Kurzkritik: Sundown – Geheimnisse in Acapulco

Drama, 2022

Regie: Michel Franco; Darsteller: Tim Roth, Iazua Larios, Charlotte Gainsbourg

Worum gehts?
Aufgrund eines Todesfalls muss eine Familie ihren Urlaub in Acapulco abbrechen. Neil (T. Roth) bleibt – unter dem Vorwand seinen Reisepass verloren zu haben – vor Ort, wechselt jedoch vom Luxus-Resort in ein bodenständiges Hotel und beendet nach einiger Zeit auch die Kommunikation mit Alice (C. Gainsbourg), die in London die Beerdigung ihrer Mutter plant.

Was soll das?
Das ist exakt die Frage, die man sich als Zuschauer von „Sundown“ stellen soll. Es gibt Hinweise auf Erklärungen, Andeutungen und vielsagende Details – aber auch eine Wendung, die ich zumindest so nicht kommen gesehen habe…

Taugt das was?
Ja. „Sundown“ ist ein ungewöhnlicher Film, einerseits spärlich ohne jede Filmmusik inszeniert, zunächst ein reines Abfilmen von Entwicklungen und Banalitäten. Andererseits reich an wunderbar komponierten, ausdrucksstarken Einstellungen. Absolut essentiell für das Gelingen des Films ist Hautpdarsteller Tim Roth, der meisterhaft eine äußerst schwierige Figur verkörpert.

Wo kann ich das gucken?
Hier.

8/10

Sonst noch was?
Ein weiteres Beispiel für einen unnötigen und dümmlichen deutscher Untertitel. Was geht in den Köpfen der Vertriebs-Heinis vor…!?

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