Filmkritik: Holy Motors

Holy Motors PosterDrama, Frankreich/Deutschland 2012

Regie: Leos Carax; Darsteller: Denis Lavant, Edith Scob

Holy Motors“ beginnt ganz ähnlich wie „Cosmopolis“ mit einem Mann im Anzug, der in eine Stretch-Limousine einsteigt und seinen Arbeitstag beginnt. Was folgt ist eine groteske, visuell überragende und geistig stimulierende Odyssee durch Paris, in der Hauptfigur Monsieur Oscar eine Reihe reichlich obskurer Aufgaben erledigt. Wer genau ihm diese vermittelt oder was sie genau bedeuten sollen bleibt weitgehend offen.

Tatsächlich braucht man als Zuschauer ein Faible für die Filme von Regisseuren wie Lynch und Cronenberg, um nicht entnervt das Weite zu suchen. „Holy Motors“ hat viel zu bieten und lässt sich in Teilen auch entschlüsseln. Es gibt viele äußerst sehenswerte Sequenzen im Film – und auch die weniger starken sind nie langweilig. Am besten hat mir dabei die (von Regie und Drehbuch zwischen den Zeilen ausgesprochene) Einladung gefallen, sich selbst einen Reim auf das absurde Geschehen zu machen. Ich habe sie nur zu gerne angenommen. Ich kann zwar nicht sagen, ich hätte „verstanden“. aber ich kann sagen, dass ich es mit großem Vergnügen probiert habe.

5/5 

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