Kurzkritik: Tokyo Vice

Drama/Krimi, 2022

Creator: J. T. Rogers; Darsteller: Ansel Elgort, Ken Watanabe, Rachel Keller, Sho Kasamatsu

Worum gehts?
Der ehrgeizige junge Amerikaner Jake Adelstein heuert um das Jahr 2000 bei einer Zeitung in Tokio als Reporter an. Eine auf den ersten Blick unbedeutende Story führt ihn sehr bald in die Welt der Yakuza, korrupter Cops und zwielichtiger Clubs. Dabei trifft Jake eine Reihe interessanter Charaktere mit teils komplexen Verbindungen untereinander.

Was soll das?
„Tokyo Vice“ basiert auf den Memoiren des wahren Jake Adelsteins, leiht sich zudem die Hälfte des Namens bei „Miami Vice“ und hat sicher nicht ganz zufällig dessen Schöpfer Michael Mann als Produzenten und Regisseur der Pilotfolge gewonnen. Obwohl die Show viel Wert auf Style legt hat sie mit ihrem Namensvetter nicht viel gemeinsam, sondern erzählt eine ernste, durchaus facettenreiche Gangster-Story aus dem Blickwinkel zweier Gaijin

Taugt das was?
Ja, definitiv. Die Show ist spannend, gut gespielt und bietet einen (für Laien wie mich) interessanten Blick auf Japan um die Jahrtausendwende. Die erste Staffel kann allerdings nur sehr bedingt für sich stehen – wenn es hier nicht weitergeht, dann würde ich storytechnisch einige Abzüge vornehmen müssen. Ich bin aber recht sicher, dass es weitergehen wird. Und halte das erstmal für eine gute Nachricht.

Wo kann ich das gucken?
Hier.

7/10

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