Kurzkritik: Away

Drama/Sci-Fi, 2020

Creator: Andrew Hinderaker; Darsteller: Hilary Swank, Josh Charles, Mark Ivanir, Vivian Wu

Worum gehts?
Eine internationale Crew unter Führung der Kommandantin Emma Green (Swank) startet die erste Mars-Mission der Menschheit. Zwischen den 5 Astronauten aus China, UK, den USA, Indien und Russland kommt es dabei zu einigen Spannungen, zumal die Reise nicht ganz reibungslos verläuft. Und auch auf der Erde ist für reichlich Drama gesorgt, hier konzentriert sich die Serie vor allem auf Emmas Tochter und ihren Ehemann Matt. Der ist selbst bei der NASA tätig und hat kurz vor dem Start einen folgenschweren Unfall…

Was soll das?
„Away“ schlägt in eine ähnliche Kerbe wie zuletzt „For All Mankind“, und verbindet eine aufregende Expedition ins Weltall mit den persönlichen Schicksalen der Astronauten. Hier allerdings ist es keine „Alternate History“, sondern eine von unserer Gegenwart nicht zu unterscheidende. Nur, dass eben eine bemannte Mars-Mission möglich ist…

Taugt das was?
Leider nein. Die Show hat ein paar gute und interessante Ansätze, verliert sich aber immer wieder in Rührseligkeit und platter Küchenpsychologie. Die Beziehungen unter den Crew-Mitgliedern haben was übertrieben pädagogisches, die Dialoge sind oft von beinahe unbeholfen wirkender Sentimentalität. Die Offenherzigkeit mag Methode haben (und hebt „Away“ stark von den unzähligen zynischen und schwarzhumorigen Serien ab), aber mir war es einfach zu viel. Es hilft auch nicht, dass die Spannungsbögen (innere wie äußere) dem immergleichen Muster folgen.

Wo kann ich das gucken?
Bei Netflix.

2/5

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