My Blueberry Nights

Wong Kar Wai ist mit Filmen wie „Chungking Express“ oder „In the Mood für Love“ schon lange ein Liebling der internationalen Kritiker und des Arthouse-Publikums. Mit „My Blueberry Nights“ betritt der Regisseur nun sprachliches Neuland, denn der Film ist komplett in Englisch und mit englischsprachigen Schauspielern gedreht.

Genretechnisch liefert Kar-Wai ein recht klassisches Roadmovie ab, in dem Elizabeth (Jazz-/Fahrstuhlmusikerin Nora Jones in ihrer ersten Kinorolle) sich bei dem Bistrobetreiber Jeremy (Jude Law) rein platonisch über ihren Verflossenen hinwegtröstet, um dann auf einen Selbstfindungstrip durch die USA zu gehen. Station macht sie dabei als Kellnerin in Memphis und später auch in Las Vegas. Wie üblich liefert Kar Wai schöne Bilder mit Hang zur Zeitlupe, diesmal grobkörnig mit digitaler Kamera gemacht.

Ganz großes Kino ist der Film nicht geworden, zu gefällig und wenig überraschend geht die Geschichte ihren Lauf. Immerhin zeigt sich Nora Jones durchaus der Schauspielerei fähig (wenngleich ihr sinnigerweise keine hochdramatischen Szenen ins Drehbuch geschrieben wurden) und spielt unbeschwert neben dem Ensemble aus Rachel Weisz, Natalie Portman und David Straithairn – und auch sonst spricht nichts wirklich gegen diesen Film, deshalb
7/10

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