Laaaangweilig!

Duell der Magier (The Sorcerer’s Apprentice)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen, Nuck Chorris on September 10th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Manche Filme sieht man eher zufällig im Kino, weil die Zeit drängt, oder die Anfangszeiten blöd liegen – oder sonst auch nichts läuft. So in der Art bin ich also – zum Glück in bestmöglicher Begleitung – im “Duell der Magier” gelandet. Was ich vorher wusste war folgendes: das Team Jerry Bruckheimer (Produzent), Regisseur Jon Turteltaub und Nicolas Cage in der Hauptrolle (siehe auch “National Treasure”) hat einen Film über Zauberer gedreht, in der Cage einem Lehrling das Handwerk beibringt – und natürlich auch die Welt rettet. Klingt nicht nur nach Mainstream-Entertainment für 12-jährige, ist es auch.

Im Vorspann wird die Story vorgestellt, man kann sie so zusammenfassen: Cage ist der über 1000 Jahre alte Magier Balthasar, der in einer Art Babuschka (kein Scheiss!) zwei fiese und eine weniger fiese Magier(in) gefangen hält – die mit aller Gewalt aus dem Ding rauswollen. Den Kampf gegen sie kann er nur gewinnen, wenn er des Zauberers Merlins legitimen Nachfolger findet. Schnell ist klar, dass Nerd Dave (Jay Baruchel, “She’s Out Of My League”) dieser Nachfolger ist, der wiederum gerade seine “große Liebe” aus Grundschulzeiten wieder gefunden hat und dem ganzen nicht so recht gewachsen scheint…

Alfred Molina gibt dabei den Bösewicht, Gestaltwandlung und klassische Zauber-Gimmicks bestimmen die Szenerie. Die Action bestimmt meist das Geschehen, was gut und schlecht zugleich ist. Gut, weil die quasi-dramatischen Momente wirklich nur für 6-11-jährige ihren Zweck erfüllen (FSK-Freigabe: ab 12), und schlecht, weil die Action zwar solide, aber keineswegs großartig gemacht ist.

Immerhin kracht es gewaltig und manchmal durchaus imposant, das Erzähltempo ist fix. Leider nicht fix genug, um die zugrunde liegende Stumpfsinnigkeit der Story zu überspielen (und warum wollen die bösen Magier eigentlich die Menschheit auslöschen, just for fun?). Einen Film wie “Duell der Magier” sollte man nicht wegen einer innovativen Story aufsuchen, aber hier reihen Bruckheimer und Konsorten wirklich nur bekannte Klischees und alte Hüte aneinander. Man zielt auf die Fans von Harry Potter, gibt sich aber nicht genug Mühe mit den Details.

Der Funke springt einfach nicht über, was auch an der Hauptfigur liegt. Jay Baruchel ist wie gemacht für den nerdigen Freak, den Part des Helden nimmt man ihm nicht ab – selbst im Rahmen dieser nicht so sehr ernsten Story. Cage – mit Mantel und langen Haaren – ist ungewohnt albern, doch in seinen Augen funkelt es nicht. Vielleicht brauchte er die Kohle, um seine in den Medien oft zitierte Privat-Insolvenz aufzufangen. Monica Belluci hat zu wenige Szenen und ist völlig verschenkt, Alfred Molina macht nichts falsch, ohne seine Figur damit interessant zu machen. “Duell der Magier” ist echtes Fast-Food-Sommerkino: sieht nett aus, geht problemlos runter. Nur satt macht es beim besten Willen nicht..

2/5

Cop Out – Geladen und Entsichert (DVD)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on August 26th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Die 80er-Jahre Polizei-Komödien “Beverly Hills Cop” und “Nur 48 Stunden” standen ganz offensichtlich Pate für diesen schief gelaufenen Versuch, dem Genre neues Leben einzuhauchen. Bruce Willis spielt sich quasi selbst (also einen mit allen Wassern gewaschenen Bullen, hier Jimmy genannt), Tracy Morgan ist Jimmys Partner Paul – ein sehr emotionaler, etwas trotteliger, aber liebevoller Kerl.

Die beiden versauen eine Untersuchung – natürlich ohne selbst schuld zu sein – und werden suspendiert. Weil Jimmys Tochter heiraten wird will der seinen wertvollsten Besitz zu Geld machen: eine Baseball-Trading-Card. Leider wird der Laden just in dem Moment überfallen, in dem das gute Stück auf dem Tresen liegt. Der Schlamassel geht nun richtig los, vermischt sich mit dem Drogendeal vom Anfang und bietet den beiden die Möglichkeit sich als Cops zu beweisen. Weitere Figuren gibt es dabei natürlich auch, aber keine erwähnenswerten…

Die Story ist also nicht der Rede wert. Der Humor des Films zündet auch nicht, zu oft hat man ähnliche Filme gesehen, zu schlecht sind die Pointen, zu bemüht die Versuche politisch unkorrekte Jokes zu reißen. Der Soundtrack bietet eine weitere Überdosis 80er, was wohl halb ironisch gemeint war, aber letztlich genau ins schäbige Gesamtbild passt. Regisseur Kevin Smith (“Clerks”, “Dogma”) verfilmt hier erstmalig ein Drehbuch, das nicht von ihm selbst stammt, bleibt zu hoffen, dass er sich das zukünftig spart.

Schon die erste Szene, in der Paul einen Zeugen verhört, funktioniert in keiner Weise. Die Witze sind unkomisch und/oder peinlich, die Chemie zwischen den Hauptdarstellern funzt nicht, man möchte glatt gleich wieder ausmachen. Und genau das würde ich auch jedem raten. Besser früh als spät.

1/5

Legion (DVD)

Posted in KenntKeinMensch, Laaaangweilig!, Nuck Chorris on Juli 27th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Bei manchen Filmen ist mir einfach nicht klar, wie sie es jemals von der Drehbuchidee zum Kinofilm schaffen konnten. “Legion” ist so ein Fall. Der Film ist nicht sonderlich schlecht, aber auch nicht gut. Er kombiniert Horror- und Zombiefilm-Elemente mit biblischen Apokalypse-Szenarien und verfeindeten Engeln – ist aber als Ganzes nicht mehr als die Summe seiner Teile.

In einem trostlosen Diner in der Wüste bei Las Vegas kommt es zum Showdown zwischen Engel Michael (Paul Bettany) und seinem Widersacher Gabriel, der mit seinen Zombie-mäßigen Horden angereist ist. Mitten in den Schlamassel geraten Bob (Dennis Quaid), der Betreiber des Diners, mit seinem Sohn und der schwangeren Kellnerin, sowie einige (unfreiwillige) Gäste.

Es folgen Shootouts und Gemetzel, unterbrochen von obligatorischen Drama-Szenen, die bemüht sind alle Figuren ein wenig auszuleuchten. Den Aufwand hätte man sich allerdings sparen können, denn auch wenn die Schauspieler einen korrekten Job machen bringt man nur mäßig Sympathien für die Charaktere auf. Die Story wiederum ist schlichtweg beknackt. Bob protestiert an einer Stelle, er glaube gar nicht an Gott, worauf Michael nur erwidert, Gott glaube auch nicht an ihn und den Rest der Menschheit – alles klar?

Sinnfrei und willenlos ist “Legion” also geworden, aber nicht unguckbar. Für mehr als bloße Bespaßung auf mäßigem Niveau reicht es dabei nicht. Warum dieser Quatsch im Kino lief während andere Filme gleich auf DVD “verschwinden” ist jedenfalls schwer nachvollziehbar.

2/5

When in Rome

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on Juni 16th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Ich kann nicht genau sagen, warum ich mir diesen Film überhaupt angesehen habe. Die Kombination aus Sonntag und Regen reicht als Begründung nicht aus, und rechtfertigt diese 90 verschwendeten Minuten in keiner Weise. Vorhersehbar, an entscheidenden Stellen übermäßig unlogisch und insgesamt ohne größere Lacher rauscht “When in Rome” vorbei, weder romantisch noch komisch. Ein Schuss in den Ofen, in jeder Hinsicht.

“Veronica Mars”-Darstellerin Kristen Bell spielt die New Yorker Kuratorin Beth, die bei der Hochzeit ihrer Schwester in Rom einen Fluch heraufbeschwört. Vier Männer sind plötzlich in sie verknallt, und tun alles um sie für sich zu gewinnen. Dabei wollte Beth eigentlich nur ihren Frust darüber loswerden, dass Ex-Football-Star Nick – den sie bei der Hochzeit kennengelernt hat – offenbar schon vergeben ist. Doch auch der rennt ihr nun hinterher. Oder ist er am Ende gar nicht von dem Fluch betroffen und wirklich in Beth verliebt?

So spannend wie es klingt (nämlich gar nicht) ist der Film auch, was noch zu verschmerzen wäre, wenn wenigstens ein paar gute Szenen dabei herum kommen würden. Weder der Humor noch die Romanze funktioniert, ganz zu schweigen von den Figuren, die allesamt blass und uninteressant bleiben. Seifig und stromlinienförmig geht die Story ihren Weg, schon nach einer guten halben Stunde von insgesamt knapp 90 Minuten hat man eigentlich genug gesehen. Viel platter kann man die gute alte Boy-meets-girl–Nummer nicht inszenieren, da hilft auch der “Zauber” des ‘Fontana di Trevi’ nichts, der als Entschuldigung für die lahme Story herhalten muss.

1/5

PS: Für alle, die ein Kontrastprogramm zur WM suchen: “When in Rome” ist die falsche Entscheidung! Dann lieber Honduras gegen Chile gucken – das hat wenigstens Seltenheitswert…

Och nö!

Posted in Laaaangweilig! on März 29th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Filme die kein Mensch braucht: Legendary Pictures und Warner sind sich offenbar einig eine Neu-Auflage von “Godzilla” zu drehen. Das vermeldet Deadline Hollywood, wo man sich auch sicher ist, dass es eine 3D-Version geben wird. Selbst für die sich notorisch selbst kopierenden Studios ist das schon eine herbe Nummer. Schließlich war Emmerichs 1998er-Variante des Stoffes ein Griff ins Klo, und ich kann nicht so recht ersehen, wer auf eine Neuauflage mit dem Monster wartet.

Wäre es da wirklich zuviel verlangt, dass man jenseits breitgetretener Franchises denkt und mal 200 Mio. Piepen investiert, um einen neuen Action-Stoff umzusetzen? Offenbar schon, da verlassen sich die Studios lieber auf bekannte Namen und ihre teure Marketing-Armada. Sofern nicht ein richtig guter Regisseur mit dem Film betreut wird mache ich jedenfalls niemandem Konkurrenz um gute Plätze im Kino. Auch die 3D-Wut Hollywoods macht ja im Hinblick auf die Qualität der Filme eher Sorgen als Hoffnung. Mit Projekten wie der cineastisch längst ausgelutschten Riesen-Echse wird man das Kino kaum retten können…

Everybody's Fine

Posted in Laaaangweilig! on März 17th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Ich versuche mal, es gleich auf den Punkt zu bringen: “Everybody’s Fine” ist sowas wie “About Schmidt”, aber in uninteressant und betont rührselig. Robert De Niro spielt Frank Goode, einen frisch verwitweten Rentner, dem allein zuhause die Decke auf den Kopf fällt. Weil seine vier Kinder allesamt – unter fadenscheinigen Ausreden – dem Familientreffen über die Feiertage fernbleiben macht er sich auf den Weg, sie ohne Vorankündigung selbst zu besuchen. Dabei muss er nach New York City, Chicago und Las Vegas reisen, kann aber wegen seines Gesundheitszustandes nur Bus und Bahn nehmen.

Sohnemann Nummer eins ist der Maler David in New York. Frank übernachtet bei ihm vor der Haustür, weil er ihn nicht antrifft macht er sich auf den Weg zu Amy (Kate Beckingsale), dann zu Robert (Sam Rockwell), schließlich zu Rosie (Drew Barrymore). Im Laufe der Handlung werden zwei Dinge deutlich. Erstens, Frank hat als Vater nicht alles richtig gemacht, zweitens, David ist nicht einfach nur nicht zuhause, er ist in ernsten Schwierigkeiten in Mexiko.

Leider nimmt das Drama nie richtig Fahrt auf, sondern plätschert so vor sich hin. Nicht, dass der Film besonders schlecht wäre, aber ihm fehlen bemerkenswerte Szenen, die das Pubikum aufhorchen lassen. De Niro spielt seinen Part überzeugend, ist jedoch auch die einzige Figur mit sowas wie Tiefgang. Seine Kinder spielen in dem versöhnlichen Wohlfühl-Drama uninteressante Nebenrollen, die einzig dem Drehbuch verpflichtet sind. “Everybody’s Fine” ist solide und emotional nachvollziehbar, aber auch langweilig und vorhersehbar. Es fehlen spannende, unerwartete Entwicklungen, die für Überraschungen sorgen. Am Ende überwiegt der Eindruck, einen Film von der Stange zu gucken. One size fits all, aber richtig gut sieht es einfach nicht aus…

2/5

Die entscheidende Frage…

Posted in Laaaangweilig!, Laber, Laber... on Januar 27th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

..ist ja eigentlich immer “Und was passiert als nächstes?”. So auch hier beim Filmriss. Folgendes passiert als nächstes: Nächste Woche gucke ich mir den neuen “Sherlock Holmes” an, Kritik müsste Mittwoch da sein. Außerdem habe ich “Gegen jeden Zweifel” gesehen, der am 4.02. startet (und nichts taugt, näheres dann am 4.). Außerdem werde ich mir “Up in the Air” ansehen, den neuen Film von “Juno”-Regisseur Jason Reitman, der ebenfalls kommenden Donnerstag anläuft.

Auch schon in der Pipeline und zum jeweiligen DVD-Start zu finden: Die Literaturverfilmung “Die Frau des Zeitreisenden” mit Eric Bana und “The Box”, der neue Film von “Donnie Darko”-Regisseur Richard Kelly, mit Cameron Diaz in der Hauptrolle. Im Kino stehen dann im Februar definitiv noch “The Book of Eli” und “Shutters Island” an, hinter “New York, I love You”, “Wolfman” und “The Bad Lieutenant: Port of Call – New Orleans” stehen noch kleine Fragezeichen.

Wenn Liebe so einfach wäre

Posted in Laaaangweilig! on Januar 20th, 2010 by edzehard – 2 Comments

Meryl Streep zwischen mehreren Männern, das hat im Abba-Gedächtnismusical “Mamma Mia” gut funktioniert. Jetzt ist die Erfolgsformel zurück, in der romantisch-dramatischen Komödie “It’s Complicated” (Originaltitel). Streep spielt die erfolgreiche Restaurant-Unternehmerin Jane, deren erwachsene Kids allesamt bereits flügge sind. Da platzt plötztlich ihr Ex-Mann, Charmeur und Anwalt Jake (Alec Baldwin) in ihr Leben zurück und macht ihr schamlos den Hof – obwohl er längst wieder verheiratet ist.

Mann Nummer zwei ist Architekt Adam (Steve Martin), ein bescheidener Typ, ebenfalls geschieden. Auch er kommt Jane langsam näher, ahnt dabei zunächst nichts von seinem Nebenbuhler – denn der ist ja als Ex offiziell raus aus der Verlosung… Das ganze kommt mal heiter, mal dramatisch daher, mit zu wenig Höhepunkten und nicht sonderlich fesselnd. Insgesamt ist der Film zu glatt und nimmt auch nie richtig Fahrt auf. Noch schlimmer wiegt aber, dass keine einzige Nebenfigur interessant ist. Und gerade ein paar unbequeme, nicht stromlinienförmige Typen hätten “It’s Complicated” aus dem seifigen Mittelmaß herausholen können.

2/5

PS: Vielleicht bin ich auch einfach 20 bis 30 Jahre zu jung für diesen Film…
PPS: Steve Martin und Alec Baldwin werden dieses Jahr zusammen die Oscars moderieren, und den Film dabei hoffentlich ein wenig durch den Kakao ziehen…

Radio Rock Revolution (DVD)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on August 18th, 2009 by edzehard – Be the first to comment

Eigentlich klang die Prämisse dieses Films nicht schlecht. Mitte der 60er Jahre spielen ein paar junge Rockmusik-Fans auf einem Schiff in der Nordsee Piratensender (Originaltitel: “The Boat That Rocked”) und beschallen England mit der Musik, die jeder hören will – aber kein staatlicher Sender spielt. Als Schauspieler mit dabei sind u. a. Philip Seymour Hofmann und Bill Nighy, außerdem Emma Thompson und Sienna Miller. Das hätte ein lustiger Film mit gutem Soundtrack werden können.

Doch irgendwie haben die Macher des Films fast alles falsch gemacht. Fangen wir bei der Story an. Sie setzt zu spät ein und verschenkt die potentiell interessante Entstehung des Senders. Wer kam auf die Idee, woher kommt das Schiff? Wenn der Film anfängt läuft die Chose schon auf Hochtouren. Die Figuren werden unzureichend vorgestellt und bleiben trotz ein paar Eskapaden und Verwicklungen blass. Sie sind nicht sonderlich interessant, und keine Figur taugt als echter Sympathieträger.

Bei den Partys, Streitereien und Eifersüchteleien der Crew sitzt man recht unbeteiligt da, der Funke springt nicht über. Es reicht eben nicht ein paar anständige Schauspieler beim Faxen machen zu filmen. Das Outlaw-Gepose der DJs wirkt übertrieben und ist bestenfalls für Leute akzeptabel, die sich an ‘damals’ noch erinnern können. Für alle anderen – egal ob mit Vorliebe für Sixties-Musik oder ohne – entfaltet sich die Story zäh und ohne Überraschungen. Einfach nur albern sind auch die Szenen, in denen Kenneth Brannagh als Vertreter der Obrigkeit den Rocksender endgültig verbieten will. Brannaghs Figur ist eine bräsige Hitler-Karikatur, seine Helfer langweilige Bürokraten. Wären sie nicht am Ende für die Story wichtig, man könnte sie einfach ersatzlos streichen.

Letzten Endes hat sich “The Boat that Rocked” einfach im Ton vergriffen. Zwischen Komödie, Roadmovie und etwas Zeitgeist-Drama dämmert er so vor sich hin, ohne richtig in Tritt zu kommen. Der Film ist schlichtweg nicht sonderlich witzig, auch nicht fesselnd, und ohne Überraschungen. An Ausstattung und Soundtrack gibt es immerhin nichts. auszusetzen. Nach einer Stunde sehnt man bereits das Ende vorbei, muss aber nochmal eine Stunde warten, bevor es soweit ist. Es ist mir nicht begreiflich, wie man aus diesem Stoff einen so mauen Film machen kann. Verantwortlich dafür dürfte in erster Linie Richard Curtis sein – als Regisseur und Drehbuchautor hat er schon eine bessere Figur gemacht (“Love Actually”, “Vier Hochzeiten und ein Todesfall”), hier hat er beide Jobs in den Sand gesetzt.

2/5

Observe and Report (Shopping Center King)

Posted in KenntKeinMensch, Kranker Scheiss, Laaaangweilig!, Müllhaufen on August 3rd, 2009 by edzehard – Be the first to comment

Der Schauspieler Seth Rogen ist etwa seit zwei Jahren ‘everybody’s darling’, wenn es um Komödien geht. Mit “Superbad” und vor allem “Knocked Up” wurde er zum Star zahlreicher Filme aus dem Umfeld von Regisseur und Produzent Judd Apatow. Für “Pineapple Express” und “Superbad” schrieb er auch an den Drehbüchern mit. Und tatsächlich ist Rogen echt komisch. Oder besser: kann komisch sein. Denn in seinem letzten Film “Observe and Report” gibt es eigentlich überhaupt nichts zu lachen, und das ist für eine selbsterklärte Komödie nicht so gut.

Rogen spielt Ronnie, den ‘Head of Security’ in einer großen Mall. Ronnie träumt von einer glorreichen Karriere als Cop, und wie es scheint ist die Gelegenheit günstig – erst macht ein Exhibitionist die Mall unsicher, indem er ungefragt Frauen seinen Schniedel zeigt, dann wird auch noch eingebrochen. Ronnie setzt alles daran, die Täter zu fassen.

“Oberserve and Report” macht bei der ganzen Sache leider einen grundlegenden Fehler. Denn Ronnie ist kein liebenswerter Loser, sondern schlichtweg ein erbärmliches und dummes Arschloch. Seine primitive Art, seine verzerrte Wahrnehmung der Realität, sein abstoßender Umgang mit anderen – alles nicht komisch. Wenn aber die Hauptfigur unsympathisch ist, und sich auch sonst keine Sympathieträger finden, dann stellt sich die Frage worüber man lachen soll. Ray Liotta etwa ist als echter Cop dabei, und seine Rolle hätte durchaus als (lustiger) Gegenpart zu Ronnie angelegt werden können. So aber ist er nur eine von vielen ätzenden Figuren, die lustlos überzeichnet sind und keinerlei Interesse wecken. Man möchte all diese Gestalten einfach nicht sehen.

Es gibt andere Filme, in denen die Figuren allesamt eher negativ gezeichnet sind, und die trotzdem funktionieren. Siehe etwa “Rules of Attraction” – aber das war auch eher ein satirisches Drama als eine Komödie. “Oberserve and Report” hat zwar ebenfalls durchaus satirische Tendenzen (etwa in der Figur von Ronnies Mutter), kommt aber vom Ton her doch wie eine normale Komödie rüber. Mit dem Ergebnis, dass dem Publikum statt Lachern eine Überportion Fremdschämen serviert wird, die aber nicht mal Fans von “American Pie” und Konsorten erfreuen wird. Ausnahmen bestätigen in Form einiger lustiger Szenen die traurige Regel. Insgesamt: “Thema verfehlt, setzen, sechs!”.

1/5

12 Runden

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen, Nuck Chorris on Juni 15th, 2009 by edzehard – Be the first to comment

Durchschnittliche Actionfilme gibt es wahrlich genug, aber “12  Rounds” war für mich einer zuviel. Die nächsten paar Streifen mit Ex-Wrestlern als Actionhelden müssen ohne mich auskommen, da guck ich mir lieber noch ein paar mal die “Die Hard” oder “Lethal Weapon”-Filme an. “12 Runden” folgt einem einfachen Prinzip. Ein Cop (John Cena) stellt einen Schwerverbrecher, wobei dessen Geliebte stribt. Der Bösewicht schwört Rache, flieht aus dem Knast. Und dann klingelt beim Cop das Telefon und eine Stimme sagt: “Let’s play a game”. In dem Moment hätte ich den Film ausmachen sollen, man erinnere sich nur an die unseligen “Saw”-Filme, in denen auch immer irgendwer ein beklopptes Spiel spielen wollte. Lernt Skat, Jungs! DAS ist ein Spiel.

Nun denn, der fiese Kerl in “12 Rounds” spielt also mit seinem Opfer Katz-und-Maus, was der Film zum Anlass nimmt quer durch New Orleans zu hetzen und dabei ein paar nette Actionszenen aufzufahren. Wie das ganze ausgehen wird ist auch klar. Viel wäre also ohnehin nicht drin gewesen bei dem Material. Die Sache wird leider nicht besser durch die Anwesenheit von John Cena, gegen den Dwayne “The Rock” Johnson ein begnadeter Charakterdarsteller ist. Mit seinem vierkantigen Schädel,tiefer Stimme und nicht vorhandenem Mimik-Repertoire rennt, wirft und grummelt er sich durch den lauen Plot. Und es macht schlicht keinen Spaß, ihm dabei zuzusehen. So wie das etwa bei John McClane immer der Fall war. Was bleibt, sind ein paar Explosionen, Verfolgungsfahrten und Schießereien, die man auch schon besser gesehen hat, und das nicht nur einmal. Laaaangweilig.

2/5

Neues von Christopher Nolan

Posted in Laaaangweilig! on Mai 6th, 2009 by edzehard – 1 Comment

“Memento”–Regisseur Nolan hat letztes Jahr mit “The Dark Knight” soviel Geld eingebracht, dass er sich Budget und Stars seines nächsten Films wohl einfach so aussuchen durfte. Für “Inception”, seinen für einen Release 2010 geplanten Thriller/Sci-Fi/Action-Film hat er davon ausgiebig gebrauch gemacht. Leonardo DiCaprio wird dabei sein, außerdem die beiden talentierten Jungsstars Ellen Page (“Juno”) und Joseph Gordon-Levitt (“Brick”, “Shadowboxer”). Auch Marion Cotillard (“La vie en Rose”) steht bei der IMDB schon auf der Besetzungsliste, ebenso Cilian Murphy (spielte u.a. Scarecrow in “Batman Begins”). Nur hinter Michael Caines Mitwirken steht noch ein Fragezeichen.

Falls der Film nichts werden sollte – am grundsätzlich vorhandenen Talent der Beteiligten wird es nicht liegen. Das Drehbuch wird Nolan selbst schreiben, hoffen wir mal, dass ihm was gutes einfällt…

Inside Hollywood (What Just Happened)

Posted in Laaaangweilig! on März 26th, 2009 by edzehard – 1 Comment

Komödien oder Satiren über das Showgeschäft sind keine einfache Sache. Mir fallen spontan nur zwei gute Filme ein, Robert Altmans “The Player” und Barry Levinsons “Wag the Dog”. Wobei letzterer eher eine Polit-Farce war. Nun denn, Barry Levinson ist auch der Regisseur von “Inside Hollywood”, der das Leben von Produzenten, Autoren und Darstellerns in Hollywood auf die Schippe nimmt. Oder auch nicht, denn der Film kann sich nie so richtig entscheiden, ob er gemein und lustig sein will, oder doch nett und dramatisch. Das Ergebnis ist dem entsprechend kein sehr gelungener Film.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Produzent Ben (Robert De Niro), der an einigen Fronten zu kämpfen hat. Geschäftlich wäre das ein Film, dessen Ende umgeschnitten werden soll, was der Regisseur vehement ablehnt. Der Star des nächsten Films (Bruce Willis spielt sich selbst) weigert sich, seinen Vollbart abzurasieren. Sein Privatleben ist ebenfalls kompliziert, zwei Ex-Frauen und drei Kids wollen umsorgt werden – dabei hängt Ben eigentlich den ganzen Tag immer und überall nur am Telefon, meist per Headset, wie auch die Kollegen.

“Inside Hollywood” geht recht vielversprechend los, mit einem richtig mies laufenden Test-Screening. Doch es wird schnell deutlich, dass der Film sich all die möglichen bösen Spitzen gegen die Gepflogenheiten in Hollywood entweder ganz spart oder im Nachhinein wohlwollend rehabilitiert. Und so kommt ein unterhaltsamer, gefälliger Film über das Drehen von Hollywoodfilmen hinaus. Interessante Einsichten in die Branche sind ebenso Fehlanzeige wie richtige Lacher. Diesem Portrait Hollywoods aus dem Blickwinkel Hollywoods geht jede Tiefenschärfe ab, die Kämpfe um Story und Schauspieler hat man so oder ähnlich schon ein Dutzend mal gesehen.

Fazit: Der Gang ins Kino lohnt sich nicht. Wer sich für Hollywood und seine Filme begeistert wird ausreichend unterhalten, aber weder können die dramatischen Elemente wirklich mitreißen, noch bringen die komischen Elemente einen ausreichend zum Lachen.

5/10

Punisher – War Zone (DVD Import)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen, Nuck Chorris on März 16th, 2009 by edzehard – Be the first to comment

Einer der weniger erfolgreichen Versuche, eine erfolgreiche Comicfilm-Reihe zu starten war “The Punisher” von 2004. Der brutale, einfallslose Film mit Thomas Jane als “Punisher” ging mehr oder weniger unter, auch weil er aus seinem Antihelden keine greifbare, irgendwie interessante Figur machen konnte. Düstere Rachestories sind auch ohne Comicvorlage schon xmal verfilmt worden, es fehlte also etwas Besonderes. Die damalige Crew ist nun von Bord gegangen, und “Punisher – War Zone” nimmt auf den ersten Teil auch keinen Bezug.

In der Hauptrolle ist Ray Stevenson dabei, einigen vielleicht bekannt als römischer Soldat aus der TV-Reihe “Rome”. Als ich den Film gesehen habe schrieb ich folgendes dazu in meine Notizen: “Der neue Punisher hat eine ziemliche Rübennase, die Ausstrahlung eines vollen Aschenbechers und ‘schauspielert’ auf Augenhöhe mit Steven Seagal.” Das gilt auch am Ende noch. Ansonsten ist die herausragendste Eigenschaft der blutrünstigen Story, dass sie es an Brutalität locker mit “Rambo” aufnehmen kann. Der “Punisher” schlägt mit seiner Faust gleich durch ganze Gesichter durch und zermatscht so neben der Nase auch treffsicher das Gehirn. Ein Bösewicht landet im Flaschenhäcksler, die anderen werden sonstwie umgebracht. Kurze, zweiflerische Zwischentöne (die sowieso albern rüberkommen) werden schnell wieder fallen gelassen, und noch in der letzten Einstellung muss der “Punisher” mit einem Kopfschuss beweisen, das die Welt ihn einfach braucht.

In Deutschland verzögert sich der Start des Films, wohl auch weil die Jungs von der FSK bei der Altersfreigabe rot sehen. Sollte er dann doch noch (definitiv nur geschnitten) erscheinen ist vom Genuss trotzdem abzuraten, es gibt schlichtweg nichts zu sehen, dass sich lohnen würde.

1/5

The Day the Earth Stood Still (Remake von 2008)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on Februar 23rd, 2009 by edzehard – Be the first to comment

The Day The Earth Stood StillKeanu Reeves ist mal nicht der “Auserwählte”, sondern der Außerirdische – und landet mit seinem UFO mitten in New York. Die skeptischen US-Politiker und Militärs wittern große Gefahr und blasen zum Angriff, doch die überlegene Technologie der Aliens degradiert alle High-Tech-Waffen zu unnützem Altmetall. In menschlicher Form wandelt Klaatu (Reeves) über unseren grünen Planeten, wo er neben folterwütigen Geheimdienstlern auch der aufgeschlossenen und freundlichen Wissenschaftlerin  Helen über den Weg läuft. Deren “Menschlichkeit” – und die ihres Stiefsohns Jacob – überrascht den kühlen Außerirdischen, hält ihn aber nicht davon ab, den Masterplan seiner Spezies für den Planeten Erde in die Tat umzusetzen.

Remakes werden ja gerne am Original gemessen, in diesem Fall immerhin ein Film aus den IMDB Top 250. Die Story ist in Grundzügen noch die gleiche – mit dem entscheidenden Unterschied, dass in den 50ern der Kalte Krieg eine (mehr oder minder) heimliche Hauptrolle spielte. Der ist ja nun vorbei, an seine Stelle ist nun amerikanischer Militarismus und an Paranoia grenzendes Sicherheitsdenken getreten. Doch überzeugen können diese Szenen nur bedingt, weshalb in der Story ein dramaturgisches und inhaltliches Loch entsteht, dass auch die bemühten Schauspieler (Keanu Reeves, Jennifer Connelly, Kathy Bates) mit den wenig einfallsreichen Figuren nicht stopfen können.

Überspitzt formuliert passiert in “The Day the Earth Stood Still” eigentlich gar nichts. Gemessen am vergleichsweise starken Beginn geht die Reise nur noch abwärts. und hätte schon atmosphärisch stimmiger und mit kosequentem Konzept inszeniert sein müssen, um dem Film richtig Leben einzuhauchen.

2/5