Neuer Film von den "Crank"-Machern

Nach den beiden „Crank“-Filmen haben sich die Herren Taylor/Neveldine für einen weiteren Film als Regisseure und Produzenten zusammengetan. In „Gamer“ wird das „Running Man“-Thema dem Internet- und Egoshooter-Zeitalter angepasst, mit dabei sind Gerard Butler („300“) und Michael C. Hall („Dexter“ höchstpersönlich). Kinostart ist im Spetember, den Trailer gibts wie üblich bei Apple.com…

Angels & Demons (Illuminati)

EIgentlich wollte ich eine „richtige“ Kritik schreiben, aber irgendwie kann ich mich dazu nicht aufraffen. Ist auch schon eine Woche her, dass ich den Film gesehen habe, die Erinnerung ist also nicht mehr ganz frisch.

Was ich anbieten kann ist folgendes: „Angels & Demons“ ist storytechnisch ganz großer Quatsch. Der Plot beinhaltet tote Pfaffen (Kardinäle und einen Papst), Antimaterie(!) und eine fiese Verschwörung der ominösen Illuminaten gegen die katholische Kirche. Mittendrin hetzt Robert Langdon (Tom Hanks) mit einer hübschen Wissenschaftlerin (die man mit minimalem Aufwand aus der Story streichen könnte) vom Petersdom zu ein paar anderen Kirchen in Rom zurück zum Petersdom. Hin und wieder ist ein Witz eingebaut, am Ende werden versöhnliche Töne angeschlagen. Showdown und Auflösung sind schlicht und ergreifend grotesk.

Angucken kann man sich das ganze trotzdem ganz gut. Nur sollte man keinen ‚echten“ Thriller erwarten, der einen von den Sitzen reisst. „Angels & Demons“ plüstert sich gewaltig auf, brennt hell und heiss, und zerfällt dann doch zu Staub. Nach dem Film ist vor dem Film. Wo der „Da Vinci Code“ anfangs noch für Spannung sorgen konnte, weil Langdon und seine Gefährtin auf einem (scheinbar) selbstbestimmten Roadtrip waren, hat dieser Film nur Tempo, Action und Mummenschanz im Angebot. Das sorgt durchaus für Kurzweil, entlarvt den ganzen Käse aber auch ziemlich schnell als dramaturgisches Nullsummenspiel.

3/5

Neuer Horrorfilm von Sam Raimi

Regisseur Sam Raimi ist ja gleich zweimal bekannt – als Regisseur der „Spiderman“-Filme, und als Regisseur der „Evil Dead“-Trilogie. Und bevor er sich dem vierten Teil von „Spiderman“ zuwendet hat er mal wieder einen Horrorfilm eingeschoben, allerdings keinen neuen „Evil Dead“ sondern einen Film namens „Drag me to Hell“ (Kinostart hierzulande 11. Juni). Worum es da genau geht, und was der Regisseur dazu zu sagen hat ist bei der NY Times nachzulesen…

Und nochmal: Anthony Hopkins gibt den Hannibal Lecter…

Laut IMDB.com wird Anthony Hopkins nach „Silence of the Lambs“, „Hannibal“ und „Red Dragon“ ein viertes Mal als Hannibal „The Cannibal“ Lecter auf der Leinwand zu sehen sein. Regie führen soll Ridley Scott, der dies bereits bei „Hannibal“ tat. Ein gute Omen scheint das nicht zu sein, denn „Hannibal“ war gerade im Vergleich zum Vorgänger schon eine herbe Enttäuschung. Über die Story ist mir nichts bekannt, Thomas Harris, Autor der bisherigen Buchvorlagen, hat zumindest keinen weiteren „Hannibal“-Roman geschrieben. Vielleicht hat ja in Hollywood jemand anderes eine brillante Idee wie es mit der Figur weiter (oder von mir aus auch zuende) gehen könnte…

"Robocop"-Remake in Arbeit

Normalerweise sind Remakes kein besonderer Grund zur Freude. Im Falle von „Robocop“ bin ich aber mindestens mal positiv gespannt, denn mit Darren Aronofsky („Requiem for a Dream“, „The Wrestler“) ist ein interessanter Regisseur dran am Projekt. Und mit einem geschätzten Budget von $ 100 Mio. dürften ausstattungstechnisch keine Wünsche offen bleiben. Ob der Film das Original von Paul Verhoeven übertrumpfen möchte (in Sachen Brutalität schwer möglich), oder ob Aronofsky noch ein paar eigene Ideen zu Story und Setting hat, ist unklar. Letzteres ist aber wahrscheinlicher, würde ich sagen…

Star Trek

Als ausgemachter Nicht-Trekkie hat es mich schon einigermaßen überrascht, dass ich mir diesen Neustart des Franchises überhaupt (im Kino) ansehen wollte. Aber so ein richtig guter Trailer ist eben ein probates Lockmittel, und den „Star Trek“-Trailer habe ich dieses Jahr sicher schon 10 mal im Kino gesehen.

Produzent und Regisseur des Films ist J.J. Abrams, der unter anderem „Lost“ ins Leben gerufen hat, und vor ein paar Jahren mit „Mission: Impossible 3“ erste Schritte im Kino wagte. Nun soll er also „Star Trek“ neu beleben, hat dafür eine Menge junger Schauspieler angeheuert und lässt es im Vergleich zu früheren Filmen sehr viel heftiger Krachen.

Über fast die ganze Dauer des Films steht die beginnende Freundschaft zwischen Kirk und Spock im Mittelpunkt, von der offenen Konfrontation am Anfang bis hin zum beinahe schon blinden Verständnis am Ende. Dazwischen bevölkern weitere Neuausgaben der bekannten Figuren die Szenerie, Bones, Scotty und wie sie alle heißen.

Die Story ist von den Grundzügen her recht einfach – die neue Crew der Enterprise muss die Erde vor der Zerstörung retten. Neu ist allerdings der Ton, den „Star Trek“ dabei anschlägt, denn der Film kommt zuweilen eher daher wie eine Actionkomödie denn als Science-Fiction-Film. Neben den in-Jokes zu den Charakteren (von denen ich sicher nur die Hölfte kapiert habe) geht es recht häufig in Richtung augenzwingernder Klamauk.

Die Einführung der „neuen“ Helden ist durchaus gelungen, wenngleich „Star Trek“ das Rad nicht neu erfindet. Kirk als jungen Draufgänger zu inszenieren geht ja in Ordnung, aber die komplette Pose einfach stumpf von „Top Gun“ zu übernehmen ist dann doch recht mager (danke an Senor Dinsch für den Hinweis). Die Schauspieler machen insgesamt einen guten Job, insbesondere der neue Spock Zachary Quinto, bekannt als Bösewicht in „Heroes“, passt sehr gut in seine Rolle. Der bisher eher unbekannte Chris Pine als Kirk bringt weniger Charisma mit, dafür aber genug Enthusiasmus, um bis zum Schluss über die Runden zu kommen. Die Aufteilung ist recht simpel – Kirk ist der moderne Actionheld und Identifikationsfigur des jungen Publikums, Spock ist der Held und Sympathieträger aller Nerds.

Um aus „Star Trek“ einen echten Blockbuster zu machen hat Regisseur Abrams also an einigen Rädchen gedreht. Im Fokus hat er dabei sicher die Kernzielgruppe des Kinos, junge Menschen zwischen 15 und 25. Die bekommen, was sie gerne sehen: Weltraumschlachten, Monster, Tempo und Action im Überfluss, einen markigen Kerl in der Hauptrolle und ein paar witzige Nebenrollen. Die Rechnung scheint kommerziell bisher aufzugehen, der Film lässt seine ‚Vorgänger‘ an der Kinokasse weit hinter sich. Für Nicht-Trekkies wie den Autor dieser Zeilen ist das allerdings recht bedeutungslos – einen weiteren Teil der Saga dürfte ich im Kino gerne verpassen. Denn insgesamt ist dieses neue Abenteuer der „USS Enterprise“ doch arg beliebig geraten. Wer nicht Fan der Figuren ist findet lediglich einen cineastischen Kessel Buntes vor – hat aber wenig Grund sich auf einen nächsten Teil zu freuen.

3/5

Neues von Christopher Nolan

„Memento“–Regisseur Nolan hat letztes Jahr mit „The Dark Knight“ soviel Geld eingebracht, dass er sich Budget und Stars seines nächsten Films wohl einfach so aussuchen durfte. Für „Inception“, seinen für einen Release 2010 geplanten Thriller/Sci-Fi/Action-Film hat er davon ausgiebig gebrauch gemacht. Leonardo DiCaprio wird dabei sein, außerdem die beiden talentierten Jungsstars Ellen Page („Juno“) und Joseph Gordon-Levitt („Brick“, „Shadowboxer“). Auch Marion Cotillard („La vie en Rose“) steht bei der IMDB schon auf der Besetzungsliste, ebenso Cilian Murphy (spielte u.a. Scarecrow in „Batman Begins“). Nur hinter Michael Caines Mitwirken steht noch ein Fragezeichen.

Falls der Film nichts werden sollte – am grundsätzlich vorhandenen Talent der Beteiligten wird es nicht liegen. Das Drehbuch wird Nolan selbst schreiben, hoffen wir mal, dass ihm was gutes einfällt…

"X-Men" und kein Ende…

Gerade ist mit „Wolverine“ das erste Spinoff gestartet, da plant man – laut variety.com – bei 20th Century Fox schon viel weiter. Als nächstes soll „Deadpool“ seinen eigenen Film bekommen, die von Ryan Reynolds gespielte Figur mit den zwei Schwertern, die in „Wolverine“ zum ersten mal auftaucht. Reynolds ist in den USA auf dem Weg zum Star, trotzdem kann ich nicht behaupten, dass ich mich schon auf den Film freue…

Ein „Wolverine“-Sequel ist auch schon geplant, was angesichts der guten Einspielergebnisse des aktuellen Films kein Wunder ist. Spricht ja auch sonst nichts dagegen…

Auch ein Spinoff zu Bösewicht „Magneto“ (in den „X-Men“-Filmen gespielt von Ian „Gandalf“ McKellen) wird eifrig vorbereitet. Da die Handlung wohl weit in der Vergangenheit liegt, wird wahrscheinlich jemand deutlich jüngeres für die Rolle gecastet werden. Geplanter Release ist 2011.

Doch damit nicht genug, auch ein Film namens „X-Men – First Class“ wird vorbereitet. Hier wird offensichtlich die Mutantenschule von Dr. Xavier im Vordergrund stehen.

Ich mag vor allem die ersten beiden „X-Men“-Filme ja echt gerne, aber so ein bißchen scheint das zum Mutanten-Overkill zu werden. Bin mal gespannt, ob alle vier Filme wirklich mit einem entsprechenden Budget ausgestattet auch zu Stande kommen.

X-Men Origins: Wolverine

Von all den Mutanten, die die „X-Men“-Filme bevölkern, war wohl nicht nur mein Favorit Hugh Jackmans Figur „Wolverine“. Es gibt eben Rollen, in denen Schauspieler richtig aufgehen, und Jackman bringt den – im Kern – edlen Charakter seiner Figur ebenso gut auf die Leinwand wie die unbändige Kraft und den tierischen Charme. Den Produzenten des Films wird auch sicher klar gewesen sein, dass aus einem „Wolverine“-Prequel mehr rauszuholen ist als etwa aus der Vorgeschichte von Halle Berrys Storm.

Und was sie da rausholen darf durchaus als gelungen gelten (ich setze hier nicht die Maßstäbe eines Kenners der Comics an). Im Kern hält er sich an die Formel der „X-Men“-Filme und beschwört den ewigen Kampf des Militärs mit den Mutanten hinauf. Hinzu kommt der Konflikt zwischen Wolverine und seinem ähnlich veranlagten großen Bruder Victor aka Sabretooth (der im ersten Teil der Reihe von einem anderen Schauspieler gespielt wurde und am Ende starb). Der Film erzählt zunächst eine tempo- und actionreiche Geschichte, unter anderem werden die Figuren in einer gelungenen Montage durch alle wichtigen US-Kriege des 20. Jahrhunderts begleitet. Bis „Wolverine“ dann Zweifel packen, ob er seine Kräfte wirklich richtig einsetzt und sich zurückzieht – als Holzfäller, in die Berge Kanadas.

Auch nach diesem Bruch nimmt „Wolverine“ noch einmal richtig Fahrt auf, und bietet gute Action mit ein paar obligatorischen Witzen. Mit der erzählerischen Logik nimmt man es da schon weniger genau, was aber noch zu verschmerzen ist. Erst am Ende – dem Schwachpunkt so vieler Comic-Verfilmungen – verliert der Film dann ein bisschen den Blick für das Wesentliche und, vor allem, für etwas erfrischend Neues. Der Showdown ist nicht unbedingt eine Enttäuschung, kann aber nicht verhindern, dass man bis zu den Credits ein bis zwei mal auf die Uhr geschaut hat.

Wenn es also ernsthaft was zu kritisieren gibt, dann, dass die Produzenten lieber zuviel von ihrer Figur zeigen, als sich in Ruhe ihrer Vorgeschichte zu widmen. Wenn erst am Ende ein unbesiegbarer „Wolverine“ seinen Gegnern die Klingen gezeigt hätte, wäre eine packendes Finale denkbar gewesen. Stattdessen gibt es eine so hohe Dosis der Hauptfigur, dass sich leichte Ermüdungserscheinungen einstellen. Nach Jackmans drittem wütenden Urschrei ist es dann auch mal gut. Tatsache ist aber auch, dass der Film sich in allererster Linie dem Zaster verschrieben hat, und man das vorher erwarten konnte. Und so reiht sich „Wolverine“ ein unter all den Blockbustern, die die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen, ohne dabei zu begeistern. Nächster Versuch: „Star Trek“….

3/5

Francis Ford Coppola – Trailer für "Tetro" online

Mit „Youth without Youth“ hat Coppola zuletzt einen enttäuschenden Film abgeliefert, mit dem weder Publikum noch Kritik so richtig warm geworden sind. Nun legt Coppola mit „Tetro“ seinen nächsten Film vor, und die Story klingt fast ebenso kompliziert. Die Eckdaten: junger Bruder findet verschollenen älteren Bruder in Buenes Aires, will Licht in die Vergangenheit bringen, mit Vincent Gallo und Klaus Maria Brandauer. Getanzt wird auch. Den interessant aussehenden Trailer gibt es z.B. hier…

Kinostart von "Wolverine"

Trotz der im Internet aufgetauchten Rohfassung des Films hat „Wolverine“ einen sehr ordentlichen US-Start mit $ 87 Mio. hingelegt. Offenbar haben sich die Fans der Reihe von den schlechten Kritiken der unfertigen Fassung nicht beeindrucken lassen. Ob der Film vom Erfolg zum Mega-Erfolg wird darf dagegen bezweifelt werden – nur richtig begeisterte Fans gehen zweimal ins Kino. Mit einem IMDB-Rating von 6,9 ist der Film aber etwa von „The Dark Knight“ weit entfernt. Und nächste Woche startet das von vielen mit Spannung erwartete „Star Trek“-Prequel…

Mehr zu „Wolverine“ gibt es hier am Mittwoch zu lesen, dann in Form einer richtigen Kritik.

1 2