In the Valley of Elah

Hollywood hat sich nun schon häufiger mit den Themen 9/11, Afghanistan- und Irakkrieg auseinandergesetzt. Ein richtig großer Wurf war leider noch nicht dabei, und ein richtig großer Wurf ist auch der neue Film von „LA Crash“-Regisseur Paul Haggis nicht geworden. Vietnam-Veteran Hank Deerfield (Tommy Lee Jones) bekommt einen Anruf vom Militär – sein Sohn Michael ist aus dem Irak zurück, hat sich aber unerlaubt von der Truppe entfernt. Deerfield macht sich auf dem Weg zum Stützpunkt, wo sein Sohn zuletzt gesehen wurde und versucht gemeinsam mit einer Polizistin (Charlize Theron) herauszufinden, was mit ihm passiert ist. „In the Valley of Elah“ ist ein hochgradig mit brisanter Tagespolitik aufgeladener Kriminalfilm, der sich souverän der Stilmittel eines die Vergangenheit sezierenden Thrillers bedient. Tommy Lee Jones liefert eine weitere große Leistung ab und stößt langsam in Eastwoodsche Dimensionen des zurückhaltenden Spiels vor. Mit der politischen Großwetterlage wagt sich der Film indes nicht auseinanderzusetzen (was auch definitiv den Rahmen gesprengt hätte), er bleibt den Soldaten und deren Angehörigen verbunden. Einzig am Ende gerät der Film („inspired by true events“) in die Schieflage, wenn für die wichtigen Schlussmomente Kitsch und Pathos der eigentlich gelungenen Aufklärung die Show stehlen.
7/10

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