Kurzkritik: For All Mankind (Staffel 3)

Sci-Fi/Drama, 2022

Creators: Ronald D. Moore, Ben Nedivi, Matt Wolpert; Darsteller: Joel Kinnaman, Shantel VanSanten, Edi Gathegi, Cynthy Wu, Coral Pena

Worum gehts?
Die NASA will höher hinaus als je zuvor. Der Wettlauf um den ersten bemannten Flug zum Mars ist in vollem Gange – und neben den beiden Supermächten USA und UdSSR mischt ein weiterer Player mit. Die Firma Helios, unter der Führung ihres charismatischen und ehrgeizigen Gründers Dev. Die bekannten Personen (alle im Vergleich zur zweiten Staffel um über 10 Jahre gealtert) sind natürlich mittendrin statt nur dabei, wenn es um die Besetzung von Cockpits und Posten oder die Entwicklung der Technologien für die Mars-Missionen geht.

Was soll das?
„For All Mankind“ entwickelt sein „alternate history“-Universum in rasantem Tempo weiter. Doch so interessant (im posititven Sinne) die kleinen und großen Abweichungen vom bekannten Pfad der Geschichte sind, am Ende lebt die Show von den Figuren. Das vertraute, überzeugende Ensemble wird nur um wenige Figuren erweitert, die bekannten Motive näher beleuchtet und teilweise – etwa im Handlungsstrang der neuen US-Präsidentin – erweitert.

Taugt das was?
Ja, absolut. Nicht jede Storyline macht immer alles richtig, und die Grenze zum Kitsch ist wie in den Staffeln zuvor oft zum greifen nah. Doch dem mutigen Unterfangen zwischen alternativer Weltgeschichte, Abenteuer-Epos und Seifenoper-im-Weltall gebührt großer Respekt, allein für die mitreißende Erzählfreude. Und erneut gelingt es „For All Mankind“, einen ausladenden, vielfältigen Spannungsbogen voller haarsträubender Geschichten (sowohl auf der Erde als auch auf dem Weg zum Mars) in einem hervorragenden Finale quasi auf den Punkt zu landen.

Wo kann ich das gucken?
Bei Apple TV+

9/10

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