Kurzkritik: The Old Man

Drama/Thriller, 2022

Creators: Robert Levine, Jonathan E. Steinberg; Darsteller: Jeff Bridges, John Lithgow, Alia Shawkat, Amy Brenneman, Leem Lubany

Worum gehts?
Dan Chase (Bridges) hat im Auftrag der CIA beim ersten Afghanistan-Krieg mitgemischt – über 30 Jahre später holen ihn die Ereignisse von damals ein. Er wird – gemeinsam mit seinem ehemaligen Mitstreiter Harper (Lithgow) – zu einer Art der Vergangenheitsbewältigung gezwungen, die er nicht zuletzt seiner Tochter eigentlich unbedingt ersparen wollte…

Was soll das?
„The Old Man“ lebt in erster Linie von der Spannung, die sich aus der Unwissenheit des Publikums (und der allermeisten Figuren) bezüglich der Ereignisse von „damals“ und den schwer überschaubaren Kräften und Motiven der Gegenwart ergibt. Die Figuren sind viel in Bewegung, ihre Beziehung untereinander ebenfalls. Das Erzähltempo ist nicht zuletzt wegen der zahlreichen Rückblenden eher gemächlich.

Taugt das was?
Ja, die Serie serviert sehr ansprechende Genre-Kost und bietet ein absolut starkes Ensemble von Darstellern. Wie schön allein, Jeff Bridges wieder mal erleben zu dürfen, nachdem er kürzlich ja beinahe von uns gegangen wäre. Dabei wird auf ernsthafte Art und Weise auch auf die politischen Dimensionen des Geschehens und ihre komplexe Verbindung zu den persönlichen Dramen eingegangen.

Mir hat die Story grundsätzlich gefallen, allerdings lässt „The Old Man“ die erste Staffel mit einem recht ausladenen Cliffhanger enden. Die große Aufklärung einer ganz zentralen Frage liefert die letzte Folge zwar, insgesamt aber hängt mir für ein Staffelende zu viel in der Schwebe. Weitergucken werde ich natürlich trotzdem – aber gerade deswegen…?

Wo kann ich das gucken?
In Kürze bei Disney+.

8/10

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