Filmkritik: Dredd

Dredd Filmposter

Action, USA 2012

Regie: Pete Travis; Darsteller: Karl Urban, Olivia Thirlby, Lena Headey

In der Comic-Welt von „Dredd“ leben 800 Millionen Menschen in „Megacity 1“ an der Ostküste der USA. Gewalt und Drogen plagen das Land, die einzige überforderte Sicherheitsbehörde schickt sogenannte „Judges“ in den Kampf gegen das Verbrechen – sie dürfen Verbrecher jagen, vor Ort Urteile fällen und auch gleich ausführen. Manch einer wird diese Welt noch von dem 90er-Jahre Stallone-Streifen „Judge Dredd“ kennen, den ich ehrlich gesagt vor Urzeiten gesehen und gleich wieder verdrängt habe.

In der Neuauflage bekommt Dredd (K. Urban) die hübsche Berufsanfängerin Anderson (O. Thirlby) zur Seite gestellt. Die kann Gedanken lesen, und Dredd soll rausfinden, ob diese Gabe im Dienst nützlich sein kann. Die Story ist recht simpel angelegt: Dredd und Anderson ballern sich durch ein riesiges Wohnhochhaus, weil die Obergangsterin der Drogenmafia sie mit allen Mitteln daran hindern will einen ihrer Komplizen festzunehmen. Dabei fließt massig Blut, „Dredd“ ist äußerst brutal geraten und feiert die Einschläge der Kugeln in diverse Körperteile oft in Zeitlupe ab.

Abgesehen von den krassen (wie üblich großteils am Computer erzeugten) Gewaltdarstellungen hat der Film nicht sehr viel zu bieten. Das Szenario wirkt, zumindest wenn man die Comics nicht kennt, wie am Reißbrett entworfen. Interessante neue Sci-Fi-Ideen sind Mangelware, falls es sowas wie einen Charakter hinter Dredds Maske gibt, so kommt er nicht zum Vorschein. Immerhin ist der Film flüssig und ohne Längen inszeniert und bietet bei bescheidenem Budget ein anständiges Spektakel. Allerdings eines, dass bei einem breiteren Publikum schon wegen der vielen explodierenden Körperteile auf wenig Begeisterung stoßen wird.

2/5

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