Kurzkritik: Amsterdam

Drama/Komödie, 2022

Regie: Davie O. Russell; Darsteller: Christian Bale, Margot Robbie, John David Washington

Worum gehts?
Um die Wege dreier Menschen (ein Arzt, ein Veteran und eine ehemalige Krankenschwester), die sich im Ersten Weltkrieg gekreuzt haben, und es Anfang der 1930er Jahre erneut tun. Sie geraten in einen mysteriösen Plot, in den ein Ex-General, einige Geheimdienstler, reiche Industrielle und zwielichtige Gestalten verwickelt sind – und stehen bald selbst unter Mordverdacht.

Was soll das?
„Amsterdam“ ist eine Komödie, die einerseits von einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung erzählt, und andererseits einen ziemlich komplexen Plot, der zu größeren Teilen auf wahren Begebenheiten fusst.

Taugt das was?
Nicht so richtig. Die einzelnen Teile (historischer Verschwörungskrimi, Dreiecks-Drama in den Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit und alberne, temporeiche Komödie) ergeben kein stimmiges Ganzes. Zwar gibt es in den gut über zwei Stunden Laufzeit immer etwas Unterhaltsames zu sehen (eine beeindruckende Darstellerriege, wunderbare Ausstattung, einige herrlichen Jokes). Aber mit den Figuren mitfiebern konnte ich zu keinem Zeitpunkt. Immerhin trägt „Amsterdam“ mit seinen Anspielungen auf die Gegenwart und den offensichtlichen Warnungen an die Gesellschaft sein Herz am rechten Fleck.

Wo kann ich das gucken?
Im Kino und sicherlich in Kürze bei diversen Streaming-Anbietern (hier checken).

6/10

PS: Der Film hat mich auf eine ganz ähnliche Weise enttäuscht wie zu Beginn des Jahres „Nightmare Alley„.

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