Kurzkritik: American Crime Story (Staffel 3 – „Impeachment“)

Drama, 2021

Creator: Ryan Murphy ; Darsteller: Beanie Feldstein, Sarah Paulson, Clive Owen, Edie Falco

Worum gehts?
Um die Geschehnisse rund um das Amtsenthebungsverfahren gegen Bill Clinton Ende der 90er Jahre. Im Zentrum der Erzählung stehen Monica Lewinsky und ihre Kollegin Linda Tripp, doch die Serie beleuchtet auch andere Figuren, darunter Paula Jones, Clinton selbst und die First Lady.

Was soll das?
Die dritte Staffel von „American Crime Story“ behandelt nicht einen zentralen Mord, sondern versucht, ein kompliziertes Geflecht auseinander zu nehmen. Da gibt es Anklagen wegen sexueller Belästigung, politische Grabenkämpfe, Fehlverhalten jeglicher Couleur, Hochverrat zwischen Freundinnen – und nebenbei erleben wir die Geburtsstunde des Internets als Medium der Massenmedien (erinnert sich noch jemand an den „Drudgereport“?).

Taugt das was?
Ja. Die Show schafft es, eine recht lang gezogene Spannungskurve aufzubauen, obwohl der Ausgang des Geschehens den meisten Zuschauern noch bewusst sein sollte (zumindest was ‚Impeachment‘ angeht). Viele Details waren mir dabei neu, und naürlich sind auch große Teile einfach sehr kreativ ausgeschmückt. Ein Problem der Serie ist jedoch der etwas unscharfe Fokus. Hinter den vielen cleveren Montagen und eindringlichen Leistungen der Hauptdarsteller steht keine erkennbare Idee oder neue Interpretation. Vielleicht war die Erwartungshaltung nach den beiden starken ersten Staffeln auch einfach zu hoch und das Thema einfach nicht dafür geeignet…

Wo kann ich das gucken?
Hier (aktuell nur OV).

7/10

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