Filmkritik: Gangster Squad

Gangster Squad PosterGangsterdrama, USA 2013 (zum Trailer)

Regie: Ruben Fleischer; Darsteller: Sean Penn, Ryan Gosling, Emma Stone, Josh Brolin, Nick Nolte

Kaum ein Genre ist so von Meisterwerken der Vergangenheit geprägt wie der Gangsterfilm. Und so sind die Erwartungen an neue Filme besonders hoch, erst recht wenn eine All-Star-Besetzung wie im Falle von „Gangster Squad“ im Spiel ist. Der Film von „Zombieland“-Regisseur Ruben Fleischer erzählt die Geschichte einer inoffiziellen Cop-Truppe, die anno 1949 Mickey Cohen, dem Obergangster von Los Angeles, das Leben schwer machen soll.

Visuell durchaus reizvoll mit modernster Kamera- und Tricktechnik bietet „Gangster Squad“ ausgiebige Baller- und Actionszenen. Die Story ist recht simpel und gerade heraus, kann dabei aber keine echte Spannung erzeugen. Ambivalente Charaktere sind Mangelware, was ein entscheidender Grund für die mangelnde Spannung ist. Die Cops sind allesamt Kriegsveteranen mit narbigen, aber guten Seelen, die heroisch für Recht und Ordnung kämpfen. Die Gangster gewinnen mit Ausnahme von Cohen überhaupt kein Profil und sind einfach nihilistische Monster.

Für solide Unterhaltung reicht es mit diesen Zutaten, auch wenn insbesondere die fehlende Tiefe der Story und der überschaubare Anspruch des Films das Vergnügen schmälern. Das Potential des Stoffes wird nicht richtig ausgeschöpft, der ausgerufene „Kampf um Los Angeles“ kommt zu oberflächlich daher. Die Inszenierung ist geprägt von Posen und aufwendigen Sets, bietet aber kaum denkwürdige Momente oder Dialoge. Trotz der namhaften Besetzung gibt es keine einzige Figur, die interessant genug wäre um in den Kanon der großen Gangster- oder Cop-Charaktere einzugehen.

3/5

 

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