen mit ihrem Slapstick und derber Gossensprache ergeben in Verbindung mit den emotionaleren Momenten kein funktionierendes rundes Gesamtbild. Zur fehlenden Balance trägt zudem die wenig schlüssige Story bei. Die Figuren (die meisten davon sind grell überzeichnet, andere zu blass) vermögen diese Risse nicht zu kitten; die irgendwie unpassende Note, auf der “Dom Hemingway” endet, ergibt sich schon fast zwangsläufig.

Ein glänzend aufgelegter Jude Law, witzige Dialoge, ein paar zündende Ideen und der spürbare Elan der Inszenierung machen “Dom Hemingway” trotz dieser Mängel zu einem recht unterhaltsamen Vergnügen. Wer Spaß an (britischen) Gangsterkomödien hat und sich von der holprigen Story nicht stören lässt, der kann am Film seine Freude haben.

3/5

Filmkritik: Her

Her PosterSci-Fi/Drama/Komödie, USA 2013

Regie: Spike Jonze; Darsteller: Joaquin Phoenix, Amy Adams, Olivia Wilde

Los Angeles im Jahre 2025. Theodore (J. Phoenix) verdient sein Geld als Ghostwriter von persönlichen Briefen, verbringt seine Freizeiz mit Videospielen oder Telefonsex in seinem Apartment, und trauert seiner in die Brüche gegangenen Ehe hinterher. Melancholisch gestimmt kauft er ein neues Feature für seine Kombination aus Headset und Mini-Display. Das Extra-Betriebssystem “OS1″ soll in seiner digitalen Welt für Ordnung sorgen und den Alltag erleichtern. Nicht nur das – die Entwickler der Software werben damit, dass es ein eigenes Bewusstsein entwickelt und sich dem Benutzer voll und ganz anpasst.

In einer wunderbaren Szene erweckt “Her” seine Grundidee zum Leben. Theodore installiert “OS1″, entscheidet sich für eine weibliche Stimme (im Original gesprochen von Scarlett Johansson) und beginnt ein Gespräch mit “Samantha”, wie sich seine digitale Gefährtin gut gelaunt selbst tauft. Großartig gespielt und mit so geistreichen wie witzigen Dialogen beginnt die schräge Liebesgeschichte von Theodore und der körperlosen Frau in seinem Ohr, die ihm erst einmal dabei hilft, seine vollgemüllte Email-Inbox aufzuräumen.

Zwischen Drama, Komödie und Sci-Fi im Minimalismus/Retro-Modus entfaltet sich eine mitreißende und abseitige Story, mal traurig, mal witzig, oft beides zugleich. Das stimmig entwickelte Szenario und der liebevolle Ton des Films bilden das Fundament von “Her”, gemeinsam mit Joaquin Phoenix’ brillianter Darstellung der Hauptfigur. Er spielt Theodore als intelligenten, einsamen und einfühlsamen Mann, in dessen Welt das Publikum neugierig bis ungläubig (aber nie teilnahmslos) eintauchen kann.

Drehbuchschreiber und Regisseur Spike Jonze (“Being John Malkovich”) zeichnet für den Einfallsreichtum von Story und Inszenierung verantwortlich. Er bewegt sich dabei abseits des Mainstreams, hat aber keineswegs reines Kopfkino geschaffen – auch wenn es wortwörtlich hier beinahe zutrifft. Vom Set-Design über die Besetzung bis zu den Kostümen (diese Hosen!) und der wundersamen Stimmung im L.A. der Zukunft (gefilmt wurde in L.A. und Shanghai) kann der Film überzeugen.

Erzählerisch kann der Film sein Niveau bei näherem Hinsehen nicht bis ganz zum Ende halten. Trotzdem hat “Her” alles, um anno 2014 einen Gang ins Kino zu rechtfertigen. Weil er faszinierende neue Wege geht, die man am allerbesten in einem dunklen Kinosaal entdeckt.

5/5

Filmkritik: Snowpiercer

Snowpiercer PosterDrama/Sci-Fi, Südkorea/USA/Frankreich/Tschechien

Regie: Joon-Ho Bong; Darsteller: Chris Evans, Tilda Swinton, Jamie Bell, John Hurt, Ed Harris

In der Welt von “Snowpiercer” hat die Menschheit den Kampf gegen die globale Erwärmung verloren. Anno 2031 fahren die letzten Überlebenden (seit 17 Jahren!) mit einem Zug auf der in klirrender Kälte erstarrten Erde umher. Erbauer und Führer des durch einen “Perpetuum Mobile”-Motor angetriebenen Zuges ist der ominöse Mr. Wilford. An Bord herrscht eine Klassengesellschaft, in der die Proletarier auf den billigen Plätzen hinten im Zug beginnen, gegen die herrschende Klasse aufzubegehren.

Ungefähr so viel wusste ich über den ersten englischsprachigen Film des koreanischen Regisseurs Joon-Ho Bong. Und mein erster Gedanke war: “Was für ein bescheuertes Szenario.”. Weil die Bewertungen bei der IMDB gut und einige Kritiken wohlwollend waren, habe ich mir “Snowpiercer” nun angesehen. Das Bauchgefühl lag hinsichtlich der ziemlich weit hergeholten Story schon sehr richtig, doch der Film kämpft mit einigen guten Ideen gegen die eigenen Schwächen an.

Zentrale Figur der Handlung ist Curtis (Chris Evans), der hinten im Zug einen Aufstand anzettelt. Erste Erfolge bringen ihn und seine Mitstreiter Wagen um Wagen näher an die vorne fahrende Zentrale heran – doch die Hindernisse und Gegner scheinen bald übermächtig. Die Abseitigkeit des Szenarios erinnert in manchem an Terry Gilliams “Brazil”. Die für die Einhaltung der Ordnung zuständige Mason (T. Swinton) kommt daher wie eine Internatslehrerin aus “Harry Potter”, eine Art Schlüsselmeister berauscht sich mit einer merkwürdigen Droge. Mit jedem Wagen, den Curtis und seine Truppe erobern, bekommt der Zuschauer eine neue – oftmals skurille – Szenerie geboten.

Zu den Schauwerten zählen neben der überzeugenden Kulissen äußerst blutige, mit vielerlei verschiedenen Waffen geführte Kämpfe sowie mit überschaubarem Aufwand realisierte CGI-Effekte, die ins Gesamtbild passen, aber niemanden vom Hocker reissen werden.

“Snowpiercer” kann in seinen besten Momenten durchaus faszinieren, aber als Ganzes nicht recht überzeugen. Zu vage bleibt die Geschichte des Zuges, zudem mangelt es an innerer Logik. Es finden sich viele Anspielungen und Kommentare auf die heutige Gesellschaft, der Film hat auch eine politische Botschaft (zumindest meine ich, eine vernommen zu haben). An Ambitionen mangelt es wahrlich nicht.

Doch war es mir trotz guten Willens nicht möglich, dass Geschehen ernst zu nehmen – wohlwollend und oft erstaunt habe ich die gut zwei Stunden Laufzeit abgesessen. Wer viel Spaß am Genre hat und genug Neugier für den Stoff mitbringt kann hier zugreifen; allen anderen sei eher abgeraten.

2/5