The Transporter

Um es gleich vorwegzunehmen: ich wußte überhaupt nichts über diesen Film, und hatte sehr bescheidene Erwartungen, die von „The Transporter“ sehr deutlich unterboten wurden. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der ultra-coole Frank Martin (Jason Statham), der mit seinem schwarzen Siebener-BMW gefährliche Fahrerjobs in Frankreich erledigt. Gleich in den ersten Szenen fährt der Film eine beachtliche Verfolgungsjagd auf, die sehr stark an „Taxi“ erinnert. Doch war wenigstens der erste Teil hiervon noch lustig und spritzig, ist hier nur noch albernes Gepose und Stress-Gequatsche übrig geblieben.In weiteren Verlauf der Handlung geht es dann um ominöse Menschenschmuggler, eine hübsche Asiatin und einen kumpelhaften Polizisten. Der Plot wird immer wieder in Richtung Action gestoßen, da den Dialog-Szenen doch arg schnell die Luft ausgeht. Jason Statham, bekannt vor allem aus Guy Ritchies „Lock, Stock and 2 Smoking Barrels“ und „Snatch“, mutiert hier zum Superhelden, der es locker mit xXx oder 007 aufnehmen könnte. Statham spielt nicht schlecht, aber auch er kann dem Eindruck, daß es sich letztlich um Trash handelt, nicht wirklich entgegen wirken. Zu diesem Eindruck passt, daß Martins BMW offensichtlich kein hochgezüchteter Sportwagen ist, als der er hier verkauft wird, da es unverkennbar (an Auspuff und Drehzahlmesser) nun mal ein Diesel ist.

Luc Besson war schon immer clever, und auch mit „The Transporter“, den er wie schon die „Taxi“-Filme produziert hat, wird er seinen Schnitt machen. Finanziell. Denn ansonsten bleibt wirklich nix über. Im Nachhinein kommt mir der Film vor wie ein noch ärgerlicherer „xXx“ – ganz anständige Action zwar, aber, und zwar in noch größerem Maße als bei „xXx“, völlig lieblos zusammengeschustert für ein Publikum, dem das egal zu sein hat. Wer sich das angucken soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht so richtig. Ich will jedenfalls nie wieder drüber sprechen müssen. Case closed.

1/5

Start-Up

„Start-Up“ erzählt die Geschichte von Milo (Ryan Phillipe), einem Informatikstudenten aus Kalifornien, der nach dem Abschluss seines Studiums die Entscheidung trifft, beim Software-Giganten NURV zu arbeiten, anstatt mit seinen Freunden ein „Start-Up“-Unternehmen zu gründen.

NURV-Chef Gary Winston, dessen Figur mehr als nur Ähnlichkeiten mit Bill Gates hat, überzeugt Milo persönlich von den Vorteilen einer Zusammenarbeit. Erstes Ziel ist die Fertigstellung von SYNAPSE, einem System zur globalen Datenübertragung. Im Laufe der Zeit fallen Milo höchst seltsame Dinge an seinem neuen Arbeitgeber auf. NURV ist in kriminelle Machenschaften verwickelt und verschafft sich so entscheidende Wettbewerbsvorteile. Und auch seine Freundin Alice scheint etwas zu verbergen. Menschen sterben, Milo wird überwacht, Absichten bleiben im Dunklen – und so geht es bis zum erbärmlichen Finale des Films.

Die wirre und völlig unglaubhafte Story von „Start-Up“ ist nicht in der Lage, einen ernsthaft für die Charaktere zu interessieren, gleiches gilt für die Schauspieler. Trotz einiger spannender Szenen wirkt das Geschehen gekünstelt und konstruiert. Und dass sich einige Figuren erst am Ende als gut/böse zu erkennen geben, ist so klar, dass man sich wünscht, zur Überraschung gäbe es mal keine Wendungen!Das ganze Gerede von SYNAPSE läßt die Frage offen, wie das eigentlich funktionieren soll. So wie ich das sehe hat Gates, äh Winston, etwas ähnliches wie UMTS am Start, ohne allerdings auf kompatible und verbreitete Hardware angewiesen zu sein. Seine Satelliten senden automatisch auf jeden Fernseher – sehr interessant! Dabei verschenkt der Film die Möglichkeit, aus dem interessanten Thema eine schlüssige Story herauszuholen.

Unfairer Wettbewerb unter Softwarefirmen, Monopole und Mitarbeiter, die der Sache auf die Schliche kommen – das hätte doch für ein anständiges Drehbuch genügen können. Aber „Start-Up“ teilt so naiv in Gut und Böse, das es schnell langweilig wird. Natürlich werden Milo und die anderen Nerds den Software-Riesen besiegen. Dabei quatschen sie ununterbrochen von „open source“, ganz als wäre das die Lösung für alle Probleme.

Das große Finale ist sich dann nicht mal mehr für folgendes zu schade: Milo und Winston sitzen vor ihren Laptops, Winston versucht Satelliten abzuschalten, Milo will sie einschalten. Beide haben eine Liste mit 12 Codes, die sie zunächst beide von oben nach unten durchgehen. Milo probiert es dann mal andersherum. Winston auch, denn, wie er stolz ausruft: „Ich weiß genau wie er denkt!“. Na, herzlichen Glückwunsch!

1/5

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