Kurzkritik: Lupin

2021, Krimi/Komödie

Creator: George Kay; Darsteller: Omar Sy, Ludivine Sagnier, Vincent Londez

Worum gehts?
Assane Diop (Sy) ist seit seiner Kindheit fasziniert von der Figur des Arsene Lupin. Er tritt in dessen Fußstapfen, indem er seinen Lebensunterhalt mit genialen Gaunereien verdient – wie etwa dem eleganten Juwelendiebstahl in der ersten Folge. Ein Trauma aus Kindheitstagen führt ihn dabei zum mächtigen Konzernchef Pellegrini, gegen dessen mächtiges Netzwerk aus Politik, (korrupten) Behörden, Medien und gewalttätigen Handlangern er alle Register ziehen muss…

Was soll das?
Die Serie baut auf den Anfang des 20 Jahrhunderts erschienenen Romanen von Maurice Leblance über den Meisterdieb Arsene Lupin auf. „Lupin“ ist aber keine moderne Adaption im klassischen Sinne, denn die Titelfigur nimmt sich die literarische Figur hier lediglich zum Vorbild, ist also keine „Verkörperung“ von Arsene Lupin. Der Ton ist zunächst vor allem komödiantisch, wird aber im Verlaufe der fünf Episoden der ersten Staffel deutlich dramatischer. Insgesamt ist die Show jedoch der leichten (aber keinsfalls niveaulosen) Unterhaltung verpflichtet.

Taugt das was?
Ja, „Lupin“ ist eine temporeiche, spannende und lustige Angelegenheit geworden – übrigens auch, wenn man die zugrunde liegenden Werke nicht kennt. Hauptdarsteller Sy hat sichtlich Freude an seiner Rolle, Handlung und Erzählweise bekommen den Spagat zwischen Drama und Komödie ziemlich gut hin. Keine Show, die einen aus den Socken haut, aber gut genug, dass ich mich auf eine Fortsetzung freue.

Wo kann ich das gucken?
Bei Netflix.

7/10

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