Kurzkritik: Monsieur Killerstyle

Komödie/Horror, 2019

Regie: Quentin Dupieux; Darsteller: Jean Dujardin, Adele Haenel

Worum gehts?
Georges ist besessen von seiner neu gekauften (in seinen Augen) ultra-stylishen Vintage-Wildlederjacke im Western-Look. Er nimmt sich ein Zimmer auf dem Land, und beginnt einen Amateurfilm über sich selbst zu drehen – denn die Jacke hat einen Auftrag für ihn, den Georges um jeden Preis erfüllen will. Neben einigen Laiendarstellern steht ihm die Barkeeperin und Hobby-Cutterin Denise zur Seite.

Was soll das?
Um zu verstehen, was für eine Art Film „Monsieur Killerstyle“ ist, muss man Quentin Dupieux‘ „Rubber“ (oder wenigstens einen Trailer dazu) gesehen haben. Dort war es ein alter Autoreifen, der Amok lief – hier ist es nun eine Wildlederjacke. Und sie hat – anders als der Killer-Reifen – einen menschlichen Wirt, den sie für ihre Zwecke einspannt. Die Story ist vollkommen abwegig und bemüht sich auch nicht um Erklärungen. Die Dinge sind, wie sie sind, und der Film geht seinen Weg konsequent bis zu Ende.

Taugt das was?
Ja. Allerdings ist es ein schon sehr spezieller Humor, mit dem man hier konfrontiert wird. Jean Dujardin (Oscar-Preisträger für „The Artist“) hat sichtlich Freude an der Rolle des kauzigen Wildlederjackenträgers, der von seinem eigenen Look immer wieder begeistert ist („Scheisse, ist das geil.“). Wer es grotesk und abseitig mag, der sollte sich diese knapp 80 Minuten Trashfest nicht entgehen lassen, alle anderen machen lieber eine großen Bogen um diesen Film. An „Rubber“ kommt der Film vom Spaßfaktor aber nicht heran, daher einen Punkt „Abzug“…

4/5

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