Kurzkritik: Tiefe Wasser

Drama/Thriller, 2022

Regie: Adrian Lyne; Darsteller: Ben Affleck, Ana de Armas, Jacob Elordi

Worum gehts?
Um das Ehepaar Vic (Affleck) und Melinda (De Armas), das mit seiner 6-jährigen Tochter in einer Kleinstadt im Süden der USA lebt. Melinda hat eine Reihe von Affären mit jungen Männern, was Vic scheinbar – und bis zu einer gewissen Grenze – toleriert. Die Situation bekommt eine neue Dynamik, als einer der Männer stirbt…

Was soll das?
Genrefilme sind ja sehr selten geworden in Zeiten von Mega-Blockbustern und ‚Streaming-Wars‘. „Tiefe Wasser“ funktioniert als erotisch aufgeladener Thriller auf mehreren Ebenen als psychologisches Katz-und-Maus-Spiel. Einmal zwischen Vic, Melinda und ihrem Freundeskreis, der immer mehr ins Geschehen hineingezogen wird. Und andererseits zwischen dem Regisseur und seinem Publikum, das immer wieder rätselt, wie die Beziehung zwischen den Eheleuten eigentlich zu deuten ist.

Taugt das was?
Mir hat der Film überraschend gut gefallen, was in erster Linie an den Leistungen der beiden Hauptdarsteller und am angenehm ambivalenten Plot (die Vorlage zum Drehbuch ist ein Roman von Patricia Highsmith) gelegen hat. Die souveräne Inszenierung von Altmeister Adrian Lyne („9 1/2 Wochen“ oder „Ein Unmoralisches Angebot“) sorgt dafür, dass „Tiefe Wasser“ seine unübersehbaren B-Movie-Tendenzen immer nur andeutet, ohne gänzlich in diese Richtung abzubiegen.

Wo kann ich das gucken?
Bei Amazon prime video.

7/10

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