Internet? What internet?

Umzugsbedingt habe ich bis voraussichtlich Mitte Februar kein Internet zuhause – daher wird hier in den nächsten Wochen leider nicht viel passieren. Wird aber alles nachgeholt, und ein paar kurze Sätze zu „My Blueberry Nights“ und „National Treasure 2“ wird es sogar schon recht bald geben. Und ganz wichtig: Für sagenhafte € 8,99 ist mir gerade die „Bubba Ho-Tep“-DVD über den Weg gelaufen. Wer dieses feine Stück Nonsens noch nicht kennt, sollte auf jeden zuschlagen. Immerhin lüftet der Film quasi nebenbei die Geheimnisse des Kennedy-Attentats und erzählt das wahre Schicksal von Elvis…

I am Legend

Mit Will Smith als Hauptdarsteller, ein paar gelungenen Special Effects und täuschend echten (weil z. T. tatsächlich ‚on location‘ gedrehten) Bildern eines post-apokalyptischen, entvölkerten New Yorks hat „I am Legend“ zweifellos nicht viel falsch gemacht. Der Film sieht gut aus, schafft es trotz einiger recht deutlicher Zombie-Szenen als beinahe jugendfrei durchzugehen, ist nicht zu lang und auch nicht weilig. Hut ab! Dass die Story bei näherem Hinsehen in wenigen Nanosekunden total zerbröselt fällt erst spät auf, weil die Schauwerte und die kleineren und größeren Schrecksekunden diese Tatsache lange verschleiern können. Unter dem Strich ist der Film daher sowas wie ein sympathischer und kurzweiliger Little-Brainer mit viel Musik von Bob Marley, ordentlich ‚product placement‘ und ohne größere Verfehlungen. Will Smith hat inzwischen so hohe Sympathiewerte und eine solche Leinwandpräsenz (wer hat eigentlich dieses Wort erfunden?), dass man ihm ohne zu Murren stundenlang dabei zusieht, wie er entweder mit sich selbst oder mit seinem Köter labert – während ansonsten lange Zeit eigentlich überhaupt nichts passiert. 7/10

Die Fremde in Dir

Filme, in denen geschundene Seelen Rache nehmen wollen, erfreuen sich spätestens seit „Death Wish“ mit dem Bronsonschen Charles großer Beliebheit – bei gleichzeitig meist eher zweifelhafter zugrundeliegender Moral. In letzter Konsequenz gilt das auch für „The Brave One“ (Originaltitel), in dem eine von Jodie Foster gespielte Radio-Journalistin Opfer einer brutalen Attacke wird, bei der ihr Verlobter sein Leben verliert. Was danach kommt, könnte leicht zur langweiligen Rächer-Nummer verkommen, tut es aber nur sehr selten. Wegen der cleveren (wenngleich nicht sonderlich realistischen) Geschichte und den beiden starken Hauptdarstellern (neben Foster spielt der herrliche Terrence „D-Jay“ Howard einen Polizisten) nimmt der Film wirklich Fahrt auf und entwickelt dabei einige Spannung und Überraschungsmomente. So überwiegen am Ende die Stärken des Ganzen die Schwächen, die hin und wieder sichtbar werden (was mich wirklich überraschend hat). Für die von mir so oft wie gerne bemühten Freunde des gepflegten Thrillerchens bietet „Die Fremde in Dir“ alles, was es braucht. 7/10