Kurzkritik: Slow Horses (Staffel 1)

Krimi/Drama

Regie: James Hawes; Darsteller: Gary Oldman, Kristin Scott-Thomas, Jack Lowden, Olivia Cooke

Worum gehts?
Ein Haufen britischer Agenten fristet in London ein Dasein auf dem Abstellgleis. Jeder in der Truppe hat irgendwas vermurkst, auch ihr versoffener, mit allen Wassern gewaschener Chef Jackson Lamb (Oldman). Doch ihre eintönige Routine-Arbeit wird unterbrochen, als jemand aus der Abteilung – offenbar fremdgesteuert vom Hauptquartier – bei einer Entführung mitmischt, die für große Schlagzeilen sorgt. Ein paar Nationalisten wollen einen pakistanischstämmigen Briten öffentlichkeitswirksam einen Kopf kürzer machen.

Was soll das?
„Slow Horses“ basiert auf den Romanen von Mick Herron, und die erste Staffel erzählt ziemlich genau die Story des ersten Buchs. Originell ist an der Reihe vor allem, dass die Hauptfiguren allesamt gebrochene Charaktere sind – deren allzu menschliche Schwächen sie aber oft zu starken Agenten machen. Wenn sie nicht gerade über ihre eigenen Beine stolpern. Bei allem lakonischen Humor ist es den Büchern (und scheinbar auch der Show) aber ernst mit den Geschichten, die sich mit relevanten Themen und Problemen befassen.

Taugt das was?
Ja, absolut. Als ich die beiden ersten Bücher vor einigen Jahren gelesen habe dachte ich, dass die sich eigentlich ‚von selbst verfilmen‘. Und tatsächlich schafft es die Serie, den Geist der Vorlagen stimmig zu übersetzen. Die Figuren und ihre jämmerlichen Büros im ‚Slough House‘ sind vorzüglich getroffen, Gary Oldman ist die Rolle des Jackson Lamb quasi auf den Leib geschrieben. Ich freu mich auf die nächste Staffel, deren Story – wenn mich die Erinnerung nicht trügt – noch etwas mehr Spaß machen könnte…

Wo kann ich das gucken?
Bei Apple TV+.

8/10

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