Filmkritik: Easy Money

Easy MoneyGangster-Drama, Schweden 2010

Regie: Daniel Espinosa; Darsteller: Joel Kinnaman, Matias Varela, Dragomir Mrsic

Easy Money“ erzählt nach bekannten Mustern die Story von drei aufstrebenden Gangstern in Stockholm. Der ehrgeizige, mittellose Wirtschafts-Student Johan (Kinnaman) gerät über seinen Nebenjob als Taxifahrer auf die schiefe Bahn, weil er dem großen Geld nicht widerstehen kann und er bei seinen reichen Freunden Eindruck schinden will. Jorge (Varela) ist ein Drogendealer, der nach seiner Flucht aus dem Gefängnis den Anschluss an seine alte Gang sucht, Mrado ist Partner der serbischen Mafia, die sich ein großes Stück vom Kokainmarkt unter den Nagel reißen will. Ihre Wege kreuzen sich auf dem Weg zum finalen Drogendeal immer wieder – klar ist, dass nur einer das Spiel gewinnen kann.

Der Film behandelt bekannte Themen des Genres wie Loyalität, Verrat, Gier und das Gesetz der Straße. „Easy Money“ hat da nichts neues zu erzählen, überzeugt aber durch die gute Figurenzeichnung. Was Johan, Jorge und Mrado tun bleibt immer nachvollziehbar und ist Teil einer logischen Entwicklung von Handlung und Charakteren. Auch die Inszenierung überzeugt, der Film kommt ohne große Kunstgriffe wie schnelle Schnitte oder Zooms daher, nimmt sich für jede Figur ausreichend Zeit und ist mit zwei Stunden Laufzeit dennoch nicht zu lang. Die unterschwelligen Kommentare zur Finanzkrise und zum Zustand des Kapitalismus sind nur zum Teil überzeugend, die Milieuzeichnung dagegen umso mehr.

4/5

DVD und BluRay sind in Deutschland bei Universum erschienen.

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