Kurzkritik: Black Panther (3D)

Fantasy/Action, 2018

Regie: Ryan Coogler; Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Angela Bassett, Daniel Kaluuya, Martin Freeman

Worum gehts?

Das fiktive Königreich Wakanda ist im Besitz des einzigartigen Metalls Vibranium, das Superkräfte verleiht. Die Stämme des Königreiches leben in einer ‚versteckten Welt‘ im Herzen Afrikas, ihr Anführer ist der König „Black Panther“ – und die Interaktionen von Wakanda mit der Außenwelt beschränken sich auf das nötigste. Bis der frisch gekrönte König (den Marvel-Fans im letzten „Captain America“ schon kennengelernt haben) sich gezwungen sieht, den Verkauf eines gestohlenen Exponats aus Vibranium auf dem Schwarzmarkt zu verhindern und dabei auf Gefahren aus unbekannten Richtungen stösst…

Was soll das?

‚Just another‘ Superhelden-Film aus Marvels „Avengers“-Universum. Allerdings mit der Besonderheit, dass hier Afrika (sowie fast durchweg dunkelhäutige Darsteller, die weissen Helden der Reihe haben Sendepause) im Zentrum der Handlung steht. Was längst normal sein sollte ist de facto nie dagewesen. So kommt „Black Panther“ eine politische Rolle als Statement zu Rassendiskriminierung, Afrika-Bashing und der generellen Unterrepräsentation von nicht-weissen Minderheiten im Actionkino der Gegenwart zu. Gleichzeitig ist die Story unverkennbar ein Kommentar zur Lage und Geschichte Schwarzafrikas.

Taugt das was?

Absolut. Mir haben die ersten knapp 90 Minuten sehr gut gefallen, da stimmen Tempo, Witz und auch die Darstellung Wakandas irgendwo zwischen Utopie, Fantasy und Ethno-Klisches ist gelungen. Während die Story insgesamt stimmig bleibt (wenn auch im Rahmen des üblichen Superhelden-Szenarios) geht das Finale einen allzu vorhersehbaren Weg und reiht deutlich zu lange Actionszene an Actionszene, ohne dass echte Spannung aufkäme. Die Darsteller sind hervorragend, auch visuell kann „Black Panther“ viele Punkte sammeln. Die 3D-Aspekte des Films wiederum sind eher guter Durchschnitt, und damit wie die Technik insgesamt letztlich vernachlässigenswert.

Sonst noch was?

Geht es nur mir so, oder waren in den letzten 10 Jahren die besten Actionszenen immer die zu Beginn oder in der Mitte eines Films? Diese parallel montierten Multi-Showdown von Marvel jedenfalls finde ich immer fürchterlicher…

4/5

 

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