Blitz (DVD-Import)

Jason Statham spielt in „Blitz“ ein Raubein mit dem Herz am rechten Fleck -ganz was neues also. Als Detective Sergeant Tom Brant sorgt er im Südosten Londons für Recht und Ordnung, was regelmäßig bedeutet, dass er Kleinkriminelle vermöbelt. Dafür hat er aber bald keine Zeit mehr, weil ein Serienkiller auftaucht, der es ausschließlich auf Cops abgesehen hat. Brant und sein neuer Vorgesetzter Porter Nash (Paddy Considine) nehmen die Ermittlungen auf, die Ereignisse beginnen sich bald zu überschlagen.

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Your Highness

Alter Schwede, was für ein Griff ins Klo. „Your Highness“ eilte kein guter Ruf voraus, der Film ist böse gefloppt, trotz der frisch gebackenen Oscar-Gewinnerin Natalie Portman und Charme-Bolzen James Franco in den Hauptrollen. Wenn man ihn dann gesehen hat, oder besser durchlitten, kann man auch nur mit dem Kopf schütteln. Was hat die beiden – eigentlich seriösen – Darsteller bloß dazu gebracht, bei diesem Mist mitzuspielen?

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Willkommen in Cedar Rapids

Ed Helms, bekannt als Zahnarzt Stu aus den „Hangover“-Filmen, spielt in diesem kleinen Indie-Film den schüchternen Versicherungsangestellten Tim Lippe. Eine entlegene Ecke von Wisconsin im mittleren Westen der USA ist seine Heimat – und der einzige Ort, den er kennt. Wegen des plötzlichen Todes eines Kollegen muss Tim seine Firma bei einer Fachtagung in Cedar Rapids, Iowa, vertreten. Dort gilt es den „Two Diamonds“-Preis zu verteidigen, den das Unternehmen zuletzt dreimal in Folge gewonnen hat.

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Sherlock (BBC Serie)

Während Guy Ritchie den britischen Privatdetektiv für das Kino neu aufgelegt hat gibt es nun auch im Fernsehen einen neuen „Sherlock“. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass der in der Gegenwart ermittelt und nicht um 1900 herum. Zunächst drei Teile von jeweils 90 Minuten sind bisher erschienen, weitere drei sollen im November in England anlaufen. In Deutschland läuft zur Zeit die erste Staffel in der ARD.

Der recht unbekannte britische Schauspieler Benedict Cumberbatch spielt Sherlock Holmes als junges, arrogantes Genie mit deutlichen Defiziten im zwischenmenschlichen Bereich. Dem egomanischen Schnüffler, der sich stolz den einzigen „Consultant Detective“ der Welt nennt, wird in der ersten Folge „A Study in Pink“ sein kongenialer Partner Dr. Watson (Martin Freeman, demnächst als Bolbo Baggins im „Hobbit“ zu sehen) zur Seite gestellt. Der aus dem Krieg in Afghanistan zurückgekehrte Arzt zieht ‚zufällig‘ zu Holmes in die Baker Street und weicht nicht mehr von seiner Seite.

Der BBC ist mit „Sherlock“ eine gelungene Neuauflage gelungen, die es versteht, ihre Hauptfigur überzeugend in der Gegenwart zu verankern. Die Stories sind spannend und gut gemacht, auch wenn sie das Rad des Krimis nicht neu erfinden. Dass Holmes nicht nur im Labor und im Außendienst ermittelt sondern auch häufig sein Smartphone zu Rate zieht passt ins Bild, der wichtigste Baustein zum Erfolg ist aber die starke Besetzung von Holmes und Watson.

Cumberbatch und Freeman verstehen es, sich ihre Charaktere schon in der ersten Folge zu eigen zu machen, ohne dabei den Eindruck zu erwecken irgendwen ’nachzuspielen‘. Die Dialoge der beiden sind bissig und witzig, die Chemie zwischen ihnen entwickelt sich im Laufe der Serie wunderbar weiter. Zum Finale müssen sie es dann mit ihrem Nemesis Dr. Moriarty aufnehmen – zum Glück sind sie da schon ein eingespieltes Team. „Sherlock“ empfiehlt sich für alle, die es gern spannend mögen, aber mit den üblichen deutschen TV-Krimis nichts anfangen können.

4/5

HIER geht es zur Rezension der zweiten Staffel.

 

Priest

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten meiner regelmäßigen Leser ohnehin nie auf die Idee gekommen wären, sich diesen Film anzugucken. Und ich kann sagen, das ist auch die einzig richtige Haltung. Ich weiss nicht, welcher noch so schmalen Zielgruppe ich „Priest“ überhaupt empfehlen könnte. Vielleicht den Fans der Graphic Novel-Vorlage von Min-Woo Hyung, aber ich könnte fast wetten, dass die auch enttäuscht wären.

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Trailer online: „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“

Ein Spionage-Thriller mit Star-Ensemble, basierend auf einem Roman von John le Carré – so kann man „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“ zusammenfassen. Gary Oldman, Colin Firth, Mark Strong, Tom Hardy und John Hurt spielen mit, der Plot kreist um die Enttarnung eines Doppelagenten in den Reihen des britischen Geheimdienstes. Der Trailer lässt auf einen Thriller der alten Schule hoffen, Starttermin in Deutschland soll der 10. November sein.

„Haywire“ – Trailer online

Steven Soderbergh ist fleißig dieser Tage, vielleicht weil er im März diesen Jahres das baldige Ende seiner Karriere als Filmregisseur angekündigt hat. Nach dem Trailer für seinen in 3D gedrehten Thriller „Contagion“ ist nun auch der zu „Haywire“ online zu bestaunen. Die Hauptrolle spielt die Gina Carano, ein mir völlig unbekannter Martial-Arts-Star aus den USA, mit prominenter Unterstützung durch Michael Douglas, Ewan McGregor, Antonio Banderas, Michael Fassbender und Channing Tatum.

Der Trailer verspricht einen action- und temporeichen Thriller. Mal sehen, ob Soderbergh mit seiner quasi-„Laiendarstellerin“ ein gutes Händchen hatte und sich in der Story ausreichend Überraschungsmomente finden – dann könnte das echt was werden mit „Haywire“. Der Film wird wohl Anfang 2012 bei uns anlaufen.

Super (DVD-Import)

Das Genre der Superhelden-Filme treibt inzwischen skurrile Blüten. Auf die klassischen Adaptionen von „Batman“ und Konsorten folgen nun Filme wie „Kick-Ass„, „Paper Man“ oder auch „Super“, in denen das Prinzip „Superheld“ jenseits von Comic-Welten mit der Realität in Berührung kommt. Hier ist es Frank (Rainn Wilson), ein einsamer Koch in einem Schnellrestaurant, der sich als kostümierter Held versucht.

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Tucker & Dale vs. Evil (DVD)

Tucker und Dale sind Hillbillies, wie sie im Buche stehen. Man kann sie sich problemlos mit einer Kettensäge in der Hand als Serienkiller vorstellen. Genau das wird für die beiden zum Problem, denn eine Gruppe von College-Kids sieht das bald – zu unrecht – genau so. Die beiden Hinterwäldler retten die hübsche Abby aus dem Fluss, ihre Freunde interpretieren das aufgrund etwas verwirrender Umstände als Kidnapping und sind überzeugt, die beiden führen Böses im Schilde.

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Zehn Romanverfilmungen, auf die ich mächtig gespannt bin…

Film-Adaptionen guter Bücher ergeben leider nicht immer großes Kino. Aber wenn die richtigen Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler involviert sind, dann besteht zumindest die Chance darauf. Bei den hier gelisteten Romanen mache ich mir recht große Hoffnungen, das zumindest ein paar echte Perlen dabei sind. Und „The Rum Diary“ fehlt in der Liste, weil ich schon -zig mal über den Film geschrieben habe…

Inherent Vice (Thomas Pynchon)

Worum geht es? Um einen an den Dude erinnernden Privatdetektiv, der im Los Angeles der Späthippie-Ära in eine Menge verschachtelter Kriminalfälle verwickelt wird.

Wer verfilmt? Angeblich will Paul Thomas Anderson („Boogie Nights“) den Stoff adaptieren, für die Hauptrolle ist Robert Downey Jr. im Gespräch.

Wann ist es soweit? Schwer zu sagen, die IMDB gibt 2014 an, was aber nichts hießen muss. Es könnte schneller gehen, oder das Projekt erledigt sich wieder – was ZU SCHADE wäre.

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Cosmopolis (Don DeLillo)

Worum geht es? Um einen jungen Milliardär, der im Verlaufe eines Tages sein komplettes Vermögen verzockt, während er in einer Stretch-Limo durch New York chauffiert wird und allerlei mysteriöse Dinge tut…

Wer verfilmt? David Cronenberg („A History of Violence“) soll es machen, die Hauptrolle hat „Twilight“-Teenieschwarm Robert Pattinson ergattert – den ich mir in der Rolle aber durchaus gut vorstellen kann, wenn man sich die weisse Schminke mal wegdenkt..

Wann ist es soweit? Das Projekt ist konkret in der Produktion und soll vermutlich Ende 2012 ins Kino kommen. Hoffentlich bei uns nicht wieder mit einem Jahr Verspätung.

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Ubik (Philip K. Dick)

Worum geht es? Um ähh, also um .. bitte hier lesen!

Wer verfilmt? Michel Gondry („Eternal Sunshine of the Spotless Mind“) soll und will es – mit dem Segen der Philip K. Dick-Erbin – machen. Die Besetzung steht noch nicht fest.

Wann ist es soweit? Gute Frage. Erstmal muss die Finanzierung stehen, und angesichts des Stoffes wird es nicht leicht werden, Gelder zu bekommen.

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The Man in the High Castle (Philip K. Dick)

Worum geht es? Im Szenario des Romans haben die Nazis und die Japaner den Krieg gewonnen und die USA unter sich aufgeteilt. Der Plot mischt politische Intrigen und Verwirrspiele mit persönlichen Schicksalen und einer Portion Pseudo-Religion.

Wer verfilmt? Ridley Scott hat Interesse, eine BBC-Serie aus dem Stoff zu machen und soll als Executive Producer fungieren.

Wann ist es soweit? Da es seit Monaten keine neuen Status-Bericht gibt muss man wohl froh sein, wenn die Serie überhaupt gedreht wird – bestenfalls unklar…

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A Visit from the Goon Squad (Jennifer Egan)

Worum geht es? Der Roman erzählt in vielen Fragmenten und auf verschiedenen Zeitebenen die Geschichte von knapp einem Dutzend Figuren, die alle irgendwie mit der Musikindustrie zu tun haben. Aber ob diese Form bei der Serie beibehalten wird erscheint mindestens fraglich.

Wer verfilmt? HBO will eine Serie draus machen, Jennifer Egan soll als Beraterin dabei sein.

Wann ist es soweit? Laut IMDB schon dieses Jahr, wobei damit auch nur eine Pilotfolge gemeint sein könnte. Zudem ist generell fraglich, ob ein deutscher Sender die Serie ausstrahlen würde. Käme wohl (auch) auf die Besetzung an…

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Savages (Don Winslow)

Worum geht es? Zwei junge Pot-Dealer aus Südkalifornien geraten mit einem mexikanischen Drogenkartell aneinander und müssen bald ihre gemeinsame Freundin (und Bettgefährtin) aus dessen Klauen befreien.

Wer verfilmt? Oliver Stone, mit Blake Lively, Taylor Kitsch, Aaron johnson, Uma Thurman, John Travolta und Salma Hayek.

Wann ist es soweit? Der Film wird zur Zeit gedreht und soll nächstes Jahr im September in die US-Kinos kommen – und dann hoffentlich zeitnah auch bei uns anlaufen…

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The Descendants (Kaui Hart Hemmings)

Worum geht es? Als die Gattin eines reichen Anwalt bei einem Unfall ins Koma fällt muss der sich plötzlich ernsthaft mit seinen beiden Töchtern auseinandersetzen. Dabei kommen Schritt für Schritt auch ein paar dunkle Geheimnisse der Familie ans Licht.

Wer verfilmt? „About Schmidt“-Regisseur Alexander Payne hat sich der Story angenommen, die Hauptrolle spielt ein gewisser George Clooney.

Wann ist es soweit? „The Descendants“ soll bei uns im kommenden Januar anlaufen. In unserem dunklen Winter könnte das schöne Setting (der Film spielt auf Hawaii) allein schon den Eintritt wert sein.

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On the Road (Jack Kerouac)

Worum geht es? Keraoucs berühmter Roman ist eines der Schlüsselwerke der Beat-Generation und folgt zwei jungen Männern auf ihren ausschweifenden Trips quer durch die USA. Um ehrlich zu sein habe ich es nicht zuende gelesen, mal sehen ob ich das noch schaffe…

Wer verfilmt? Walter Salles („The Motorcycle Diaries“) mit Sam Riley, Garrett Hedlund, Kristen Stewart, Kirsten Dunst, Viggo Mortensen, Amy Adams, Alice Braga und Steve Buscemi. Ein recht beachtliches Ensemble also, wobei viel von den Herren Riley und Hedlung abhängen wird.

Wann ist es soweit? 2012 soll der Film rauskommen, denkbar ist auch ein Festival-Auftritt in Cannes – dann käme er wohl erst im Herbst regulär raus.

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Beat the Reaper (Josh Bazell)

Worum geht es? Ein Assistenzarzt wird von seiner Mafia-Vergangenheit  eingeholt und kämpft verzweifelt ums überleben – während der ganz normale Wahnsinn im Krankenhaus weiterläuft. In Rückblenden erzählt der Roman die Back-Story.

Wer verfilmt? Regie soll DJ Caruso („I am Numer Four“) führen, für die Hauptrolle ist angeblich Leo DiCaprio im Gespräch.

Wann ist es soweit? Laut IMDB anno 2014, aber da hier eigentlich noch überhaupt nichts beschlossen scheint kann man da nichts drauf geben. Es wäre schon schön, wenn es überhaupt irgendwann soweit ist.

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Motherless Brooklyn (Jonathan Lethem)

Worum geht es? Vier Jungs aus dem Waisenhaus in Brooklyn wachsen unter der Obhut eines Gangsterbosses zu dessen „Angestellten“ heran. Als ihr Boss erschossen wird macht sich einer von ihnen – der am Tourette-Syndrom leidende Lionel – auf die Suche nach dem Mörder. Dabei gerät er zwischen alle Fronten und muss sich einigen schmerzlichen Tatsachen stellen..

Wer verfilmt? Edward Norton möchte – so erzählt man sich das in Hollywood – bei dem Projekt sowohl Regie führen als auch die Hauptrolle spielen. Ich hätte nichts dagegen.

Wann ist es soweit? Angeblich 2013, was aber auch nur heisst, dass der Drehstart noch nicht feststeht – und damit auch keine Sicherheit, dass der Film überhaupt gedreht wird.

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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Pt. 2)

Der ein oder andere Leser wird sich ein wenig wundern, aber ich habe mir diesen Film tatsächlich im Kino angesehen – als ersten „Potter“-Film überhaupt. Weil ich die Bücher nicht kenne und auch nicht alle Filme gesehen habe mag ich mir nicht anmaßen, eine ‚richtige‘ Kritik zu schreiben. Streng genommen habe ich keine Ahnung worum es geht.

Weniger streng genommen kommt es im achten und letzten Film zum großen Showdown zwischen Harry Potter und seinem Erzfeind Lord Voldemort, es geht um Leben und Tod, die Zukunft der Zauberschule und generell um alles oder nichts. Das versteht man auch ganz gut ohne viel Vorwissen. Etwas unfreiwillig habe ich den Film in 3D gesehen, im Cinestar am Potsdamer Platz läuft er nur so. Immerhin kann ich jetzt mitreden, wenn es um den Vergleich zwischen den 3D-Formaten in iMax- und ’normalen‘ Kinos geht.

Einen großen Qualitätsunterschied konnte ich nicht erkennen. Das Bild war recht dunkel und unscharf – das ist im iMax ja leider auch nicht anders. Die 3D-Effekte kommen ähnlich gut zur Geltung, das Bildformat ist etwas breiter, was ich aber eher positiv vermerkt habe. Grundsätzlich aber kann auch dieser Film mich nicht von den „Vorzügen“ von 3D überzeugen. Die Actionszenen gewinnen nicht genug durch die zusätzliche Dimension und sehen in 2D sicherlich sehr viel schöner aus – weil sie gestochen scharf sind und ausreichend hell.

Der Film selbst hat durchaus Spaß gemacht, es ist einiges los im Endspurt der Reihe. Das gute Schauspieler-Ensemble – bei dem Alan Rickman wie üblich allen die Schau stiehlt – trägt die Story überzeugend vor. Als nicht-Fan der Serie kamen mir die Dialoge manchmal ein wenig hohl vor, aber wenn man es mit der Zauberei nicht so hat ist das wohl unvermeidlich. Die Effekte haben Spaß gemacht, ebenso die schönen Sets, die jetzt wie man hört zum „Potter“-Themenpark umgebaut werden.

Kinosommer 2011 – Was uns noch erwartet..

Bisher war ich diesen Sommer nicht viel im Kino. Das „X-Men“-Prequel habe ich verpasst, ebenso „Bad Teacher“. Filme wie „Fluch der Karibik 4“ oder „Transformers 3“ habe ich erfolgreich umfahren, „Der Mandant“ und „Hangover 2“ habe ich mitgenommen und durchaus genossen. Nun, da mit „Harry Potter“ der wohl größte Blockbuster hinter mir liegt (Kurzkritik folgt noch), ist es an der Zeit zu schauen, was der Sommer noch bringen wird. Und zwar bitte folgendes:

Am 28.7. geht mit „The Green Lantern“ die x-te Comicverfilmung an den Start – und ich weiss nicht so recht, warum ich mir den Film angucken soll. Vielleicht ist mir aber langweilig nächste Woche, und ich werde berichten können/müssen, ob der Film wenigstens solide Unterhaltung mit ordentlich Action anbieten kann…

Eine Woche später, am 4. August läuft „Super 8“ an, den ich durchaus sehen will – wie an dieser Stelle schon einmal berichtet. Es folgt am 11.8. „Planet der Affen – Prevolution“. Der deutsche Titel täuscht ein wenig, der Originaltitel „Rise of the Planet of the Apes“ verrät schon eher worum es geht. Das ganze ist ein Prequel, in dem wir erfahren wie und warum die Affen damals überhaupt ans Ruder gekommen sind. Und der Trailer sieht tatsächlich ganz geil aus…

„Captain America – The First Avenger“ gibt sich am 18.8. die Ehre. Bis vor zwei Tagen hätte ich hier geschrieben, dass mir der Film gestohlen bleiben kann – aber so ziemlich alle Reaktionen aus den USA die ich bei Twitter und Co. aufgeschnappt habe sind positiv oder gar euphorisch. Also werde ich wohl ein Ticket lösen. Allerdings hat der Film in seiner Startwoche auch Konkurrenz:  „Crazy Stupid Love“ ist eine Komödie um einen frisch geschiedenen Mann und seine Probleme mit dem Single-Dasein. Steve Carell in der Hauptrolle, außerdem Ryan Gosling (in seiner wie ich glaube ersten Komödie),Julianne Moore und Emma Stone – der Film könnte was taugen (Trailer hier). Aber dass ich drei mal ins Kino gehe ist unwahrscheinlich. Und der neue Film von Woody Allen, „Midnight in Paris“, ist natürlich gesetzt – nicht nur, weil er in den USA zum erfolgreichsten Film des kleinen Mannes avanciert ist..

 

Von Jon Favreau, dem Regisseur der ersten beiden „Iron Man“-Filme, kommt am  25.8. „Cowboys & Aliens“. Dabei geraten – wie der Titel schon verrät – ein paar Bewohner aus dem wilden Westen (unter anderem Harrison Ford) mit Aliens aneinander. Das Bindeglied ist ein von Daniel Craig gespielter Fremder, der irgendwie mit den Außerirdischen zu tun hat. Vom kleinen Western-Kaff verlagert sich die Handlung bald in ein riesiges Raumschiff – so zumindest sieht es im Trailer aus.

Zwischen all den Actionfilmen läuft dann mit „Kill the Boss“ (Horrible Bosses) am 1. September eine Komödie an, in der drei frustrierte Angestellte sich zusammentun, um ihre jeweiligen Chefs zu ermorden. Die werden von Kevin Spacey, Colin Farrell und Jennifer Aniston gespielt, das ganze sieht im Trailer durchaus nach einem lustigen Film aus und auch die ersten Kritiken aus den USA klingen recht verheißungsvoll. Das 3D-Spektakel „Die Drei Musketiere“ werde ich mir dagegen wohl sparen. Der Film kommt mit Orlando Bloom, Milla Jovovich und Christoph Waltz als Bösewichter daher, ich glaube aber irgendwie nicht, dass mich diese Neuauflage vom Konzept „Mantel-und-Degen-Film“ überzeugen wird. Das hat bisher aber auch noch kein anderer Film geschafft..

Comic Convention 2011

Die Comic-Con ist in den letzten Jahren unter anderem wegen der vielen Kino-Adaptionen inzwischen auch für Hollywood ein wichtiges Schaufenster. Eine Menge Studios nutzen die Messe, um kräftig Werbung zu machen und die Hype-Maschine für ihre teuersten Filme anzuwerfen. Die Kollegen von EmpireOnline haben 10 Projekte zusammengestellt, die sich auf der Comic-Con dem durchaus kritischen Publikum – und damit der Kern-Zielgruppe – vorstellen. Neben bekannten Streifen wie dem nächsten „Spider-Man“ sind auch bislang weniger bekannte Namen drunter, etwa die neuen TV-Serien „Alcatraz“ und „Awake“.

Komm, süßer Tod (DVD)

Nachdem ich mir vor zwei Jahren bereits mit großem Vergnügen die Wolf-Haas-Verfilmungen „Silentium“ und „Der Knochenmann“ angesehen hatte muss ich irgendwie vergessen haben, dass es ja noch einen weiteren Film um den Ex-Kommissar Simon Brenner gibt. In „Komm, süßer Tod“ ist Brenner (gewohnt genial: Josef Hader) als Sanitäter beschäftigt und wird in einen kniffligen Mordfall verwickelt.

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Kinovorschau & Trailershow: Herbst und Winter 2011

Der Kinosommer ist wie ich finde bisher eine Enttäuschung, auch wenn das ja noch besser werden kann und ich eine Menge Filme geschwänzt habe. Trotzdem habe ich schon mal einen Blick in die Zukunft geworfen, in der Hoffnung dass es ab September besser wird. Und in der Tat, da sind ein paar interessante Filme dabei – unter anderem von David Cronenberg, Pedro Almodovar, Robert Redford, Roman Polanski und Andrew Niccol.

September


Los geht es mit einem wohl eher unnötigen Remake von „Conan der Barbar“ am 8. September.  Dem Trailer nach sieht das Projekt weniger nach einer stumpfen Neu-Verfilmung aus, eher wie ein (beliebiger) Fantasyfilm mit einem arg muskulösen Hauptdarsteller – wobei anfängliche Szenario dasselbe ist. Regie führt der deutsche Markus Nispel, der schon für das Remake von „Freitag, der 13.“ verantwortlich zeichnete.

Schon besser klingt der Thriller „Eine offene Rechnung“ (The Debt), der am  22.9. anlaufen soll. Darin erfahren drei ehemalige Mossad-Agenten, dass sie 30 Jahre zuvor ihre wichtigste Mission (die Eliminierung eines Nazi-Verbrechers) möglicherweise nicht wie angenommen erfolgreich beendet haben. Der Film spielt auf zwei Zeitebenen – 1966 und 1997 – und ist in den Hauptrollen daher doppelt besetzt. Jessica Chastain, Sam Worthington und Marton Czokas sind die „junge Brigade“, Tom Wilkinson, Helen Mirren und Ciaran Hinds die „alte“. Trailer hier.

In „30 Minuten oder weniger“ (Kinostart 29.9., Trailer hier) wird ein Pizza-Bote von zwei Bösewichtern zum Verbrecher umfunktioniert – indem sie ihm eine Bombe umschnallen und ihn zwingen eine Bank zu überfallen. In der Hauptrolle ist „Social Network“-Star Jesse Eisenberg zu sehen, Regie führt Ruben Fleischer, der sich mit „Zombieland“ einen Namen gemacht hat. Der Plot basiert übrigens lose auf einer wahren Begebenheit.

„Die Lincoln Verschwörung“ (ebenfalls 29.9., Trailer hier) ist der neue Film von Robert Redford, ein ebenfalls auf wahren Begebenheiten basierendes Justiz-Drama. Robin Wright spielt die Besitzerin der Pension, in der sich die Attentäter regelmäßig trafen – und die nach dem Attentat wegen Verschwörung der Prozess gemacht wird. James McAvoy („Wanted“) spielt ihren Anwalt. Für geschichtsinteressierte Menschen sicher ein interessanter Film, großen Erfolg bei der breiten Masse sehe ich bei „The Conspirator“ (Originaltitel) nicht kommen.

Oktober


Ziemlich trashig sieht der Trailer zu „Real Steel“ (Kinostart 6.10.) aus. Die Story kreist um einen Ex-Boxer (Hugh Jackman), der sein Glück im brutalen neuen Geschäft mit Roboter-Kämpfen verdient. Die Tricks scheinen was zu taugen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie man hier eine irgendwie erträgliche Story einbauen kann. Die im Trailer angedeutete mit dem Kind und dem Underdog-Roboter will ich jedenfalls nicht sehen.

Der neue Film von Pedro Almodovar scheint selbst für dessen Verhältnisse ziemlich abgefahren zu sein. „Die Haut in der ich wohne“ soll am 20.10. anlaufen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thierry Jonquet, die drei Handlungsstränge kreisen um allerlei sexuelle Abgründe. In einer der Hauptrollen ist Antonio Banderas als fieser Schönheitschirurg zu sehen, ich bin sehr gespannt auf den Film. Trailer hier.

Steven Spielberg, zuletzt sehr aktiv als Produzent von Kinofilmen und Fernsehserien, hat „Tim und Struppi“ (im Original „Les aventures de Tintin“) inszeniert, der am 27.10. in die Kinos kommen soll. Der Film ist im Motion Capture-Verfahren gedreht, also mit echte Schauspielern, die dann digital „überschrieben“ werden. Ich muss wie so oft gestehen, die Vorlage nicht wirklich zu kennen, jedenfalls fällt mir zu „Tim und Struppi“ nicht wirklich was ein – habe ich wohl als Kind verpasst. Weswegen ich mir wohl auch den Film (zumindest im Kino) klemmen werde.

Ein bisschen wie eine Mischung aus “R.E.D.” und “The Expendables” sieht er aus, der Trailer zu “Killer Elite”. Jason Statham und Clive Owen geraten darin kräftig aneinander, auch Robert De Niro ist als alternder Special-Forces-Haudegen dabei. Für Freunde des reinrassigen Actionthrillers klingt das einigermaßen vielversprechend, wie so oft bleibt die Frage, ob der Film auch eine vernünftige Story anbieten kann. Falls ja, könnte ich mir einen Gang ins Kino (Start 27.10.) vorstellen, ansonsten wäre “Killer Elite” trotz der großen Namen eher was für den (un)gepflegten Heimkino-Abend.

November


Für „In Time“, den neuen Film von „Gattaca“-Regisseur Andrew Niccol, gibt es leider noch keinen Trailer – aber immerhin einen Starttermin, den 3. November. Im Sci-Fi-Szenario des Films hören die Menschen im Alter von 25 auf zu altern – allerdings müssen sie sich ihren weiteren Verbleib auf der Erde teuer erkaufen. Der Plot kreist um einen von Justin Timberlake gespielten Mann, der vor der korrupten „Time Keeper“-Polizei flüchten muss. Mit dabei sind außerdem Amanda Seyfried, Olivia Wild, Alex Pettyfer und Cilian Murphy. Ich habe durchaus Hoffnung, dass „In Time“ an die Klasse von „Gattaca“ heran kommt, aber bevor man sich zu große Hoffnungen macht warten wir lieber mal den Trailer ab… UPDATE: Der Trailer ist da!

David Cronenberg hat sich eine kleine Auszeit genommen, sein letzter Film „Eastern Promises“ liegt schon ein paar Jahre zurück. „A Dangerous Method“ (Kinostart 10.11.) ist ein historisches Drama, das um die Dreiecksgeschichte zwischen Siegmund Freud, Carl-Gustav Jung und Sabina Spielrein kreist. Die Besetzung ist prominent – Viggo Mortensen, Michael Fassbender, Keira Knightley und Vincent Cassel geben sich die Ehre. Der Trailer sieht gut aus, wobei der Stoff tendenziell zum emotionalen Overkill ausarten könnte.

Um ein ganz anderes Thema – aber ebenfalls beruhend auf einer wahren Geschichte – geht es in „Moneyball“ (Kinostart 10.11.). Der Film folgt dem Baseball-Team der Oakland Athletics, oder besser dessen von Brad Pitt gespielten Manager Billy Beane. Der führte die „A’s“ in den späten 90er Jahren trotz limitierter finanzieller Mittel zu einigem sportlichen Erfol – weil er spezielle statistische Methoden (sog. Sabermetrics) anwandte. Der Film spricht außerhalb der Baseball-Fangemeinde nicht viele Filmfreunde an (siehe Trailer), könnte aber als Drama durchaus auch für generell sport-interessierte Zuschauer interessant sein,

Von den Produzenten von „300“ kommt der in eine ganz ähnliche Kerbe schlagende „Immortals“ (Kinostart 11.11.11, Trailer hier). Mickey Rourke spielt den bösen König Hyperion, Henry Cavill den Burschen Theseus, der sich ihm in den Weg stellt und ein paar Götter sind natürlich auch dabei – Ehrensache. Wer sich für halbnackte prügelnde Griechen, die sich vor dem Bluescreen prügeln, begeistern kann oder einfach Lust auf Action in 3D kann sicher bedenkenlos zugreifen.

Roman Polanskis neuer Film trägt den plakativ klingenden Titel „Der Gott des Gemetzels“ (Kinostart 24.11.). Darin geht es um zwei Ehepaare, die sich nach einem Streit ihrer beiden Söhne in der Schule mal über den Sachverhalt austauschen wollen – was, wenn der Titel nicht täuscht – wohl nicht ganz friedlich ablaufen wird… Hochkarätig besetzt ist „Carnage“ (Originaltitel) ebenfalls, mit Kate Winslet, Jodie Foster, Christoph Waltz und John C. Reilly. Für den in Paris gedrehten Film gibt es noch keinen Trailer, gespannt bin ich aber auch ohne schon jetzt.

Dezember


Die inzwischen rituelle Ensemble-Komödie zum Valentinstag kommt dieses Jahr einen Tick früher: „Happy New Year“ fährt nach gleichem Muster eine gewaltige Parade von Stars auf und erzählt ungefähr ein Dutzend sich leicht überschneidende Stories, die an Sylvester stattfinden. Mit dabei sind Halle Berry, Jessica Biel, Josh Duhamel, Katherine Heigl, Ashton Kutcher, Robert De Niro, Zac Efron, Sarah Jessica Parker und noch weitere bekannte Namen. Einen Trailer gibt es noch nicht, anlaufen soll der Film schon am 8.12. – man hat offenbar Respekt vor den folgenden Filmen…

Ob die „M:I“-Reihe wirklich weiter fortgesetzt werden muss ist eine gute Frage. Vielleicht erkämpft sich „Mission Impossible: Ghost Protocol“ (Kinostart 15.12., Trailer hier) ja seine Daseinsberechtigung und knüpft an die Qualitäten des ersten und – mit Abstrichen – dritten Teils an. Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein Team werden ihr neuestes Abenteuer an diversen Schauplätzen bestreiten, etwa in Dubai, Prag, Mumbai und Vancouver. Regie führt übrigens Brad Bird, der für die Pixar-Filme „The Incredibles“ und „Ratatouille“ verantwortlich zeichnete und nun mit „M:I4“ seinen ersten nicht animierten Film inszeniert.

„Sherlock Holmes – A Game of Shadows“ gehört zu den wenigen Sequels, auf die ich mich tatsächlich freue. Es steht zwar nicht zu erwarten, dass Guy Ritchie mit dem zweiten Teil der Detektiv-Saga einen Meilenstein des modernen Kinos geschaffen hat – aber dem Trailer nach darf man sich zumindest auf einen weiteren atmosphärisch dichten, actionreichen und lustigen Film freuen. Einen Blockbuster also, der unterhält, ohne die Intelligenz seiner Zuschauer zu beleidigen und nebenbei herrliche Kulissen anstelle von am Computer generierten Monstern anbietet. Kinostart ist der 22.12., und den werde ich auch wahrnehmen!

Eine Starbesetzung hat „Contagion“, der neue Thriller von Steven Soderbergh zu bieten. Die Story kreist um den Ausbruch eines mysteriösen Virus, der sich rasend schnell über die gesamte Erde verbreitet. Mit dabei sind Matt Damon, Kate Winslet, Marion Cotillard, Lawrence Fishburn, Jude Law und Gwyneth Paltrow. Sieht im Trailer nach einem gut gemachten Film aus, die große Frage ist hier, wo der Stoff hinführen soll. Lässt Soderbergh die Menschheit tatsächlich in den Abgrund taumeln, oder gibt es am Ende doch noch ein wirksames Gegengift? Wer es genauer wissen will – der Film läuft (ausgerechnet) Heiligabend bei uns an…


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