Kurzkritik: Goliath (Staffel 4)

Krimi/Drama, 2021

Creators: David E. Kelley, Jonathan Shapiro; Darsteller: Billy Bob Thornton, Nina Arianda, Tanya Raymonde, Jena Malone, JK Simmons

Worum gehts?
Um einen Prozess gegen drei Unternehmen, die mit Opioiden Milliarden verdient haben – auf Kosten von Schmerzpatienten, denen man diese nie hätte verschreiben dürfen. Der Kniff bei der Sache ist, dass Teile der Kanzlei, die die Klageseite vertritt, mit den Unternehmen unter einer Decke steckt…

Was soll das?
„Goliath“ geht mit der vierten Staffel in die letzte Runde. Im Zentrum steht wie üblich Billy McBride, der ein Schatten seiner selbst ist und sich sogar mit seiner Tochter heillos überworfen hat. Er verbringt seine Tage in San Franciscos Chinatown, fristet ein Dasein als Schmerzpatient, in Behandlung bei einem chinesischen Arzt, der seine Praxis neben (oder über?) einem Etablissement führt, das nicht ganz zufällig einer Opiumhöhle ähnelt. Das alles auf Kosten und in Diensten einer Kanzlei, für die seine Kollegin Patty arbeitet – und die Billy gebeten hat, in dem heiklen Fall zu unterstützen…

Taugt das was?
Jein. In Sachen Schauspielern, Stimmung und Handwerkskunst ist „Goliath“ wie immer stark. Doch der Plot konnte mich nur sehr bedingt überzeugen, das Geschehen wird von einer Art Fahrigkeit durchzogen, vieles von haarsträubenden Zufällen oder Dummheiten zusammengehalten. Tatsächlich haben mir die aus McBrides Perspektive gefilmten Traumsequenzen/Rückblicke und die alptraumhaften Tendenzen der Handlung mehr Spaß gemacht als das Gerichtsdrama oder der eigentliche „Hingucker“ der Staffel: JK Simmons als ‚larger-than-life‘-Boss eines Big Pharma-Konzerns. Als Abschluss einer Serie, die mich zuweilen wirklich begeistert hat, ist die Staffel trotz einiger Qualitäten ein bisschen ‚underwhelming‘.

Wo kann ich das gucken?
Bei Amazon Prime.

7/10

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