Kurzkritik: Das Damengambit (The Queen’s Gambit)

Drama, 2020

Creators: Scott Frank, Allan Scott; Darsteller: Anya Taylor-Joy, Marielle Heller, Bill Camp

Worum gehts?
Die im Waisenhaus lebende Beth lernt vom Hausmeister, Schach zu spielen. Wie sich heraus stellt, ist Beth ein Wunderkind – sie startet eine steile Karriere am Spieltisch, die sie über zahlreiche lokale Meisterschaften bis zum Turnier der Großmeister in Moskau führen wird. Auf dem Weg dahin muss Beth unter schwierigen Umständen aber auch erwachsen werden…

Was soll das?
„Das Damengambit“ ist eine Mischung aus Coming-of-Age-Drama, (Denk-)Sportfilm und Gesellschaftsporträt der USA in den 50er und 60er Jahren. Basierend auf einer Romanvorlage (nicht aber auf „realen Begebenheiten“) erzählt die Serie eine schier unglaubliche Außenseiter-Geschichte. Das Schachspiel muss hier nur bedingt als ‚Metapher für Alles‘ herhalten, und als Zuschauer braucht es auch keine Fachkenntnisse – das Regelwerk sollte man aber schon in etwa kennen.

Taugt das was?
Unbedingt. Ich habe die Show letztes Jahr verschmäht, weil mir das irgendwie nach ungerechtfertigtem Hype aussah. Tatsächlich ist „Das Damengambit“ eine recht altmodisch erzählte, aber gleichzeitig sehr moderne Geschichte. Hauptdarstellerin Taylor-Joy ist brilliant und macht aus Beth trotz der Märchenhaftigkeit des Geschehens eine wunderbar verschrobene und charmante, dabei stets überzeugende Figur. Bis in die Nebenrollen ist die Besetzung stark, die Inszenierung lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig.

Wo kann ich das gucken?
Bei Netflix.

8/10

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