Kurzkritik: Der Denkwürdige Fall des Mr. Poe

Krimi/Drama, 2022

Regie: Scott Cooper; Darsteller: Christian Bale, Harry Melling, Toby Jones, Lucy Boynton

Worum gehts?
Der Ex-Polizist Landor (Bale) wird im Jahre 1830 von den Leitern einer Militärakademie im Bundesstaat New York beauftragt, einen mysteriösen Todesfall aufzuklären. Es geht um einen vermeintlichen Selbstmord, bei dem anschließend der Leiche das Herz entnommen wurde – was bei den Kadetten für ziemliche Unruhe sorgt. Unter den Absolventen der Akademie ist auch ein gewissen Edgar Allen Poe, der Landor seine Unterstützung anbietet. Und bei dem einen Todesfalls bleibt es natürlich nicht…

Was soll das?
„The Pale Blue Eye“ (so der Orginaltitel) erzählt eine relativ altmodische, ausladene Kriminalgeschichte, deren unbestreitbar okkulte Elemente bei den Ermittlungen für Stirnrunzeln sorgen. Der angehende Schriftsteller Poe, der ein Dasein als Außenseiter fristet, agiert quasi als Sidekick des verwitweten Ermittlers Landor, dessen Tochter unlängst aus ihren Zuhause geflohen ist.

Taugt das was?
Ja, tut es. Der Film ist mit sicherer Hand inszeniert, nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und das Szenario. Die Krimihandlung ist spannend und (ausreichend) glaubwürdig, einige Wendungen waren durchaus zu erahnen, andere kamen für mich recht unverhofft, aber überzeugend daher. Insgesamt eine schaurig-schöne Verbrechensgeschichte.

Wo kann ich das gucken?
Bei Netflix.

7/10

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