Kurzkritik: Titane

Drama/Horror, 2021

Regie: Julia Docournau; Darsteller: Agathe Rousselle, Vincent Lindon

Worum gehts?
Schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern. Aber ich glaube jeder, der sich „Titane“ ansieht, wird schon irgendwas darüber gelesen haben, schließlich hat der Film in Cannes die Goldene Palme gewonnen. Also hier kurz & knapp: Eine junge Frau mit Auto-Fetisch wird zur Mörderin, und nimmt eine neue (männliche) Identität an, um unterzutauchen.

Was soll das?
Auch nicht so leicht zu beantworten. „Titane“ ist eine krude Mischung aus Melodram und Horrorfilm mit surrealen, grotesken Elementen in Verbindung mit extremer Brutalität. Während es zu Beginn nach der Studie einer bizarren Subkultur aussieht, folgen einige schwer verdauliche Mordsequenzen, bevor der Film erneut das Genre wechselt und sich endgültig jeder einigermaßen klaren Kategorisierung entzieht.

Taugt das was?
Jein. Es fällt schwer, in dem absurden Treiben eine Linie zu erkennen, und viele Dinge ergeben auch einfach keinen wirklichen Sinn. Aber die immense Inbrunst, mit der sich die beiden Hauptdarsteller an ihren Figuren abarbeiten, und deren Leiden sie dabei auf aberwitzige Weise rührend porträtieren, hat mich so für diesen kruden Film eingenommen, dass ich ihn recht gebannt bis zum Ende geschaut habe. Von einer Erkenntnis oder auch nur einem „Aha-Moment“ am Ende kann ich allerdings nichts berichten…

Wo kann ich das gucken?
Im Kino.

7/10

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