Kurzkritik: Weisses Rauschen

Drama/Komödie, 2022

Regie: Noah Baumbach; Darsteller: Adam Driver, Greta Gerwig, Don Cheadle, Lars Eidinger

Worum gehts?
Um einen Uni-Professor (A. Driver) im Mittleren Westen der USA, seine Patchwork-Familie (Frau und Kinder aus diversen Ehen beider Partner), seine Kollegen – und ein ‚luftübertragenes toxisches Ereignis‘ in der Nähe seiner Heimatstadt, welches dem Leben aller Figuren für eine kurze Zeit einen ganz besonderen Stempel aufdrückt.

Was soll das?
Independent-Regisseur Noah Baumbach („The Squid and the Whale“, „Marriage Story“, „Frances Ha“) verfilmt hier Don DeLillos gleichnamigen Roman von 1985. Der lässt sich irgendwo zwischen Satire, Drama und postmodernistischer Zivilisationskritik (die vielleicht auch nur ironisch gemeint ist) einordnen, und die Verfilmung ist bemüht, alle Nuancen irgendwie abzudecken.

Taugt das was?
Ja, was mich durchaus überrascht. Der Roman macht einen einigermaßen unverfilmbaren Eindruck, doch Baumbach und seinen Darstellern gelingt es, daraus trotzdem etwas Überzeugendes, in sich weitgehend stimmiges zu machen. Dabei gehen einige Aspekte der Vorlage etwas unter, was aber weder verwundert noch wirklich stört. (Wer an den pseudo-akademischen Betrachtungen zu Elvis, Hitler und der Unausweichlichkeit des Todes interessiert ist sollte definitiv mal das Buch probieren…)

Wo kann ich das gucken?
Bei Netflix.

8/10

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