Kurzkritik: The Gray Man

Action/Thriller, 2022

Regie: Anthony & Joe Russo; Darsteller: Ryan Gosling, Ana De Armas, Chris Evans, Billy Bob Thornton

Worum gehts?
Um einen Agenten namens „Six“ (Gosling), Mitglied der nicht offiziell legitimierten „Sierra“-Crew der CIA. Ein Auftrag in Bangkok spielt Six Material in die Hände, das seine Vorgesetzten belastet – und macht ihn vom Jäger zum Gejagten.

Was soll das?
„The Gray Man“ ist eine Adaption des mir unbekannten gleichnamigen Romans von Mark Greaney. Nach eine äußerst kurzen Einführung ins Szenario setzt der Film auf ein temporeiches Feuerwerk aus Verfolgungsjagden und wilden Schießereien, das sich quer über den Globus bewegt (Bangkok, Prag, Baku, Langley, …).

Taugt das was?
Na ja. Der Film bietet massive Starpower und eine Unmenge Action. Die Handlung ist aber arg durchschnittlich geraten, es fehlt an Spannung und Überraschungen, vor allem aber an vollständig entwickelten Figuren. Ein paar kurze Rückblenden und noch kürzere Erklärungen sind alles, was die Daueraction story-technisch verbinden soll – das ist einfach zu dünne. Die Idee von Netflix, sich hier ein eigenes Agenten-Franchise nach Vorbild von Jason Bourne, James Bond oder „Mission: Impossible“ aufzubauen, ist deutlich zu erkennen. Aber nach diesem ersten Film hält sich meine Begeisterung für eine Fortsetzung doch sehr arg in Grenzen.

Wo kann ich das gucken?
Im Kino und bei Netflix.

6/10

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