Filmkritik: „Wie Ausgewechselt“ („The Change-Up“)

Zugegeben, ich war schon arg skeptisch bevor es losging. Wenn in Hollywood-Komödien die Körper getauscht werden gibt es meist nicht viel zu lachen. Das letzte mal habe ich das in „13 Going on 30“ gesehen, da hat sich Jennifer Garner als 13-jährige im Körper einer 30-jährigen noch achtbar aus der Affäre gezogen. Nun tauschen Ryan Reynolds („Green Lantern“) und Jason Bateman („Horrible Bosses“) ihre sterblichen Hüllen.

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Filmkritik: „The Son of No One“

Düstere Cop-Thriller sind wahrlich keine neue Erfindung. „The Son of No One“ muss sich also an den Vorbildern messen lassen, in den letzten Jahren waren das Filme wie „Narc“, „Training Day“ oder „Street Kings“. Die Hauptrolle spielt hier Channing Tatum („Der Adler der 9. Legion“), der anno 2002 als junger Polizist namens Jonathan in das 118. Revier in Queens versetzt wird – ausgerechnet in die Gegend, in der er seine Kindheit verbrachte. Das Revier bekommt seit einiger Zeit anonyme Briefe, die auf einen Doppelmord anspielen, der sich vor 14 Jahren ereignet hat. Der Täter ist nie gefasst worden, das Thema ist vor allem Jonathans Boss Captain Mathers (Ray Liotta) ein Dorn im Auge.

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Filmkritik: „Bunraku“

Nachdem ich den Trailer zu „Bunraku“ gesehen hatte schrieb ich hier vor ein paar Wochen, der Film sei was für all jene, die auf Fortsetzungen von „Sin City“ oder „Kill Bill“ warten. Doch so richtig stimmt das leider nicht, denn der Film ist trotz einiger guter Einfälle letztlich zu belanglos und erreicht das erzählerische Niveau von Tarantinos und Rodriguez‘ Filmen nicht im Ansatz.

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Filmkritik: „Crazy, Stupid, Love“

Wenn das Ende nicht vieles wieder kaputt machen würde, was vorher sorgfältig aufgebaut wurde, wäre „Crazy, Stupid, Love“ ein echte Empfehlung. Der Film findet einen witzigen und dabei trotzdem mitfühlenden Ton, um von diversen komplizierten Beziehungen zu erzählen. Komiker Steve Carell spielt dabei Ehemann und Vater Cal Weaver, der recht unvermittelt von seiner Frau Emily (Julianne Moore) verlassen wird. Ihr Sohn ist unglücklich in die Babysitterin verschossen, die wiederum jemand anderen im Kopf hat.

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Jonathan Franzens „Die Korrekturen“ wird von HBO verfilmt…

Wie bei Deadline.com zu lesen ist wird Jonathan Franzens Roman „Die Korrekturen“ verfilmt werden. Der US-Kabelsender HBO plant eine Serie, für die auch schon zwei Hauptdarsteller feststehen. Chris Cooper und Dianne Wiest werden das ältere Ehepaar aus dem Mittleren Westen spielen, die Besetzung ihrer drei Kinder ist noch nicht bekannt.

Allerdings wird – wie bei Serien üblich – erstmal eine Pilotfolge gedreht werden, bevor die Produzenten dann möglicherweise den kompletten Stoff verfilmen können. Das Buch hat immerhin 650 Seiten, womit eine der größten Herausforderungen der Entwurf einer fernseh-gerechten Dramaturgie sein dürfte.

Filmkritik: „Captain America – The First Avenger“

Langsam habe ich sie alle durch, die Comic-Adaptionen des Jahres 2011. Mit „Captain America“ kam tatsächlich noch ein recht guter Beitrag dabei rum. Der Film ist keine cineastische Offenbarung, macht aber mehr Dinge richtig als die meisten seiner Genre-Kollegen. „Captain America“ ist der letzte Marvel-Held, der dem Publikum mit einem eigenen Film vorgestellt wird, bevor im Mai nächsten Jahres in „The Avengers“ die Marvel-Superhelden die Strähle kreuzen.

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Filmkritik: „Red State“

Mit „Red State“ hat Kevin Smith („Clerks“) einen Film gedreht, der die Erwartungen des Publikums gleich mehrfach unterläuft. Das Geschehen, das irgendwo im konservativen Hinterland der USA spielt, beginnt wie ein klassischer Horrorfilm. Die Highschool-Jungs Travis, Jared und Billy Ray planen einen kleinen Road-Trip zu einer Frau, die ihnen per Internet-Annonce Sex angeboten hat. Das Stadtgespräch – ein extremistischer, schwulenfeindlicher Pfarrer und seine demonstrierenden Jünger – interessiert sie bei diesen Aussichten natürlich nicht im Geringsten.

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Filmkritik: „Melancholia“ [Spoilers]

Dass im Kino der Weltuntergang droht ist eigentlich keine Seltenheit. Doch meist wird die Katastrophe noch irgendwie gestoppt, oder ist wenigstens auf eine Erdhalbkugel begrenzt – zumindest in den Filmen von Roland Emmerich („2012“, „The Day After Tomorrow“) läuft das so. Nun verbindet den dänischen Regisseur Lars von Trier („Das Fest“, „Dogville“) herzlich wenig mit Emmerichs Hollywoodschinken, und in seinem Endzeit-Drama „Melancholia“ ist bereits nach dem Prolog klar, dass es kein Happy-End geben wird.

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„The Avengers“ – Trailer online

Das All-Star-Team aus dem Marvel-Universum (mit dabei sind „Iron Man“, „Thor“, „Captain America“, „Hulk“, „Black Widow“, …) hat einen ersten richtigen Trailer bekommen. Viel sagt der noch nicht aus, man darf aber (weiterhin) davon ausgehen, dass der Film es ordentlich krachen lässt. Die Figuren und ihre All-Star-Besetzung mit Robert Downey Jr., Samuel L. Jackson, Scarlett Johansson, Mark Ruffalo, Chris Evans und Chris Hemsworth dürften allseits bekannt sein, mal sehen ob die Summe der „Avengers“ mehr wert sind als die einzelnen Teile.

 

 

Neue Trailer

Nur wenige Menschen dürften „Bubba Ho-Tep“ gesehen haben, den letzten Film von Kultregisseur Don Coscarelli. Sein nächster Film könnte ein etwas breiteres Publikum erreichen, denn immerhin spielt Paul Giamatti mit – nicht unbedingt ein Top-Star, aber ein Schauspieler der von Cineasten generell geschätzt wird. „John Dies at The End“ wird der Spaß heissen, und der Trailer macht nach wenigen Sekunden klar, dass man abseits des Mainstreams unterwegs ist. Die Story kreist um eine neue Droge, die bei ihren Konsumenten mehr hervorruft, als nur einen Vollrausch – und zwei Ex-Studenten, die der Sache unfreiwillig auf den Grund gehen. Deutscher Kinostart: hoffentlich 2012

„The Raven“ scheint mir was für Menschen zu sein, die an „From Hell“ ihren Spaß hatten. Der Film erzählt von einer Mordserie, die von einem Werk von Edgar Alan Poe inspiriert zu sein scheint. Und weil der Film zu Lebzeiten und in der Heimatstadt des großen Poeten spielt wird Poe (John Cusack) zu den Ermittlungen hinzugezogen. Im Trailer kommt ordentlich düstere Stimmung auf, bleibt zu hoffen dass der Film auch in Punkto Story/Spannung überzeugen kann. Deutscher Kinostart: 2012

Recht hohe Erwartungen sind an „Young Adult“ geknüpft, unter anderem weil darin der Regisseur von „Up in the Air“ und die Drehbuchautorin von „Juno“ zusammen arbeiten. Charlize Theron spielt eine Frau, die nach Jahren in ihr Heimatkaff zurückkehrt und dort mit etwas Verspätung ihre Highschool-Liebe erobern will. Dass sie sich dabei in der kleinen Gemeinde nicht nur Freunde machen wird dürfte kaum überraschen. Der Trailer sieht ganz gut aus, der Ton scheint recht ruppig zu sein – mal sehen, ob „Young Adult“ an die oben genannten Filme herankommt… Deutscher Kinostart: März 2012

Mächtig ernst wird es in „The Son of No One“, einem düsteren Cop-Thriller mit Al Pacino, Channing Tatum, Ray Liotta und Katie Holmes. Darin wird ein junger Cop in einen lange zurückliegenden Fall verwickelt, bei dem sich möglicherweise – im Trailer deutet alles drauf hin – seine Vorgesetzten die Finger schmutzig gemacht haben. Das Dilemma, zwischen Cop-Kollegen und der Wahrheit entscheiden zu müssen, ist ein Hauptmotiv des Genres – ich bin gespannt, ob der Film da Neues zu bieten oder wenigstens eine überzeugenden Variation des Themas im Gepäck hat. Deutscher Kino- oder DVD-Start: unklar

Filmkritik: „Kill the Boss“ (Spoilers)

Die Idee schien gar nicht schlecht zu sein. Drei unzufriedene Durchschnittsangestellte wollen ihren fiesen Chefs an die Gurgel – und schreiten wirklich zur Tat. Der Film, der aus dieser Idee entstanden ist, heisst „Kill the Boss“ (im Original „Horrible Bosses“) und bietet unter anderem Kevin Spacey, Jennifer Aniston und Colin Farrell als unsympathische Vorgesetzte auf. Doch eine gute Komödie ist trotzdem nicht draus geworden.

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Filmkritik: „Green Lantern“

Man könnte (und muss) „Green Lantern“ denselben Vorwurf machen wie den meisten Comic-Verfilmungen der letzten Jahre. Dem Film fällt nichts oder nur wenig Neues ein. Fliegende Superhelden, finstere Gegenspieler, dazu eine schöne Frau und ohne Ende Spezial-Effekte. Mit Ausnahme von Nolans „Batman“-Filmen, die sich dem Sujet auf ernstere Art und Weise angenommen haben, gilt das für „The Green Hornet“, „Thor“ und eine Menge andere Streifen.

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Filmkritik: „Thor“

Um ehrlich zu sein habe ich bis vor ein paar Monaten nicht gewusst, dass der nordische Donnergott „Thor“ auch als Superheld des Marvel-Universums existiert. Doch dann kamen die ersten Trailer zum Film, und bei der Besetzung des Regisseurs habe ich aufgehorcht: Kenneth Branagh ist als Schauspieler und Regisseur vor allem bekannt für Shakespeare-Verfilmungen (z.B. „Hamlet“), eine Superhero-Geschichte ist also für ihn neues Terrain.

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