Stay (DVD)

Seit einigen Jahren haben Filmfans und Kritiker ein neues Genre entdeckt, es hört auf den Namen „Mindfuck“. Typisch für diese Art Film ist, daß ein oder mehrere Charaktere gar nicht wirklich existieren, oder aber aus anderen Realititätsebenen kommen. Siehe etwa „Fight Club“, „The 6th Sense“ oder auch „Die üblichen Verdächtigen“. Brad Pitt ist eine Erscheinung in Edward Nortons müdem Gehirn, Bruce Willis ist längst tot. Bei den „Verdächtigen“ liegt der Fall schwieriger, denn das Ende offenbart vor allem, daß nichts von dem, was der Film zeigt (alles ja basierend auf Verbal Kints Aussagen) überhaupt passiert sein muss. Marc Forster, bekannt geworden durch die Dramen „Monster’s Ball“ und „Finding Neverland“, hat mit „Stay“ nun seinen eigenen Beitrag vorgelegt. Der Psychologe Sam Foster (Ewan McGregor) übernimmt von einer Kollegin den Fall eines jungen Patienten. Henry (Ryan Gosling) ist Kunststudent, der für den nächsten Samstag seinen Selbstmord plant. Sam versucht in mehreren Gesprächen dahinter zu kommen, was den Jungen dazu treiben könnte. Aber anstelle logischer Antworten bekommt er Widersprüchliches zu hören und verliert zunehmend den Überblick. Welche Rolle spielt der Unfall auf der Brooklyn Bridge? Sind Henrys Eltern nun tot? Wenn ja, welche verwirrte, einsame Hausfrau wohnt dann im Haus der Familie? Nach einigen zunehmend mysteriöser werdenden Erlebnissen hat Sam nur noch eines im Kopf. Er will das Rätsel lösen, doch dazu muss er zunächst Henry ausfindig machen, dessen Freitod immer näher rückt.

Um seine verwirrende Handlung an den Mann zu bringen, bedient sich „Stay“ einiger Tricks. Schiefe Kameraeinstellungen erzeugen Unwohlsein, kurze Zeitsprünge und die kühlen Bilder sorgen zudem für Beklemmung. Moderne, beinahe futuristische Architektur dient als Hintergrund, vor allem zu Beginn der Geschichte. Der Film ist dabei durchgängig sehr ansehnlich, doch grundsätzlich steht und fällt der Film mit der Bereitschaft des Publikums, sich auf den „Mindfuck“ einzulassen oder nicht. Nur wenige Zuschauer werden gleich nach Ende des Films alles begreifen (sofern man davon sprechen kann), es erfordert Nachdenken und Nerven, das Rätsel zu entwirren. Vergleiche mit David Lynchs „Mulholland Drive“ drängen sich auf, doch sind hier die Charaktere weit weniger interessant, auch erreicht „Stay“ nicht die gleiche Intensität.

Wenn man das Ende des Films ein wenig hat auf sich wirken lassen, bleibt – wie ich finde – nicht sonderlich viel übrig. Das Drehbuch ist clever, die Schauspieler geben ihr Bestes, doch richtig überspringen wollte der Funke weder während des Films noch danach. Denn ein wenig erinnert „Stay“ an den ungleich unterhaltsameren „Die üblichen Verdächtigen“. Wenn die Katze erstmal aus dem Sack ist, verflüchtigt sich das vorige Geschehen fast wie von selbst. Tragisch ist das aber nicht. Wer komplexe Psychothriller (so kann man den Film wohl auch bezeichnen) mag, der kommt auf seine Kosten. Wer schon mit den oben genannten Filmen Probleme hatte, der kann es auch einfach sein lassen.

6/10

Caché

Ob Regisseur Michael Haneke seine Idee für diesen Film bei David Lynch abgeschaut hat, darüber ist mir nichts bekannt. Wie in Lynchs „Lost Highway“ bekommt auch hier ein Ehepaar anonym Videos zugespielt, auf denen ihr Haus zu sehen ist, ihr Alltag, ihr Kommen und Gehen. Bei Lynch entwickelte sich das dann zum surrealistischen Albtraum, bei „Cache“ nehmen die Dinge einen anderen Verlauf. Georges und Anne Laurent, ein wohlhabendes Ehepaar in Paris, sind zunächst unsicher, ob es sich vielleicht bloß um einen dummen Streich von Kameraden ihres 12-jährigen Sohnes Pierrot handelt. Als jedoch ein Video mit Bildern von Georges Geburtshaus auf dem Lande auftaucht,können sie diese Idee getrost verwerfen.Georges Laurent (Daniel Auteuil) kommt langsam ein ganz anderer Verdacht. Doch den will er seiner Frau Anne (Juliette Binoche) lieber nicht mitteilen. Das Leben der Laurents ist da längst auf den Kopf gestellt. Das Ehepaar gerät in Streit, weil Georges seiner Frau nicht alles anvertrauen will, und zu den Videos kommen Postkarten, die sogar ihren Sohn in der Schule erreichen. Ein weiteres Video führt zu einer ominösen Tür eines ärmlichen Appartements, hinter der die Lösung des unheimlichen Rätsels zu finden sein könnte. Über den weiteren Verlauf der Story soll hier geschwiegen werden, denn welche lang zurückliegenden Ereignisse einer verdrängten Vergangenheit ans Licht kommen werden, das sollte jeder Zuschauer für sich selbst entdecken.

Die plötzlich ins Leben der Familienidylle tretenden Videos sind monotone Einstellungen, ein reines Abfilmen von alltäglichem Leben. Und auch der Rest von „Cache“ besteht überwiegend aus langen, statischen Einstellungen und verzichtet komplett auf den Einsatz von Filmmusik. So entsteht ein realistisches, zugleich beklemmendes Portrait der ungewöhnlichen Situation. Haneke lässt die gängigen Mittel zum Dramatisieren beiseite, sein ruhiger Bilderfluss wird umso verstörender durch eine (einzige) Aktion unvermittelter Gewalt durchbrochen.

Wie bei den meisten Filmen, die ohne Action, Musik und wilde Kamerafahrten auskommen, rückt auch in „Cache“ der Fokus auf die Charaktere. Die Dialoge rücken in den Vordergrund, die Gesten und Handlungsweisen. Daniel Auteuil spielt Georges als einen korrekten, unscheinbaren Mann mit einem düsteren Hang zur Verdrängung. Juliette Binoch als Anne reagiert ungleich emotionaler auf die Bedrohung von Außen, und erlebt Georges Wortkargheit als schlimmen Vertrauensbruch. Die beiden spielen ihren Alltag genauso überzeugend wie das Ehepaar in einer Notlage, es herrscht ein vertrautes Klima, in dem jedoch bald Brüche sichtbar werden. Ohne diese überzeugenden Leistungen der Hauptdarsteller wäre das Material zum Scheitern verurteilt.

Ein großer Teil des Publikums wird an „Cache“ trotzdem keinen Spaß haben können. Er gehört in jene Kategorie Filme, die längeres Nachdenken nach dem Ende erforderlich machen und sich einer eindeutigen Auflösung entziehen. Der von Anfang an sich aufbauende Spannungsbogen wird über die letzte (wiederum statische) Einstellung verlängert, und lässt vielen Spekulationen ihren Raum. Doch auch während der Laufzeit entwickelt sich eine intensive Spannung, die von der spannenden Prämisse und der intimen Inszenierung lebt und den Film sehenswert macht.

8/10

PS: Wer den Film auf DVD sehen möchte, der sollte in der letzten Szene genauer auf die linke Seite des Bildes achten. Dort sind zwei Figuren im Gespräch zu sehen, die man inzwischen kennt, von denen man aber nicht annehmen konnte, dass sie miteinander Kontakt haben. Dieser Tipp stammt aus dem Internet, mir selbst wäre diese – nicht unwichtige – Feinheit auf meinem kleinen Fernseher sicher nicht aufgefallen.

München

Der Jahresbeginn 2006 ist eindeutig schwer durch Polit-Kino geprägt. „Der Ewige Gärtner“ prangerte das Zusammengehen von Industrie und Geheimdiensten in Afrika an, „Lord Of War“ wirft einen kalten Blick auf die Realitäten internationalen Waffenhandels. Mit „Syriana“ läuft demnächst noch ein Film an, der die Ölindustrie unter die Lupe nimmt. Ebenfalls allein durch sein Thema ein politischer Film ist Steven Spielbergs „München“, der allerdings nicht so ganz in diese Reihe passen will. Der Film thematisiert die Folgen des Attentats auf israelische Sportler bei den olympischen Spielen 1972 in München. Wer mit den Hintergründen des Anschlags und der folgenden Vergeltungsmaßnahmen nicht vertraut ist, der kann sich unter diesem Link bei der deutschsprachigen Ausgabe der Wikipedia ein Bild machen. Sicher lassen sich im Netz aber noch viele weitere Darstellungen des Geschehens finden. Wer den Film lieber ohne Vorwissen auf sich wirken lasen möchte, sollte hier nicht mehr weiterlesen.„München“ beginnt mit dem Attentat selbst. Die Grausamkeit der Tat und die Leiden der Opfer werden so von Beginn an deutlich, der politische und emotionale Kontext zu dem, was darauf folgt, ist hergestellt. Von nun an ist die zentrale Figur des Films der Mossad-Agent Avner, gespielt von Eric Bana („Hulk“, „Troja“). Er steht einem Team von vier Männern vor, die von der Premierministerin Golda Meir den geheimen und inoffiziellen Auftrag erhalten, 11 mutmaßliche Drahtzieher des Attentats zu ermorden. Unter falschen Namen reist die Gruppe durch Europa, kauft bei ominösen Quellen Informationen und macht sich an ihr blutiges Handwerk. Die Planung der Liquidationen und deren Ausführung nimmt einen Großteil des über zweieinhalb Stunden dauernden Films ein.

Es ist gradezu unmöglich diesen Film allein über die Handlung und den Gebrauch filmischer Mittel zu bewerten. Zu groß ist die politische Brisanz des Themas, zu wichtig vor allem die Frage, ob die Darstellung des historischen Geschehens angemessen und ausgewogen ist. Deshalb hier meine bescheidene, auf mäßig viel Fachwissen basierende Meinung. Der Film ist keineswegs eindeutig zugunsten der israelischen Seite ausgefallen, wie es Kritiker dem Juden Spielberg vorgeworfen haben. Vielmehr hat der Regisseur an unzähligen Stellen Kommentare, Hintergründe und Kritik eingebaut. Innerhalb des Vergeltungskommandos herrscht Uneinigkeit über die faktische Schuld ihrer Opfer. Ein Palästinenser erklärt, warum er Terrorismus für notwendig hält und vergleicht das Streben seines Volkes nach einem eigenen Staat mit dem der Juden, Israel als Heimat für ihr Volk zu gründen. Jeder der getöteten Drahtzieher wird, wie das Publikum erfährt, umgehend ersetzt. Worin also besteht der Sinn, diese Menschen zu töten?

Für den Film nicht unerheblich ist natürlich die Tatsache, dass das Attentat auf die israelischen Sportler Ausgangspunkt der Geschichte ist. Dort, so scheint „München“ zu sagen, kommt die Gewalt her. Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die behaupten, das Attentat selbst sei keine Aktion, sondern eine Reaktion gewesen, auf die politische Unterdrückung der Palästinenser durch den Staat Israel. Und da wird es dann knifflig. Die Situation im Nahen Osten ist eben äußerst kompliziert, und ebenso kompliziert ist auch die politische Interpretation von Spielbergs Film. Außer Frage steht lediglich, dass Terrorismus gegen Zivilpersonen vorbehaltlos zu verurteilen ist. Und das gilt auch für die unabsichtlich bei der gezielten Liquidierung von Terroristen getöten Zivilisten. Ein Blick auf das Filmplakat ist ebenfalls interessant. Es zeigt Eric Bana, sitzend und zu Boden blickend. Sieht so ein überzeugter Antiterrorkämpfer aus?

Auf der Ebene der Figuren ist „München“ ein sehr gelungener Film. Der von patriotischer Pflichterfüllung geleitete Avner hat ebenso seine Zweifel an der Richtigkeit seiner Mission wie die meisten seiner Kollegen. Ihm gibt der Film auch als einzigem einen (sehr glaubwürdigen) persönlichen Hintergrund, eine sichtbare Familie. Einzelheiten zum Rest der Besetzung würden leider schlichtweg den Rahmen sprengen.

Von der politischen Bedeutung des Themas abgesehen liefert der Film auch eine gehörige Portion Spannung. Wie bei Spielberg üblich gibt es handwerklich nichts an ihm auszusetzen. Die häufig sehr drastischen Gewaltszenen sind sinnvoll und mit Gespür eingesetzt. Durch einige kleine Kniffe des Drehbuchs ist der Film keine bloße Aneinanderreihung von Grausamkeiten geworden. Rückblenden, kurze Story-Schlenker und Off-Kommentare verlängern so zwar die Spielzeit, verhindern aber geschickt die ewige Wiederkehr des gleichen. Unter dem Strich hat mir „München“ sehr gut gefallen, und lädt wegen seiner Vielschichtigkeit zugleich zum erneuten Betrachten ein. Bis dahin gibt es..

8/10

Alles ist Erleuchtet (DVD)

Liev Schreiber ist eigentlich Schauspieler in Hollywood, er spielte in allen drei „Scream“-Filmen mit und jüngst die Titelrolle im „Manchurian Candidate“. Bei der Verfilmung des Debutromans von Jonathan Safran Foer stand er das erste Mal hinter der Kamera und liefert ein ungewöhnliches, bewegendes und witziges Roadmovie ab. In der Hauptrolle ist „Frodo“ Elijah Wood zu sehen, er spielt den Romanautor Jonathan Safran Foer, einen eigentümlichen Sammler familiärer Erinnerungsstücke. Ein altes Fotos veranlasst ihn, sich auf die Suche nach einer Frau zu begeben, die einst seinem Großvater das Leben rettete. Irgendwo in der Nähe von Odessa, in einem kleinen ukrainischen Ort namens Trachimbrod, hofft er, die Familiengeschichte endgültig klären zu können.Am Bahnhof von Odessa trifft Jonathan seine ortskundigen Begleiter. Als Übersetzer soll der junge HipHop-Fan Alex dienen, wozu sein Englisch gerade eben so ausreicht. Alex Großvater sitzt am Steuer des uralten Wagens, ein kauziger alter Kerl, der sich zu allem Überfluß für blind hält. Deshalb ist auch sein Blindenhund Sammy Davis, Jr. Jr. dabei, zum Mißfallen von Jonathan. Die vier machen sich auf die Reise durchs Hinterland der Ukraine, auf die Suche nach jenem Trachimbrod, von dem keiner zu wissen scheint, wo es eigentlich liegt. Warum das keiner weiß, und wie die Vergangheit aller Beteiligten recht unerwartet doch noch ans Licht kommt ist das große Geheimnis, welches der Film erst in seinen letzten Minuten preis gibt.

Auf dem Weg dorthin ist aber für genug Unterhaltung gesorgt. Die Gespräche zwischen den drei grundverschiedenen Menschen sind einfach köstlich, durch die ständig nötigen Übersetzungen von Alex gewinnen sie noch weiter an Witz. Jonathan ist Vegetarier, was seine Begleiter in Staunen versetzt und ihm kulinarisch nicht zum Vorteil gereicht. Die Reise wird immer beschwerlicher, das Ziel scheint in weite Ferne zu rücken, doch schließlich finden die Reisenden doch noch die vom Titel versprochene Erleuchtung.

Regisseur Schreiber verlässt sich in seiner Erzählung auf die interessanten Charaktere und die Kraft seiner Story. Ohne inszenatorische Mätzchen und unterlegt von einem folkloristischen Soundtrack beobachtet er die Entwicklung seiner Figuren. Es wird im Internet viel diskutiert, ob er an der Geschichte (im Vergleich zum Buch) zuviel Änderungen vorgenommen hat. Nun, ihr ahnt es sicher schon: ich kenne das Buch nicht. Fest steht, daß „Alles ist Erleuchtet“ ein gelungener Film geworden ist. Ungewöhnlich, aber nicht sperrig, großartig gespielt und definitiv eine willkommene Abwechslung zu kleineren und größeren Mainstream-Produktionen. Auch wenn es am Ende ein bißchen schwierig ist, mit der Geschichte und ihren Komplikationen Schritt zu halten, kommt kein Gedanke an überflüssiges Verwirrspiel auf. Man möchte lieber noch einmal genauer hinsehen, um selbst das Ende der Reise zu erreichen.

8/10

Kiss Kiss Bang Bang

Es ist über 60 Jahre her, dass französische Kritiker eine Reihe von amerikanischen Filmen sahen, die sie als Film Noirs bezeichneten. Geschichten von Detektiven, von in die Enge getriebenen Bürgern, von verführerischen Frauen und mysteriösen Todesfällen. Seitdem hat das Genre mehrere Auferstehungen erlebt, vor allem in den 70er und 90er Jahren. Mit ihrem großartigen The Big Lebowski lieferten die Coen-Brüder vor knapp zehn Jahren die vielleicht erste Noir-Persiflage ab, in der sie einen sympathischen, faulen Sack mitten in eine Entführungsstory werfen, die er nur mäßig überschaut.In eine ähnliche Kerbe schlägt nun Shane Blacks Kiss Kiss Bang Bang. Kleinganove Harry (Robert Downey Jr.) gerät auf haarsträubende Art und Weise in ein Casting, findet sich kurz darauf in Los Angeles wieder und weiß schon bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Auf einer Party schließt er erste Bekanntschaften und endet im Bett mit der falschen Frau. Kurz darauf macht er sich mit dem undurchsichtigen Gay Perry (gnadenlos komisch verkörpert von einem leicht übergewichtigen Val Kilmer) auf, das Detektivspielen zu erlernen.

Wild, unüberschaubar, gewürzt mit gnadenlosem Humor nimmt eine wilde Story ihren Ausgang, die sich hemmungslos bei unzähligen Schund- und Detektivromanen samt ihren Leinwandversionen bedient. In vier nach Geschichten von Raymond Chandler benannten Kapiteln türmen sich die Leichenberge und häufen sich die irrwitzigen Situationen, die nur durch den unerschütterlichen Wortwitz des ungleichen, hervorragend harmonierenden Duos übertroffen werden. Dabei bemüht sich Harry noch mittels Off-Kommentar ein wenig Ordnung ins wilde Treiben zu bringen, muss sein Scheitern aber selbst eingestehen.

Wirklich ernst ist hier keiner bei der Sache, die ironische Distanz zum Geschehen ist ein Schlüssel dafür, dass Kiss Kiss Bang Bang so wunderbar funktionieren kann. Harry ist mit der Situation klar überfordert, wächst aber im Verlauf der Story über sich hinaus. Nicht nur einen verworrenen Fall von Täuschung, Mord und Entführung gilt es zu lösen, auch seine Jugendliebe Harmony (die ihrem Namen nicht im Ansatz Ehre zu machen gedenkt) will erobert werden. Downey Jr. gibt den Underdog und Neuling im Haifischbecken L.A., und tut dies mit einer Mischung aus Charme, Unfähigkeit und liebenswerter Beharrlichkeit. Val Kilmer spielt den abgeklärten Tough Guy, in der recht seltenen schwulen Version. Auch hierzu gibt es massig Lacher, man achte bloß auf den Klingelton von Perrys Mobiltelefon.

Der Humor des Streifens ist zuweilen so pechschwarz, dass einigen zart besaiteten Zuschauern das Lachen im Halse stecken bleiben könnte. Shane Black, bisher vor allem als Drehbuchautor für Lethal Weapon und Last Boy Scout in Erscheinung getreten, ist bei seinem Regiedebut so gut wie nichts heilig, und sein Drehbuch meint es mit vielen lebenden und auch toten Figuren nicht besonders gut. Wer seinen derben Humor jedoch zu schätzen weiß, kommt in den Genuss des bisher witzigsten Films des Jahres. Selten so gelacht.

9/10

Die Tiefseetaucher Hochsee-Nonsens bald auf DVD

Zwei wahrlich hoch gelobte Talente stecken hinter diesem Film, dessen Originaltitel „The Life Aquatic With Steve Zissou“ bereits ähnlich merkwürdig klingt, wie der Film letztlich selbst ist. Regisseur Wes Anderson lieferte zuletzt mit „The Royal Tenenbaums“ ein herrlich überspitztes, märchenhaftes Familienportrait, in dem auch der Hauptdarsteller seines neuen Films, Bill Murray, mitspielte. Der ist seit dem großen Erfolg von „Lost in Translation“ ebenfalls wieder obenauf, und so waren die Erwartungen an diesen Streifen nicht eben gering. Bis in die Nebenrollen hat Anderson seinen Streifen mit Anjelica Houston, Willem Dafoe, Cate Blanchett, Owen Wilson und Jeff Goldblum hochkarätig besetzt.

Als ich den ersten Trailer zum Film sah, fragte ich mich ernsthaft, ob die darin gezeigten kleinen Gags tatsächlich taugen sollten, den Film einem großen Publikum zu verkaufen – ich war mir sicher, dass der Trailer einfach schlecht gemacht ist. Nun bin ich da nicht mehr so sicher, denn die kleinen, leicht verständlichen Späße sind vielleicht noch das greifbarste, unmittelbarste ?Verkaufsargument? für dieses ungewöhnliche Machwerk. Angelehnt an den (Vorsicht: Klassiker!) mir völlig unbekannten Meeresbiologen Jacques Yves Cocteau geht hier die Mannschaft von Skipper Zissou (Murray) auf große Fahrt.

Dessen alter Gefährte wurde von einem Jaguar-Hai getötet, wie bereits im Vorspann zu erfahren ist. Dieser stellt zugleich ein Auszug aus Zissous jüngstem Dokumentarfilm dar und wird von Premierenpublikum mit einer Mischung aus Unglauben und Mitleid aufgenommen. Der kauzig-melancholische Biologe scheint am Ende seines einstigen Ruhmes zu sein und schwört dem Hai persönlich und auf offener Bühne Rache. Bevor die Mannschaft in ihren blauen Anzügen und roten Wollmützen jedoch aufbricht, gesellen sich zwei weitere Figuren hinzu. Der Pilot Ned (Owen Wilson) stellt sich Zissou als sein Sohn vor (wobei sich beide über die tatsächliche Vaterschaft nie so richtig klar zu werden scheinen) und wird sofort angeheuert. Ebenfalls mit von der Partie ist die schwangere Journalistin Jane (Cate Blanchett), der Zissou mit großer Skepsis begegnet.

Was nun folgt ist eine wahrhaft groteske cineastische Reise von großem Einfallsreichtum. Die unbezahlten Praktikanten, die auf der Belafonte ihren Dienst verrichten, tragen ebenso zur Erheiterung bei wie philippinische Piraten, die merkwürdige Dreiecksbeziehung zwischen dem Kapitän, Ned und Jane, die Filmproduzenten und Geldgeber, die Hochseekonkurrenz und Zissous eigenartig abwesend wirkend Ehefrau Eleanor (A. Houston). Da sitzt man ganz selbstverständlich mit der Taucherbrille im Whirlpool, begleiten zwei mit Kameras ausgerüstete Albino-Delphine das Schiff auf all seinen Wegen, und am Ende findet die bunte Crew tatsächlich den seltenen Jaguar-Hai. Nur, was mit ihm machen?

Wes Anderson hat also einiges zu bieten, jedoch nicht unbedingt das, was viele Zuschauer von einem Kinofilm erwarten: eine kohärente Story und plausible Charaktere. In bunten Bildern und mithilfe zahlreicher animierter (Meeres)Gestalten schafft er eine wunderschön anzusehende Zwischenwelt, die er mit skurrilen Typen, absurden Actionsequenzen und gelegentlich eingestreuten lakonischen Witzen bevölkert. Wirklich schlau wird man aus dem bunten Potpourri nicht. Zum Glück jedoch spielt Anderson mit offenen Karten und erweckt niemals den Anschein, als wolle für seine verrückte Welt eine umfassende Erklärung liefern. Unterlegt mit einem teils elektronischem, teils aus auf Portugiesisch vorgetragenen David Bowie-Songs bestehenden Score tagträumt er sich bis zum Finale des Films. Es gibt zwar Anleihen bei der Realität, aber nie ohne einen mitgelieferten Beweis für die komplette Fiktion des Geschehens, teils durch schlichtweg bescheuerte, kleine Brüche in der Erzählung oder einfach durch die überdeutlich als solche erkennbaren Kulissen. Übrig bleibt ein sicherlich verunsichertes, zum Teil bestens amüsiertes Publikum mit der einfachen Frage, was der veranstaltete Zauber eigentlich bezwecken sollte. Nun, ick wees et ooch nich. Aber Spaß hat es schon gemacht?

Fahrenheit 9/11

George W. Bush ist nicht rechtmäßig Präsident der USA geworden, er pflegt zweifelhafte Geschäftsfreundschaften mit den Saudis, er ist als Geschäftsmann stets gescheitert, er hat den Irak zur Ablenkung, aus alter Feindschaft und natürlich wegen des Öls angegriffen. So sieht es aus in Michael Moores Köpfchen, und wer dem oben genannten nicht zustimmen mag, der wird „Fahrenheit 9/11“ höchstwahrscheinlich nicht viel abgewinnen können. Moore richtet sich mit seinem neuen Film gezielt an das urbane und gebildete Publikum, das seit Jahren die Basis seines Erfolgs bildet. Mehr als 100 Mio. Dollar trugen US-Amerikaner bereits nach drei Wochen an die Kinokassen, womit Moores Abrechnung mit der ersten Amtszeit Bush Juniors in den USA schon jetzt der bei weitem erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten ist.Es ist kein so stimmiger Film wie der Vorgänger „Bowling for Columbine“ geworden, vor allem, weil Moore sehr häufig grausame Bilder und unvorstellbare Sachverhalte mit derben, wenn auch häufig gelungenen Lachern mischt. In der kurzen Einführung wird die Posse der Wahl in Florida und die Proteste gegen Bushs Amtseinführung noch einmal amüsant zusammengefasst und Bush als ständig urlaubender Stümper-Präsident dargestellt. Der Ton ist schon beißend, aber bereitet den Zuschauer nur auf die Hauptattraktion vor ? die Angriffe des 11.09.01 und all das, was die Regierung Bush darauf folgen lies. Es geht nun hin und her, Bushs persönliche Geschichte und die seiner Kollegen Cheney, Rumsfeld und Konsorten wird thematisiert, die Lage im Irak nach der „Mission Accomplished“-Rede auf dem Flugzeugträger, es kommen Angehörige gefallener Soldaten ebenso zu Wort wie ein „Marine“, der sich weigert, noch einmal im Irak zu kämpfen.

Trotz einiger Längen und einigen sehr plumpen Vereinfachungen gelingen Moore einige starke Momente, etwa die Anhörung des Senats vor dem Amtsantritt Bushs, bei der 10 Mitglieder des Repräsentantenhauses ihren (wirkungslosen) Protest gegen die Wahl kundtun. Geschickt nutzt Moore die ohnehin schon beträchtliche Kraft der Nachrichtenbilder vom täglichen Krieg im Irak, die er im Kino auf der großen Leinwand noch einmal steigern kann. Im Kern sind es aber weniger die Bilder, sondern einige der relativ bekannten Fakten, die einen manchmal einfach nur koppfschüttelnd dasitzen lassen. Dass die Angehörigen von Kongressmitgliedern ihre Kinder vor dem hochpatriotischen Heldentod im Irak (oder anderswo) lieber bewahren wollen ist hinlänglich bekannt. Pikant wird diese Information aber erst dann, wenn man einen Blick auf die Soldaten und ihre Familien bekommt, die tatsächlich für die „gute Sache“ kämpfen und ihren Kopf hinhalten. Dazu präsentiert Moore immer wieder Interview-Fetzen mit Bush, Cheney und Rumsfeld, die Fakten verdrehen, erfinden und teilweise einfach nur noch Mist erzählen. Die drastischen Bilder von Verletzten und toten Zivilisten in Baghdad, kontrastiert mit Rumsfelds Geschwafel über die „menschliche Dimension der Kriegsführung“ erreichen die gewollte Wirkung problemlos.

Was können die Angehörigen der Soldaten, die im Irak eine massive Bedrohung für die Nation bekämpfen sollen, von einem Verteidigungsminister erwarten, der auf die Frage nach den herbeigeredeten „Weapons of Mass Destruction“ antwortet: „We know where they are, in and around Baghdad, Basrar, east, west, north and south.“? Setzen, sechs. Auch Bush Juniors Image als Freund der Soldaten bekommt Risse, wenn man erfährt, dass er für die Kürzung des Soldes seiner Truppe eintritt. Auch nicht gut macht es sich, dass der Familie eines gefallenen Soldaten dessen letzter Sold abzüglich des Lohnes von fünf Tagen ausbezahlt wird ? schließlich fiel er am 26. Mai, fünf Tage vor Monatsende. Moore lässt ausgewählte Soldaten selbst zu Wort kommen und auch ihre Aussagen sind häufig erschütternd. So antwortet ein Offizier auf die Frage, was er Herrn Verteidigungsminister Rumsfeld sagen würde, wenn der da wäre, mit „Ich würde ihn auffordern, zurückzutreten.“. Ebenfalls unter Beschuss nimmt der Film die Medien, neben den Anschuldigungen gegen die Regierung der vielleicht bedeutendste Vorwurf, der leider für meinen Geschmack erheblich zu kurz kommt. Dafür wird der Ratifizierung des „Patriot Act“ (in neuer Weltrekordzeit) ein interessantes und komisches Kapitel gewidmet.

Weniger überzeugend ist „Fahrenheit 9/11“ in der Darstellung eines völlig friedlichen Vorkriegs-Irak und einigen weiteren unnötigen Verzerrungen der Wirklichkeit. Trotz dieser Mängel ist der Film jedoch eine ernstzunehmende Anklageschrift geworden, der sich die Regierung Bush im Falle einer Widerwahl stellen werden muss. Reizthema ist vor allem der Irak, und die Frage nach der Dauer des „Abenteuers“. Dem politisch interessierten Publikum bietet sich eine interessante Grundlage für endlose Diskussionen, und durch die zahlreichen Slapstick-Einlagen wird für die Unterhaltsamkeit des Ganzen ausreichend gesorgt. Wer müsste nicht lachen, wenn zwischen all den erschreckenden Erkenntnissen über die Fehler der Regierung plötzlich die Barbie-Puppe Britney Spears auftaucht, mit dem hemmungslos unbedarften Kommentar, man solle dem Präsidenten bei allem, was er so tut, einfach vertrauen. Doch neben dem Gelächter macht sich da noch etwas anderes breit – schiere Fassungslosigkeit.
5/5

Elephant

Kaum ein Thema ist in den letzten Jahren so ausgeschlachtet worden wie die Highschool-Massaker von Littleton, Erfurt und all den anderen Orten, an denen Teenager in ihrer Schule Amok gelaufen sind. Vom schlechten Einfluß einiger Computer-Spiele war schnell die Rede, in den USA wurde Marylin Manson an den Pranger gestellt und natürlich bekam auch Hollywood für seine vielen Gewalt- und Horrorstreifen von selbsternannten Sittenwächtern einiges zu hören. Regisseur Gus Van Sant, bekannt geworden durch „My Private Idaho“ und mit „Good Will Hunting“ und „Forrester: Gefunden“ zuletzt auch im Mainstream aktiv, bringt mit „Elephant“ ein gewagtes Portrait einer solchen Tragödie auf die Leinwand.Mit minimalem Budget, Laiendarstellern und einer Finanzierung durch den amerikanischen Pay-TV-Sender HBO zeichnet der Film das Bild einer beliebigen US-Highschool und begleitet einige Schüler in der letzten Stunde vor dem Terror. Zwischen Mensa und Football-Training, Fotowerkstatt und Bücherei-Alltag verleben die Kids einen ganz normalen Schultag. In langen Kamerafahrten und mit wenigen Schnitten lernt der Zuschauer ein paar Schüler näher kennen, ohne dass allerdings eine absichtliche Dramaturgie den dokumentarischen Charakter zerstören würde.

Van Sant verzichtet auf einen Score ebenso wie auf die meisten anderen stilistischen Hilfsmittel, die das Bild eines teuer ausgestatteten Spielfilms prägen. Die weitläufigen Gänge der Schule, der große Sportplatz, all das wirkt völlig authentisch. Obwohl „Elephant“ unter den Schülern auch einige Außenseiter findet, zeichnet der Film ein durchaus positives Bild der Schule, weder Prügeleien noch Waffen oder Drogen haben den Alltag erobert, auch die wenigen Auftritte von Lehrern signalisieren keine Ohnmacht oder übertriebene Härte.

Parallel zum normalen Schultag zeigt der Film die Vorbereitung der beiden Attentäter Eric und Alex auf ihren grausamen Plan. Die beiden Jungen werden als eigenwillige Außenseiter portraitiert, jedoch ohne dabei ihre familiären und psychologischen Hintergrunde näher auszuleuchten. Während der eine auf dem Laptop mit einem Ego-Shooter beschäftigt ist spielt der andere Beethoven auf dem Klavier, schließlich sitzen sie eher gelangweilt vor einer Nazi-Dokumentation, um dann vom Postboten die im Internet bestellte automatische Handfeuerwaffe in Empfang zu nehmen. Obwohl durchaus mit einigen Klischees versehen, führt der Film die Täter nicht als verdorbene Psychopathen ein, denn wenngleich ihr Verhalten ein wenig ungewöhnlich ist, so liefert es noch längst keine schlüssige Erklärung für ihr späteres Tun.

Der Schrecken beginnt fast zufällig, wenn Alex und Eric schwer bewaffnet die Highschool durch einen Nebeneingang betreten und auf ihrem Weg durch das Gebäude wahllos das Feuer auf ihre Mitschüler eröffnen. Die Bilder wirken dabei umso eindringlicher, weil auch hier keine wilde Musik das Treiben unterstreicht, es gibt keinen Soundtrack des Todes, nur die grausam real klingenden Schüsse und das ungläubige Geschrei der Opfer. Kurz erscheint es, als wolle „Elephant“ doch noch mit einem Heldentypen aufwarten, doch auch diesen Gefallen tut Van Sant seinem Publikum nicht. So endet der Film wie er anfing aus der Perspektive der Opfer, die die Katastrophe fassungslos mit ansehen müssen – sofern sie sie überleben können.

Gerade weil „Elephant“ keine schnellen Erklärungen liefert, regt der Film sehr zum Nachdenken an. Die von den sensationslüsternen Medien vielfach verbreiteten Bilder von Polizei-Teams, Leichen und trauernden Angehörigen und die reißerischen Stories über die jugendlichen Täter werden um eine wichtige Perspektive ergänzt. Statt einer minutiösen Schilderung der Vorgänge entsteht ein rein betrachtendes Bild, das nicht kommentieren will und stattdessen die Sinn- und Wahllosigkeit dokumentiert, die das Geschehen so unfassbar macht. Die gedankenlose Gewaltbereitschaft ist ebenso verstörend wie vertraut, wobei die Ballerfreude der zwei Täter gar nicht mehr erklärt werden muss, so sehr hat man sich – in den USA – an den Gebrauch von Schusswaffen gewöhnt. Das Überschreiten der Schwelle vom Büchsenschießen zum Amoklaufen rückt ins Zentrum, und die Frage danach stellt „Elephant“ äußerst eindringlich.

5/5

Sideways

„Sideways“, der neue Film von „About Schmidt“-Regisseur Alexander Payne, hat alle Vorrausetzungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zwei kurze Kinowochen hinter sich zu bringen und dann in der Versenkung zu verschwinden. Der Hauptdarsteller ist beim besten Willen kein Adonis, es gibt keinen Plot, keine Action und keine Stars. Glücklicherweise gibt es so etwas wie Mund-zu-Mund-Propaganda, weshalb der Film trotzdem ein Erfolg geworden ist, und das völlig zu recht.Der erfolglose Schriftsteller Miles (Paul Giamatti) knabbert nach zwei Jahren immer noch an seiner Scheidung, schlägt sich als Lehrer durch und widmet sich hingebungsvoll dem Genuss edler Weine. Jack (Thomas Haden Chruch), ein alter Freund aus College-Zeiten, ist vom Fernsehschauspieler zum Werbesprecher abgestiegen. Anläßlich Jacks bevorstehender Hochzeit begeben sich die zwei ungleichen Männer auf eine Tour durch die Weinanbaugebiete Kaliforniens. In Miles altem Saab-Cabrio fahren sie durch die idyllische grüne Landschaft, von einer Weinprobe zur nächsten.

Während Miles zunächst vor allem die kulinarische Komponente des Trips abzufeiern gedenkt, macht Jack ziemlich schnell deutlich, dass für ihn zu einem echten Junggesellenabschied auch Frauenabenteuer dazugehören. Dabei erweist sich der optimistische, eher simpel gestrickte Jack als fähiger Aufreißer, der den beiden aus dem Stand eine Verabredung mit Winzerin Stephanie (Sandra Oh) und Kellnerin Maya (Virginia Madsen) besorgt. Miles kennt und schätzt die attraktive Maya bereits von seinen früheren Besuchen in ihrem Lokal, hat aber von weiteren Avancen unter immer neuen, mitunter recht fadenscheinigen Ausflüchten Abstand genommen. Beim Dinner – verbunden natürlich mit reichlich Wein – entdeckt man einige gemeinsame Interessen, doch auch das kann Miles nicht daran hindern, in nicht mehr ganz nüchternem Zustand bei seiner Ex-Frau anzurufen. Jack hingegen gelangt bei Stephanie sofort an sein Ziel, was den eher zart besaiteten Miles ein wenig mitnimmt. Immerhin steht doch dessen Hochzeit kurz bevor, zu der zu allem Überfluss auch noch seine ehemalige Gattin samt neuem Partner erwartet wird.

Die durchweg entspannte Stimmung des Films erzeugt Alexander Payne durch die gelungene Mischung aus komischen und ernsthaften Momenten, die sich zeitweise recht kurios überlagern. Begleitet von einem jazzigen, lockeren Score folgt die Kamera dem Treiben der Charaktere, beobachtet dabei sehr genau, ohne jedoch die Figuren (in letzter Konsequenz) bloßzustellen. Die Hauptdarsteller, allen voran Paul Giamatti, sind durchweg exzellent und spielen fernab jeder klischeehaften Darstellung vier gewöhnliche Menschen bei ihrem alltäglichen Kampf, das Leben zu meistern. Das markante, viereckige Gesicht von Thomas Haden Church wirkt hier wie ein bewusster Antipol zum unverwechselbaren Neurotiker-Antlitz des durch einfache Gesten und Blicke bestechenden Giamatti, dem seine depressiven Tendenzen in nahezu jeder Einstellung anzusehen ist, ebenso wie sein moderater, als Hobby getarnter Alkoholismus. Ähnlich wie Paynes vorigen Film „About Schmidt“ kann man „Sideways“ als Tragikomödie bezeichnen, allerdings setzt der Regisseur hier auf gänzlich anders gestrickte Charaktere als den verbiesterten Parade-Spießer auf Abwegen, dem Jack Nicholson seine Züge lieh. War der noch im Mittleren Westen der USA unterwegs sind diese Menschen fest mit ihrem Heimatstaat Kalifornien verbunden, und so wird die Tristesse von Nebraska durch ungleich schönere Aussichten abgelöst, die Weinberge und Landstrassen werden dabei beinahe zu Handlungsträgern.

Es ist eine ereignis- und aufschlussreiche Woche, die Miles und Jack auf Golfplätzen, ihrem Hotelzimmer, in Bars, Restaurants und in der Natur verleben. Trotzdem wirkt die Handlung niemals forciert, das Gefühl von Spontanität und Authentizität geht nicht verloren, auch nicht wenn gegen Ende noch einige fast schon Slapstick-artige Szenen geboten werden. Obwohl alle Charaktere gewisse Veränderungen durchmachen, bleiben sie sich selbst treu, hier sind keine fremden Mächte am Werk, die für Läuterungen und Wandlungen sorgen könnten. So werden große Themen wie Liebe, Midlife-Crisis und allgemeine Sinnsuche immer auch mit Humor und fast wie nebenbei abgehandelt. Es ist genau diese Unbekümmertheit, das vermeintlich Zufällige in diesem Film, was im Gedächtnis bleibt, wenn Jack und Miles ihren Ausflug beendet haben.

9/10

Gothika

Es gibt in der englischen Sprache einen Ausdruck, der auf „Gothika“ besser passt als jeder (mir bekannte) Begriff der deutschen Sprache: guilty pleasure. Ein mit leichten Schuldgefühlen verbundenes Vergnügen, im Falle von „Gothika“ hervorgerufen durch einen guten schlechten Film. Regie führt bei diesem Matthieu Kassovitz, der neben „Hass“ auch den definitiv schlechten schlechten Film „Die purpurnen Flüsse“ gedreht hat. Als Schauspieler kennt man ihn ebenfalls, am bekantesten wohl seine Rolle in „Amelie“ als deren Liebster.In der Hauptrolle ist Halle Berry als Psychologin Miranda Grey zu sehen, frisch verheiratet mit dem Chef jener Klapsmühle, in der sie arbeitet. Eines Abends ist Miranda gezwungen einen Umweg nach Hause zu nehmen und trifft dabei auf ein junges Mädchen, das nackt im Regen steht. Als Miranda sie ansprechen will, scheint sie Feuer zu fangen – Schnitt. In der nächsten Szene ist die Ärztin schon zur Patientin geworden. In einer Zelle ihres ehemaligen Arbeitsplatzes erfährt die verstörte Frau von ihrem Ex-Kollegen Pete (Robert Downey Jr.), dass ihr Mann auf brutale Art und Weise ermordet wurde. Hauptverdächtige ist sie selbst, da sie definitv am Tatort gewesen ist.

„Du kannst niemandem vertrauen, der dich für verrückt hält“, etwa in dieser Form bringt gleich am Anfang des Films Mirandas Patientin Chloe (Penelope Cruz) eine Wahrheit zum Ausdruck, die für die Handlung entscheidend ist. Während ihr Umfeld bemüht ist, ihre „Geisteskrankheit“ zu verstehen, muss Miranda alleine Licht ins mysteriöse Dunkel bringen. Das ist als Insassin einer geschlossenen Anstalt natürlich nicht ganz einfach. Überzeugt von ihrer eigenen Unschuld und heimgesucht von einigen wegweisenden Erscheinungen kommt sie der schrecklichen Wahrheit langsam auf die Schliche.

Entscheidend für eine solche doch sehr trashige Story ist die Art und Weise, auf die sie vermittelt wird. Kassovitz` düstere Bilder sorgen für eine angemessen gruselige Atmosphäre, in der Halle Berry eine gute, wenn auch nur bedingt anspruchsvolle Leistung zeigt. Im Gegensatz zu ambitionierten Irrenhaus-Filmen wie „Einer flog übers Kuckucksnest“ oder auch „Girl, Interrupted“ macht „Gothika“ keinen Hehl daraus, dass die Anstalt hier einfach der passende Schauplatz für eine anständige Psychothriller-Story ist. An erster Stelle steht die Unterhaltsamkeit des Geschehens, für die bekannte und gute Nebendarsteller ebenso sorgen wie das straffe Erzähltempo. Vorhandene Lücken der Story werden dadurch zwar nicht überdeckt, fallen aber weniger ins Gewicht, dasselbe gilt für die zwar durchaus zufriedenenstellende, aber etwas rätselhaft bleibende Auflösung. Wer genau was und warum getan hat ist mir jedenfalls nicht ganz klar geworden, gestört hat mich das aber wenig.

Man kann „Gothika“ nicht wirklich ernst nehmen, der konstruierte Plot und die rätselhaften Erscheinungen sind kein Material für ein seriöses Drama. Gut für den Film, dass dies alle Beteiligten offensichtlich verstanden haben. Das große Geheimnis, hinter das der Zuschauer natürlich ebenso kommen will wie die Figuren im Film, hinterläßt keinen zu faden Nachgeschmack, es trifft denselben Ton wie der Rest des Films. So vermeidet man einen sinnlosen und nervigen Schluss wie z. B. das „Planet der Affen“-Remake oder jüngst „Basic“. Deshalb gilt für Kassovitz‘ jüngste Arbeit, was ich über die beiden anderen Streifen nicht zu sagen wage: That`s entertainment.

7/10

FeardotCom

Alle Jahre wieder wage ich mich an einen Film aus der Horrorecke, mit wechselndem Erfolg. Der japanische „Ring“ hat mir ganz gut gefallen, und irgendwie scheint „FeardotCom“ diesem und seinem US-Remake seine Existenz zu Schulden. War es in „Ring“ ein Video, was den Tod mit sich brachte, ist es nun eine Website, deren Besucher binnen 48 Stunden ins Gras beißen müssen. In den Hauptrollen ermitteln Detective Reilly (Stephen Dorff) und Terry Huston (Natasha) McElhone in einigen rätselhaften Todesfällen. Die Website wird bald als gemeinsamer Link der Opfer identifiziert, und so klinkt sich auch Reilly dort mal ein.Der Deal der Seite, soweit ich das zu vorgerückter Stunde mitbekommen habe, ist, das jeder Besucher an seinen schlimmsten Alpträumen stirbt. Außerdem foltert der Oberbösewicht vor laufender Webcam eines seiner Opfer. Nun ist also auch Reilly auf dem besten Weg ins Jenseits, was seine Partnerin verzweifelt verhindern will.

„FeardotCom“ ist der vielleicht düsterste Film, den ich je gesehen habe. David Finchers „Seven“ ist gegen diesen Streifen mit Flutlicht ausgeleuchtet. In dunklen Kellern, U-Bahnschächten und in der Nacht entfaltet sich die Handlung, natürliches Licht ist ebenso Mangelware wie Glühbirnen über 30 Watt. Der düstere Look steht dem Geschehen ganz gut, leider steht dem Look das Geschehen nicht. Die Story wird kompliziert und verzerrt vor dem Zuschauer ausgebreitet, dazu kommen die Charaktere alle ein wenig hohl rüber, was für die schlecht bis gar nicht entwickelte Love-Story nicht eben förderlich ist.

Wer die unselige Seite nun gestartet und programmiert hat, oder auch warum, das weiß ich nicht. Entweder ich hab es nicht verstanden oder der Film lässt es offen. Letzteres erscheint durchaus möglich, denn „FeardotCom“ ist eindeutig dem sichtbaren Grauen mehr verpflichtet als der psychologischen Seite. Meine Aufmerksamkeit ist allerdings gegen Ende doch sehr hart gesunken, gut möglich das ich die alles erklärenden Dialogfetzen überhört habe. Wie auch immer, der Film ist nicht zu empfehlen . Irgendwie haben das Internet und die neuen Kommunikationsmedien bislang eher für schlechte als für gute Filme getaugt, siehe „Start-Up“ oder „Das Netz“. Nun also auch „FeardotCom“, meine persönliche Ausrede dafür, die nächsten paar Wochen das Horrorregal in der Videothek wieder geschickt zu umschiffen.

2/5

Irreversible

Beim Betrachten von „Irreversible“ drängt sich mir der Vergleich mit zwei der besten Filme der letzten Jahre auf: Christopher Nolans „Memento“ und Darren Aronofskys „Requiem for a Dream“. Vom Ersteren entleiht sich Gaspar Noès Film die rückwärtsgewandte Erzählstruktur, und so beginnt er mit dem chronologischen Ende, einem blutigen Racheakt, verübt von Marcus (Vincent Cassel) und Pierre (Albert Dupontel) an einem Zuhälter namens „La Tenia“. Schauplatz dieses finsteren Geschehens ist ein zwielichtiger Schwulenclub namens „Rectum“. Die nächste Szene zeigt Marcus und Pierre auf der Suche nach La Tenia, die Ereignisse laufen dann weiter zurück bis zu jener Tat, die die beiden zu ihren Gewaltätigkeiten getrieben hat.In einer einzigen, scheinbar unendlich langen Kameraeinstellung zeigt Noè die überaus brutale Vergewaltigung von Alex (Monica Belucci) durch einen Zuhälter. Auch weil die Szene überzeugend gespielt ist, sind die grausamen Bilder nur schwer zu ertragen. Die schonungslose Intensität errinert dabei an „Requiem for a Dream“, der zwar chronologisch, aber ähnlich drastisch seine düstere Geschichte erzählt. Dass „Irreversible“ überhaupt auszuhalten ist liegt vor allem daran, dass die Erzählung nicht nur das Geschehen zwischen Tat und Rache schildert, sondern noch weiter zurückblickt. So erfährt der Zuschauer, dass Marcus, Pierre und Alex eine Party besucht haben, dass sie gelacht, getrunken, getanzt und sich auch gestritten haben. Zuvor sind sie gemeinsam mit der Metro zur Feier gefahren, und am Ende des Films (und damit am chronologischen Anfang) zeigt der Film, wie Marcus und Alex friedlich im Bett liegen, zwei Verliebte, deren Nacktheit die Unschuld symbolisiert, die sie später verlieren werden.

Zunächst kamen mir die Szenen auf der Party und auch davor ein wenig überflüssig vor, schließlich weiss man, was passieren wird. Doch die Szenen haben eine wichtige Funktion – sie ermöglichen es dem Film auf einer positiven Note zu enden. Man lernt die drei Hauptdarsteller noch einmal neu kennen, nicht als Täter und Opfer, sondern als normale Menschen. Anders als „Requiem for a Dream“ fährt „Irreversible“ deshalb den Zuschauer nicht am Ende gemeinsam mit seinen Figuren brutal gegen die Wand. Trotzdem bleibt der Film schwer verdauliche Kost. Schon auf dem Fernsehschirm – ich habe ihn bei Incredibly Strange Video auf Dvd leihen können – entfalten die Bilder eine große Wirkung, die ich auf der Kinoleinwand nicht (noch) einmal erleben möchte. Kinovergnügen ist „Irreversible? ganz sicher nicht. Doch lohnt sich Noès Film für jeden, der bereit und gewillt ist sich ihm auszusetzen. Somit haben „Requiem…“ und dieser Streifen eine weitere Gemeinsamkeit – beide sind gelungene Werke, die ich kein zweites mal sehen möchte.
7/10

Femme Fatale

„Mission:Impossible“ von 1996 war Brian DePalmas letzter Hit. Seitdem ist seine Karriere ein wenig ins Stocken geraten, und auch mit seinem neuesten Film ist er – zumindest in den USA – kommerziell baden gegangen. Was schade ist, aber auch nicht wirklich überrascht, wenn man „Femme Fatale“ gesehen hat. Der Titel spielt ganz offensichtlich auf die Noir-Filme der 40er und 50er Jahre an, und so beginnt der Film auch mit Szenen aus einem der alten Klassiker, Billy Wilders „Double Indemnity“. Den guckt sich Diebin Laure (Rebeca Romijn-Stamos) im Fernsehen an, während ihr Auftraggeber ihr letzte Anweisungen gibt. Darauf beginnt eine der schönsten Diebstahl-Szenen der letzten Jahre und es wird klar, daß der Meister solcher Filme wie „Dressed to Kill“, „Blow-Out“ und „The Untouchables“ sein Handwerk nicht verlernt hat.

Bei einer Filmpremiere der Festspiele von Cannes trägt die Freundin des anwesenden Regisseurs ein sündhaft teures Schmuck-Etwas anstelle eines Oberteils. Auf eben dieses haben es Laure und ihre Partner abgesehen. Zur wunderbaren Musik von Ryuichi Sakamoto („Der letzte Kaiser“) machen sich die Diebe an ihr Werk. Laure verführt die Trägerin der Beute auf dem luxuriösen Damenklo, während ihre Partner die Wärter an der Nase herumführen. Doch, wie sollte es anders sein, im letzten Moment geht etwas schief und Laure macht sich allein mit der Beute aus dem Staub.

Sie flüchtet nach Paris, wo sie mit einer jungen Frau namens Lily verwechselt wird, die sich kurz darauf umbringt. Laura steigt unter dem Namen der Verstorbenen in ein Flugzeug nach Amerika, wo sie den reichen Ex-Unternehmer Watts kennen lernt. Nach 30 Minuten Film und der Einblendung „Sieben Jahre später“ ist Watts Botschafter in Paris, Laure (jetzt Lily) seine Frau und die Story beginnt erneut – mit einem Foto, daß Paparazzi Nicolas (Antonio Banderas) im Auftrag ominöser Hintermänner von Laura/Lily schießt. Klingt kompliziert? Ist es auch – und auch wieder nicht. DePalma hat mit „Femme Fatale“ eine herausragend inszenierte Stilübung absolviert. Seine Hauptdarstellerin ist eine Variante der von Kim Novak gespielten Madeleine aus Hitchcocks Meisterwerk „Vertigo“.

Um diese herum entwirft der Regisseur eine traumhafte Welt voll von Betrug, Sex und Gewalt. Keine schöne Welt, aber eine, die schön anzusehen ist. Auch wenn der Film sein – wohl wenig zahlreiches – Publikum sehr wahrscheinlich spalten wird, so werden die Bilder und die Eindrücke, die er hinterläßt, jedem Zuschauer wohl länger im Gedächnis bleiben, ganz gleich ob wohlwollend oder widerwillig. „Femme Fatale“ erinnert in seiner mysteriösen Traumhaftigkeit zuweilen ein wenig an David Lynchs „Mulholland Drive“. Doch im Gegensatz zu Lynch läßt DePalma letztlich wenige Fragen offen, was die Einen enttäuschen und die Anderen zufriedenstellen mag.

Darüber, ob die Aufklärung und das Ende einen zu hohen Preis für die „Glaubwürdigkeit“ oder einen gelungenen Abschluß des Films darstellen, werden Cineasten wohl noch lange diskutieren. Ich persönlich kann gut damit leben – und ich habe das Gefühl, Brian DePalma ist das sowieso völlig egal. Irgendwo zwischen Hommage und Persiflage angesiedelt schrammt sein Film manchmal hart an der Grenze des guten Geschmacks vorbei – und vielleicht auch darüber hinaus. Was bleibt, sind 110 äußerst kurzweilige Minuten, die so ziemlich alles beinhalten, was Kino faszinierend macht.

5/5

Jackass: The Movie

Johnny Knoxville und seine Schergen haben es mit ihren Anarcho-Scherzen bis ins Kino gebracht, was Einige freuen und Andere beunruhigen wird. Allerdings kann man das Werk beim besten Willen nicht als Kinofilm betrachten. Freunde der MTV-Show sollten sich das lieber so vorstellen, als liefe aus irgendwelchen Gründen eine lange Sonderfolge im Kino. Alle anderen, bei genauerer Betrachtung, übrigens auch.

So ist der Grund für den Film natürlich kein überzeugendes Drehbuch, sondern die Tatsache, daß der Film todsicher Kohle machen wird. Was Steve-O, Knoxville und co in die angenehme Situation brachte, ihren Schabernack auf der Basis eines 20-Mio.$ Budgets zu treiben. Mit dem Geld wurden offensichtlich eine Japanreise, mehrere Autos, Golfwagen und ein Ausflug für ein ausgewachsenes Krokodil bezahlt.

Und so geht es dann auch ordentlich zur Sache, wobei schon der Vorspann die Lachmuskeln strapaziert. Darauf folgt das, was man von der Fernsehshow gewohnt ist. Knoxville setzt sich völlig unnötig großen Schmerzen aus, ebenso der Rest der Truppe. Teilweise extrem gefährlich, wie die Nummer mit den Golfwagen, teilweise extrem unappetitlich, wie die Nummer mit dem Matchboxauto im Rektum, gehen die Dingen ihren gewohnten Gang.

Der Film erfüllt mehr oder weniger alle Erwartungen, die man an ihn haben konnte. Er ist lustig, brutal und überflüssig. Vom Feinsten also, für alle Freunde des schlechten Geschmacks. Denen sei ???Jackass: The Movie? denn auch empfohlen. Dem Autor dieser Zeilen hats über weite Strecken ganz gut gefallen.

-/5

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