Kurzkritik: Star Wars – Die letzten Jedi

Sci-Fi/Fantasy, 2017

Regie: Rian Johnson; Darsteller: Mark Hamill, Daisy Ridley, Adam Driver, Carrie Fisher

Worum gehts?

Die neue Garde der Rebellen (Rey, Finn, Poe) will gemeinsam mit Leia die totale Machtergreifung des „Supreme Leaders“ und seinen Truppen verhindern. Dabei soll Luke Skywalker weiterhelfen, der in seinem Exil von der Wiederaufnahme des Kampfes allerdings schwer zu überzeugen ist. Für die Crew im Kommandoschiff wird es derweil mächtig eng, einzige Hoffnung ist ein ominöser neuer Verbündeter, der jedoch erst auf einem dekadenten Kasino-Planeten rekrutiert werden muss…

Was soll das?

Nach „Das Erwachen der Macht“ der zweite Teil der Trilogie, die die Original-Saga fortschreibt. Nicht zu verwechseln also mit der anderen neuen Reihe, die mit „Rogue One – A Star Wars Story“ letztes Jahr anlief.

Taugt das was?

Als notorischer „Star Wars“-Nörgler muss ich sagen: ja. Der Film ist kein Quasi-Remake wie „Das Erwachen der Macht“, hat eine grundsolide Story (im Rahmen dessen was man erwarten kann), viel Humor, Tempo, fähige Darsteller (die hier mehr zeigen können und müssen als im Vorgänger) sowie gewohnt brillante Effekte. Die meisten neu eingeführten Kreaturen sind solide eingebaut – dass sie in erster Linie den Verkauf von Merchandise ankurbeln sollen ist bei „Star Wars“ (und anderen Reihen) ja nichts neues…

Der inzwischen schon fast traditionelle vorweihnachtliche Gang in einen neuen „Star Wars“ hat mir dieses Jahr deutlich mehr Spaß gemacht als in den beiden Vorjahren.

4/5

2 Kommentare

  • Der Csont

    *** ACHTUNG – SPOILERisch ***

    Kein Quasi-Remake wie „Das Erwachen der Macht“? Da muss ich aber ganz vehement widersprechen, denn genauso wie SW VII sich die publikumswirksamen Storyteile aus „Eine neue Hoffnung“ und „Das Imperium schlägt zurück“ zu eigen macht, wildert „Die letzten Jedi“ ganz ungeniert nochmal in Episode 5 und klaut ganz viel von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (besonders beim 1. Showdown, wo fast sogar textgenau kopiert wurde).
    Auch dass alles immer größer werden muss, um NOCH bedrohlicher zu wirken, seien es nun die Kommandoraumschiffe, Kampfläufer oder Planetenkillerwaffen. Wobei ich das Gefühl hatte, die neuen Filme kommen nicht aus, ohne dass mindestens ein das Wort TODESSTERN mindestens einmal erwähnt wurde.
    Es verwundert mich wie viele Star Wars „Nörgler“ Episode VII und Rogue One kritisieren, nur um bei diesem Film beide Augen zudrücken (das mag vielleicht an der Rückkehr von Luke Skywalker, die eingefleischte Star Wars Fans sentimental werden lässt), denn „eine grundsolide Story (im Rahmen dessen was man erwarten kann)“ kann man es wirklich nur nennen, wenn man alle Fehler und Plot-Holes des vorangegangenen Teils (die sich hier natürlich dadurch vergrößern) akzeptiert. (Da könnte man auch sagen, daß „Justice League“ eine runde Story hatte, denn selbst der dünnste Kreis ist rund.)
    Was die Porgs angeht, diese Mischung aus Pinguin und Tribble, spalten sie die Star Wars Gemeinschaft, wobei einige sie annähernd so sympatisch wie Jar Jar Binks finden. Als Merchandise und Comic Relief (wozu auch der gute alte Chewie – einst gefürchtete Kampfbestie – degradiert wurde. Wookies werden halt auch nicht jünger) erfüllen sie ihren Zweck, wobei nach dem 5. Gag (und dem dritten Mal aufschreien im Cockpit des Falken) es von billigem Lachererhaschens anmutet.
    Neben „Die Dunkle Bedrohung“ hatte ich ehrlich gesagt bei keinem anderen Teil der Saga das so starke Gefühl, dass hier das ganz junge Publikum bedient wird, so wie mit flauschigen Tierchen, knuddeligen Aliens und Robotern, sowie Kindernebendarstellern herumgeschmissen wurde und einem Humor, der selbst zu „Deine Mudda“ ähnlichen Witzen zurückgreift. (Wenn man das akzeptiert hat, kann man sich getrost, jegliche weitere Kritik sparen und frühere löschen.)

    Zum schmunzeln fand ich zum einen den zeitgenössischen Seitenhieb bezüglich der Waffenindustrie, der aber sicherlich bei den wenigsten angekommen ist, sowie der metaphorische Stinkefinger den Disney den alteingesessenen Star Wars Fans entgegenstreckte, als Yoda den Jedi-Tempel nebst „heiligen Schriften“ der Jedi Religion niederbrennt.
    Ein Schelm, der darin eine Metapher für die ganzen -bis dahin canonen- Star Wars Bücher und Romane nebst dazugehöriger Handlungsstränge der Charaktere sieht. Aber ehrlich: Get Over It!

    Abschließend bleibt zu sagen, dass mich der Film sehr gut unterhalten hat.
    Ich bin Star Wars Fan, aber nicht fanatisch, daher habe ich inzwischen akzeptiert, dass Star Wars nun Teil (des bösen Imperium) Disneys ist, und nun rein kommerzialisiertes Entertainment ist.
    Tja, get over it.

  • Der Csont

    Ich bitte die vielen Schreibfehler zu entschuldigen, nach dem ständigen Verbessern und Einfügen, habe ich das Korrekturlesen vergessen 😛

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.