Filmkritik: Gambit – Der Masterplan

Gambit - Der MasterplanComedy, USA 2012

Regie: Michael Hoffman; Darsteller: Colin Firth, Cameron Diaz, Alan Rickman, Stanely Tucci

Wenn ein Film auf einem Drehbuch der Coen-Brüder basiert und mit einigen starken Darstellern besetzt ist, dann schürt das natürlich gewissen Erwartungen. Etwa, dass der Film witzig ist und einzigartige Charaktere auffährt. „Gambit“ ist leider nicht sehr witzig, und die Charaktere sind nicht sonderlich faszinierend. Der Film ist eine leichte Komödie ohne große Höhepunkte – keine totale Katastrophe, aber auch keine Empfehlung. Weder für Fans der Coens noch für Freunde leichter Komödien.

Colin Firth spielt Harry Dean, einen Kunst-Kenner, der die Sammlung des schwerreichen, misanthropischen Lionel Shahbandar (Alan Rickman) betreut. Harry ist pleite und hat von Shahbandar die Schnauze voll. Er schmiedet mit seinem ‚The Major‘ genannten Kumpel, einem mäßig talentierten Fälscher, einen Plan der die beiden reich machen soll. Dabei geht es um ein verschollenes Gemälde von Monet, das angeblich in Texas aufgetaucht ist – im Trailer von Cowgirl PJ Puznowski (Cameron Diaz).

„Gambit“ hat jede Menge Schwächen. Das Timing der Story ist bescheiden, die Chemie zwischen den Darstellern ziemlich mau, die Dialoge haben nur wenige Highlights zu bieten und die Story plätschert so vor sich hin, ohne je für echte Spannung oder Überraschungsmomente zu sorgen. Die Figuren sind alle nicht ganz schlecht geschrieben, bleiben aber Handlanger des Plots. Der ist gar nicht so verkehrt, aber eben nur eine (in seinen besten Momente immerhin inspirierte) Variation hinlänglich bekannter Motive.

Die einzige Szene, bei der ich richtig gelacht habe, ist die, in der eine für die Handlung absolut unwichtige Person in einem völlig unwichtigen Moment plötzlich furzt. Der Rest taugt wohl mal zum Schmunzeln und Kichern, aber echte Brüller sind nicht dabei. Auf letztere könnte man in einer leichten Caper-Comedy wie „Gambit“ natürlich verzichten, wenn der Film (so wie etwa „The Maiden Heist„) einfach über die gesamte Laufzeit Spaß machen würde. So aber sind die 90 Minuten Spielzeit nicht mehr als passable Unterhaltung, die man sich gut sparen kann.

3/5

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.