Kurzkritik: The Invisible Man („Der Unsichtbare“)

Horror/Thriller, 2020

Regie: Leigh Wannell ; Darsteller: Elizabeth Moss, Aldis Hodge, Harriet Dyer, Michael Dorman

Worum gehts?
Cecilia (E. Moss) verlässt fluchtartig ihren Ehemann Adrian, einen kontrollsüchtigen Tech-Millionär. Der begeht kurz darauf Selbstmord. Kurze Zeit später häufen sich allerlei mysteriöse Vorfälle, die nur einen Schluss zulassen: Adrian ist nicht tot, sondern unsichtbar. Und er will sich an seiner „Witwe“ rächen…

Was soll das?
„The Invisible Man“ erzählt keine sonderlich einfallsreiche oder neue Geschichte. Es ist anno 2020 auch kein technisches Meisterstück mehr, eine unsichtbare Figur auf die Leinwand zu bringen. Der Film konzentriert sich eher auf die Figuren und Spannung, als auf die erwartbaren Schockeffekte – ohne dabei komplett auf diese zu verzichten.

Taugt das was?
Ja, durchaus. Elizabeth Moss spielt (wie üblich) eine leidgeprüfte, starke Frau, deren nachvollziehbare Handlungen „The Invisible Man“ ein emotionales Fundament geben. Der Thrill speist sich dabei weniger aus der wortwörtlichen Unsichtbarkeit ihres Gegenspielers, als aus seiner Ungreifbarkeit und Cecilias daraus folgender vermeintlicher Machtlosigkeit – sie wird sehr bald selbst von Freunden und Familie für eine Irre gehalten. Handwerklich und visuell überzeugt der Film ebenfalls, insgesamt überdurchschnittliche Spannungsunterhaltung mit Niveau.

Wo kann ich das gucken?
Hier.

4/5

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