Last Night

Dieses prominent besetzte Beziehungsdrama ist das Spielfilm-Debut von Massy Tadjedin, einer aus dem Iran stammenden Regisseurin, die seit Jahren in Kalifornien lebt. Da sie auch das Drehbuch geschrieben hat ist sie quasi allein verantwortlich für „Last Night“, und das ist zum Glück für alle Beteiligten nichts, wofür man sich schämen müsste. Der Film zeigt ein Ehepaar in der Sinnkrise, zwischen außerehelichen Versuchungen und dem Wunsch eine funktionierende Ehe zu führen.

Sam Worthington – hier mal nicht in einem Action-Blockbuster zu sehen – spielt Michael, einen erfolgreichen Anzugträger aus der Immobilienbranche. Seine Frau Joanna (Keira Knightley) ist Schriftstellerin, deren erstem Roman kein Erfolg beschieden war. Die beiden leben recht luxuriös in einem schicken Apartment in New York, Kinder sind nicht in Sicht. Bei einer Party von Michaels Partnern lernt Joanna dessen neue Kollegin Laura (Eva Mendes) kennen, mit der er sich blendend zu verstehen scheint. Angesichts von Lauras offensichtlicher Attraktivität sieht sie das ein wenig mit Sorge, zumal Michael ihr verschwiegen hat, dass die ein heißer Feger ist.

Wieder zuhause konfrontiert sie Michael damit, es kommt zum Streit, der aber nicht eskaliert. Am nächsten Morgen geht Michael auf Geschäftsreise, wieder mit Laura an seiner Seite. Joanna trifft unverhofft auf ihren Ex-Freund, den charmanten Franzosen Alex (Guillaume Canet). Im Wechsel zeigt „Last Night“ dem Zuschauer, wie sich die Abende des Ehepaars entwickeln. Über den Verlauf schreibe ich hier natürlich nichts, denn darin liegt die Spannung, die den Film über weite Strecken trägt.

Die vier Hauptdarsteller wissen in dem Szenario zu überzeugen, wenngleich sie dem Eindruck eines Versuchsaufbaus nicht endgültig verdrängen können. Die Chemie zwischen den Figuren stimmt weitgehend, wobei es ausgerechnet zwischen dem zentralen Ehepaar weniger zu funken scheint als in der Konstellation mit dem Ex/der Kollegin. Vielleicht ist das aber auch Absicht, denn der Reiz des Neuen und Verbotenen wird dem Ehe-Alltag ja absichtlich gegenüber gestellt. „Last Night“ beschränkt sich dabei auf das Aufzeigen der Bruchstellen, Wünsche und Gewissensnöte, urteilt aber nicht über seine Figuren.

Trotz des angesprochenen Versuchsaufbau-Charakters ist die Entwicklung des Geschehens in „Last Night“ keineswegs unrealistisch, und wirkt auch nicht künstlich herbeigeführt. Viele Szenen spielen in eleganten Hotels, Bars oder Privatwohnungen, was dem Film selbst „trés chic“ aussehen lässt. Für Unterhaltung ist dabei (im wahrsten Sinne des Wortes) über die komplette Spielzeit gesorgt, tatsächlich hat mich das ganze genug interessiert um auf die Auflösung gespannt zu sein.

Doch unabhängig von den finalen Szenen fehlen dem Film ein wenig Ideen und Überraschungen, die aus dem guten Drehbuch einen großen Wurf machen könnten. Da sich die komplette Handlung auf eineinhalb Tage beschränkt fehlt ein wenig die Entwicklung und der Blick aufs große Ganze. Letztlich ist „Last Night“ ein solider Beitrag zum Kanon des Beziehungsdramas, aber eben auch nicht mehr.

3/5

Essential Killing

Dass der Hauptdarsteller eines Films über die gesamte Laufzeit kein Wort spricht ist selten. So ist es aber im Falle von „Essential Killing“, in dem Vincent Gallo den Taliban-Kämpfer Mohammed spielt. Anfangs kauert er in einer Schlucht in seiner Heimat und tötet einen US-Soldaten und zwei Söldner. Anschließend wird er von den US-Streitkräften gefangen und – mit Dolmetscher – verhört. Doch da hat er wegen der Explosion einer Granate noch ein so entsetzliches Fiepen im Ohr, dass er kein Wort versteht.

Als er dann per Waterboarding verhört/gefoltert wird ist niemand dabei, der eine ihm verständliche Sprache spricht. Mit etwa einem Dutzend weiteren „ungesetzlichen Kämpfern“ wird er dann nach Polen geflogen, wo er in eines der geheimen CIA-Gefängnisse gebracht werden soll. Ein Unfall des Militär-Konvois verhindert das, Mohammed kann fliehen. Doch in der kargen Winterlandschaft Polens spricht – sofern überhaupt Menschen unterwegs sind – auch keiner seine Sprache…

„Essential Killing“ erzählt schnörkellos und (trotz des potentiell sehr heiklen Sujets) ohne politische Untertöne die Geschichte eines Mannes, der in einer feindlichen Umgebung auf der Flucht ist. Die Frage danach, ob er in irgendeinem Sinne schuldig ist spielt dabei keine Rolle. Mohammed kämpft ums Überleben, mit allem was er hat. Daher auch der martialische Titel des Films, denn ohne gewalttätige Konflikte geht das nicht über die Bühne. Den Großteil des Films hetzt seine Hauptfigur durch verschneite Wälder, auf der Suche nach Sicherheit, Nahrung und einem Ausweg. Zuweilen übersteigert Regisseur Jerzy Skolimowski dabei die Handlung bis ins Surreale.

Somit ist „Essential Killing“ reines Bewegungskino und lebt (fast) allein von der Fähigkeit seines Hauptdarstellers, die Leiden, Nöte und Ängste des einsamen Kriegers anschaulich, begreiflich und nachfühlbar zu machen. Vincent Gallo – der streitbaren Independent-Ikone – gelingt das sehr gut, und auch deshalb ist es kein wirkliches Vergnügen, den Film zu sehen; es tut immer wieder auch weh. Gallos Figur ist gefangen in einer Abwärts-Spirale, tritt in Bärenfallen, isst giftige, Halluzinationen auslösende Früchte und wird gar von einem gefällten Baum getroffen.

Der Film folgt ihm dabei mit minimalistischen Mitteln. Kein künstliches Licht, nur spärliche Musik und ein paar aus dem Hubschrauber gefilmte Sequenzen. Immerhin verzichtet man auf nerviges, pseudo-realistisches Handkamera-Gewackel, sondern bleibt mit konventionellen Methoden nah dran an seiner Hauptfigur. Ganz bewusst als Gegenteil von modernen Actionfilmen inszeniert, in denen Gewalt gern vereinfacht, verherrlicht und ohne psychologische Nebenwirkungen gezeigt wird, präsentiert „Essential Killing“ einen Menschen, der gezwungen ist, wie ein Tier zu leben. Gewalt ist hier grausames Mittel zum Zweck. Und der Zweck heisst überleben.

4/5

PS: Regulär im Kino läuft der Film hierzulande nicht, „Essential Killing“ wird aber ab dem 23. Mai von Ascot Elite auf BluRay und DVD gestartet.

Rubber [Spoilers]

Es ist nicht leicht – und vielleicht gar müßig – zu erklären, was in diesem Film passiert. „Rubber“ erzählt von einem Killer namens Robert, der ein kleines Kaff im Südwesten der USA unsicher macht. Doch der Killer hat ein Publikum, ein paar ganz normale Leute, die dem Treiben mit dem Fernglas aus sicherer Entfernung zusehen, nachdem sie von einem Sheriff auf den „Film“ eingestimmt worden sind. Klingt merkwürdig? Ach so, und der Killer ist übrigens ein Autoreifen. Ein Autoreifen, der durch die Wüste rollt und alles kaputt macht, was sich ihm in den Weg stellt. Alles klar?

Verantwortlich für „Rubber“ ist der Franzose Quentin Dupieux, besser bekannt als Musiker ‚Mr Oizo‘. Dessen größter Hit war „Flat Beat“, und wenn man sich an das krude Video mit dem gelben Stoffmännchen erinnert, dann traut man ihm im Nachhinein auch einen solch ungewöhnlichen Spielfilm zu. Denn der Film ist nicht nur eine ungewöhnliche Killer-Story mit einem Reifen in der Hauptrolle, sondern auch ein Film über ein Team, das einen solchen Film dreht UND das Publikum, das sich diesen ansieht.

Den Massengeschmack dürfte Dupieux damit nicht so ganz getroffen haben. Dafür explodieren auch zuviele menschliche Köpfe (durch reine Willenskraft des Reifens). Aber seine Rechnung, irgendwo zwischen Satire, Farce, Trash und Kunst-Persiflage eine absolut beknackte Idee konsequent bis zum Ende zu verfolgen, geht erstaunlich gut auf. Wenn Robert am Anfang des Films langsam losrollt und seine telepathischen Kräfte an leeren Bierflaschen und einem Hasen ausprobiert sitzt man als Zuschauer schmunzelnd da und schwankt zwischen Unglauben und Verzückung.

Das Budget von „Rubber“ dürfte bescheiden gewesen sein, doch dem Produktionsdesign ist das kaum anzumerken. Der Look des Films ist professionell, die Kamera fängt wunderschöne, sonnige Bilder Südkaliforniens ein. Die Schauspieler sind ebenfalls gut und lassen sich (fast) nicht anmerken, in was für einem bekloppten Szenario sie agieren. Besonders gefallen hat mir der fahrradfahrende Heini, der unter anderem mit einem Truthahn das Publikum vergiften will, um die Farce um den Killer-Reifen zu beenden. Das geht aber schief, und die Story muss zum Leidwesen des Sheriffs noch ein bißchen weitergehen. Auch der Soundtrack, natürlich von Mr Oizo höchstselbst geschrieben, macht Laune, die musikalische Untermalung des Geschehens ist ein guter „Ersatz“ für fehlende Dialoge (der Reifen kann ja nicht reden).

Man kann in „Rubber“ und die Intentionen seiner Macher eine Menge hinein interpretieren. Er lässt sich als Verarsche oder Hommage verstehen, als Reflexion über die Sinnlosigkeit moderner Kinofilme im Allgemeinen und Speziellen, als doppelbödige Komödie oder einfach als radikaler Klamauk. Man möchte ihn, wenn er nach wie im Flug vergehenden knapp 80 Minuten vorbei ist, nicht unbedingt gleich noch einmal sehen. Aber wenn man sich, am besten ohne größeres Vorwissen (das auch der Trailer nicht vermittelt), einfach mal auf den Film einlässt, bereitet er ein sehr ungewöhnliches, beträchtliches Vergnügen.

5/5

PS: Der Film lief auf so ziemlich jedem Filmfestival der Welt und wird in Deutschland im Mai dieses Jahres von Universum auch als DVD und BluRay vertrieben werden.

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London Boulevard (DVD-Import)

Britische Gangsterfilme haben sich seit Guy Ritchies Anfangstagen als feste Größe im europäischen Kino etabliert. Die (Anti-)Helden des Genres stammen meist aus einfachen Verhältnissen und müssen sich gegen fiese Obergangster behaupten. Eine Variation dieses Themas bietet auch „London Boulevard“, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ken Bruen. Hier ist es der Ex-Knacki Mitchell (Colin Farrell), der nach seiner Entlassung wieder in kriminelle Kreise gerät und langsam, aber sicher in eine Spirale von Gewalt und Intrigen abzurutschen droht.

Kaum aus dem Bau steht Mitchells Kumpel Billy (Ben Chapman) vor ihm und verschafft ihm eine nette Wohnung. Doch die Großzügigkeit hat ihren Preis, denn Billy plant ihn in seine zukünftigen kriminellen Machenschaften fest ein – auch wenn Mitchell dazu nur wiederwillig bereit ist. Auch an einer anderen Front droht Ärger, seine Schwester ist ein psychisches Wrack, außerdem erschlagen Jugendliche einen obdachlosen alten Freund. Immerhin hat er bald ein legales Job-Angebot. Die berühmte Schauspielerin Charlotte (Keira Knightley), die aus Furcht vor den vielen Paparazzi zurückgezogen in ihrer Villa lebt, sucht einen Hausmeister, der zur Not auch als Bodyguard einsetzbar ist.

Man ahnt es schon, zwischen den beiden wird es irgendwann funken. Und so kommt es auch. Diese Szenen gehören leider zu den weniger gelungenen von „London Boulevard“, es knistert nicht so recht zwischen Farrell und Knightley bzw. ihren Figuren. Das könnte auch daran liegen, dass man hier nicht auf die Vorlage zurückgreifen konnte. Denn dort heuert Mitchell bei einer alternden Diva an, nicht bei einem attraktiven Starlet von 25 Jahren. Es ist wohl ein Zugeständnis an den (vermeintlichen) Geschmack des Publikums, dass man lieber auf einen echten jungen Filmstar in der Rolle eines falschen setzt, was den Ton der Erzählung doch entscheidend verändert.

In seinem Element ist der Film eher bei den Dialogen, deren Schärfe und Witz dem Buch zu verdanken sind. Spaß macht auch der Plot mit seinen vielen Handlungssträngen, wobei man möglicherweise den Überblick verlieren kann, wenn man den Roman nicht gelesen hat. Die allermeisten Szenen funktionieren für sich sehr gut, ein bisschen fehlt allerdings eine ordnende Hand. Die Gewaltdarstellungen sind zuweilen recht drastisch, doch sie sind auszuhalten und – ganz wichtig – nie Selbstzweck, sondern immer Teil der Story.

Colin Farrell ist eindeutig richtig besetzt in der Rolle eines latent aggressiven Rauhbeins, das sich redlich müht seinem Milieu zu entkommen. Man nimmt ihm die kurze Lunte in Konfliktsituationen nur zu gern ab. Auch David Thewlis als Charlottes eigenwilliger Butler im Heckenpenner-Look überzeugt, ebenso Ray Winston als obligatorischer Obergangster – eine Rolle die Winstone wohl auch im Schlaf spielen könnte. Keira Knightley macht nichts falsch,doch ihre Figur ist zu wenig ins Geschehen eingebunden und sagt nicht viele nennenswerte Sätze.

Unter dem Strich ist „London Boulevard“ ein guter Genrefilm mit schönen London-Bildern (allerdings weniger von bekannten Sehenswürdigkeiten), der sein hohes Tempo bis zum Ende geht und auch lange spannend bleibt. In punkto Figuren- und Milieuzeichnung kann er mit dem Roman nicht mithalten, was schade ist. Dafür gibt es keinen lahmen Off-Kommentar, der sonst gerne genutzt wird um Versäumnisse der Inszenierung wiedergutzumachen. Man muss sie sich hier eben selbst herbei denken. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht, bei Amazon.co.uk und in guten Videotheken ist der Film auf DVD und BluRay zu haben.

4/5

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Der letzte Tempelritter (Season of the Witch)

Jetzt ist es amtlich. Es ist kein Gerücht, dass Nicolas Cage pleite ist. Es ist die Wahrheit. Anders lässt sich seine Teilnahme an einem unterirdischen Film wie „Season of the Witch“ nicht erklären. Cage gibt den Tempelritter Behmen, der anno 1325 (oder so) gemeinsam mit dem Kollegen Felson (Ron Perlman) bei den Kreuzzügen kämpft. Die beiden haben daran Macho-mäßig großen Spaß und reissen munter Sprüche in den Schlachten – bis sie eines Tages in ein Gemetzel geraten, in dem Frauen und Kinder sterben. Desillusioniert vom Sinn ihrer Mission im Namen Gottes machen sie sich (wie es scheint ein wenig beleidigt) davon.

Soweit, so schlecht. Nun geht die eigentliche Story los. Die Pest wütet in Europa, und die Kirche hat eine angebliche Hexe (Claire Foy) ausgemacht, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sein soll. Behmen und Felson machen sich mit dem Ex-Messdiener Debelzaq und dem Krieger Eckhart (Ulrich Thomsen) auf den Weg, um die namenlose junge Frau irgendwelchen Mönchen zu übergeben, die dann über sie richten sollen.

Die Grottigkeit von „Season of the Witch“ ist schon beeindruckend und zieht sich durch alle Bereiche. Die visuellen Effekte sind billiger Mist und sehen oft krass albern aus. Da hilft auch der dauernde Nebel nichts, der über diese Fehlleistung hinwegtäuschen soll. Das Drehbuch ist einfallslos und beliebig, die Dialoge genauso daneben wie die „Figurenzeichnung“. Eine Folge „Xena“ hat da wahrscheinlich mehr zu bieten.

Ich bin ohnehin kein großer Freund von Mittelalter-Streifen, aber dieser Stuss ist quasi unguckbar. Wenn man weder ein stimmiges Drehbuch noch die Kohle für die nötigen Effekte und Massen-Gemetzel-Szenen hat sollte man sich einfach was anderes einfallen lassen – und auf GAR KEINEN FALL mit diesem zusammengeflickten Müll an die Öffentlichkeit treten!

1/5

The Green Hornet

Eigentlich wollte ich mir „The Green Hornet“ im Kino angucken, aber die hohen Preise für die 3D-Vorstellung haben mich abgeschreckt. Zumal ich den Film gar nicht in 3D sehen wollte, sondern lieber ganz normal – was mein Lieblingskino aber nicht im Angebot hatte. Rückblickend war es definitiv eine gute Entscheidung, es ist schwer vorstellbar, dass sich diese unterdurchschnittliche Comic-Verfilmung durch die große Leinwand oder die zusätzliche Dimension zu einem sehenswerten Film gemausert hätte.

Ursprünglich klang das Projekt mal vielversprechend. Da hatte Seth Rogen – bekannt als Schauspieler und Autor – bekannt gegeben, dass er sich berufen fühlt, mal einen Superhelden zu spielen. Dafür nahm der gute Mann gar locker 20 Kilo Gewicht ab, pummeliger Superheld wollte er wohl nicht sein. Und dass mit Michel Gondry („The Science of Sleep“) ein Regisseur dabei sein würde, der innovativ und kunstvoll zu inszenieren vermag. Leider hat diese Kombination bei „The Green Hornet“ nicht zu einem guten Film geführt, sondern zu einer unausgegorenen Mischung aus klassischer Seth-Rogen-Comedy-Show (wie etwa in „Knocked Up“) und eher uninspiriertem Superhelden-Kino (wie etwa bei „Daredevil“ oder dem letzten „Hulk“).

Rogen spielt den verwöhnten, feierfreudigen Millionärssohn Britt Reid. Nach dem abrupten Ableben seines Vater (gespielt von Tom Wilkinson) tut der sich aus einer Laune heraus mit dem jungen Alleskönner Kato (Jay Chou) zusammen. Die beiden nutzen die vielen Gimmicks, die Kato entwickelt hat und machen als „The Green Hornet“ und Sidekick einen auf Superhelden. Parallel lässt Reid die Zeitung, die sein Vater hinterlassen hat, eine Riesengeschichte aus seinen ersten Abenteuern machen – nur weiss dort natürlich keiner, dass er selbst die grüne Hornisse ist…

Ohne einen Bösewicht geht es nicht, und so kommt Christoph Waltz als Gangsterboss Benjamin Chudnofsky ins Spiel. Ihm ist der neue Verbrecher-Jäger ein Dorn im Auge, schon weil er ohne seine Zustimmung für Schlagzeilen sorgt. Waltz weiss allerdings mit seiner Rolle nicht viel anzufangen, weil sie – wie so oft in diesem Genre – zu beliebig und eindimensional angelegt ist. Um das Geschehen sprichwörtlich aufzuhübschen hat Cameron Diaz eine Rolle als schmucke Sekretärin, auf die Reid und Kato gleichermaßen abfahren. Mehr als ein paar scheele Jokes kommen aber auch aus dieser Konstellation nicht heraus.

Nun ist es nicht so, dass das Geschehen nicht auch seine Momente hätte – es gibt durchaus ein paar Lacher, und auch (wenige) gute Actionszenen. Der Fisch stinkt einfach vom Kopfe her. Die Exposition ist dünn und nicht recht ernst zu nehmen, der Verlauf der Story allzu vorhersehbar, die Figuren bleiben blass während der Comedy-Faktor das alles nicht kompensieren kann. Wie auf Autopilot geht alles seinen Gang, bis es (endlich) vorbei ist. „The Green Hornet“ reiht sich nahtlos ein in die Reihe langweiliger, uninteressanter Comic-Adaptionen. Bleibt zu hoffen, dass die zahlreichen allein 2011 noch ausstehenden Filme dieses Genres mehr zu bieten haben werden.

2/5

Überraschung: Steven Soderbergh macht Schluss…

Der Regisseur erzählte im Interview, nach seinen zwei abgedrehten Filmen sowie zwei weiteren geplanten Projekten sei für ihn Schluss mit dem Filme machen. So berichtet es unter anderem die BBC hier. Soderbergh wurde mit „Sex, Lies & Videotape“ vor gut 20 Jahren bekannt, und drehte u.a. mit „Out of Sight“, „Traffic“ oder „Ocean’s Eleven“ einige sehr gute und auch erfolgreiche Filme. Zuletzt lief von ihm die Farce „The Informant“ im Kino.

Abgedreht hat Soderbergh den Militär-Thriller „Haywire“ mit Channing Tatum, Ewan McGregor, Michael Douglas und Antonio Banderas. Außerdem schon im Kasten ist „Contagion“ mit der Star-Power von Jude Law, Kate Winslet, Gwyneth Paltrow, Matt Damon und Marion Cotillard. Es geht – wie der Titel schon andeutet – um den Ausbruch einer ansteckenden Seuche.

Geplant ist dann noch ein Bio-Pic über den Pianisten Liberace (sagt mir nichts, der Name) sowie eine letzte Zusammenarbeit mit George Clooney – das wird wohl eine Kinoversion von „Solo für O.N.C.E.L.“ werden… Mal sehen ob Soderbergh wirklich komplett aus dem Geschäft verschwindet, oder sich einfach aufs Produzieren verlegt. Letzteres wäre mir persönlich ja lieber.

Der Plan (The Adjustment Bureau)

George Nolfis Regie-Debut ist ein romantisches Drama im Mantel eines Science-Fiction Films. Man könnte ihn als eine Mischung aus „Wicker Park“ und „Dark City“ bezeichnen – doch das hilft natürlich nur denen weiter, die beide Filme kennen. Die Story kreist um den jungen Politiker David (Matt Damon) und die schöne Tänzerin Elise (Emily Blunt), die nicht zueinander finden, weil eine höhere Macht das verhindern will. Diese höhere Macht sind die Männer vom „Adjustment Bureau“ (Originaltitel), die im Retro-Look mit Hut und Mantel unterwegs sind um das Schicksal der Menschheit (den titelgebenden „Plan“) zu steuern.

Die Story beginnt mit einer verlorenen Wahl. Davids Kampagne ist zu Ende, er wird nicht zum Senator New Yorks gewählt. Vor seiner letzten Rede lernt er unverhofft eine junge Frau kennen, die sich auf der Toilette verschanzt hat. Die beiden führen eine kurze, anzügliche und knisternde Unterhaltung, die gar in einen Kuss mündet. Dann ist Elise plötzlich verschwunden, und David tut, was ein Politiker niemals tun sollte: er sagt seinen Anhängern die Wahrheit. Überraschenderweise tut er sich damit tatsächlich einen Gefallen, Beobachter räumen ihm gute Chancen ein bei der nächsten Wahl gewinnen zu können.

Auch bei ihrem nächsten, zufälligen Treffen funkt es wieder zwischen David und Elise. Doch an diesem Punkt schreiten die Herren vom „Adjustment Bureau“ ein, lassen den überraschten David hinter ihren Vorhang blicken und geben ihm eine deutliche Warnung mit auf den Weg: Finger weg von Elise! Natürlich hält sich David nicht daran, was allerdings gravierende Konsequenzen für beide haben wird…

Von „Dark City“ leiht sich der Film die heimliche Macht im Hintergrund und die still stehende Zeit, von „Wicker Park“ die komplizierte Liebes-Geschichte voller Schicksals- und Rückschläge. Heraus kommt ein unterhaltsamer, optisch sehr ansprechender Film, der viele philosophische und religiöse Fragen aufwirft, ohne sie ernsthaft beantworten zu wollen. Besonders deutlich wird letzteres beim großen Finale, das diesen Titel wahrlich nicht verdient hat. Laut IMDB wurde ursprünglich ein anderer Schluss gedreht, der aber offenbar bei den Testvorführungen durchgefallen ist.

Funktionieren tut der Film über weite Strecken trotzdem, was vor allem den beiden starken Hauptdarstellern zu verdanken ist. Denn nur weil ihre Romanze glaubwürdig und lebhaft wirkt kann „The Adjustment Bureau“ sich die etwas fahrige Story erlauben und trotzdem noch Spaß machen. Natürlich ist das auch dem Drehbuch zu verdanken, das den beiden einige wirklich gute und witzige Dialoge schenkt. Auch Terence Stamp und der aus „Mad Menn“ bekannte John Slattery sind gute Besetzungen für ihre Rollen, ebenso Anthony Mackie, auch wenn dessen Rolle nicht so ganz gut durchdacht ist.

Der Science-Fiction-Aspekt ist immerhin visuell sehr gut umgesetzt. Der bereits erwähnte Retro-Look und ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tricks (sich in ungeahnte Räume öffnende Türen etwa) geben dem Film eine auf das wesentliche reduzierte, leicht kafkaeske Stimmung. Dass man vor Ort in New York gedreht hat wird in vielen Szenen deutlich und lässt den Film authentisch und ungekünstelt aussehen.

Wie ich höre hat der Film herzlich wenig mit der Kurzgeschichte von Philip K. Dick zu tun, auf der er basiert. Fans des Sci-Fi-Kultautors sollten sich darüber im Klaren sein, andernfalls ist eine Enttäuschung vorprogrammiert. Ein großer Wurf ist „The Adjustment Bureau“ nicht geworden, als kurzweiliges Entertainment mit einigen sehr schönen Momenten geht er aber locker durch. Knapp

4/5

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Unknown Identity

Es ist keine soo große Besonderheit mehr, dass „Hollywood“-Filme in Potsdam und Berlin gedreht werden. Trotzdem guckt man beim Trailer als (Wahl-)Berliner schon zwei mal hin, wenn Liam Neeson und Diane Kruger in einem Taxi von der Oberbaumbrücke stürzen. So geht es auch gleich los in „Unkown Identity“. Neeson spielt den Biologen Dr. Martin Harris, der mit seiner schönen Frau Liz (January Jones) für eine Konferenz  in der Stadt weilt.

Doch noch bevor er ins Hotel Adlon eincheckt bemerkt er, dass ihm ein Koffer fehlt und will mit dem Taxi schnell zurück zum Flughafen. Den erreicht er wegen des besagten Unfalls an der Seite der illegalen Einwanderin Gina (Kruger) nicht, als er wieder zu sich kommt hat er vier Tage im Koma gelegen und ein paar Erinnerungslücken. Doch viel schlimmer ist, dass er sich in einem äußerst realen Albtraum wähnt – seine Frau kennt ihn nicht mehr, an seiner Stelle tritt nun ein anderer Martin Harris auf. Und im Gegensatz zu Neesons Figur ist der auch mit einem Reisepass dieses Namens ausgestattet…

Man muss kein Prophet sein (nur ein paar „Bourne“-Filme gesehen haben), um zu erahnen, wie das ganze weiter geht. Die Story schlägt einige Haken und führt dabei noch eine Reihe neuer Figuren ein. Bruno Ganz gibt einen Ex-Stasi-Mitarbeiter namens „Herr Jürgen“, der Harris helfen will, sein Kollege Dr. Cole (Frank Langella) reist ihm nach, während er und Gina permanent von zwei üblen Schergen (gespielt von Stipe Erceg und Aidan Quinn) gejagt werden.

So richtig fesseln und faszinieren kann „Unknown Identity“ leider nicht, dafür ist die Story zu konstruiert und die Charaktere zu wenig spannend. Hin und wieder muss man glatt mal schmunzeln, wenn der Film seine etwas weit hergeholten Haken schlägt. Der Unterhaltung tut das freilich keinen Abbruch, es geht rasant und mit einigen Kampf- und Actionszenen zur Sache. Doch der offenbar gewünscht Hitchcock-Effekt von einem Puzzle, dessen Teile sich langsam zusammenfügen ist mit zu grober Nadel gestrickt, um überzeugen zu können.

Immerhin, für Zuschauer mit Ortskenntnissen von Berlin sind allein die Action-Sprünge quer durch die Stadt interessant zu verfolgen – auch oder weil sie keinerlei Sinn machen. Heimlicher Mittelpunkt des Film ist das Adlon-Hotel am Brandenburger Tor, aber auch am Hauptbahnhof und an der Friedrichstraße sind Aussenaufnahmen gedreht worden. Wie schon in „The Bourne Supremacy“ wird ein recht dunkles, winterliches und von DDR-Architektur geprägtes Bild der Stadt vermittelt, wenngleich auch ein paar schönere Ecken gezeigt werden.

Liam Neeson steht seine Rolle – trotz der offensichtlichen Schwächen der Story – gut zu Gesicht, auch der Rest der Besetzung ist gut gewählt. Einzig Diane Kruger muss undankbarerweise mit starken Akzent Englisch sprechen (sie spielt ja eine illegale Einwanderin aus Bosnien-Herzegowina), was zumindest in der Originalfassung für unfreiwillige Erheiterung sorgt. „Unknown Identity“ ist ein recht offensichtlicher Versuch, den Erfolg von „Taken“ (ebenfalls mit Neeson als unfreiwilligem Action-Held) zu wiederholen. Schon das Film-Poster ist letztlich dasselbe. Vom Gesamteindruck erinnert er mich an eine düstere Variante von „The Tourist“ – verspielt, temporeich und unterhaltsam. Und völlig unsinnig.

3/5

Jackass 3

Viel erwartet habe ich von diesem Film nicht. Die Chaotentruppe um Johnny Knoxville hat den dritten Kinofilm ihrer „Jackass“-Abenteuer wohl vor allem des Geldes wegen gedreht. Und in 3D, das klingt dieser Tage ja immer gut. Ich habe mir den Streifen in 2D reingezogen, oder besser: ich habe es probiert.

Während früher noch jeder zweite oder dritte Stunt Spaß gemacht hat fällt den Jungs inzwischen nichts mehr ein. Wohl deshalb fällt Teil 3 noch widerlicher und Fäkalien-lastiger aus als seine Vorgänger. Den ganz wenigen lustigen Aktionen stehen unzählige eklige und unkomische gegenüber. Das euphorische Gelächter von Knoxville, Magera, Steve-O und Co. klingt dabei schon recht gekünstelt, offenbar haben sie selber schon keinen Spaß mehr an ihren Ferkeleien. Um mit dem Filmdienst zu sprechen: „Ich rate ab.“.

1/5

True Grit

Jetzt also ein Western. Von allen Film-Genres eines der wenigen, das die Coen-Brüder noch nicht beackert haben. Noch dazu ein Remake des gleichnamigen Films mit John Wayne von 1969, wobei ihre Neuverfilmung wohl näher an dem Roman dran ist, auf dem beide Adaptionen basieren. Zumindest stand das so im „Filmdienst“, dem meist zu trauen ist.

In „True Grit“ arbeiten die Regisseure wieder mit Jeff Bridges zusammen, dem sie in „The Big Lebowski“ zur immer noch besten Rolle seiner Karriere verholfen haben. Auch diesmal stimmt die Besetzung wieder, Bridges gibt den kauzigen und schießwütigen alten US-Marshall Reuben „Rooster“ Cogburn. Der bekommt von der 14-jährigen Mattie (Oscar-nominiert: Hailee Steinfeld) den Auftrag, den Mörder ihres Vaters ausfindig zu machen. Widerwillig nimmt Cogburn die Verfolgung auf, nur um festzustellen, dass es der resoluten Mattie ganz furchtbar ernst damit ist, ihn begleiten zu wollen.

Als dritter Gefährte stösst der Texas Ranger LaBeouf dazu, gespielt vom zurzeit omnipräsenten Matt Damon – mit Schnauzer und Backenbart gerade noch so wiederzuerkennen. LaBeouf ist Ned Pepper auf der Spur, dem Kopf einer Verbrecherbande, der sich offenbar auch der Mörder angeschlossen hat. Im winterlichen ‚Wilden Westen‘ müssen die drei ungleichen Figuren einige Prüfungen bestehen, bis es zum finalen Showdown kommt.

„True Grit“ nimmt sich viel Zeit für die Exposition, in der die wichtigsten Charaktere ausführlich vorgestellt werden. Der Ton ist wie üblich lakonisch, schwankt zwischen biblischem Ernst und distanzierter, ironischer Heiterkeit. Visuell setzt der Film auf ausgeblichene, matte Farben, wobei einige Einstellungen unweigerlich Assoziationen mit der klassischen Marlboro-Kinowerbung wecken.

Die Chemie zwischen den Figuren stimmt, Damon und Bridges liefern sich ein unterhaltsames und überzeugendes Duell um den Preis für den größten „tough guy“, während Mattie mittendrin quasi als Publikum fungiert. Richtig in Fahrt kommt „True Grit“ dann, wenn auch die Bösewichter eingreifen. Josh Brolin und Barry Pepper haben beide starke Auftritte, auch wenn das große Finale nicht so ganz überzeugen kann.

Die Coens haben mit ihrem neuesten Film einen sehenswerten Western vorgelegt, der sich allein wegen der guten Darsteller und Dialoge lohnt. An ihre Meisterwerke (wie etwa „Miller’s Crossing“) kommt der Film nicht ganz heran, was aber nicht weiter schlimm ist – die beiden sind ja noch relativ jung und haben sicher noch ein paar gute Ideen. Man darf gespannt sein, woran sie sich als nächstes versuchen.

4/5

PS: Im englischen Original sind viele Dialoge von „True Grit“ recht schwer zu verstehen, weil vor allem Jeff Bridges derbe nuschelt. Untertitel helfen da weiter, die Handlung selbst versteht man auch ohne „Lesehilfe“…

Oscars 2011 – Der Rückblick

Hier geht es jetzt nicht um das Tippspiel (das ich grandios verloren habe, Dinsch kriegt ein Eis), sondern um die Show selbst. 2011 war kein guter Jahrgang, wie man nach dem „Genuss“ der Show feststellen muss. Anne Hathaway und James Franco konnten nicht überzeugen, lediglich der kurze Film-Vorspann, eine Verwurstung aller Best-Picture-Nominees auf Basis von „Inception“ war wirklich gut. Ansonsten haben die zwei nicht viele gute Jokes gebracht, und während Anne Hathaway noch den Eindruck machte, etwas reissen zu wollen, wirkte ihr Co-Host irgendwie deplatziert und etwas desinteressiert bis bekifft.

Ansonsten war zwar einiges neu, aber nichts wirklich besser. Die Chose ist zu lang, nicht nur weil es hierzulande am Ende der Show kurz vor sechs Uhr morgens ist. Die nominierten Songs gehören nicht ins Programm, sondern zum Beispiel in die Preshow. Es gibt weiterhin zuviele Kategorien, um die Show kurz genug zu halten. Das Dilemma besteht darin, dass man die technischen Kategorien nicht ‚outsourcen‘ möchte, bei 24 verschiendenen Awards dann aber unweigerlich eine über dreistündige Show draus machen muss.

Natürlich sollen die Soundmixer und Makeup-Künstler dieser Welt nicht aussen vor bleiben, aber genau diese Awards interessieren letztlich nur sehr wenige (Fernseh-)Zuschauer. Aber sei es drum, die Academy hat es dieses Jahr mit dem Konzept „junge Stars ziehen ein junges Publikum“ versucht und ist damit gescheitert. Nicht nur weil die Show recht schwach war, sondern auch weil die Quoten im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Damals haben die „alten Säcke“ Steve Martin und Alec Baldwin die Show gehostet..

Zu den Preisen lässt sich sagen, dass die Academy sehr sauber verteilt hat. Von den Favoriten ging lediglich „True Grit“ gänzlich leer aus, die Trophäen teilten sich „The King’s Speech“ (die wichtigsten Preise, inkl. Best Director), „The Social Network“ (Drehbuch und Soundtrack), „The Fighter“ (die Nebenrollen), „Black Swan“ (weibl. Hauptrolle), „Inception“ (Sound, Kamera) und „Alice in Wonderland“ (Kostüme).

Ich kann bei der Auswahl keine schweren Vergehen entdecken (wobei ich „The Fighter“ noch nicht kenne), am ehesten kontrovers ist die Wahl des besten Regisseurs. Tom Hooper, dessen „King’s Speech“ ein großartiger Film ist, hatte bisher keine Nominierung auf dem Zettel stehen und nun gleich abgeräumt. David Fincher und Darren Aronosky hingegen gingen wieder leer aus, während Kollege Christopher Nolan gar nicht erst nominiert war.  Und ich hätte „Winter’s Bone“ einen Award gegönnt, was aber (zumindest fürs Drehbuch) auf Kosten von „The Social Network“ gegangen wäre, und den wollte die Academy offenbar nicht zum ganz großen Verlierer machen.

Alles in allem schon in Ordnung also, erst recht wenn man bedenkt, dass sich nach all der Aufregung vor der Show ein Jahr später eh keiner mehr daran erinnert, wer zuletzt gewonnen hat. Ein schlechtes Filmjahr war 2010 sicher nicht, möge 2011 noch besser werden!