Kurzkritik: Triangle of Sadness

Satire, 2022

Regie: Ruben Östlund; Darsteller: Harris Dickinson, Charlbi Dean, Dolly De Leon

Worum gehts?
Um ein junges Model/Influencer-Pärchen, dessen Beziehung nicht ganz spannungsfrei verläuft. Und das an einer Luxus-Kreuzfahrt mit steinreichen, weitgehend älteren (und weniger attraktiven) Menschen teilnimmt, die in vielerlei Hinsicht eskaliert und in ein „Castaway“-artiges Szenario übergeht, in dem die Karten zwischen Crew und Passagieren gänzlich neu gemischt werden…

Was soll das?
„Triangle of Sadness“ nimmt als Satire eine Menge Ziele ins Visier – etwa ‚moderne‘ Geschlechterrollen, die (männliche) Modeszene, Superreiche, Champagner-Sozialisten und Klassenkampf. Dafür schickt Regisseur Östlund etwa ein Dutzend Figuren ins Rennen, gespielt von einer internationalen Besetzung (aus Deutschland ist z. B. Iris Berben dabei, Hollywood wird von Woody Harrelson vertreten).

Taugt das was?
Jein. Der Film bietet einige absolut großartige Momente und Dialoge (und ich meine damit nicht die berühmt gewordene zentrale Kotz-Orgie), die messerscharfe, schwarzhumorige Beobachtungen über die „human condition“ enthalten. Aber als Ganzes konnte mich „Triangle of Sadness“ nicht so recht überzeugen, mir fehlte Stringenz, Fokus und Tiefenschärfe.

Wo kann ich das gucken?
Im Kino.

6/10

PS: Den Vorwurf „Der Film ist weniger als die Summe seiner Teile.“ mache ich gefühlt dieses Jahr bei jedem zweiten Film. Zufall? Oder geht es nur mir so? Hmm….

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