Müllhaufen

Edzard hat Fernsehen geguckt…

Posted in Müllhaufen on Februar 15th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

.. und zwar aus Heimatverbundenheit den jüngsten “Tatort”, der in Bremen-Nord spielt. Immerhin, die Story ist gar nicht so schlecht. Drogenschmuggel am Hafen, ein totes Ehepaar, ein Kind als Zeuge, das kann man so anbieten. Doch da wären ja noch die Darsteller und vor allem die Dialoge, die mich sehr unsanft daran erinnert haben, warum ich kein Fan des deutschen Fernsehfilms bin.

Bevor ich hier zur Generalkritik aushole nur soviel: mit der internationalen Konkurrenz – und damit sind nicht nur die US-Produktionen gemeint – kann man nicht mithalten. Ob es am bescheidenen Budget liegt oder an der Zielgruppe, die sich an die gebotene Kost gewöhnt hat, ist auch egal. Soviel käsiges Gerede und Getue halte ich nicht aus. Da hilft auch der bekannte und lieb gewonnene Vorspann nichts. Wird wohl für ca. 20 Jahre mein letzter “Tatort” gewesen sein. Akte geschlossen.

Meine Frau, unsere Kinder und Ich

Posted in Müllhaufen on Februar 13th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Schon der zweite Teil der “Meet the Parents”-Reihe hat vor ein paar Jahren wenig Spaß gemacht. Mit Dustin Hoffman und Barbra Streisand gab es zwei neue Stars dazu, die konnten aber nicht verhindern, dass das Niveau gegenüber dem Original deutlich gesunken ist. Und so geht es leider auch weiter. Wieder gibt es zwei neue Gesichter, Jessica Alba ist als verführerische Marketing-Lady aus der Pharmaindustrie dabei, Harvey Keitel hat einen völlig sinnfreien Auftritt als Bauleiter.

Greg und Dina Focker (Ben Stiller und Blythe Danner) haben inzwischen Zwillinge bekommen und sich als Familie gut eingelebt. Natürlich brechen mit aller Gewalt bald die Schwiegereltern wieder in den Alltag ein und Ex-CIA-Agent Jack (Robert de Niro) sorgt für einigen Trubel. Dinas Ex-Schwarm und Gregs Dauer-Rivale Kevin (bekannt aus Teil eins, wieder gespielt von Owen Wilson) steht auch plötzlich vor der Tür.

Einziger Lichtblick für Greg ist die hübsche Andi (Alba), mit er beruflich zu tun bekommt – Mißverständnisse mit Jack sind vorprogrammiert. Den Rest der Handlung schenke ich hier mal ab, es geht noch um eine geeignete Schule für die Kids, ein Thanksgiving mit allen bekannten Gesichtern und eine große Party im Garten des neuen Hauses. Letztlich aber geht es eben nicht um diese Dinge, sondern darum recht simple, zuweilen niveaulose und weitestgehend bekannte Lacher anzubieten.

Keine fünf Minuten dauert es, bis der erste Fäkal-Joke dargeboten wird. Jack möchte seinen immer noch ungeliebten Schwiegersohn zum “Godfocker” machen, zum neuen Chef des Clans (für den Fall seines Ablebens) und testet daher – ganz was neues – seine Führungsstärke und Loyalität. Irgendwie plätschert das Geschehen so vor sich hin, man ahnt schnell was so alles passieren wird und wo das hinführt. Das wäre weniger schlimm wenn die Reise wenigstens Spaß machen würde, aber die meisten Witze sind einfach zu lahm.

An den Figuren hat sich nichts geändert, alle leben mit den gleichen Marotten vor sich hin. Das war in einigen Fällen schon vorher nicht komisch und in anderen ist es in Teil 3 nicht komischer geworden. Es sollte niemanden verwundern, aber “Little Fockers” (Originaltitel) ist eindeutig nicht entstanden, weil es eine gute Idee gab, wie die Geschichte weitergehen soll, sondern weil sich sehr bequem und ohne Risiko eine Art Weihnachtsfilm aus der Reihe gewinnen ließ. Den haben sich die Produzenten nicht entgehen lassen – das Publikum sollte diese Möglichkeit dringend in Betracht ziehen.

2/5

Die 5 miesesten Filme von 2010

Posted in Müllhaufen on Dezember 17th, 2010 by edzehard – 1 Comment

Diese Liste ist eine Premiere, denn bisher habe ich lediglich immer die besten Filme eines Jahres zusammengestellt, nicht die schlechtesten. Um wirklich nur den absoluten Bodensatz zu präsentieren sind es auch nur fünf, und zwar für dieses Jahr folgende:

  1. Die Legende von Aang
    Ich habe mehrere Male probiert mir den Streifen anzugucken – und ihn doch jedes Mal wieder ausgemacht. M. Night Shymalans Verfilmung einer Comicserie ist einfach nicht auszuhalten. Die Figuren sind langweilig und erklären ständig jeden ihrer Schritte und Gedanken (weil man sonst nicht verstünde was in dem bekloppten Szenario abgeht). Die Tricks sind okay, was aber nicht hilft, weil sie in keine irgendwie interessante Story eingebaut sind. Fantasy ist ja ohnehin nicht so mein Ding, aber “Die Legende von Aang” ist selbst aus meiner Sicht eine Schande für das Genre.
  2. Eat Pray Love
    Eine wohlhabende New Yorkerin in der Sinnkrise begibt sich auf Weltreise, um “zu sich selbst zu finden” (oder Abbildung ähnlich). Julia Roberts spielt die Hauptrolle in dieser Roman-Adaption, die sich von den ersten Minuten an als schwülstiges Erweckungsmelodram zu erkennen gibt. Inbrünstig feiert der Film Klischees aus fernöstlichen Weisheiten und westlichen “Nimm-dein-Leben-in-die-Hand”-Ratgebern und vermengt das alles zu einem lahmen, unglaubwürdigen und ärgerlichem Cocktail von einem Film. Immerhin, die zugrunde liegende treudoof-naive Weltsicht sowie einige Dialoge sorgen schon wieder für Unterhaltung durch unfreiwillige Komik.
  3. Gegen Jeden Zweifel
    Anders als bei Fantasy-Filmen bin ich bei Thrillern tendenziell eher unkritischer. Doch es gibt auch hier Grenzen, und “Gegen Jeden Zweifel” überschreitet sie schon nach einer Viertelstunde. Das völlig überkonstruierte Geschehen ist unglaubwürdig, sinnlos und zu keinem Zeitpunkt wirklich spannend. Die Schauspieler erreichen mit Ach und Krach Soap-Opera-Niveau, bis auf Michael Douglas, der komplett auf Autopilot seine eindimensionale Rolle abspult. Jämmerlich und überflüssig. Setzen, sechs.
  4. Hot Tub – Der Whirlpool
    Zeitreisen in Filmen sind generell Quatsch, keine Frage. Aber es lassen sich gute Zeitreisen-Stories erzählen, wenn man sich etwas Mühe gibt – es muss ja nicht gleich “Zurück in die Zukunft” oder “12 Monkeys” werden. In dieser selbsternannten Komödie weiss man mit dem Phänomen nichts anzufangen und nutzt sie lediglich zur Rechtfertigung dafür, die Handlung in den 80ern spielen zu lassen. Die Witze zünden so gut wie nie, die Figuren sind unglaubwürdig und kaspern ohne erkennbare Motivation durch den lahmen Klamauk, den die “Story” vorgibt. Ein Tiefpunkt in John Cusacks Karriere.
  5. When in Rome
    Dass sich die zwei charmanten Hauptdarsteller am Ende einer romantischen Komödie in die Arme fallen darf man erwarten. Gute Filme dieser Art erfinden daher eine clevere, mitreißende oder komische Geschichte, die dafür sorgt, dass es 90 bis 120 Minuten dauert bevor es soweit ist. “When in Rome” fällt leider überhaupt nichts ein, und nach dem einsehbaren Beginn fährt er eine schauerliche Story um einen alten Fluch auf, um der niedlichen Hauptdarstellerin fünf völlig unpassende, fürchterlich verliebte Kerle auf den Hals zu hetzen. Bis es irgendwann einfach ZU blöd ist, und dann wird der Fluch eben quasi per Knopfdruck beendet. Meine Ferndiagnose: Arbeitsverweigerung (fast) aller Beteiligten.

Predators (DVD)

Posted in Müllhaufen, Nuck Chorris on November 3rd, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Machmal ist der erste Gedanke gleich der richtige. Wer z.B. hört, dass es einen neuen “Predator”-Film gibt und sich denkt “Das braucht doch kein Mensch.”, der liegt richtig. Der von Robert Rodriguez produzierte und mit Adrien Brody in der Hauptrolle als Söldner ungewöhnlich besetzte Actionfilm ist nicht ohne Qualitäten, aber ultimativ in der Tat irgendwie überflüssig.

Ein Haufen gewalttätiger Gestalten findet sich zu Beginn des Films recht unsanft in einem dichten Dschungel wieder. Söldner Royce (Brody), Guerilla-Kämpferin Isabelle (Alice Braga), einige weitere Haudegen sowie der nicht ganz in die Runde passende Arzt Edwin (Topher Grace) sind mit Falschschirmen einfach so abgeworfen worden. Die Fragen, die sich nun stellen lauten vor allem “Warum?” und “Von wem?”. Es dauert nicht lange, und in der Gruppe entstehen ernste Spannungen, doch als eine Herde wilder Viecher (noch keine Predator) sie angreift besinnen sich alle erstmal auf die Selbstverteidigung.

Später kommen dann die aus dem Schwarzenegger-Film bekannten Monster hinzu, die Royce und seinen sich langsam dezimierenden Schergen alles abverlangen. Die Tricks sind dabei gut gemacht, doch der Film schafft es nicht, eine durchgehend bedrohliche Stimmung aufzubauen – zu beliebig ist die Story, zu wenig interessant und plausibel sind die Figuren. Das ganze Szenario ist ein ordentliche Kulisse für ein paar nette Ballerorgien, aber auch kein Stück mehr. Es dauert deshalb nicht länger als 45, maximal 60 Minuten bis man sich das Ende herbei wünscht.

Am ehesten machen noch die Bilder des Films Spaß, Regisseur Nimrod Antal (“Vacancy”) gelingen einige überzeugende Szenen und Einstellungen. Doch aus dem allzu bekannten Stoff (siehe “Alien vs Predator”) kann er nichts neues heraus holen, und auch die Story hebt den Film – trotz ein, zwei Versuchen – nicht aus dem Mittelmaß heraus. Für Action-Fans ist das insgesamt noch ausreichend, für eine allgemeine Empfehlung längst nicht.

2/5

Jonah Hex (DVD-Import)

Posted in KenntKeinMensch, Kranker Scheiss, Müllhaufen on Oktober 2nd, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Vor gut einem Jahr auf der zunehmend für Hollywood wichtigen ‘Comic Con’ Messe war dieser Film eines der Highlights. Basierend auf Charakteren von Figuren aus dem Hause DC Comics haben die “Crank”-Macher Neveldine/Tailor ein Drehbuch entwickelt, mit Josh Brolin, Megan Fox und John Malkovich waren schnell ein paar bekannte Namen mit dabei. Im Juni diesen Jahres folgte dann in den USA die Ernüchterung – der Film floppte grandios und das IMDB-User-Rating von 4,3/10 spricht ebenfalls Bände. Einen deutschen Starttermin (für den Herbst) gab es vor ein paar Monaten schon, inzwischen hat der Verleih (Warner) den aber wieder gecancelt und plant einen reinen DVD-Start (Termin unklar).

Der Antiheld des Films (Brolin als Titelfigur) ist ein knorriger Veteran des US-Bürgerkrieges. Weil er sich im Krieg weigerte, unschuldige Zivilisten zu töten geriet er in Konflikt mit dem Bösewicht des Geschehens (John Malkovich als Konförderierten-General Quentin Turnbull), der daraufhin vor seinen Augen Hex’ Familie ermordete und ihm zur Erinnerung noch ein Brandmal ins Gesicht brannte. Von Indianern mit mystischen Mitteln gesund gepflegt kann Hex fortan mit den Toten kommunizieren und verdingt sich als Kopfgeldjäger. Weil aber Nemesis Turnbull gegen die Regierung in Washington zu Felde zieht (indem er eine geheime Waffe des Militärs klaut) wird Hex als Retter gerufen.

Soweit, so krude, aber das allein wäre ja nicht schlimm. Ungewöhnliche Comic-Verfilmungen können – siehe “Watchmen” – ungeahnte Qualitäten mitbringen. Doch ist hier das leider nicht der Fall, “Jonah Hex” kommt er wie eine Mischung des unseligen Will-Smith-Vehikels “Wild Wild West” und handelsüblichen Rächer-Comics a la “The Punisher” daher. Und schlimmer noch, es fehlt ein erkennbarer Stil, ein roter Faden.

Mit der Laufzeit von 81 Minuten ist der Film wohl die kürzeste Comic-Verfilmung aller Zeiten – und das, obwohl es doch im ersten Teil immer erst einmal darum geht, die Charaktere vorzustellen und zu entwickeln. Nicht so bei “Jonah Hex”, hier werden die Figuren von Anfang an durch den Plot gehetzt, wobei manches mal die Übergänge und Schnitte einfach nur noch verwirrend sind. Da hilft auch der dämliche Off-Kommentar nichts. Was die filmische Komposition und die dramatischen Qualitäten angeht muss schlichtweg eine Null aufgeschrieben werden. Auch der krachende Metal-Soundtrack, größtenteils wohl von der Band Mastodon beigesteuert, geht einem schon bald auf den Wecker.

Die Actionszenen sind gar nicht so schlecht, aber nicht in der Lage als einzelne Schauwerte die sonstigen Schwächen des Films zu überspielen. Josh Brolin grummelt ein paar gute Oneliner und auch sein Make-Up (bzw. CGI), das ihm ein Loch ins Gesicht zaubert, sieht überzeugend aus. John Malkovich spielt zum x-ten Mal einen Bösewicht und kann mit der (mies geschriebenen) Figur offenbar nichts anfangen. Megan Fox ist auch dabei (als Prostituierte/Hex’ Geliebte), erfüllt aber keinen weiteren Zweck als gut auszusehen.

Wie ich gerade gesehen habe ist “Jonah Hex” in den USA mit einem “PG 13″-Rating gelaufen, was etwa einer Freigabe der FSK ab 12 entspricht. Vielleicht erklärt sich damit die kurze Laufzeit, und die guten (möglicherweise brutalen oder anderweitig für Kinder ungeeigneten) Szenen sind dem Versuch zum Opfer gefallen, mehr Geld zu machen. Ähnlich erging es ja vor ein paar Jahren dem “Daredevil”, der jedoch immerhin noch nachträglich einen “Director’s Cut” spendiert bekam. Nicht auszuschließen also, dass irgendwo in dem Stoff eine anständige Geschichte versteckt ist. In diesem Film sucht man sie aber vergeblich.

2/5

Hot Tub – Der Whirlpool…

Posted in Kranker Scheiss, Müllhaufen on September 29th, 2010 by edzehard – 1 Comment

Der Originaltitel des Films sagt eigentlich schon alles – “Hot Tub Time Machine” ist absoluter Quatsch. Vier Kerle, drei davon langjährige Kumpel, landen in der Vergangenheit, weil ein Whirlpool eine Art Fehlfunktion oder Kurzschluss hat. Sie durchleben Szenen noch einmal, die prägenden Einfluß auf ihr späteres Leben haben – diesmal allerdings als reife Männer. Nur dass alle anderen Bewohner des schrillen 80er-Jahre Festes, auf dem das alles spielt, sie als ihre jungen “Vorgänger” sehen.

Die Schlüsselszene zeigt die vier vor dem Spiegel – sie blicken als etwa 45-jährige hinein, sehen aber ihr knapp 20-jähriges selbst. Das klingt nicht nur bescheuert, sondern ist es auch. Weil ihnen ein “Mechaniker” (Chevy Chase) Andeutungen macht, ist es nun die Mission der Buddies (gespielt von John Cusack, Craig Robinson, Rob Gorddry und Clark Duke), die Vergangenheit noch einmal genau so nachzuspielen, wie sie es damals erlebt haben. Prügeleien, das Ende einer Beziehung, Sex mit einem Groupie – alles nochmal von vorn. Nur so glauben die armen Kerle in die Gegenwart zurückkehren zu können.

“Hot Tub Time Machine” bietet dabei humormäßig – falls man davon sprechen will – eine Mischung aus “The Hangover”  und No-Brainern wie “Dude, where’s my car?!”. Die ‘Story’ dagegen ist zu großen Teilen bei “Zurück in die Zukunft” geklaut. Fäkal- und Genitalhumor, Running Gags und derbe Sprüche reihen sich aneinander, nur leider zünden viele Jokes einfach nicht. Ein ordentlicher Strahl Kotze ist nun mal nichts neues, ebenso wenig wie pseudo-bissige Dialoge. Und nerviges Palaver von der Bedeutung wahrer Freundschaft passt auch nicht in das bekloppte Szenario. Lediglich das “Drama” (oder besser die Farce) um der Arm einer Nebenfigur ist so bisher nicht da gewesen. Mein Lieblingsdialog des Films ging etwa so:

“These guys could be, like, russian secret agents!”
- “Or maybe not at all. There’s also that …”

Klingt nicht komisch? Sorry.

Wie oft ich gedacht habe “DAS können die nicht ERNSTHAFT anbieten!” weiss ich nicht. Es ist auch egal. “Hot Tub Time Machine” macht von Beginn an wenig Anstalten seine nicht vorhandenen Ansprüche zu verbergen (mit einem Autoschlüssel im Arsch eines Hundes geht es los). Wer nach 10 Minuten noch nicht die Notbremse gezogen hat kann sich den Streifen auch gleich bis zuende angucken, mit etwa 90 Minuten ist er wenigstens nicht sonderlich lang. Letzten Endes ist der Film der absolut mißratene Versuch, “The Hangover” mit “Zurück in die Zukunft” zu vermählen. Doch zumindest in dieser Form ist diese Ehe ganz eindeutig zum Scheitern verurteilt…

1/5

Zweiohrküken (DVD)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on September 17th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Ich kann mich erinnern, dass ich mir an einem ähnlichen Tag wie heute (mäßige Laune, mieses Wetter) den Vorgänger “Keinohrhasen” angeguckt habe. Und dass ich zwar nicht begeistert war, aber auch nicht sonderlich genervt. Letzteres gilt für “Zweiohrküken” nicht, der Film nervt richtig und sollte – egal bei welchen äußeren Umständen – dringend gemieden werden. Warum? Hier mal ein paar Stichpunkte:

  • Schweiger ist als Märchenonkel im Kindergarten nicht witzig, sondern peinlich
  • viele Szenen sind wie nachgestellte Mario-Barth-Witzchen
  • es gibt (noch mehr) derben Humor unterhalb der Gürtellinie, allerdings selten komisch
  • wenn man nur ein Adjektiv benutzen darf: der Film ist plump (knapp dahinter: niveaulos)
  • Tschirners Figur ist noch unsympathischer als im ersten Teil, und die beiden passen auch wieder kein bißchen zusammen
  • viele Dialoge auf folgendem Niveau: “Sie hat in Dein Handy geguckt? Das ist ja doof.”
  • Die immergleiche “Elefant-im-Porzellanladen”-Nummer von Schweigers dümmlicher Proll-Figur zieht nicht mehr
  • Der Nebenplot mit Matthias Schweighöfer ist konkret willenlos hingeklatscht, und verdient sich nicht mal ein Ende…
  • Wenn kurz vor dem Ende dann alles traurig ist, sind es dann wieder die Kids, die Flunsch ziehen – und dann haben sich alle wieder lieb
  • Die Figuren sind weit über das genretypische Maß hinaus nicht nur unglaubwürdig, sondern geradezu schizophren.

Nee, das ist nix, ist das nicht!

1/5

Duell der Magier (The Sorcerer’s Apprentice)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen, Nuck Chorris on September 10th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Manche Filme sieht man eher zufällig im Kino, weil die Zeit drängt, oder die Anfangszeiten blöd liegen – oder sonst auch nichts läuft. So in der Art bin ich also – zum Glück in bestmöglicher Begleitung – im “Duell der Magier” gelandet. Was ich vorher wusste war folgendes: das Team Jerry Bruckheimer (Produzent), Regisseur Jon Turteltaub und Nicolas Cage in der Hauptrolle (siehe auch “National Treasure”) hat einen Film über Zauberer gedreht, in der Cage einem Lehrling das Handwerk beibringt – und natürlich auch die Welt rettet. Klingt nicht nur nach Mainstream-Entertainment für 12-jährige, ist es auch.

Im Vorspann wird die Story vorgestellt, man kann sie so zusammenfassen: Cage ist der über 1000 Jahre alte Magier Balthasar, der in einer Art Babuschka (kein Scheiss!) zwei fiese und eine weniger fiese Magier(in) gefangen hält – die mit aller Gewalt aus dem Ding rauswollen. Den Kampf gegen sie kann er nur gewinnen, wenn er des Zauberers Merlins legitimen Nachfolger findet. Schnell ist klar, dass Nerd Dave (Jay Baruchel, “She’s Out Of My League”) dieser Nachfolger ist, der wiederum gerade seine “große Liebe” aus Grundschulzeiten wieder gefunden hat und dem ganzen nicht so recht gewachsen scheint…

Alfred Molina gibt dabei den Bösewicht, Gestaltwandlung und klassische Zauber-Gimmicks bestimmen die Szenerie. Die Action bestimmt meist das Geschehen, was gut und schlecht zugleich ist. Gut, weil die quasi-dramatischen Momente wirklich nur für 6-11-jährige ihren Zweck erfüllen (FSK-Freigabe: ab 12), und schlecht, weil die Action zwar solide, aber keineswegs großartig gemacht ist.

Immerhin kracht es gewaltig und manchmal durchaus imposant, das Erzähltempo ist fix. Leider nicht fix genug, um die zugrunde liegende Stumpfsinnigkeit der Story zu überspielen (und warum wollen die bösen Magier eigentlich die Menschheit auslöschen, just for fun?). Einen Film wie “Duell der Magier” sollte man nicht wegen einer innovativen Story aufsuchen, aber hier reihen Bruckheimer und Konsorten wirklich nur bekannte Klischees und alte Hüte aneinander. Man zielt auf die Fans von Harry Potter, gibt sich aber nicht genug Mühe mit den Details.

Der Funke springt einfach nicht über, was auch an der Hauptfigur liegt. Jay Baruchel ist wie gemacht für den nerdigen Freak, den Part des Helden nimmt man ihm nicht ab – selbst im Rahmen dieser nicht so sehr ernsten Story. Cage – mit Mantel und langen Haaren – ist ungewohnt albern, doch in seinen Augen funkelt es nicht. Vielleicht brauchte er die Kohle, um seine in den Medien oft zitierte Privat-Insolvenz aufzufangen. Monica Belluci hat zu wenige Szenen und ist völlig verschenkt, Alfred Molina macht nichts falsch, ohne seine Figur damit interessant zu machen. “Duell der Magier” ist echtes Fast-Food-Sommerkino: sieht nett aus, geht problemlos runter. Nur satt macht es beim besten Willen nicht..

2/5

Cop Out – Geladen und Entsichert (DVD)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on August 26th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Die 80er-Jahre Polizei-Komödien “Beverly Hills Cop” und “Nur 48 Stunden” standen ganz offensichtlich Pate für diesen schief gelaufenen Versuch, dem Genre neues Leben einzuhauchen. Bruce Willis spielt sich quasi selbst (also einen mit allen Wassern gewaschenen Bullen, hier Jimmy genannt), Tracy Morgan ist Jimmys Partner Paul – ein sehr emotionaler, etwas trotteliger, aber liebevoller Kerl.

Die beiden versauen eine Untersuchung – natürlich ohne selbst schuld zu sein – und werden suspendiert. Weil Jimmys Tochter heiraten wird will der seinen wertvollsten Besitz zu Geld machen: eine Baseball-Trading-Card. Leider wird der Laden just in dem Moment überfallen, in dem das gute Stück auf dem Tresen liegt. Der Schlamassel geht nun richtig los, vermischt sich mit dem Drogendeal vom Anfang und bietet den beiden die Möglichkeit sich als Cops zu beweisen. Weitere Figuren gibt es dabei natürlich auch, aber keine erwähnenswerten…

Die Story ist also nicht der Rede wert. Der Humor des Films zündet auch nicht, zu oft hat man ähnliche Filme gesehen, zu schlecht sind die Pointen, zu bemüht die Versuche politisch unkorrekte Jokes zu reißen. Der Soundtrack bietet eine weitere Überdosis 80er, was wohl halb ironisch gemeint war, aber letztlich genau ins schäbige Gesamtbild passt. Regisseur Kevin Smith (“Clerks”, “Dogma”) verfilmt hier erstmalig ein Drehbuch, das nicht von ihm selbst stammt, bleibt zu hoffen, dass er sich das zukünftig spart.

Schon die erste Szene, in der Paul einen Zeugen verhört, funktioniert in keiner Weise. Die Witze sind unkomisch und/oder peinlich, die Chemie zwischen den Hauptdarstellern funzt nicht, man möchte glatt gleich wieder ausmachen. Und genau das würde ich auch jedem raten. Besser früh als spät.

1/5

Das A-Team

Posted in Müllhaufen, Nuck Chorris on August 11th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Aus der Rubrik “Blockbuster, die die Welt nicht braucht” kommt nun das “A-Team” in die Kinos. Und wenn ich schreibe “die die Welt nicht braucht” ist das ja nicht zwingend etwas schlimmes. Welchen Blockbuster braucht die Welt schon, “Sherlock Holmes” oder “Fluch der Karibik 2″? Doch wohl kaum… Im Falle des “A-Teams” muss ich allerdings ein härteres Urteil fällen, was die Daseinsberechtigung angeht.

Denn – aus der Sicht von jemandem, der als Kind gerne die Serie geguckt hat – die Leinwand-Fassung enttäuscht komplett. Die neuen Darsteller sind noch das kleinste Problem, drei der vier Rollen sind treffend besetzt. Die Ausnahme ist Sharlto Copley als Murdock, denn aus dem liebenswerten Spinner ist hier ein echter Irrer geworden, ohne dass es nötig gewesen wäre.

Liam Neeson und Bradley Cooper als Hannibal und Face sind gut getroffen und entsprechen (soweit ich mich erinnern kann) etwa ihren Vorgängern, Quinton “Rampage” Jackson ist okayisch als B.A., kommt aber nicht wirklich an Mr T heran. Ein viel größeres Problem ist die Story. Es wird leider keine typische “A-Team”-Episode auf Kinolänge gestreckt und mit ein paar mehr Kniffen versehen – was ich mir gewünscht hätte, und wovon ich ehrlich gesagt auch wie selbstverständlich ausgegangen bin.

Stattdessen ist das Ganze ein “Prequel”, erzählt also die Vorgeschichte der vier Soldaten. Wie sie sich treffen (albern), wie sie zusammen Heldentaten vollbringen (noch am ehesten guckbar), wie sie reingelegt werden (laaaangweilig), und wie sie dann auf der Flucht ihre Namen reinwaschen wollen (08/15-Actionthriller auf RTL2-Niveau). Jessica Biel als Face’s Ex-Freundin und Patrick Wilson als schmieriger CIA-Agent sind die einzig nennenswerten weitere Figuren, wobei “nennenswert” schon eine wohlmeinende Beschreibung ist.

Es kommt aber noch schlimmer. Regisseur Joe Carnahan (“Smokin’ Aces”) vertraut – zurecht – seiner Story kein Stück, und inszeniert deshalb eine hektische und lärmende Hetzjagd auf der Flucht vor sich selbst. Leider gelingen ihm dabei keine sehenswerte Actionszenen. Die Effekte sind guter Durchschnitt, an Ideen mangelt es jedoch deutlich.

So stellt der Film letztlich niemanden so richtig zufrieden. Die Kids von heute, deren Kenntnis der TV-Serie überschaubar sein dürfte, haben schon bessere Actionfilme gesehen und werden sicher nicht nach einem zweiten Teil lechzen. Und die Freunde der Serie – auf deren Nostalgie-Anwandlungen die Produzenten sicher gehofft haben – bekommen einfach nicht genug serviert. Somit erleidet der Film das gleiche Schicksal wie eine Menge TV-Adaptionen vor ihm. Das Publikum riskiert mal einen Blick, will aber hinterher nicht noch mehr davon…

2/5

“The Last Airbender” – Für Regisseur Shyamalan hagelt es mal wieder Verrisse..

Posted in Laber, Laber..., Müllhaufen on Juli 1st, 2010 by edzehard – 1 Comment

Man ist es bei Filmen des Regisseurs M. Night Shyamalan inzwischen schon gewohnt. Kaum sind sie draußen fallen die Kritiker drüber her. Der Mann, der sich  mit “The Sixth Sense”, “Unbreakable” oder “Signs” anschickte, eine Art ‘Volks-Hitchcock’ zu werden, kann es niemandem mehr rechtmachen. “The Village” fiel ebenso durch wie “Lady in the Water” und zuletzt “The Happening”. Shyamalan hat unbestritten ein gutes Gespür für die Inszenierung von Mystery-Stoffen, aber seine (von ihm selbst geschriebenen) Drehbücher waren allesamt Enttäuschungen. Man denke nur an das dämliche Ende von “The Village”…

Nun hat der gute Mann eine Anime-Reihe für die Leinwand adaptiert, ein Fantasy-Spektakel namens “The Last Airbender”. Und die Reaktionen der Kritiker sind verheerend, nicht nur wegen der offenbar richtig miesen nachträglichen Konvertierung in 3D. Egal ob etablierte Kritiker wie Roger Ebert von der Chicago Sun-Times (hier), die Kollegen vom “Time”-Magazin (hier), Internet-Schreiber wie James Beradinelli (hier) oder die Quatschköpfe von AintItCool.com (hier), sie sind sich alle einig, dass der Film zum Himmel stinkt. Wie übrigens auch schon der Trailer. Wenn der Film dann Mitte August auch bei uns anläuft bitte mindestens zweimal überlegen bevor man für den Streifen Geld bezahlt…

When in Rome

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on Juni 16th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Ich kann nicht genau sagen, warum ich mir diesen Film überhaupt angesehen habe. Die Kombination aus Sonntag und Regen reicht als Begründung nicht aus, und rechtfertigt diese 90 verschwendeten Minuten in keiner Weise. Vorhersehbar, an entscheidenden Stellen übermäßig unlogisch und insgesamt ohne größere Lacher rauscht “When in Rome” vorbei, weder romantisch noch komisch. Ein Schuss in den Ofen, in jeder Hinsicht.

“Veronica Mars”-Darstellerin Kristen Bell spielt die New Yorker Kuratorin Beth, die bei der Hochzeit ihrer Schwester in Rom einen Fluch heraufbeschwört. Vier Männer sind plötzlich in sie verknallt, und tun alles um sie für sich zu gewinnen. Dabei wollte Beth eigentlich nur ihren Frust darüber loswerden, dass Ex-Football-Star Nick – den sie bei der Hochzeit kennengelernt hat – offenbar schon vergeben ist. Doch auch der rennt ihr nun hinterher. Oder ist er am Ende gar nicht von dem Fluch betroffen und wirklich in Beth verliebt?

So spannend wie es klingt (nämlich gar nicht) ist der Film auch, was noch zu verschmerzen wäre, wenn wenigstens ein paar gute Szenen dabei herum kommen würden. Weder der Humor noch die Romanze funktioniert, ganz zu schweigen von den Figuren, die allesamt blass und uninteressant bleiben. Seifig und stromlinienförmig geht die Story ihren Weg, schon nach einer guten halben Stunde von insgesamt knapp 90 Minuten hat man eigentlich genug gesehen. Viel platter kann man die gute alte Boy-meets-girl–Nummer nicht inszenieren, da hilft auch der “Zauber” des ‘Fontana di Trevi’ nichts, der als Entschuldigung für die lahme Story herhalten muss.

1/5

PS: Für alle, die ein Kontrastprogramm zur WM suchen: “When in Rome” ist die falsche Entscheidung! Dann lieber Honduras gegen Chile gucken – das hat wenigstens Seltenheitswert…

Die 50 schlechtesten Filme…

Posted in Laber, Laber..., Müllhaufen on Februar 9th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

..aller Zeiten haben die Leser des von mir sehr geschätzten Empire-Magazines gewählt. Und sie haben Geschmack bewiesen. “Mit Schirm, Charme und Melone”, “Matrix 3″, “Showgirls” und “Tranformers 2″ geben sich die Ehre – bevor es überhaupt in die Top-10 geht. Mit dem für die Zeitschrift typischen und erbarmungslosen Witz widmet sich Empire hier 50 wahrlich miesen Filmen…bring it on!

Gegen jeden Zweifel

Posted in Müllhaufen on Februar 2nd, 2010 by edzehard – 2 Comments

Thriller guck ich ja immer gerne, und wenn es ein bißchen Richtung “Matlock” geht – auch fein. So weit, so gut für “Beyond a Reasonable Doubt” (Originaltitel). Der Justizthriller bietet Michael Douglas in einer Hauptrolle, und der wiederum ist eigentlich selten in miesen Filmen dabei. Eigentlich. Denn dieser Film ist mehr als mies. Er stinkt. Die Story ist Quatsch, die Schauspieler lahm oder (Douglas) auf Autopilot, die Inszenierung bestenfalls einfallslos.

Am überraschendsten aber ist, dass irgendjemand den Mist überhaupt finanziert hat. Es muss jemand gewesen sein, der das Drehbuch nicht kannte. Denn vom Niveau her kommt der Film eher wie eine schlechte Folge einer mäßigen Serie her denn wie ein Kinofilm. Der Plot geht etwa so: Ein junger Jounralist will den bösen Staatsanwalt überführen – denn der platziert nachträglich DNA-Proben an Tatorten. 17 mal in Folge hat er so seine Fälle gewonnen! Also bringt sich besagter junger Journalist mithilfe von Indizien selbst als Mordverdächtiger ins Spiel. Wenn dann die DNA aus dem Hut gezaubert ist soll ein Film beweisen, dass er erst NACH der Tat die Schuhe/den Köter/die Jogginghose gekauft hat und folglich unschuldig sein muss…

Klappt natürlich so nicht, geschenkt. Eine Love-Story gibt es nebenbei auch, allerdings derartig unglaubwürdig, dass man besser drüber hinwegsieht. Und eine “große Überraschung” hat der Film auch im Gepäck, allerdings ist die meilenweit gegen den Wind zu riechen und kein Stück überzeugend.”Beyond a Reasonable Doubt” vereint die allermeisten Zutaten schlechter Filme. Er hält sich für mächtig clever, ist es aber nicht. Er bietet keine interessanten Figuren, sondern drehbuchgerechte Rollen. Der Hauptdarsteller ist untalentiert und wenig sympathisch, der Bösewicht langweilig. Sowas wie Logik existiert nicht, und der Film merkt das nicht einmal. Wer den überkonstruierten Thriller “The Live of David Gale” gesehen hat stelle sich den Film in richtig schlecht vor, und er bekommt eine Ahnung von der Grottigkeit dieses Streifens.

1/5

Die Top-10 Blockbuster zum Abgewöhnen

Posted in Listen, Müllhaufen on September 8th, 2009 by edzehard – 5 Comments

Ja, ich bin in Listen-Laune. Wie schon am Ende der Top-100 angekündigt hab ich mal ganz tief in meiner Grindfilmkiste gewühlt und die ätzendsten Exemplare ausgewählt. Ohne weitere große Worte (die hätten die Filme eh nicht verdient) hier also die Liste:

1. Armageddon
Dieser blödsinnige Beinahe-Weltuntergang von Michael Bay verursachte mir bei meinem einzigen Versuch mit dem Film geradezu körperliche Schmerzen. Beeindruckend inhaltslos und ohne eine einzige gelungene Figur tischt Bay seinen Macho-Schwachsinn auf, der selbstredend auch noch extrem vorhersehbar ist. Und vergessen wir die elende Aerosmith-Schnulze nicht, die das Gesamtpaket “veredelt”.

2. Transformers – Revenge of the Fallen
150 sinn- und wertlose Minuten stumpfer Action, null Spannung, alberne Schauspieler, lahme Gags, Pixel-Soße zum Abgewöhnen von Anti-Regisseur Michael Bay. Mittendrin Milchgesicht Shia LaBeouf, der aber auch nicht weiss, was das ganze soll, und Megan Fox, die weiss, dass sie heiss ist, aber sonst nichts anbieten kann. DER Inbegriff von Zeitverschwendung.

3. Matrix – Reloaded & Revolutions
Der wirre, mit miesen Dialogen vollgestopfte Quatsch, mit dem die Wachowskis den großartigen “Matrix” fortgesetzt haben, darf hier natürlich nicht fehlen. Schlüsselmeister, Architekt, Prophezeiung und allerlei bedeutungsschwangeres Geseier bestimmen das Geschehen, die Actionszenen wurden gleich für die Computerspiele “optimiert”. Am Ende sitzt man dann auf einer Parkbank, während Neo als “Ghost in the Machine” durch die Gegend wabert. Was für ein Schuss in den Ofen…

4. Con Air
Die Besetzung verspricht beinahe schon Oscar-Nominierungen, der Film verdient bestenfalls eine ‘Goldene Himbeere’. Nic Cage, John Malkovich, Steve Buscemi und ein paar weitere Hochkaräter haben sich in diesem beknackten over-the-top Actionfilm offenbar alle mächtig die Muffe versilbern lassen, anders ist ihre Anwesenheit nicht zu erklären. Dämlicher Drecksfilm mit alberner Pseudo-Moral und miesen Tricks.

5. Godzilla
Godzilla ist ja, soweit ich das verstehe, ein Singular. Also EIN Godzilla. In Roland Emmerichs “Godzilla” sind aber gleich mehrere Exemplare zu sehen, und sie sind immer genau so groß, wie die Actionszene es gerade erfordert – mal passt das Viech in eine U-Bahn-Röhre, mal ist sein Auge so groß wie eine U-Bahn-Röhre. Sehr überzeugend. Garniert wird der Mist mit Matthew Broderick in der Hauptrolle (Geld sparen, okay, aber Matthew Broderick?!) und ellenlangen Szenen, die auch aus “Jurassic Park” hätten stammen können – dem Film, den Emmerich mit diesem Scheiss unbedingt überbieten wollte. Fail.

6. Hannibal

Zugegeben, die Erwartungen waren auch (zu) hoch. Aber dann echt so? Julianne Moore, wahrlich keine schlechte Schauspielerin, bemüht sich vergebens, dem Publikum Clarice Starling vorzuspielen, ein paar gelungenen Szenen in Florenz stehen sehr viel mehr schlechte und unglaubwürdige irgendwo anders gegenüber. Dazu schafft es “Hannibal”, dass der Bösewicht von Gary Oldman gespielt wird und trotzdem total daneben ist. Und ja, am Ende wird Gehirn gelöffelt, aber wer sein eigenes durch den Film gerettet hat war da schon wieder zuhause…

7. Mission: Impossible 2
Ich hab ja gar nix gegen John Woo (“Face/Off” ist Quatsch, aber geiler Quatsch!), aber der von ihm inszenierte “M:I2″ ist echt ein Tritt ins Gesicht. Vorbei mit den altmodischen Agentenspielchen von DePalmas erstem Teil, Woo setzt auf nicht enden wollende Spielchen mit den Masken, eine lahme Bio-Tech-Story, die nie Fahrt aufnimmt, seine beschissenen Tauben und kriegt auch nur eine einzige anständige Actionszene hin. Und das trotz Überlänge. Jämmerlich.

8. Cast Away
Von wegen: Ich habe Feuer gemacht! Tom Hanks sitzt allein auf einer Insel rum. Irgendwann ist es besser, er und sein Volleyball haben sich auseinander gelebt. Dann macht er sich wieder davon. Aber seine Frau will ihn nicht mehr. Dafür kann er noch ein Paket abliefern – und sich ein Ei drauf pellen! Ob “Castaway” jetzt eher wie “Farbe beim trocknen zusehen” ist, oder doch mehr “Grass beim wachsen zugucken”, das will ich nicht entscheiden müssen. Was ich auch nicht will, ist mir diesen Stuss nochmal angucken müssen. Don’t make me!

9. Planet der Affen (Remake)
Tja, die Affenkostüme sind besser als beim Original, immerhin. Aber was soll die erbärmliche Besetzung, warum wurde das Ende verunstaltet? Und, Hand aufs Herz, was hat sich Tim Burton ÜBERHAUPT bei diesem Remake gedacht? Eine wahre Blaupause für miese Sommer-Blockbuster, von vorn bis hinten nur daneben.

10. Die Another Day
Ich setze echt ungern einen Bond-Film hier auf die Liste, aber “Die Another Day” war schlichtweg eine Frechheit. High-tech-Strampelanzüge von verunstalteten nordkoreanischen Offizieren, eine riesige Laser-Wumme (oder so), ein unsichtbares Auto, eine mies computer-animierte Riesenwelle UND Madonna?! Pierce Brosnans Ära als Bond hätte ein besseres Ende verdient gehabt als diesen zwanzigsten Bond, und das Publikum auch!